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INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 21. FEBRUAR 2026)

21.02.2026 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 21. FEBRUAR 2026)

OFFENER BRIEF AN DEN OPERN – DIREKTOR ( von Christian W.Mucha)

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Christian W. Mucha. Copyright: Mucha

Sehr geehrter Herr Dr. Bogdan Roščić,

ich war über Ihr Verhalten und über Ihre Reaktionen auf sachlich vorgebrachte Kritik sehr verwundert. Ich verstehe nicht, warum Sie sich vor Ihren Kritikern im Labyrinth der Oper verstecken wollen, wenn Sie derer ansichtig werden. Würde mich ein zahlender Kunde (und ich habe in den letzten Jahren Hundertausende in Logen in der Staatsoper investiert) mit Kritik an meiner Firma konfrontieren, dann würde ich das prüfen. Darüber nachdenken. Verbesserungen überlegen. Und meinem Kunden respektvoll antworten.

Ihre larmoyante und übergriffige Reaktion auf jene Punkte, die ich öffentlich angekreidet habe, war völlig unangemessen. Unprofessionell. Und alles andere als kundenfreundlich. Aber vielleicht ist das der Unterschied zwischen Ihnen als Manager eines Subventionsbetriebes, der bis auf den Opernball Verluste macht, und mir als Privatunternehmer, der Gewinne deshalb macht, weil wir nie vergessen haben, dass wir ein Dienstleistungsunternehmen sind.

Auch Ihre Reaktion in einem Fernseh-Interview, wo Sie sich verwundert darüber zeigten, wie man sich auf dem Opernball amüsieren kann, und dass das überhaupt nicht Ihre Form der Unterhaltung ist, spricht Bände: Irgendwie ist das so, als ob ich schreiben würde, dass ich nicht verstehe, warum die Leute meinen Newsletter lesen. Weil das eh nur unnötige, überflüssige Zeitverschwendung wäre.

Um das überspitzt zu formulieren: Glauben Sie wirklich, dass sich irgendjemand von Ihren Gästen für Ihre persönliche Befindlichkeit interessiert?

Sie haben gesagt, dass ich von Oper keine Ahnung hätte. Und nie in die Oper gehe. Woher wollen Sie das wissen? Sie wissen nicht, über wen ich meine Opernkarten beziehe. Haben keine Ahnung davon, dass ich aus einer klassikaffinen Familie stamme und die meisten Opern – viele auch in der italienischen Fassung – aus dem Effeff kenne.

Und – natürlich nicht als Experte, aber als höchstinteressierter Aficionado – einen starken Anteil meines musikalischen Herzens der Oper und dem Ballett verschrieben habe. Ebenso wie der klassischen Musik, Jazz und bildender Kunst. Für einen ehemaligen Musiker kein Wunder.

Sie freilich haben Handlungsbedarf. Denn ich bin nicht der einzige Schwan, der ohne Sie über die Bühne fährt.

Dazu kommt noch ein ganz wesentlicher Punkt: Die von mir geäußerte Kritik, dass die Staatsoper der Hort der Oper und des Balletts wäre und nicht von Musical, und dass Sie der Direktor der Staatsoper und nicht des Ronacher oder des Theater an der Wien sind, stammt gar nicht von mir. Sie kommt, Herr Roščić, aus Ihrem eigenen Haus. Von Menschen, die der Staatsoper verbunden sind. Die in Vereinen, die der Staatsoper nahestehen, seit Jahrzehnten engagiert sind. Und die mich nach Bekanntgabe des Programms kontaktiert haben. Und gebeten haben, deren Kritik öffentlich zu machen.

Und wissen Sie, warum? Weil diese Menschen Angst vor Ihnen haben. Angst davor, im eigenen Namen Kritik zu üben. Angst vor Repressalien. Angst vor Streichungen mühevoll ausverhandelter Kompromisse und Kooperationen mit Ihrem Haus. Angst vor Ihrer allumfassenden Macht, mit der Sie die Oper rigide führen.

In deren Namen habe ich meine konturierte Kritik geäußert. Weil ich – im Gegensatz zu denen – weder Tod noch Teufel fürchte. Und Sie schon gar nicht.

Doch nun zu dem, woran es bei Ihnen krankt. Und darüber sollten Sie nachdenken. Vorausgesetzt, Sie nehmen Ihren Job ernst und haben noch so etwas wie Selbstreflexion in Ihrem Leib. Und den Wunsch, Dinge, die nicht passen, zu verbessern.

