INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 29. NOVEMBER 2025
Oper Zürich: Von Premieren, Präsenten und prickelnder Vorfreude

Die Fledermaus
Rosalinde und ihre Angestellte Adele träumen vom Ausbruch aus dem Alltag, Eisenstein versucht seinem Gefängnisurteil zu entkommen und Dr. Falke schmiedet Rachepläne. Alle Wege führen zum Ball des Prinzen Orlofsky – einem Schauplatz der Entlarvung. Doch wer täuscht hier noch ein anderes Ich vor, und wer hat die Maske längst fallen gelassen? Die österreichische Regisseurin Anna Bernreitner inszeniert die wienerischste aller Operetten mit Kostümen von Arthur Arbesser, musikalisch geleitet vom Schweizer Dirigenten Lorenzo Viotti.
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Tickets: So 07 Dez 2025 bis Sa 10 Jan 2026
Camilla Nylund
Liederabend

Mit ihren Auftritten als Brünnhilde im Zürcher «Ring» hat Camilla Nylund die Opernhausgeschichte der letzten Jahre geprägt. Nun zeigt die finnische Sopranistin eine andere Facette ihrer Kunst: Sie kehrt zurück nach Zürich für einen Liederabend, begleitet von Helmut Deutsch am Klavier. Das Programm vereint Werke von Lili Boulanger, Antonín Dvořák, Richard Strauss und Jean Sibelius – ein Panorama feinster Liedkunst und zugleich eine Hommage an ihre musikalischen Wurzeln.
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Tickets: Mo 01 Dez, 19.30 Uhr
Über das Übliche hinaus
Die grosse Frage des Dezembers: Haben Sie schon alle Geschenke beisammen? Badezusätze, Duftkerzen, Pralinenschachteln, das nächste Kochbuch, Kalender mit «lustigen» Sprüchen, Socken im «Scherz-Design»: nett gedacht, schnell vergessen. Pullover sind Klischee, Parfüms ein Risiko und Cognac nur bedingt eine nachhaltige Lösung. Kekse? Backen die meisten selbst. Jedes Jahr dieselbe Frage: Was schenkt man einem Menschen, der eigentlich schon alles hat? Wir halten Ihnen eine kreative Hand hin und präsentieren Geschenkideen, die nicht im Regal verstauben, sondern Freude schenken, Erinnerungen schaffen und Menschen verbinden.
Geschenkkarten
Sie wissen nicht, ob es eher ein Opern-, Ballett- oder Konzertbesuch sein soll? Oder sogar etwas ganz anderes? Dann schenken Sie einfach die Freiheit der Wahl: Mit einer Geschenkkarte öffnen Sie die Türen zu unserem gesamten Spielplan, vollgepackt mit Highlights für jede Stimmung, jeden Geschmack und jede Jahreszeit. Ein Geschenk, das sich einlösen lässt, wenn die Lust auf einen besonderen Abend ruft.
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Berlin/ Staatsballett: Wiederaufnahme: Schwanensee am 5.12.2025
Polina Semionova und Ensemble in Schwanensee, Foto: Carlos Quezada
Von opulent bis hypnotisch
Die Adventszeit begeht das Staatsballett Berlin festlich-opulent mit der Wiederaufnahme von Schwanensee in drei verschiedenen Besetzungen. Wer es Zeitgenössischer mag, kann bei Minus 16 zwei starke choreographische Stimmen von hypnotisch bis explosiv erkunden. Und aus dem Education Programm empfiehlt sich der TanzTanz Spezial Workshop Contemporary Flow.
Wir freuen uns auf Ihre Anfragen und wünschen eine besinnliche Weihnachtszeit!
DER KLASSIKER IN DER STAATSOPER UNTER DEN LINDEN
Am 5. Dezember kehrt Schwanensee zurück auf die Bühne der Staatsoper Unter den Linden. Dieser Ballettklassiker schlechthin erzählt mit den Mitteln des klassischen Tanzes die Geschichte von Prinz Siegfried und seiner Liebe zu der verzauberten Prinzessin Odette, die in Schwanengestalt gefangen ist. Die gefeierte Version von Patrice Bart behält die groß angelegten Schwanenbilder bei und fügt eine psychologische Deutung der Figuren hinzu. Die erste Vorstellung ist dem französischen Choreographen gewidmet, der am 6. Oktober 2025 verstarb.
