INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 3. OKTOBER 2026)
Wiener Staatsoper: Fotos zur heutingen Premiere „Eine florentinische Tragödie/ Herzog Blaubarts Burg“
𝗔𝘀𝗺𝗶𝗸 𝗚𝗿𝗶𝗴𝗼𝗿𝗶𝗮𝗻 as Bianca in Alexander von Zemlinsky’s opera „Eine florentinische Tragödie“ at Wiener Staatsoper. Performances on October 03, 06, 08, 10 & 12, 2026.

Besetzung am 3. Oktober 2026

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Nachtrag zum Abdrazakov-50er: Blumen ohne Ende!
Sehenswert! Blumen nach der Vorstellung!


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Staatstheater Wiesbaden: Preisträgerinszenierung des Europäischen Opernregie-Preises Dennis Krauß inszeniert „Hoffmanns Erzählungen“
Am 10. Oktober 2026 um 19:30 Uhr feiert Jacques Offenbachs „Hoffmanns Erzählungen“ im Großen Haus des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden Premiere. Der mehrfach ausgezeichnete Regisseur Dennis Krauß entführt das Publikum auf einen schillernden Jahrmarkt voller Magie und spektakulärer Artistik. Mit dem Regiekonzept für diese Neuinszenierung gewann er 2025 den 14. Europäischen Opernregie-Preis (EOP).
Offenbachs Oper entwirft ein fantastisches Kaleidoskop um den Künstler und Romantiker E.T.A. Hoffmann, der 2026 seinen 250. Geburtstag feiert. Die kontrastreiche Musik bewegt sich zwischen expressiver Dramatik und karikierend-komischen Stücken. Auf einem Jahrmarkt versucht der desillusionierte Poet Hoffmann einer ernüchternden Gegenwart zu entkommen, in der seine Kunst und Liebe keine Wertschätzung mehr erfahren. Die Inszenierung von Dennis Krauß verwebt dabei zwei Ebenen: Aus der heutigen Realität flieht der Protagonist in eine nostalgische Zirkuswelt der Pariser Belle Époque, in der sich seine drei Liebesgeschichten entfalten. Begleitet wird diese magische Traumreise durch eine Choreografie von Gal Fefferman sowie echte Zauberei, Feuerkunst und Akrobatik auf der Bühne.
Als Hoffmann ist Oreste Cosimo zu Gast am Staatstheater Wiesbaden. Zuletzt sang er die Rolle in der Spielzeit 2022/23 an der Deutschen Oper Berlin und der Israeli Opera. 2016 wurde Cosimo von Riccardo Muti für dessen italienische Opernakademie ausgewählt. Seitdem führte ihn seine Karriere an die weltweit führenden Opernhäuser, darunter die Los Angeles Opera und das Teatro dell’Opera in Rom. Alle weiteren Partien werden vom Opernensemble gesungen. Die Musikalische Leitung liegt in den Händen des 1. Kapellmeisters Paul Taubitz.
In der Finalrunde des 14. EOP im Oktober 2025 in Genf konnte sich Dennis Krauß mit seinem Konzept unter 92 internationalen Bewerbungen durchsetzen. Zur Jury gehörten in diesem Jahr Barbara Minghetti (Vorsitzende, Teatro Sociale di Como /Teatro Regio di Parma), Dorothea Hartmann (Hessisches Staatstheater Wiesbaden), Chrysoline Dupont (Opéra Comique Paris), Ina Karr (Luzerner Theater), Thomas de Mallet Burgess (Finnish National Opera & Ballet), Fergus Sheil (Irish National Opera) sowie Karen Stone (ex officio, Geschäftsführerin Opera Europa).
Der EOP wurde im Jahr 2000 von dem in Wiesbaden ansässigen gemeinnützigen Verein Camerata Nuova e. V. und seinem Vorsitzenden Armin Kretschmar ins Leben gerufen und findet seitdem europaweit alle zwei Jahre statt. Zu seinem 25-jährigen Jubiläum kehrt der Wettbewerb damit an seinen Gründungsort zurück. Mit dem Ersten Preis verbunden war die Umsetzung der Inszenierung am Hessischen Staatstheater Wiesbaden.
Dennis Krauß studierte Regie an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Mit Benjamin Brittens „A Midsummer Night’s Dream“ debütierte er 2022 am Theater Aachen. Es folgten Engagements an den Theatern Krefeld-Mönchengladbach, Chemnitz und Regensburg. 2025 gewann er neben dem EOP auch den Deutschen Theaterpreis DER FAUST in der Kategorie Regie Musiktheater für „Sleepless“ von Peter Eötvös am Theater Chemnitz.
Anlässlich des Hoffmann-Jahres findet am 07. November 2026 um 22 Uhr im Foyer eine Sonderveranstaltung mit Ensemblemitgliedern aus Musiktheater, Schauspiel und JUST statt. Die „Soirée fantastique: Eine Geisterstunde mit Texten und Musik von E. T. A. Hoffmann” lädt dazu ein, in einem mystisch-skurrilen Nachtvarieté tief in die Fantasiewelt dieses vielschichtigen Künstlers einzutauchen.
Hoffmanns Erzählungen:
Opéra fantastique von Jacques Offenbach:
Premiere: Samstag, 10. Oktober 2026, 19.30 Uhr, Großes Haus
Weitere Termine:
So, 18. Oktober 2026, 16 Uhr
Sa, 24. Oktober 2026, 19.30 Uhr
So, 08. November 2026, 19.30 Uhr
Fr, 20. November 2026, 19.30 Uhr
Fr, 04. Dezember 2026, 19.30 Uhr
Do, 17. Dezember 2026, 19.30 Uhr
Do, 31. Dezember 2026, 19.30 Uhr
Mi, 06. Januar 2026, 19.30 Uhr
Do, 14. Januar 2026, 19.30 Uhr
Musikalische Leitung: Paul Taubitz
Inszenierung, Bühne & Kostüme: Dennis Krauß
Choreografie & Mitarbeit Regie: Gal Fefferman
Mitarbeit Kostüm: Annika Kuchnowski
Licht: Oliver Porst
Chor: Aymeric Catalano
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Berlin/ Berufung: Bassbariton Stephan Loges auf Professur für Gesang an die Eisler berufen

