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INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 28. FEBRUAR 2026)

28.02.2026 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 28. FEBRUAR 2026)

Bühne Baden: FRAU LUNA – Revueoperette von Paul Linke. Premiere am 13. März 2026

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 Julia Koci © Lalo Jodlbauer/YAY Creative

„Schenk mir doch ein kleines bisschen Liebe…“

 Glizernd, schrill und komisch geht es ab 13. März an der Bühne Baden zu, wenn Paul Linckes burlesk-phantastische Revueoperette FRAU LUNA Premiere im Stadttheater feiert. Drei arbeitslose Freunde, die mit ihrem Würstelstand zum Mond fliegen und sich dort mit einer wunderschönen und charmanten, zugleich aber auch machtbessesenen Herrscherin herumschlagen müssen, bevor sie nach etlichen Irrungen und Wirrungen wieder auf der Erde landen dürfen: Diese Operette bezaubert neben einer witzigen Handlung außerdem mit Ohrwürmern wie „Schenk mir doch ein kleines bisschen Liebe“, „Schlösser, die im Monde liegen“, „Wenn die Sonne schlafen geht“ oder dem Marsch „Das ist die Berliner Luft“. Mit FRAU LUNA schuf Paul Lincke 1899 einen Sensationserfolg, der die Berliner Revueoperette in neue Sphären katapultierte.

 Julia Koci hält in der Rolle der bildschönen Frau Luna alle Fäden in der Hand und herrscht mit ausgelassener Feuerlaune, entpuppt sich aber nach und nach als psychopatischer Kontrollfreak. Als Steppke ist Dennis Hupka zu sehen, der auf seiner schrägen Mondmission von seinen Freunden Lamberthofer (Simon Stockinger) und Pannecke (Ricardo Frenzel Baudisch) begleitet wird. Problematisch wird das Abenteuer, als die Frau im Mond beginnt, Steppke schöne Augen zu machen, der bereits mit der irdischen Marie (Mariella Hofbauer) liiert ist. Und außerdem gibt es da noch Prinz Sternschnuppe (Maximilian Mayer), der Hals über Kopf in Frau Luna verliebt ist… In weiteren Rollen sind Ramesh Nair, Anna Rosa Döller, Sigrid Hauser, Maria Gschwandtner, Branimir Agovi und Ivana Zdravkova zu sehen.

 Regisseur Simon Eichenberger setzt in seiner Inszenierung vor allem auf eine große Portion Humor und bewusste Improvisation, Die Buchfassung dieser kurzweiligen Revueoperette stammt von Christian Struppeck. Charles Quiggin hat in Bühnenbild und Kostümen zwei ganz unterschiedliche Ästhetiken entworfen: eine für die Erde und eine für den Mond – genau wie Dominique Brooks-Daw für die die Choreografie. Die musikalische Leitung liegt in den bewährten Händen von Victor Petrov.

 Premiere ist am 13. März 2026 um 19.30 Uhr im Stadttheater

Weitere Vortstellungstermine:                                           
14., 19. & 28. März 2026  

1., 2., 4., 11., 16., 17., 23., 24. & 25. April 2026  

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Im Zeichen der Vielfalt. Dichtes Staraufgebot beim Kultur.Sommer.Semmering

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Copyright: Kultursommer Semmering

Das traditionsreiche Grandhotel Panhans und der Panorama-Kulturpavillon stehen vom 2. Juli bis zum 6. September beim Kultur.Sommer.Semmering erneut im Mittelpunkt der Sommerfrische. Ein großes Staraufgebot, zahlreiche Premieren und ein Hauch Nostalgie prägen das Programm und versprechen literarische wie auch musikalische Zeitreisen vor pittoresker Bergkulisse. Im zwölften Jahr seines Bestehens präsentiert das Festival 82 Veranstaltungen mit rund 130 Künstlerinnen und Künstlern.