Es tanzen Iana Salenko als Odette/Odile und erstmals Kalle Wigle als Prinz Siegfried am 5., 9. und 28. Dezember mit Raffaele Queiroz (5. und 9. Dezember) und Haruka Sassa (28. Dezember) als Königin. Am 12. und 19. Dezember folgen Haruka Sassa als Odette/Odile begleitet von David Soares als Prinz Siegfried und Julia Golitsina als Königin. In einer weiteren Besetzung am 23. und 25. Dezember interpretiert Polina Semionova die Odette/Odile mit Martin ten Kortenaar als Prinz Siegfried und Weronika Frodyma als Königin.
5., 9., 12., 19., 23., 25., 28. Dezember 2025, Staatsoper Unter den Linden
Schwanensee
CHOREOGRAPHIEN VON OHAD NAHARIN UND SHARON EYAL
Im Repertoire: Minus 16
Ohad Naharins berühmtes Minus 16 verbindet energiegeladene Musik, ein großes Ensemble und kraftvolle Bewegungen zu einem mitreißenden Erlebnis, das seit seiner Uraufführung 1999 regelmäßig für Standing Ovations sorgt. Der weltweit anerkannte Choreograph ist auch Erfinder des Bewegungsansatzes Gaga, der den Tänzer*innen jenseits der eigentlichen Choreographie eine persönliche und emotionale Verbindung zum Material und zum Moment der Aufführung ermöglichen soll.
In Sharon Eyals SAABA verschmelzen präzise Bewegungsformationen mit den elektronischen Klängen von Ori Lichtik zu einem hypnotischen, kraftvollen Gesamterlebnis. SAABA ist das vierte Werk der international gefeierten Choreographin, das einmal mehr ein faszinierendes und geheimnisvolles Universum aus Bewegungsformationen und Rhythmen erschafft.
16., 26. Dezember 2025, Deutsche Oper Berlin
Minus 16
TANZTANZ SPEZIAL MIT VIVE (VIVAKE KHAMSINGSAVATH)
Education: Contemporary Flow Workshop
Tanz ist KLASSE!, das Education Programm des Staatsballetts Berlin, lädt im Dezember im Rahmen des Formats TanzTanz Spezial Vive (Vivake Khamsingsavath) als Gastlehrer ein, um in einem zweitägigen Workshop die Welt des Contemporary Flow zu erkunden. Es geht um eine Methodik der Bewegungserforschung, der Energieverschiebung und der dynamischen Bandbreite, inspiriert von Meditation, Qi-Gong und ostasiatischer Philosophie, übersetzt in eine zeitgenössische Tanzumgebung. Durch angeleitete Improvisation, Grundlagen der Bodenarbeit und Bewegungserkundung bietet der Unterricht Werkzeuge, mit denen sich die Tänzer*innen in ihrem eigenen Tempo ausdrücken können. Jede Übung fügt Schichten hinzu, die in Phrasierungsarbeit resultieren. Vive versteht es, eine förderliche Lernumgebung zu schaffen, in der jede*r Einzelne mehr von seiner oder ihrer eigenen Kunstfertigkeit entdecken kann.
Der Workshop findet am Freitag, 12. Dezember von 18:30 – 20:00 Uhr und am Samstag, 13. Dezember von 11:00 – 14:00 Uhr statt und richtet sich an alle ab 18 Jahren. Der Workshop findet in englischer Sprache statt.
Weitere Informationen unter www.staatsballett-berlin.de/tanz-ist-klasse.html
Contemporary Flow Workshop
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Schwetzinger SWR Festspiele vom 24. April bis 23. Mai 2026 unter dem Motto Haltung / Programm ist online /
Ticketvorverkauf ab 5. Dezember
Türen auf – und staunen! Wer das Tor zum Schwetzinger Schlossgarten durchschreitet, spürt sofort den Zauber und die Magie: Das Schwetzinger Schloss ist ein Ort der Fantasie und der Lebensfreude, und einmal im Jahr wird es bei den Schwetzinger SWR Festspielen zur Bühne und zur Kulisse für Musik, Literatur und Oper.

Haltung ist das Motto der Schwetzinger SWR Festspiele 2026. Vom 24. April bis zum 23. Mai 2026 schlägt das Programm einen Bogen von Monteverdi bis heute, präsentiert in Opern und Konzerten hochkarätige Interpreten und begibt sich immer wieder auch mitten hinein in die Stadt. „Haltung gehört zum Wesen aller Kunst“, so Cornelia Bend, Künstlerische Leiterin der Schwetzinger SWR Festspiele. „Sie bedeutet für uns: Offenheit, Verantwortung, einen Standpunkt beziehen, den man durchlässig macht für andere. Kunst verbindet – im Erleben, im Gespräch, im gemeinsamen Staunen.
