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INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 28. MÄRZ 2026)

28.03.2026 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 28. MÄRZ 2026)

Staatsoper Berlin: Heute beginnt ab 12.00 Uhr der Vorverkauf für unsere Abonnements 2026/27 sowie für die Package-Angebote der Festtage 2027. 

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Sie erhalten diese online auf staatsoper-berlin.de, per Mail unter tickets@staatsoper-berlin.de sowie telefonisch unter 030 – 20 35 45 55 von Mo bis Fr von 10.00 bis 18.00 Uhr und Sa, So, Feiertag von 12.00 bis 16.00 Uhr oder auch direkt an der Theaterkasse. 

Zu den Festtagen 2027 erwarten Sie Puccinis Manon Lescaut in einer Neuinszenierung, Wagners Tannhäuser unter der musikalischen Leitung von Christian Thielemann, Beethovens 9. Symphonie zum 200. Todestag des Komponisten und ein Konzert von Joyce DiDonato. Sichern Sie sich ab Samstag, den 28. März 2026, Ihre Festtage-Packages. Wählen Sie Ihre gewünschte Kombination aus Opern- und Konzertterminen und sparen Sie bis zu 20%. Einzelkarten für die Festtage 2027 sind erst ab dem 30. Oktober 2026 erhältlich.
Zu den Festtagen 2027
Festtage-Packages buchen
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Wiener Staatsoper: Für »DIE VERKAUFTE BRAUT« am Sonntag, den 29.03.2026 steht ein Kontingent von 70 Karten für Kurzentschlossene zum Preis von 55€ je Ticket zur Verfügung.

Dieses Angebot kann ab Samstag, den 28.03.2026, 10 Uhr nur an den Tageskassen (nicht im online Ticketshop) & nur nach Vorlage der BundestheaterCard eingelöst werden. Pro Person sind max. 2 Tickets buchbar.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Ihr Team der Wiener Staatsoper

PS: die BT-Card muss auch beim Einlass vorgewiesen werden.

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Baden-Baden: Mit den Osterfestspielen 2026 startet der Vorverkauf für das kommende Jahr.

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Joana Mallwitz. Foto: Marco Borggreve

Im Mittelpunkt der Osterfestspiele Baden-Baden vom 20. bis 29. März 2027 steht Beethovens einzige Oper „Fidelio“. Die Neuinszenierung von Krzysztof Warlikowski feiert am 20. März im Festspielhaus Baden-Baden Premiere. Unter der musikalischen Leitung von Joana Mallwitz musiziert das Mahler Chamber Orchestra. Die Titelpartien übernehmen Vera-Lotte Boecker als Leonore und Sean Panikkar als Florestan.

Neben dem „Fidelio“ steht Beethovens „Missa solemnis“ (22.3.) auf dem Programm – aufgeführt vom Royal Concertgebouw Orchestra unter Klaus Mäkelä. Als weiterer Beitrag zum Beethoven-Jubiläumsjahr spielen sie am Gründonnerstag Beethovens Fünfte Sinfonie.

Und Mozart tritt an die Seite Beethovens: Joanna Mallwitz dirigiert am Karfreitag, 26. März 2027, das Requiem. Lucas und Arthus Jussen präsentieren „Mozarts Meisterwerke“ und Seong-Jin Cho spielt in seinem Klavierabend die Fantasia in c-Moll von Wolfgang Amadeus Mozart.  Das Bundesjugendorchester unter Cornelius Meister beschließt das Festival am Ostermontag mit Arvo Pärts „Fratres“ und Schostakowitschs Fünfter Sinfonie.

Der Vorverkauf für die Osterfestspiele Baden-Baden 2027 beginnt vorab in der Festspielhaus-App am Freitag, 27. März 2026 und am 1. April, 11 Uhr, an allen Vorverkaufsstellen und auf der Website des Festspielhauses.

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IPG/ Internationale Ignaz Josph Pleyel-Gesellschaft in Ruppersthal/NÖ

Einladung zum Gastkonzert „Winterreise“ am So, dem 29. März 2026 um 16 Uhr im Pleyel Kulturzentrum.

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Bühne Baden bei Wien: Heute Premiere Ein Freund, ein guter Freund…“

 Eine Geschichte über den kometenhaften Aufstieg und den dramatischen Fall der „Comedian Harmonists“ ist ab 28. März an der Bühne Baden zu sehen. Im Schauspiel mit Musik von Franz Wittenbrinck (Musikalische Einrichtung) und Gottfried Greiffenhagen (Buch) DIE COMEDIAN HARMONISTS werden die schicksalhafen Jahre hautnah spürbar, in denen sechs junge Männer Musikgeschichte geschrieben haben.

