Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 29. AUGUST 2026)

29.08.2026 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 29. AUGUST 2026)

Liebe Gäste und Freunde der Bayreuther Festspiele,

File:Bayreuther Festspiele Logo.svg - Wikimedia Commons

das 150-jährige Bestehen der Bayreuther Festspiele war ein Anlass, auf unsere Geschichte zurückzublicken – vor allem aber hat es gezeigt, wie lebendig dieser besondere Ort geblieben ist.
Die intensive Resonanz auf unsere Aufführungen, Konzerte, Diskussionsformate und das umfangreiche Education-Programm hat uns darin bestärkt, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen.

Die Bayreuther Festspiele waren nie ein Ort des Stillstands.

Seit Richard Wagner das Festspielhaus als Raum für neue künstlerische Erfahrungen schuf, gehört es zu unserem Selbstverständnis, Tradition und Erneuerung miteinander zu verbinden. Jede Generation ist aufgerufen, Wagners Werk neu zu befragen und aus ihrer eigenen Zeit heraus zu interpretieren.
Auch die Spielzeit 2027 steht für diesen Anspruch. Mit den Neuproduktionen von „Parsifal“ und „Lohengrin“ setzen wir die künstlerische Weiterentwicklung unseres Repertoires fort.
Zugleich bleiben die Wiederaufnahmen von „Die Meistersinger von Nürnberg“ und „Tannhäuser“ Teil unseres Programms und laden dazu ein, bekannte Werke immer wieder neu zu entdecken.

Sie können ab 28. August 2026 Ihre Bestellung online über Ihr Kunden Konto aufgeben, Postbesteller erhalten die Bestellunterlagen in Kürze gesendet.
Folgen Sie dazu bitte diesem Link: https://ticketshop.bayreuther-festspiele.de/de

Bestellfristende ist der 12. Oktober 2026. Der Online-Sofort-Kauf beginnt am Sonntag, 06.12.2026.

Herzlich danken wir Ihnen für Ihren Besuch 2026
und freuen uns auf ein Wiedersehen, hier, auf dem grünen Hügel.

Mit den besten Grüßen und Wünschen,
Die Geschäftsleitung
Katharina Wagner, Heinz-Dieter Sense

_________________________________________________________________________________________

Nils Strunk ist Preisträger des „Crossover-Preis“ beim Österreichischen Musiktheaterpreis 

Grenzgänger der Bühne: Nils Strunks genreübergreifendes Schaffen zwischen Burgtheater und Volksoper bringt ihm den Sonderpreis „Crossover“ beim 14. Österreichischen Musiktheaterpreis ein – verliehen im Rahmen der Gala am 8. September 2026.

nils
Nils Strunk. Foto: Tommy Hetzel

Wien (LCG) – Mit dem „Crossover“-Sonderpreis würdigt der Österreichische Musiktheaterpreis Jahr für Jahr Künstler, die sich den klassischen Zugängen der Bühne verweigern. Nils Strunk ist ein Musterbeispiel dafür: Schauspieler, Regisseur, Musiker und Komponist in einem, ohne dass sich die Rollen je sauber trennen ließen. Gemeinsam mit seinem langjährigen künstlerischen Partner Lukas Schrenk hat er am Wiener Burgtheater, dessen festes Ensemblemitglied er ist, eine eigene Handschrift entwickelt – Klassiker werden neu gelesen, mit Musik unterlegt und so leichtfüßig auf die Bühne gebracht, dass ausverkaufte Vorstellungen für Strunk mittlerweile die Regel sind.

„Nils Strunk nimmt sich die Freiheit, Formen zu mischen, die im Musiktheater sonst getrennt bleiben, und beweist damit, wie viel Beweglichkeit in dem Genre steckt. Der ‚Crossover‘-Preis würdigt genau diesen Mut zur Vermischung und eine künstlerische Haltung, die neue Wege sowie ein neues Publikum eröffnet“, so Präsident Karl-Michael Ebner.

Ein Tausendsassa findet seine Bühne
Geboren 1990 in Bad Oldesloe und aufgewachsen in Lübeck, sammelte Nils Strunk seine ersten Bühnenerfahrungen in Bands und als Leiter der Musical-AG seiner Schule. Nach einem Zivildienst in der Theaterpädagogik der Staatsoper Unter den Linden Berlin – wo ihn, wie er selbst sagt, der „Zauber“ des Musiktheaters endgültig erfasste – studierte er von 2011 bis 2015 Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin.

Es folgten Engagements am Staatstheater Wiesbaden, wo er auch als Bühnenmusiker und musikalischer Leiter tätig war, am Residenztheater München sowie Gastspiele an der Volksbühne Berlin, am Schauspiel Hannover und am Düsseldorfer Schauspielhaus. Seit der Spielzeit 2021/22 gehört Strunk dem Ensemble des Wiener Burgtheaters an.

Dort entwickelte er gemeinsam mit Lukas Schrenk eine Reihe genreübergreifender Bearbeitungen klassischer Stoffe, die zu Publikumserfolgen wurden: „Die Zauberflöte – The Opera But Not The Opera“, „Schachnovelle“ und zuletzt „Gullivers Reisen“. An der Volksoper Wien inszenierte Strunk zudem gemeinsam mit dem Musiker Gabriel Cazes „Killing Carmen“. Für sein Wirken wurde er bereits mit dem Elisabeth-Orth-Preis ausgezeichnet.