Und Kunst kann ein Halt sein. Das wollen wir zeigen.“
Musiktheater mit Haltung
Besonders im Musiktheater wird Haltung sicht- und spürbar. Deshalb stehen 2026 theatrale Werke im Zentrum – wie immer szenisch, aber auch konzertant oder in neuer Beleuchtung. Eröffnet wird die Saison mit der Uraufführung von Malina, einer Oper nach dem Roman von Ingeborg Bachmann zum Jahr ihres 100. Geburtstages, geschaffen von Karola Obermüller und Peter Gilbert (Musik) sowie Tina Hartmann (Libretto) in der Regie von Franziska Angerer. In der Titelpartie ist Valer Sabadus zu erleben.
Die Uraufführung in Kooperation mit dem Theater Aachen wird gefördert im Rahmen des Fonds Neues Musiktheater.
Einen Kontrapunkt zur Uraufführung setzt Claudio Monteverdis L’Orfeo, eine der ersten Opern der Musikgeschichte. Die Titelrolle verkörpert Julian Prégardien, ein umjubelter Dauergast in Schwetzingen. Es spielt das Ensemble il Gusto Barocco unter der Leitung von Jörg Halubek, Regie führt Markus Bothe in dieser Koproduktion mit dem Nationaltheater Mannheim.
Den Mythos von Orpheus und Eurydike greifen weitere Veranstaltungen auf. Die Cembalistin Elina Albach und ihr Ensemble Continuum lassen Momente aus Monteverdis L‘Orfeo rein instrumental erklingen – in einem spannenden Konzentrat für Blockflöte, Zink, Gambe, E-Gitarre, Akkordeon, Orgel und Cembalo. Und in der „Orchesterakademie“ des SWR Symphonieorchesters unter der Leitung von Fabio Biondi singt Julian Prégardien Arien aus Joseph Haydns Orpheus-Oper L’anima del filosofo ossia Orfeo ed Euridice.
Mit CarMEN und Die Fledermaus erscheinen Klassiker des Musiktheaters in völlig neuem Licht. Wenn der Club Classique und die Queens of Mannheim in Bizets Opernhit Liebe für alle fordern, ist in der Titelpartie auch der Sopranist Maayan Licht dabei, Schwetzinger Publikumsliebling von 2025. Und in Johann Strauss’ berühmter Fledermaus-Operette kommt Haltung in der Fassung von Schauspieler Boris Aljinovic und des clair-obscur saxophonquartetts leichtfüßig und befreiend daher. Mit ebenso
pointiertem Schwung bringt das European Union Baroque Orchestra unter der Leitung von Christophe Rousset u. a. Rameaus Pygmalion auf die Bühne.
Residenzkünstler im Herzen des Festivals
Residenzkünstler und Residenzensembles setzen traditionell wichtige Akzente bei den Festspielen. Diesmal sind dies Dorothee Oberlinger, Sophie Pacini, Jörg Halubek und das Signum Quartett, die sich jeweils in mehreren Konzerten präsentieren und sich alle auch in die Musikvermittlung einbringen. Dorothee Oberlinger widmet sich in drei Konzerten – mit ihrem Ensemble 1700, dem Countertenor Andreas Scholl und dem Lautenisten Edin Karamazov – den antiken Sirenen, der Liebe und den vier – nein: fünf! – Jahreszeiten. Außerdem erarbeitet sie erstmals gemeinsam mit Musiker:innen vor Ort eine neue Fassung von Terry Rileys Kultstück In C. Sophie Pacini ist nicht nur eine weltweit gefeierte Pianistin, sondern auch Musikvermittlerin und Radiomoderatorin; regelmäßig musiziert sie auch für Frauen in Frauenhäusern. In Schwetzingen gibt sie ein Solorezital und bringt Literatur ins Spiel. Zudem bereichert sie die Musiksprechstunde von SWR Kultur. Jörg Halubek feiert mit seinem Ensemble il Gusto Barocco in einer Festa Barocca die Vielfalt und die Extreme der Musik um 1600 und beleuchtet mit Eurydike die weibliche Seite des Orpheus-Mythos. Das Signum Quartett schließlich ermuntert neben bekannten Werken von Janáček und Schubert zur Neugier auf Unbekanntes und startet damit einen Quartett-Marathon. Eine Etappe davon gehört dem Viatores Quartet, das derzeit als SWR Kultur New Talent gefördert wird und hier sein Schwetzingen- Debüt feiert. Beide Ensembles sind darüber hinaus in mehreren Pop-Up-Konzerten an ungewöhnlichen Spielorten der Stadt zu erleben.