 Als „Comedian Harmonists“ sind Jakob Tobias Pejcic, Jan-Eike Majert, Jens Emmert, Timotheus Hollweg, Florian Resetarits und Julian Groller zu sehen, Michael Duregger schlüpft in gleich mehrere Rollen und verkörpert unterschiedliche Wegbegleiter der jungen Künstler.

 Andreas Gergen (Regie & Raum) legt in seiner Inszenierung besonderen Wert auf die einzelnen Figuren, ihre Beweggründe, die Schwierigkeiten, sich als Gruppe zusammenzuraufen, lässt die Verzweiflung spürbar werden, als der Erfolg anfangs auf sich warten lässt, zeigt ihre Müdigkeit von langen Probenächten, die Zweifel an ihrem großen Traum, ihre Freundschaft zu- aber auch die Reibereien untereinander. Der intime Rahmen des Max-Reinhardt-Foyers bietet dafür den idealen Raum: Ganz eng am Publikum proben, singen, lachen, streiten die jungen Männer, arbeiten unermüdlich – zunächst als Fremde – mit großer Euphorie an ihrer Vision, mit einem noch nie dagewesenen Ensemble auf den großen Bühnen zu stehen. Und das Undenkbare geschieht: Schon bald füllt das Sextett Konzertsäle und sorgt mit Nummern wie „Mein kleiner grüner Kaktus“, „Veronika, der Lenz ist da“, „Ein Freund, ein guter Freund“ oder „Wochenend‘ und Sonnenschein“ für Begeisterungsstürme beim Publikum. Die unvergesslichen Melodien verzaubern bis heute – mit Tempo, präzisem Rhythmus und parodistischem Witz.

Doch der Erfolg findet ein rasches Ende: Schon 1935 führt das Berufsverbot für die drei jüdischen Mitglieder durch die Nationalsozialisten zur Auflösung der Gruppe. Auch diesen tragischen Teil der Geschichte der „Comedian Harmonists“ erzählt Andreas Gergen mit viel Empathie und Fingerspitzengefühl: das Misstrauen, die Angst, die Brüche, die plötzlich da waren, auch unter Freunden und Familien. Obwohl alle sechs den Zweiten Weltkrieg überlebten kam es nie wieder zu einem Treffen – und auch an den früheren Erfolg konnte keiner von ihnen mehr anknüpfen…

 Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Julian Groller, der zugleich als Pianist Erwin Bootz auf der Bühne zu sehen sein wird. Die Kostüme stammen von Friederike Friedrich, die Choreografie von Francesc Abós

 Premiere ist am 28. März 2026 um 19.30 Uhr im Max-Reinhardt-Foyer

Weitere Vorstellungstermine:                                           
29. März 2026  

12., 18. & 26. April 2026  

Wiederaufnahme (mit geänderter Besetzung):

11., 14., 16., 21. & 28. Juni 2026

1., 7., 12. & 15. Juli 2026

 Hier der Link zu den Szenenfotos sowie zur Presseaussendung:

https://celum.noeku.at/pinaccess/showpin.do?pinCode=WubVu00ScLfW 

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Überarbeitete und grössere OPUS von Christos Papadopoulos bei Opera Ballet Vlaanderen

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KONZEPT UND CHOREOGRAPHIE | CHRISTOS PAPADOPOULOS
 URAUFFÜHRUNG IN ANTWERPEN | 22. APRIL
 URAUFFÜHRUNG IN GENT | 7. MAI
 
 Nach dem internationalen Erfolg von Rites bieten die Tänzerinnen und Tänzer des Opera Ballet Vlaanderen mit OPUS des griechischen Star-Choreographen Christos Papadopoulos eine ganz andere Erfahrung , die einmal mehr die enorme Vielseitigkeit der Kompanie unterstreicht.
 
Christos Papadopoulos erobert seit einigen Jahren die internationale Tanzwelt im Sturm und verdient auch in unserem Land mehr Aufmerksamkeit. OPUS ist ein früher Klassiker, der ursprünglich für vier Tänzerinnen und Tänzer geschaffen wurde, aber speziell für das Flanders Opera Ballet für zwölf Tänzerinnen und Tänzer überarbeitet wurde.

Für seine Choreografie nahm er den ersten Contrapunctus aus Johann Sebastian Bachs Die Kunst der Fuge als Ausgangspunkt . Gemeinsam mit den Tänzerinnen und Tänzern hat er Bachs Partitur auf ihre elementaren Bestandteile reduziert und von dort aus gemeinsam mit den Tänzerinnen und Tänzern Zeile für Zeile das Musikstück rekonstruiert. Die Partitur wird so zur Vorlage für die Choreografie: mal folgt der Körper den Rhythmen, mal den Melodien, mal einem oder mehreren Instrumenten.
 