Dass sich alljährlich so viele herausragende Persönlichkeiten der deutschsprachigen Kulturszene vom besonderen Geist des Semmerings inspirieren lassen, erfüllt uns mit Stolz und Dankbarkeit. Die Sommerfrische erweist sich damit auch heuer als lebendiger Ort der Begegnung von Tradition und Gegenwart.“ (Intendant Florian Krumpöck)

Ein Reigen der literarischen Premieren auf 1000 Metern Seehöhe

Die eindrucksvolle Gästeliste liest sich einmal mehr wie das „Who is Who“ der deutschsprachigen Film-, Fernseh- und Bühnenwelt. Das Publikum erwartet ein dichter Reigen prominenter Künstlerinnen und Künstler, darunter viele exklusive Festival-Premieren. Caroline Peters, Elena Uhlig und Fritz Karl, Martina Ebm und Michael Dangl, Friedrich von Thun, Manuel Rubey, Cornelius Obonya, Petra Morzé, Joseph Lorenz, María Köstlinger und Jürgen Maurer, Gioia Osthoff und Devid Striesow oder etwa Robert Meyer haben eigens für das Festival konzipierte Programme im Sommerfrische-Gepäck. Inspiriert durch die einzigartige Atmosphäre des Höhenluftkurortes bringen sie Heiteres, Nachdenkliches, Kurzweiliges, Spannendes und nicht zuletzt auch Nostalgisches inmitten der unvergleichlichen und geschichtsträchtigen Jahrhundertwende-Idylle, die bereits Persönlichkeiten wie Stefan Zweig, Arthur Schnitzler, Hugo von Hofmannsthal und Alma Mahler inspirierte.

Humor als Anker für die Seele
Von Michael Maertens als Don Quijote bis hin zu Robert Meyer mit Nestroy-Couplets, von Karl Markovics mit Karl Kraus bis hin zu Heinz Marecek und Erwin Steinhauer mit Karl Farkas, von Friedrich von Thun mit Roda Roda bis hin zu Gregor Seberg als Helmuth Qualtinger – von anno dazumal bis hin zu Perlen des heutigen Kabaretts: Der Kultur.Sommer.Semmering lädt diesen Sommer ganz besonders dazu ein, durch geistreichen Humor von einst und jetzt, die Seele ein wenig baumeln zu lassen und die eigenen Sorgen zu vergessen.

Aber auch tiefgründige und berührende literarische Themen wie Franz Werfels „blassblaue Frauenschrift“ mit Friedrich von Thun, Stefan Zweigs „Sternstunden der Menschheit“ mit Wolfram Berger oder Biografisches wie „Die andere Saite der Marie Antoinette“ mit Petra Morzé lassen das Publikum in die unterschiedlichsten emotionalen Welten eintauchen. Zeitportraits und tiefe Einblicke in die Seelenwelt großer Künstlerpersönlichkeiten offenbaren Briefwechsel wie die des Ehepaars Tolstoi, von Anna mit Sigmund Freud, von Christine Lavant mit Werner Berg oder von Anais Nin mit Henry Miller. Grande Dame Senta Berger gewährt hautnah Einblicke in ihr Leben und Schaffen als eine der prägendsten deutschsprachigen Schauspielerinnen des 20. und 21. Jahrhunderts.

Musikalische Vielfalt
Musikalische Sternstunden sind auf 1000 Metern Seehöhe quasi garantiert, wenn sich unterschiedlichste Publikumslieblinge wie Maya Hakvoort, Ausnahme-Bass Günther Groissböck, Startenor Francisco Araiza, Maria Bill, Blues-Legende Hans Theessink, Simone Kopmajer, Tini Kainrath, Angelika Kirchschlager, Diknu Schneeberger, Timna Brauer oder Erika Pluhar sowie die Ensembles Mozulu Art, Blechhauf’n, Die Strottern, Klezmer reloaded, 5/8erl in Ehr‘n, die Wiener Comedian Harmonists, die Tschuschenkapelle und die genialen „Strizzis“ Wolfgang Böck und Adi Hirschal die Tür in die Hand geben. 

Ein theatraler Chanson-Abend mit exklusiven Gaumenfreuden entführt in die Goldenen Zwanziger 
Beim Gala-Dîner anno 1926 würzt diesmal die wandelbare Chris Pichler als singende Concierge des alten Grandhotels den Abend mit Chansons der 20er Jahre und gewährt gut recherchierte wie humorvolle Einblicke in die damaligen Stelldicheins. Originales aus den alten Panhans-Kochbüchern, zeitgemäß interpretiert und zu einer wundervollen Einheit komponiert von Jürgen Steinbrecher, lässt die humorvoll-künstlerische Zeitreise zu einem Fest für alle Sinne werden. 

Der allgemeine Kartenverkauf hat bereits begonnen.