Wiederkehrer und Preisträger
Für weitere Höhepunkte des gut vierwöchigen Programms sorgen die Schauspielerinnen Corinna Harfouch und Rebecca Immanuel sowie der Sänger/Performer Hubert Wild. Der Klarinettist Daniel Ottensamer kommt mit seinem Trio. Und der Lautenist Thomas Dunford tritt mit dem Perkussionisten Keyvan Chemirani auf und gestaltet dann mit seinem Ensemble Jupiter und der Mezzosopranistin Lea Desandre zum Ende der Schwetzinger SWR Festspiele 2026 ein kleines Festival im Festival.
Preisträger des ARD-Musikwettbewerbs stellen sich in zwei Konzerten vor. Der Cellist Lionel Martin, ehemaliges SWR Kultur New Talent, kehrt zusammen mit dem Stuttgarter Kammerorchester und dem SWR Experimentalstudio mit einer Uraufführung von Bushra El-Turk nach Schwetzingen zurück. Und im Dom zu Speyer macht sich das SWR Vokalensemble unter Yuval Weinberg auf eine Pilgerreise durch Länder, Kulturen und Religionen.
Musikvermittlung und Austausch
Nach dem erfolgreichen Start 2025 bieten die Festspiele 2026 ein noch umfassenderes Angebot bei der Musikvermittlung mit vier Familienkonzerten, sechs Lauschrausch-Angeboten für Schulklassen im Schloss und vielfältigen Mittendrin-Projekten in Schulen. Sie werden dabei von den Stadtwerken Schwetzingen und dem Unternehmen Fuchs SE unterstützt.
Sämtliche Konzerte werden von SWR Kultur aufgezeichnet und live oder zeitversetzt aus dem Schwetzinger Schloss ausgestrahlt.
Gefördert werden die Festspiele weiterhin vom Land Baden-Württemberg, vom Unternehmen FuchsSE, den Stadtwerken Schwetzingen, dem Freundeskreis der Schwetzinger SWR Festspiele, der Rheinhessen Sparkasse sowie privaten Förderern wie der Familie Dres. Eva und Gregor M. Hess und Kooperationspartnern sowie erstmals für drei Jahre vom Sparkassenverband Baden-Württemberg.
Das vollständige Programm ist ab Donnerstag, 27. November, 9 Uhr, online verfügbar unter www.schwetzinger-swr-festspiele.de. Dort ist auch die umfangreiche Programmbroschüre als PDF zu finden, die zudem per Post erhältlich ist.
Tickets sind ab 5. Dezember beim SWR Ticketservice und an allen bekannten Eventim- Vorverkaufsstellen erhältlich.
TICKET-HOTLINE 07221 300 100 (Montag bis Freitag von 10 bis 16 Uhr)
ONLINEBUCHUNG www.schwetzinger-swr-festspiele.de
BESTELLUNGEN PER E-MAIL swrticketservice@swr.de
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Die lettische Sopranistin Etīna Emīlija Saulīte gibt ihr Debut an der Mailänder Scala – in der Titelrolle von Silvia Colasantis „Anna A.“.
Die neue Oper, ein Auftragswerk der meistgespielten italienischen Komponistin, feierte im September ihre Uraufführung an der Scala. Die Botschaft von „Anna A.“ ist universell: Das Leben der Dichterin Anna Achmatowa, erzählt in einer Sprache, die Musik und Schauspiel vereint, umspannt die Geschichte Russlands im 20. Jahrhundert und schildert einen Konflikt zwischen Kunst und Macht, der in der heutigen Welt dramatisch wiederkehrt. Etīna Emīlija Saulīte wird die junge Anna in den Matinee-Aufführungen am 1. und 2. Dezember 2025 singen:

Etīna Emīlija Saulīte. Copyright: Janis Keris
Colasanti: Anna A. Titelpartie
Teatro alla Scala, Mailand
1., 2. Dezember 2025 (Matinee-Vorstellungen)
www.artistainternational.com/sopran/etina-emilija-saulite
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Wien: Nestroy 2025. Die diesjährige Gala in Bildern

Foto: Marcel Urlaub
NESTROY 2025: Die diesjährige Gala in Bildern – Bühne
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Heinz Sichrovski zum „Nestroy“ (Entnommen aus seinem Newsletter in „News“
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