 

Deshalb in aller Kürze die wichtigsten Punkte, die beim Opernball 2026 überhaupt nicht gepasst haben. Und alle haben das mitbekommen:

  • Red Carpet: Die Situation beim Red Carpet ist – nun im wiederholten Jahr – nur mit dem Wort „chaotisch“ zu bezeichnen. Dort wird gestoßen und gerempelt. Es gibt keine, wie immer geartete, vernünftige Organisation. Die Karten werden direkt vor dem Red Carpet kontrolliert (was natürlich zum Stau führt). Jeder drängt dort, steigt den Damen auf die Kleider. Es ist ein Tohuwabohu. Eiskalt. Sturm. Und Gäste und Medienvertreter sind verzweifelt. Vielleicht leisten Sie sich ja einmal ein Ticket zu den Golden Globes? Oder zu den Oscars? Vielleicht kann man ja in den nächsten Jahren im Vorfeld des Opernballs sich der Mühe unterziehen, jenen, die von den Medien interviewt werden, Pässe auszustellen. Eine Zutritts-Organisation vorzubereiten. Das funktioniert bei jedem Skirennen. Bei jedem Formel 1-Event. Und in die Boxengasse darf halt nur, wer dafür das richtige Badge erhält. Eine einfache Maßnahme. Kundenfreundlich. Nie darüber nachgedacht? Okay, das ist mit Mühe verbunden. Aber bei Kosten von 60.000 Euro für einen Abend für Ihre Ehrengäste wohl durchaus angemessen. Meinen Sie nicht?
  • Programmauswahl: Ihre neue Ballett-Chefin Alessandra Ferri ist großartig. Ich durfte sie persönlich kennenlernen. Die Musical-Idee war wohl ihre. Ekaterina meint, dass die Kostüme wie Shrimps ausgesehen hätten. Dem kann ich nur beipflichten. Und was die Auswahl des Musicals West Side Story betrifft – reflektieren Sie doch einmal den folgenden Text: „Die Staatsoper für populäre Kultur und auch e-Musik zu öffnen ist begrüßenswert und hat ja z.B. beim Jazzfest jahrelang hervorragend funktioniert. Unvergessen sind Konzerte von Weltstars wie Liza Minelli, Ray Charles oder R.E.M., die selbst in der ruhmreichen Geschichte der Staatsoper für Ausrufezeichen sorgten. Beim Opernball ist die leichte Muse, selbst wenn sie von einem Giganten wie Leonard Bernstein stammt, jedoch ein falscher Ansatz. Da sollte die Tradition gepflegt und nicht jedem Trend nachgehechelt werden. Sonst endet die Eröffnung des Opernball womöglich noch in den Untiefen des Villacher Faschings.“

Das stammt nun freilich nicht von mir. Sondern von einem gewissen Thomas Zeidler-Künz. Und wenn Ihnen der Name nichts sagt: Der ist der Kulturchef einer der größten Tageszeitungen Österreichs. Geht der auch nie in die Oper? Hat der auch keine Ahnung?

Dass die Story in der Tageszeitung Österreich über meine Kritik an Ihnen laut Wolfgang Fellner der meistgelesene Beitrag zum Opernball war, mag Ihnen vielleicht auch zu denken geben.

Es gibt, sehr geehrter Herr Roščić, kleine Indizien, die einem zeigen, ob man richtig oder falsch liegt. Diese Zeichen an der Wand sollte man tunlichst zur Kenntnis nehmen. Und danach handeln. Der Shitstorm, den Sie für die Eröffnung bekommen haben, war, wie eine Tageszeitung geschrieben hat, „auch nicht ohne“.

Und dann war da noch ein Leserbrief in der Kronen Zeitung. Darin heißt es: „Bei aller Wertschätzung für Leonard Bernstein, er war schließlich einer der bedeutendsten Dirigenten und hat auch als Komponist einen Namen, doch war es notwendig, den Opernball mit ‚West Side Story‘ zu eröffnen? Das hervorragend interpretierte Duett aus der ‚Traviata‘ hat dann zwar einigermaßen entschädigt, war aber insgesamt zu wenig. Nur weil die neue Ballett-Chefin diese Form der Eröffnung vorgeschlagen hat, muss das Direktorat nicht gleich einwilligen und mit einer jahrzehntelangen Tradition brechen. Oper und Musical sind zwei grundverschiedene Metiers, die man nicht vermischen sollte, und bei der Fußball-WM wird auch nicht Handball gespielt.“ (Mag. Martin Behrens)

Sie wissen, wie wichtig die Leserbrief-Seiten für das Kleinformat sind. Dort wird – subkutan, aber immens aufmerksamkeitsstark – die Volksmeinung transportiert. Und das Volk, das sind doch Ihre Kunden. Oder interessiert Sie nur die Elite? Und die Meinung der Mehrheit ist Ihnen wurscht? Das wäre für einen bekennenden Sozialdemokraten doch eher überraschend…

Ich habe nicht nur kritisiert, sondern auch konkrete Vorschläge gemacht. Wie von diversen Seiten der Verlugnerisierung des Opernballs und dem Absinken auf Dschungelcamp-Niveau entgegen­gesteuert werden könnte.

