INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 4. APRIL
Wiener Volksoper: Annette Dasch übernimmt künstlerische Leitung des StudioV (Opernstudio der Volksoper Wien)

Annette Dasch. Foto: Klaus Weddig
Ab der Spielzeit 2026/27 übernimmt Annette Dasch die Funktion der Künstlerischen Leitung des StudioV, des Opernstudios der Volksoper Wien. Katharina Lischka wird weiter die organisatorische Projektleitung innehaben. Annette Dasch folgt damit auf Maurice Lenhard, der das Studio über vier Jahre hinweg aufgebaut hat und mit Herbst 2026 als Chefdramaturg und Stellvertreter der Intendantin Lydia Steier zur Ruhrtriennale wechseln wird. Im StudioV der Volksoper Wien erhalten sieben internationale Sänger:innen und ein:e Pianist:in über zwei Spielzeiten hinweg die Möglichkeit, sich in einem künstlerischen Safe Space weiterzuentwickeln und das Musiktheater neu zu denken.
Zitat Lotte de Beer
„Mit der Gründung unseres Studios vor vier Jahren wollten wir junge Sänger:innen nicht nur stimmlich und musikalisch, sondern auch schauspielerisch, individuell und menschlich fördern und ihnen jene Impulse mitgeben, die nur die Volksoper mit ihrer unglaublichen Vielfalt und ihrem Repertoire geben kann. Unter der künstlerischen Leitung von Maurice Lenhard wurden all meine Erwartungen mehr als übertroffen. Das Studio wurde ein Ort, an dem wir das Musiktheater weiterdenken und neues Publikum für die Oper begeistern konnten. Ich könnte nicht dankbarer für seine Arbeit sein und wünsche Maurice Lenhard für seinen Wechsel zur Ruhrtriennale und seine weitere Laufbahn alles erdenklich Gute. Gleichzeitig freue ich mich, dass wir mit Annette Dasch ab der Spielzeit 2026/27 eine der spannendsten Sopranistinnen unserer Zeit als Künstlerische Leiterin des StudioV gewinnen konnten. Diese Neubesetzung kommt gleichermaßen aus dem Herzen der Volksoper wie von den großen Opernbühnen der Welt. Annette bringt einen enormen Erfahrungsschatz aus ihrer internationalen Karriere und der Zusammenarbeit mit den wichtigen Künstler:innen unserer Zeit mit. Vor allem aber ist sie eine Allrounderin und eine umwerfende Singschauspielerin, deren hoher Anspruch an die Kunst sich nicht erst auf der Bühne offenbart, sondern schon während der Proben – indem sie Verantwortung für die Produktion übernimmt und aktiv mitgestaltet. Unsere Studio-Mitglieder werden von ihren Erfahrungen und ihrer Persönlichkeit in besonderem Maße profitieren.“
Zitat Annette Dasch
„Mit dem StudioV kommen acht Künstler:innen an die Volksoper, die in der Beherrschung ihres Instruments hochqualifiziert sind und als individuelle Künstlerpersönlichkeiten bereits positiv herausstechen. Dass sie diesen einmaligen und zauberhaften Schritt in ihr Berufsleben gemeinsam mit uns an der Volksoper gehen möchten, freut mich von ganzem Herzen. Die Sänger:innen stellen sich den vokal sowie darstellerisch hohen Ansprüchen unseres genrediversen Hauses und finden hier, wo solch ein wertschätzender, offener, guter Geist herrscht, einen idealen Ort vor. Für jede:n Künstler:in ist das Wachsen und Sich-Entwickeln ein lebenslanger Prozess. Ich darf als künstlerische Leiterin dazu beitragen, dass die Mitglieder des StudioV hier Handreichungen erhalten, die ihnen in ihrer eigenständigen, mündigen, kraftvollen Interpretationsfähigkeit weiterhelfen: durch Technik und Gespür, das Befragen von Grenzen, Komfortzonen, Sicherheit und Experimentierfreude, durch Disziplin und Diskurs, Körper, Sprache, Atem, Dramaturgie, Rhythmus! Diese jungen Menschen, das sei nicht vergessen, sollen bei all der vielen Arbeit hier eine wunderbare Zeit verbringen dürfen, mit den beiden schönsten Ideen, die die Menschheit je hervorgebracht hat:
Die heilige Musik.
Das Theater.“
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Erfolgreiche Europatournee des Orchesters und Chors der Oper Zürich geht mit zwei Konzerten in der Elbphilharmonie Hamburg zu Ende