Dank dieser raffinierten und rigorosen Choreografie wird die musikalische Komposition entschlüsselt, und das Publikum kann zusehen und zuhören oder zuhören und zusehen und das Wesen von Bachs Musik auf neue Weise entdecken.
 
OPUS wurde seinerzeit als „aufregender Minimalismus“ (Het Parool) und „ebenso akribisch wie sparsam“ (De Volkskrant) gefeiert. Fans des Werks von Anne Teresa De Keersmaeker können mit dieser Produktion ihren tanzenden Herzen frönen, aber auch Bach-Fans und Liebhaber des Barocks können diese meisterhafte Musik auf eine andere Art entdecken.
 
Generaldirektor Jan Raes und der künstlerische Leiter Jan Vandenhouwe laden Sie herzlich zur Premiere am Mittwoch, den 22. April um 20:00 Uhr in der Oper Antwerpen oder am Donnerstag, den 7. Mai um 20:00 Uhr im Capitole Gent ein.

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Hessisches Staatsballett/ Wiesbaden-Premiere: Become Ocean:

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Foto: Andreas Etter

„Become Ocean“ des Hessischen Staatsballets ist eine Hommage an die Schönheit und Vergänglichkeit der Natur / Begleitende Ausstellungseröffnung
Zu einem besonderen immersiven Erlebnis lädt das Hessische Staatsballett ab Gründonnerstag, den 02. April 2026 um 19:30 Uhr mit der Wiesbaden-Premiere von „Become Ocean“ ins Große Haus. Zur gleichnamigen, mit dem Pulitzer-Preis und dem Grammy Award ausgezeichneten Komposition von John Luther Adams schuf das Choreograf*innenduo LEE\VAKULYA gemeinsam mit Sounddesignerin Fanny Thollot, Bühnenbildnerin Yoko Seyama und dem Designer Damur Huang ein sinnliches Gesamtkunstwerk, das von der Urgewalt und den endlosen Erscheinungsformen des Ozeans erzählt. Es spielt das Hessische Staatsorchester Wiesbaden unter der Leitung von Alejandro Jassán. Die Produktion ist bis Mitte Juni 2026 in Wiesbaden zu erleben.

Der Komponist John Luther Adams wurde 1953 in Mississippi geboren. Nach seinem Kompositionsabschluss arbeitete er lange Zeit in Umweltschutzorganisationen – ein Engagement, das ihn nach Alaska führte, das 40 Jahre zu einer Heimat wurde. Die Landschaft des pazifischen Nordwestens – Licht, Weite, Klima – spiegelt sich in seiner Musik wider, die sich durch Elemente der Minimal Music, subtile Texturen, langsame Harmonien und räumliche Klanggestaltung auszeichnet. In den Notizen zur Partitur von „Become Ocean“ (2014) schreibt Adams: „Das Leben auf dieser Erde entstand aus dem Meer. Während das Polareis schmilzt und der Meeresspiegel steigt, stehen wir Menschen vor der Aussicht, dass wir buchstäblich wieder zu Ozean werden.“ Das epochemachende Musikstück kann als Meditation über die Klimakrise gelesen werden.

Aus dieser atmosphärisch dichten Klanglandschaft entwickelt das choreografische Duo LEE\VAKULYA eine gleichnamige Neukreation für das Hessische Staatsballett. Ihre Choreografie übersetzt die musikalische Struktur in eine Komposition von Körper, Technik und Raum. Komplettiert wird das Kunstwerk durch eine riesige, schillernde Installation von Bühnenbildnerin Yoko Seyama, die – flexibel veränderlich – in einen beständigen Dialog mit dem Licht und der Choreografie tritt.

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Foto: Andreas Etter

Ausstellungseröffnung „Alles im Fluss!? – Wasser in der Krise“
Thematisch angelehnt zeigt das Hessische Staatstheater Wiesbaden vom 02. bis 30. April 2026 die Ausstellung „Alles im Fluss!? – Wasser in der Krise“ des Heinrich Böll Stiftungsverbunds im Foyer Kleines Haus und im Weißen Salon (Foyer 1. Rang). Die Ausstellung erklärt, wie Klima-und Wasserkrise zusammenhängen. Sie zeigt, wie unsere Art zu wirtschaften die Wassermenge und -qualität beeinflusst. Außerdem wird veranschaulicht, welche wichtige Rolle Städte und Gemeinden bei der Anpassung an den Klimawandel und beim Umgang mit Wasser zukommen kann.