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Copyright: Kultursommer Semmering

Ticketverkauf online, telefonisch über das Tourismusbüro Semmering, sowie per Mail:
+43 (0) 2664 20025
Öffnungszeiten: Mo.-Fr.: 8-12 Uhr und 13-16 Uhr & Sa.: 9-12 Uhr
tickets@kultursommer-semmering.at

Weiterführende Links

www.kultursommer-semmering.at
www.floriankrumpoeck.com
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­Heinz Sichrovsky/ News: Die goldene Salzburger Festspielzeit geht leider bald zu Ende
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Das wird sie also gewesen sein, die goldene Salzburger Zeit. Der Vertrag des Intendanten Markus Hinterhäuser, konzipiert bis 2031, endet nun weit früher, man spricht über 2027 oder 2028. Das hat das politisch besetzte Festspielkuratorium am Mittwoch beschlossen, mitten im Beginn der herausfordernden Neugestaltung des Festspielbezirks und im Angesicht von Rekordauslastungen und internationaler Akklamation.

Was ist passiert? Nichts, kann man zusammenfassen. Bloß eine inferiore Intrige, die den Intendanten bezichtigte, die gesetzlich gar nicht geforderte Ausschreibung der Schauspieldirektion, deren Besetzung einzig ihm obliegt, unterlaufen zu haben. Die Anschuldigung wurde seitens des Kuratoriums zuletzt nicht einmal aufrechterhalten, reichte aber, um die Stimmung in den vergangenen Wochen gegen Hinterhäuser zu drehen. 

Die noch nicht lang amtierende Garnitur überforderter Provinzpolitiker wurde leichte Beute von Intriganten aus der Festspielnomenklatura und der regionalen Publizistik (was ich vom Wirken der beteiligten Provinzwoiwoden und Kleinstadtschulzen halte, können Sie in einer früheren Ausgabe meiner Spitzentöne nachlesen). Da die Causa Schauspielchefin offenbar haltlos ist, suchte man zur Kuratoriumssitzung neue Beschuldigungen und griff zu den üblichen Stereotypen, die hervorgeholt werden, wenn man jemanden Qualifizierten abmontieren will: rüder Führungsstil, mangelnde Achtsamkeit, man kennt das. Nun hat das Kuratorium dem Intendanten eine rabiate Verkürzung seines Vertrags in Aussicht gestellt, bis 20. März soll er entscheiden, ob er zustimmt…

Weiterlesen in „News“)
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Wien / Konzerthaus:  Musikalische Träume aus China  – auf  dem Rücken des Feuerpferdes                     26.2.2026

Österreichische Musikensembles lieben ausgedehnte Konzerttourneen quer durch die immense Weite von China. Sie musizieren in riesigen neuen Konzerthäusern, auch tagsüber bespielten, begegnen ein bei klassischer Musik voll engagiertes auch jüngeres Publikum. Gastfreundschaft. Und, es schmeckt …. das chinesische Essen. Und zum Chinesischen Neujahrsfest schickt China alljährlich eines der vielen Orchester des Landes, auf heimische Tradition geschultes, auf Europareisen.

Höchst positiv wurden im Wiener Konzerthaus heuer aus Wuxi angereiste MusikerInnen begrüßt. Wuxi: Eine städtische sieben Millionen-Bewohner-Region in der Nähe von Shanghai, bestückt mit unzähligen Überwachungskameras. Aber auch die völlige Kontrolle über ihre chinesischen Traditionsinstrumente ist dem groß besetzt Orchester gegeben. Sanft wiegen sich im Fluss der musikalischen Stimmungsbilder die elegant in türkise Kostümen gekleideten Damen mit ihren Streichinstrumenten. Und die Bläser in den hinteren Reihen dürfen immer wieder markige Akzente setzen.

Das Feuerpferd soll im diesem Jahr den Menschen zu Energie, zu großer Tatenkraft verhelfen. Und poetische Kraft ist dem Wuxi-Orchester sicher gegeben. Von Blumenduft, vorüber ziehenden Wolken, vom Frühlingsmorgen, von der Seidenstraße, von der aufgehenden Sonne wird stimmungsvoll erzählt. Es rauscht immer wieder auf, alles in stimmungsvolle China-Harmonien getaucht. Also, ganz gewiss, der Hingabe von Chinas musizierenden Künstlern dürfen wir jedenfalls völlig vertrauen.

Meinhard Rüdenauer

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