Hier nochmals meine wesentlichen Ansätze:

Zum einen wäre die Bundesregierung aufgerufen, wesentliche Proponenten, die international ein hervorragendes Standing haben, zum Opernball einzuladen. Die für Frieden und Demokratie stehen. Und so ein Zeichen zu setzen.

Die Staatsoper wäre eingeladen (ja, es gibt eine Künstlerloge, aber die dort Eingeladenen sind in der Berichterstattung untergegangen), zwei großartige Künstlerlogen aufzulegen, wo internationale Stars aus Oper, Ballett, Gesang, Kunst und Kultur eingeladen werden.

Der Österreichische Rundfunk könnte eine Loge für Weltstars aus dem Sportgeschehen kreieren und darauf verzichten, die hochgepushten, sogenannten „ORF-Stars“, sprich Moderatoren, in Ego-Manier in Szene zu setzen. Und stattdessen wahrhaftige Größen featuren.

Die heimischen Aristokraten (ja, ich weiß, der Adel ist abgeschafft, aber wir verfügen über eine hochkarätige Szene von Familien mit historischem Background) sollten dabei unterstützt werden, Vertreter des internationalen Hochadels – und damit meine ich nicht irgendwelche Nichten – zum Opernball einzuladen.

Und die Medien sind aufgerufen, in ihrer Berichterstattung sorgfältig zwischen Qualität und Trash zu unterscheiden. Keiner braucht fette Berichterstattung über Nacktmodelle, Dschungelstars und Glööcklers. Oder die Töchter der Geissens. Stellen wir uns vor, keiner berichtet über die. Gääähn. Das wäre schön.

  • Service: Abgesehen von den geschmalzenen Preisen ist das Service in den Logen eine Katastrophe. Viel zu wenig Personal, dem man nachlaufen muss, um frische Gläser zu bekommen. Den Service für unsere Gäste – das Einschenken und das Wegräumen – haben wir größtenteils selbst übernommen. Diesbezüglich sollten Sie mit Ihrem Lieferanten, der ja ein Vermögen dafür berappt, um dort präsent sein zu dürfen, ein ernstes Wort reden. Die Zahl des Personals gehört wenigstens verdoppelt.

 

  • Opernball-Lady: Und vielleicht denken Sie ja einmal darüber nach, wie Ihnen alle Herzen zufliegen könnten: Das Komitee ist brav, fleißig und engagiert, aber jeder weiß, dass es Galionsfiguren wie Christl Gräfin Schönfeldt, Lotte Tobisch-Labotyn, Elisabeth Gürtler-Mauthner oder Desirée Treichl-Stürgkh benötigt, um ein Fest wie dieses zum Strahlen zu bringen.

Die Opernball-Lady abzuschaffen, war wohl Ihre schlechteste Idee.

Und irgendwie habe ich so das Gefühl, dass Sie letztendlich – das zeigt Ihre trotzige Reaktion – von allen geliebt werden möchten. Und alle Herzen würden Ihnen wohl zufliegen, wenn Sie wieder die Tradition der Opernball-Lady aufleben lassen würden. Es gäbe eine ganze Reihe an großartigen Damen hierzulande, die das mit Bravur und Brillanz meistern würden. Was übrigens auch ein toller Dienst am Standing der starken Frauen hierzulande wäre.

Mein Fazit: Ich bin Ihnen nicht böse. Sie sind so, wie Sie sind. Aber manchmal sollten Menschen wie Sie ihren Elfenbeinturm verlassen und sich dem stellen, was zwar schwer verkraftbar, aber die Aufgabe von jedem Manager ist – der Kritik der eigenen Kunden, Sachargumenten und der Realität.