Gleich drei weitere aktuelle Produktionen des Staatstheaters Wiesbaden beschäftigen sich mit den Themen Klima und Wasser: „Wenn Wolken wachsen“, eine Produktion des JUST, weckt Freude, die Natur zu entdecken. Die Oper „Schneeflöckchen“ zeigt eine Gesellschaft in einer zukünftigen neuen Eiszeit, und das Schauspiel „Über die Notwendigkeit, dass ein See verschwindet“ erzählt, welche Abgründe zum Vorschein kommen, wenn durch die Erderwärmung das Wasser eines Sees zurückweicht. Auch in Deutschland ist der Klimawandel bereits durch den Wechsel von starker Trockenheit und heftigen Regenfällen deutlich spürbar.

Die Folgen für den immer kostbareren Schatz Wasser sind vielfältig: Ökosysteme verändern sich, Verteilungsfragen werden laut, Wirtschaft und Politik stehen vor Herausforderungen. Die Ausstellung findet mit freundlicher Unterstützung der Petra-Kelly-Stiftung statt.

LEE\VAKULYA (Choreografie)
LEE\VAKULYA sind die taiwanesische Tänzerin und Choreografin Chen-Wei Lee und der ungarische Tänzer und Choreograf Zoltán Vakulya. Das in Brüssel ansässige Duo arbeitet seit 2016 zusammen an Bühnenproduktionen, Ausstellungen sowie Performances und gehört zu den aufstrebenden Stimmen in der zeitgenössischen Tanzwelt.
Lee tanzte mit vielen renommierten Kompanien, darunter Peeping Tom, GöteborgsOperans Danskompani, Tanztheater Wuppertal Pina Bausch, und von 2009 bis 2014 bei der Batsheva Dance Company. Vakulya kollaborierte neben seiner Tätigkeit als freier Choreograf mit so unterschiedlichen Künstler*innen wie HODWORKS, Mal Pelo, Wim Vandekeybus, David Zambrano, Albert Quesada oder Vera Tussing.
Die Arbeit von LEE\VAKULYA zeichnet sich durch eine fließende und zugleich präzise physische Herangehensweise aus, die die Grenzen des Körpers herausfordert und in ihren Bühnenarbeiten oft verschiedene Kompositionsstrategien miteinander verknüpft. Beim Hessischen Staatsballett liefen als Gastspiele 2022 ihr gefeiertes Duett „Together Alone“ in Darmstadt und 2023 in Wiesbaden die Deutschlandpremiere von „Burnt [the eternal long now]“ im Rahmen des Tanzfestivals Rhein-Main. Für ihre Arbeiten wurden beide Choreografen mehrfach ausgezeichnet, so u. a. mit dem Jeon Mak Arts Award 2017 (Südkorea), TECO Award for the Art of Dance 2020 (Taiwan) oder Taishin Performing Arts Award 2023 (Taiwan)

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INTONATIONS: Jerusalem Chamber Music Festival. 11.-14. Juni 2026 im Kühlhaus Berlin

 Martha Argerich kommt im Juni für vier Konzerte zum Intonations Festival: Der Vorverkauf für das beliebte Kammermusikevent im Kühlhaus hat begonnen.

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Elena Bashkirova. Foto: Nikolaj Lund

Vom 11. – 14. Juni treffen sie sich wieder für eine Art „Familientreffen“ – herausragende Musiker:innen aus aller Welt und jeden Alters werden wieder gemeinsam im Kühlhaus auftreten. Eingeladen hat wie immer Festivalgründerin und Pianistin Elena Bashkirova persönlich: Sie stellt Jahr für Jahr ein bewegendes Programm zusammen, bei dem junge, aufstrebende Talente die Chance erhalten, mit etablierten Berühmtheiten der klassischen Musikwelt zu musizieren.

Daniel Barenboim wird am 14. Juni Mozarts Serenade für Bläser: “Gran Partita” dirigieren. Das Publikum darf sich zudem in diesem Jahr unter anderem auf die Violinist:innen Madeleine Carruzzo, Fedor Rudin, Marc Bouchkov und Lir Vaginsky, den Flötisten Emmanuel Pahud, den Oboisten und Dirigenten François Leleux, den Hornisten Ben Goldscheider, den Klarinettisten Pablo Barragán, die Pianistin Nathalia Milstein sowie die Cellist:innen Claudio Bohorquez; Andrei Ioniță, Tim Park und Astrig Siranossian freuen.