Stephan Loges. Copyright: Helena Cooke
Die Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin beruft zum Wintersemester 2026/27 den deutsch-britischen Bassbariton Stephan Loges auf eine Professur für Gesang. Der in Dresden geborene Sänger (53) ist ein erfahrener Gesangspädagoge und hatte zuvor eine Professur an der Musikhochschule Lübeck inne. Von 2013 bis 2025 unterrichtete Stephan Loges Gesang und Lied an der Guildhall School of Music & Drama in London.
Prof. Stephan Loges begann seine musikalisch-sängerische Laufbahn als Mitglied des Dresdner Kreuzchores und erhielt dort erste prägende Gesangsstunden bei Karin Mitzscherling. Er studierte an der Hochschule der Künste Berlin sowie bei Rudolf Piernay an der Guildhall School of Music & Drama in London. 1999 gewann er die Wigmore Hall International Song Competition und begann eine herausragende internationale Karriere als Lied-, Konzert- und Opernsänger.
Mit zahlreichen internationalen Orchestern und Dirigenten hat Stephan Loges zusammengearbeitet, u.a. mit Sir John Eliot Gardiner, Sir Colin Davis, Trevor Pinnock, Vladimir Jurowski, Justin Doyle, Robin Ticciati und Philippe Herreweghe.
Neben vielen renommierten Ensembles für Alte Musik konzertierte er mit Orchestern wie dem London Symphony Orchestra, Melbourne Symphony Orchestra, Sapporo Symphony Orchestra, Royal Concertgebouw Orkest, Staatskapelle Dresden, Northern Sinfonia, Swedish Radio Symphony Orchestra und San Francisco Symphony.
Regelmäßig ist er zu Gast auf den großen Opernbühnen, darunter die Staatsoper Berlin, Théâtre de La Monnaie in Brüssel, Opéra National du Rhin in Straßburg, Théâtre du Capitole de Toulouse, Theater an der Wien, Royal Opera House in Covent Garden, London.
Stephan Loges gibt weltweit Liederabende, u.a. in der Wigmore Hall London, Carnegie Hall New York, Concertgebouw Amsterdam, im Wiener Konzerthaus, beim Klavierfestival Ruhr, Schleswig-Holstein Festival und Oxford International Song Festival – mit Pianist*innen wie Imogen Cooper, Graham Johnson, Eugene Asti, Simone Dinnerstein, Roger Vignoles, Christoph Berner, Marcelo Amaral, Simon Lepper, Joseph Middleton und Sholto Kynoch.
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Wien/ Ateliertheater: Erste Premiere der Spielzeit 2026/2027.