Weitere Informationen auf musiktheaterpreis.at

______________________________________________________________________________

Österreichischer Musiktheaterpreis: Die Nominierungen

Zur Liste der Nominierten

Premiere / Frankfurter Erstaufführung MAZEPPA (am 13. September)
Oper in drei Akten und sechs Bildern von Peter I. Tschaikowski
In russischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln 

Musikalische Leitung: Karsten Januschke
Inszenierung: Matthew Wild
Bühnenbild, Kostüme: Herbert Murauer
Video: Bibi Abel
Choreografie: Christiana Stefanou
Kampfchoreografie: Stephen Louis
Licht: Jan Hartmann
Chor: Manuel Pujol
Dramaturgie: Maximilian Enderle

maz
Petr Sokolov. Foto: Paritsky

Mazeppa: Petr Sokolov
Maria: Nombulelo Yende
Kotschubej: Alexander Roslavets / Alex Birkus (18., 20., 26. September, 4. Oktober 2026)
Andrej: John Findon / Kudaibergen Abildin (1. Oktober 2026)
Ljubow: Karolina Makuła
Orlik: Jarrett Porter
Iskra: Jihun Hong
Betrunkener Kosak: Kudaibergen Abildin
Tänzer: Eleonora Ricci, Gabriel Capizzi
Chor der Oper Frankfurt; Frankfurter Opern- und Museumsorchester
Mit freundlicher Unterstützung des Frankfurter Patronatsvereins – Sektion Oper

mas
Nombulelo Yende. Foto: Barbara Aumüller

Mazeppa ist wohl die düsterste und pessimistische Oper des erfolgreichen Komponisten Peter I. Tschaikowski (1840–1893). Das Werk, das 1881 bis 1883 entstand, basiert wie seine Erfolgsopern Eugen Onegin und Pique Dame auf einer Vorlage von Alexander Puschkin. Tschaikowskis Partitur entfaltet eine enorme theatrale Wirkung: Sie verbindet martialische und grelle Klangfarben, die bereits auf Komponisten wie Schostakowitsch vorausweisen, mit Momenten betörender lyrischer Schönheit. Die Musik nutzt dabei volksmusikalische Quellen ukrainischen und russischen Ursprungs, um die emotionale Tiefe der ambivalent gezeichneten Charaktere auszuloten. In der Inszenierung von Regisseur Matthew Wild, die nach der Premierenserie in Erl 2024 nun in Frankfurt zu sehen ist, wird das Stück zu einer zeitlosen politischen Parabel über eine Elite, die ihre Konflikte auf dem Rücken der eigenen Bevölkerung austrägt. Der Bayerische Rundfunk bewertete Wilds Inszenierung bei der Premiere in Erl als „beklemmend aktuell und unbedingt sehenswert“.

Zum Inhalt: Maria, die Tochter des reichen Kotschubej, liebt den deutlich älteren General Mazeppa. Gegen den Willen ihres Vaters gehen die beiden eine Verbindung ein, woraufhin Kotschubej Mazeppa wegen Hochverrats beim Zaren anzeigt. Doch die Intrige scheitert: Der Zar glaubt Mazeppa und lässt Kotschubej hinrichten. Getrieben von unstillbarer Machtgier greift Mazeppa schließlich selbst nach der Krone und stürzt das Land in einen blutigen Bürgerkrieg. Während um sie herum die menschliche Zerstörungswut grassiert, verliert Maria zunehmend den Verstand…

Dirigent Karsten Januschke leitet die Frankfurter Erstaufführung von Tschaikowskis Oper musikalisch. Bis 2015 war er der Oper als Kapellmeister verbunden. In der vergangenen Spielzeit dirigierte er Jacques Offenbachs Operette Die Banditen. In Frankfurt erarbeitete er sich in seiner Zeit als Kapellmeister ein breit gefächertes Repertoire über sämtliche Epochen.

Regisseur Matthew Wild inszenierte an der Oper Frankfurt zuletzt erfolgreich Tannhäuser von Richard Wagner. Eine Produktion, die im Januar 2027 wieder aufgenommen wird.
Im Januar 2026 inszenierte er Rossinis Klassiker Der Barbier von Sevilla in Bonn, im Mai folgte seine Lesart von Le nozze di Figaro an der Oper in Oslo.

Wie auch bei der Premierenserie in Erl singt Petr Sokolov Mazeppa und Nombulelo Yende verkörpert die Partie der Maria. Seit der Spielzeit 2024/25 ist sie Teil des Ensembles der Oper Frankfurt, vorher war sie im Opernstudio. In der nun anstehenden Spielzeit ist sie auch solistisch im Museumskonzert sowie bei den Opernproduktionen La fiamma und Aida zu erleben. Die Salzburger Nachrichten lobten die Titelpartien bei der Premiere in Erl: „Petr Sokolov brilliert als tragischer Held mit sicher geführter
Stimme. Nombulelo Yende verleiht Maria auch in tiefster Tristesse vokale Flügel.“ Alexander Roslavets und Alex Birkus präsentieren im Wechsel die Partie des Kotschubej, John Findon und Kudaibergen Abildin singen Andrej. In weiteren Partien sind Ensemble- und Opernstudiomitglieder der Oper Frankfurt besetzt.

Premiere: Sonntag, 13. September 2026, um 18 Uhr im Opernhaus
Weitere Vorstellungen: 18., 20., 26. September, 1., 4. (15.30 Uhr), 10., 15. Oktober 2026
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 18 Uhr
Preise: € 16 bis 198 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

Karten sind bei unseren üblichen Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de  oder im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich

_________________________________________________________________________________________

 

Diese Seite drucken