Einige Fotos de teilnehmenden Künstler

Weitere Informationen über das Festival finden Sie hier:
https://www.intonations-jicmf.com/whats-on
Tickets erhalten Sie unter:
https://www.eventim-light.com/de/a/65e855266d345052cd3e9f20/s/69a577092a1b6440e5ba0eb9

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Musikverein für Steiermak/Graz: Presse zum Orchesterkonzert am 23. und 24. März 2026

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Foto: Musikverein Graz

Kronen Zeitung Steiermark, 25.03.2026

Satt werden mit Chopins Klang

Musikverein: Ilya Shmukler und die „Grazer“ unter Ben Glassberg

Wer auf der Suche nach dem Prototyp eines romantischen Klavierkonzerts ist, kann mit Chopins Konzert Nr. 1 nicht viel falsch machen. Satter, schwelgerischer Streicherklang paart sich mit verspielter Virtuosität am Klavier, die den romantischen Gedanken vom verträumten Genie aufleben lässt.

Für ersten Part ließ Gastdirigent Ben Glassberg die Streicher der Grazer Philharmoniker durchaus dick auftragen. Füllig war dieser Klang, ohne oktroyierte Brüche, aber mitunter aufdringlich. Dazu zeigte sich Ilya Shmukler mit Feinheiten, stupendem Gefühl für musikalisches Timing und der nötigen Verve.

Flankiert wurde der Höhepunkt von zwei Orchesterwerken. Camille Pepins zeitgenössisches „Himmlisch Wasser“ war ein Musterbeispiel an postromantischer Orchestrierung, dem aber die Markigkeit zum beständigen Eindruck fehlte. Ecken und Kanten wurden von den Philharmonikern schließlich mit Janáčeks Sinfonietta nachgeliefert, in dem das blendend disponierte Blech f​20260323_OK_MusikvereinGraz.jpg​ür den genussvollen Rundlauf sorgte.

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Kleine Zeitung, 25.03.2026

Natur und Herzschmerz

Emotion, effektvoll in Töne gegossen.

Romantische Töne unterschiedlicher Art beherrschten das Konzert des Musikvereins unter Stabführung von Ben Glassberg. Auf dem Programm stand neben Musik von Leoš Janáček und Frédéric Chopin auch eine Komposition von 2023 von Camille Pépin, die unter dem Titel „Les Eaux célestes (Himmlische Wasser)“ fernöstlichen Minimalismus mit impressionistischer Duftigkeit vereinte. Es folgte Chopins Klavierkonzert Nr. 1 in e-Moll, dem Pianist Ilya Shmukler feine Innigkeit verlieh. Shmukler schwelgte mit den Grazer Philharmonikern gekonnt in bittersüßer Romantik.

Etwas strenger ging es bei Janáčeks „Sinfonietta“ zu. Die fünf Sätze dieses Werks, die jeweils für unterschiedliche Orchesterbesetzungen geschrieben sind, ließ Glassberg farbenprächtig und sehr präzise aufrauschen. Das Werk zeigt von sentimental-lyrischen Einschüben bis zu martialischen Bläserpassagen so ziemlich alles, was der Komponist in seinen Arbeiten zu bieten hat, und Glassberg setzte diese Werkschau effektvoll in Szene.

Karin Zehetleitner

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Neue CD bei GRAMOLA Winter & CO erschienen: Eugène Isaye. 6 Solosonaten/Sonate für 2 Violinen

Nähere Angaben zu dieser CD entnehmen Sie der Homepage www.gramola.at

6 Solosonaten/Sonate für 2 Violinen
isay
Veröffentlichungsdatum: 05.02.2026
Artikel ist sofort lieferbar
EAN 9003643993624
Bestellnummer: 99362
Der vielseitige französische Dirigent und Violinist Rémy Ballot wartet nach seinen jüngsten Kammermusikeinspielungen nun mit einem Meilenstein der Musikgeschichte für Solo-Violine auf: den Sechs Sonaten für Violine solo op. 27 des belgischen Violinisten und Komponisten Eugène Ysaÿe. Ysaÿe komponierte diese Sonaten für sechs herausragende Geiger, die in den 1920er Jahren im Zenit ihres Könnens standen. Sie bilden eine Art visionäre Zusammenschau der Errungenschaften Bachs und Paganinis und des Spektrums der romantischen Violinmusik und der französischen Schulen von Franck bis Debussy. Gemeinsam mit seiner Frau Iris Ballot gelangt auf der zweiten CD des Albums mit der Sonate für zwei Violinen ein bis heute weithin unterschätztes Werk zu Gehör, das alle musikalischen Strömungen, die es damals (1915) in der im Wandel befindlichen Epoche in Hülle und Fülle gab, in sich vereint.

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