Copyright: Oper Zürich/ Daniel Dittus
Mit dem vorgestrigen Abschlusskonzert in der Elbphilharmonie Hamburg ging die elftägige Tournee von Orchester und Chor der Oper Zürich mit grossem Erfolg und vor ausverkauften Häusern zu Ende. Die erste grosse Gastspielreise seit über zehn Jahren führte die Zürcher Klangkörper an sieben renommierte Spielstätten in Frankreich, Österreich und Deutschland, darunter die Philharmonie de Paris, das Wiener Konzerthaus, die Philharmonie de Luxembourg, die Elbphilharmonie Hamburg und die Isarphilharmonie München sowie das Festival de Pâques in Aix-en-Provence. Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Gianandrea Noseda interpretierten die Musiker:innen gemeinsam mit Marina Rebeka, Agnieszka Rehlis, Joseph Calleja und Alexander Vinogradov «Messa da Requiem» von Giuseppe Verdi. Ergänzt wurde die Tournee durch ein zweites eigenständiges Programm mit geistlichen Arien, interpretiert von der Schweizer Sopranistin Regula Mühlemann sowie Prokofjews «Romeo und Julia»-Suite. Mit ihrer klaren Stimme und ihrer stilistischen Sensibilität setzte Regula Mühlemann einen besonderen Akzent innerhalb der Konzertabende. Beide Programme wurden vom europäischen Publikum mit Begeisterung aufgenommen.

Copyright: Oper Zürich/ Daniel Dittus
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Wien/ Ehrbar-Saal: KS. Vincent Schirmacher am 24.5.2026


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Oper Frankfurt: Premiere „Turandot“
Premiere am 12.April. Weiters 16./19./25.4, 1.5.)
Musikalische Leitung: Thomas Guggeis
Inszenierung: Andrea Breth
Bühnenbild. Johannes Leiacker
Kostüme: Ursula Renzenbrink
Licht: Alexander Koppelmann
Chor und Extrachor: Manuel Pujol
Kinderchor: Álvaro Corral Matute
Dramaturgie: Maximilian Enderle

vorne v.l.n.r. Inho Jeong (Timur), Guanqun Yu (Liù), Alfred Kim (Calaf) und Ensemble sowie hinten v.l.n.r. Michael Porter (Pong), Magnus Dietrich (Pang) und Liviu Holender (Ping). Copyright: Bernd Uhlig
Turandot: Elza van den Heever
Calaf: Alfred Kim
Liù: Guanqun Yu
Ping: Liviu Holender
Pang: Magnus Dietrich
Pong: Michael Porter
Ein Mandarin: Erik van Heyningen
Altoum: Michael McCown
Timur: Inho Jeong
Tänzer: Jun Azuma, Tomoya Kawamura, Atsushi Takahashi

In der Bildmitte Elza van den Heever (Turandot; mit dem Rücken zum Betrachter). Copyright: Bernd Uhlig
Chor, Extrachor und Kinderchor sowie Statisterie der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester
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Ein Radiovorschlag für Karsamstag:

https://www.wqxr.org/story/ponchiellis-la-gioconda-2026/
CONDUCTOR:
Fausto Cleva
CAST:
La Gioconda – Renata Tebaldi
Enzo – Carlo Bergonzi
Laura – Fiorenza Cossotto
Barnaba – Cornell MacNeil
Alvise – Bonaldo Giaiotti
La Cieca – Mignon Dunn
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Heinz Sichrovsky in „News“: Eine Garnitur Lanzen für Schellhorn
Sollten Sie mich bisher noch nicht für exzentrisch gehalten haben: Nach Lektüre dieses Briefes zweifeln Sie nicht mehr. Ich wollte Sie nämlich darüber informieren, dass ich Sepp Schellhorn schätze. Nicht, dass mir seine Einlassungen in der „Pressestunde“ gefallen hätten. Dass er die Wehrdienstverlängerung befürwortet, während seine Partei wenigstens höflichkeitshalber zögert (wenn sie uns schon mit ihrem Nato-Wahn in die Bredouille techtelmechtelt): schlimm. Die Bundesländer schwächen? Gott bewahre! Das mächtige rote Wien darf nicht zur Einlage in der blauschwarzen Suppe werden!
Aber dass hier einer seine Positionen vertritt und damit die eigenen, realitätsüberforderten Mitte-rechts-Bobos in ratlose Empörung versetzt: Das gefällt mir freiheitsliebendem Menschen sehr. Außerdem ist Schellhorn ein Kulturmensch, ein Liebender. Er hat Literaturstipendien ausgeschrieben und den großen, gefährdeten Schriftsteller Thomas Glavinic aus dem Prekariat geholt. Diese Fußnote wird ihm die Literaturgeschichte nicht mehr nehmen. Zuletzt hat er als einziger Politiker für den hinausterrorisierten Salzburger Festspielintendanten Markus Hinterhäuser Partei ergriffen. Gradheraus: Das wäre ein Kulturminister! Womit ich aber nicht angedeutet haben will, dass Babler im Austausch ein Hotel führen könnte.
Auszug aus „News (Heinz Sichrovsky)
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