Wir sind das neue Hausensemble vom Ateliertheater und haben auch die künstlerische Leitung der professionellen Sprechtheater- Schiene im Ateliertheater übernommen.
Die Spielzeit läuft unter dem Titel Prima. Die erste Premiere ist am 21.10. um 19:30 im Ateliertheater Wien.
Wir spielen Borcherts „DRAUSSEN VOR DER TÜR“ ein würdiger Klassiker für uns, dem wir auch diese Aufmerksamkeit widmen, die er verdient. Wir dekonstruieren nicht.

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„News-Cover“: Warum zwei lächelnde Frauen auf unserem Cover sind

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
das aktuelle NEWS-Cover wäre beinahe nicht unser Cover geworden. Zwei lächelnde Frauen – und dazu die Zeile: „Menschen wollen hassen“. Ich hatte meine Zweifel. Text-Bild-Schere nennen wir das intern. Also doch lieber unsere Geschichte über Deutschland aufs Cover? Ich habe eine Nacht darüber geschlafen. Und mich noch einmal umentschieden.
Erika Freeman und Danielle Spera haben gemeinsam ein Buch über 36 jüdische Frauen geschrieben. Der Titel: „Mut“. Wie aktuell der ist, zeigte sich ausgerechnet bei einem geplanten Auftritt der beiden in Wien. Die Buchpräsentation wurde abgesagt, weil man die Sicherheit der beiden nicht gewährleisten könne. „Wir schreiben über Mut – und ausgerechnet der Journalistenclub findet nicht den Mut, ein Gespräch darüber zu ermöglichen“, sagt Spera im Interview mit meiner Kollegin Susanne Zobl.
Es ist ein Gespräch über Antisemitismus, Israel nach dem 7. Oktober, die Verbindung von Teilen der radikalen Linken mit islamistischen Bewegungen – und darüber, ob etwas wiederkommen kann, von dem viele glaubten, es überwunden zu haben. Auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen ist Thema. Spera kritisiert seinen Auftritt in New York, bei dem er Israel Kriegsverbrechen vorwarf. Ihr fehle dabei der Kontext: das Massaker der Hamas vom 7. Oktober, die Geiselnahmen und Israels Recht auf Selbstverteidigung. „Gerade ein österreichischer Bundespräsident sollte dabei besonders sorgfältig und ausgewogen formulieren“, sagt Spera.
Ihre Eltern, erzählt sie, hätten immer die Befürchtung gehabt, dass der Antisemitismus wiederkommen könnte. Sie selbst habe lange gedacht, das Problem werde sich mit dem Tod der alten Nazis „gleichsam biologisch erledigen“. Heute sagt sie: „Dass Antisemitismus nun unter anderen Vorzeichen wiederkehrt […], hätte ich in diesem Ausmaß nicht für möglich gehalten.“ Und Freeman? Die 1927 in Wien geborene Psychoanalytikerin musste als Kind vor den Nationalsozialisten fliehen. Heute sagt sie Sätze wie diesen: „Menschen wollen hassen. Sie brauchen den Hass. Und sie lieben die Person, die ihnen die Erlaubnis gibt und sagt, wen sie zu hassen haben.“
Wie schafft es eine Frau mit ihrer Geschichte, selbst nicht zu hassen? „Wir hassen nicht zurück“, sagt Freeman. Sie lächelt dabei. Wie meine Kollegin Susanne Zobl nach dem Interview zu mir sagte: „Freeman lächelt immer. Auch wenn sie die grausamsten Dinge erzählt.“
Da war die vermeintliche Text-Bild-Schere plötzlich keine mehr. Und für mich klar, welche Geschichte auf unser Cover gehört.
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Außerdem im aktuellen News:
Was nun Deutschland? Deutschland wächst wirtschaftlich wieder. Ein bisschen. Und wirkt gleichzeitig politisch so instabil wie lange nicht. „Deutschland als klassischer Hort der Stabilität ist ein Stück weit Geschichte“, sagt der deutsche Politikwissenschaftler Albrecht von Lucke. Drei Gespräche über Europas wichtigste Volkswirtschaft. Hat Deutschland noch die Kraft, sich selbst zu erneuern?
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