Wenn Sie sich nicht zu gut und zu erhaben in Ihrem Olymp der Alleinherrschaft fühlen, dann stehe ich gerne für eine sachliche Diskussion zu all diesen Themen zur Verfügung,

Mit vorzüglicher Hochachtung

Christian W. Mucha

Von meinem iPhone gesendet

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Bayerische Staatsoper: Ballettfestwoche 2026 – 28.3. – 4.4.2026

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Die Ballettfestwoche 2026 wird durch die Premiere des dreiteiligen Abends Common Ground am 28. März 2026 eröffnet. Alexander Ekman und Johan Inger stellen erstmalig ihre Arbeiten beim Bayerischen Staatsballett vor. Hinzu kommt die Wiederaufnahme von Jiří Kyliáns Ballett Bella Figura, das zuletzt als Teil des Abends Wings of Memory in der Spielzeit 2024/25 gezeigt wurde.

Es folgen am 30. und 31. März sowie 2. April drei Vorstellungen, welche die bedeutende Präsenz klassischer Handlungsballette im Repertoire des Bayerischen Staatsballetts bezeugen: John Crankos  Onegin (1965), Pierre Lacottes La Sylphide (1972) sowie John Neumeiers Illusionen – wie Schwanensee (1976). Am 1.  und 4. April schließlich sind im Triple Bill Waves and Circles die choreographischen Handschriften von William Forsythe, Emma Portner und Maurice Béjart zu erleben.
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Salzburger Landestheater: Vor der Premiere „Eugen Onegin“

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Foto: Salzburger Landestheater

Onegin und Tatjana lieben einander – doch nie zur richtigen Zeit. Das schicksalhafte Spiel aus Nähe und Distanz kommt mit Tschaikowskis „Eugen Onegin“ in der Inszenierung von Alexandra Liedtke ab 28. Februar auf die Bühne des Salzburger Landestheaters.

Pjotr Iljitsch Tschaikowski begann 1877 die Arbeit an „Eugen Onegin“ nach dem Versroman von Alexander Puschkin. Die tief bewegende Oper verbindet russische Volksmelodien mit europäischen Traditionen und feierte am 23. Januar 1881 im Bolschoi-Theater ihre triumphale Uraufführung.

Regisseurin Alexandra Liedtke widmet sich mit ihrem eingespielten Team, dem Bühnenbildner Philip Rubner und der Kostümbildnerin Su Bühler, diesem großen Werk der russischen Opernwelt. Die Inszenierung erforscht die komplexen psychologischen Vorgänge in Tschaikowskis Werk und erschafft eine helle, transparente Welt, in der die Gesellschaft jeden Moment beobachtet, zugleich aber die Verletzlichkeit der Figuren sichtbar wird.

Die Titelpartie des Onegin übernimmt der britische Bariton George Humphreys, Tatjana wird von der armenisch-amerikanischen Sopranistin Tatev Baroyan verkörpert. Baroyan debütierte 2024/25 an der Metropolitan Opera in der Met-Premiere von „Ainadamar“ und gab ihr Europadebüt am Salzburger Landestheater, wo sie die Rolle der Iolante in einer außergewöhnlichen Kombination aus Tschaikowskis „Iolante“ und „Der Nussknacker“ kreierte – gestaltet als Opern-Ballett-Fantasie.

Für die musikalische Leitung zeichnet Musikdirektor Leslie Suganandarajah, ergänzt durch eine tänzerische Gegenwelt von Choreograf Louis Stiens, verantwortlich.

Premiere: 28. Februar 2026, 19.00 Uhr
Ort: Salzburger Landestheater

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Michael Haefliger wird Artistic Advisor der Kusatsu International Summer Music Academy & Festival in Japan 

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  Michael Haefliger © Marco Borggreve 
 

Die Kusatsu International Summer Music Academy & Festival beruft Michael Haefliger zum Artistic Advisor. Der langjährige Intendant des Lucerne Festival prägte über mehr als zweieinhalb Jahrzehnte eines der international renommiertesten Festivals für klassische Musik und steht für künstlerische, strategische Weitsicht und internationale Vernetzung. Mit dem von ihm entwickelten und konzipierten „Three Mountains Project“ bringt Haefliger seine eigene programmatische Vision in die zukünftige Ausrichtung des Festivals ein: Die Standorte Kusatsu, Takasaki und Karuizawa sollen als klar profilierte kulturelle Achse neu gedacht und strategisch miteinander verbunden werden. Das Projekt bildet das Herzstück der Neuausrichtung im Vorfeld des 50-jährigen Jubiläums 2030.

Mit der Ernennung verbindet sich auch eine persönliche Geschichte. Michael Haefliger betont seinen engen Bezug zu Japan: „Ich habe einen sehr starken Bezug zu Japan, schon mein Vater, der Tenor Ernst Haefliger, trat mehrfach in Kusatsu auf – das hat mich geprägt.“

Bereits 1992 und 1994 brachte Haefliger ein Kammerensemble des Davos Festival auf Japan-Tournee. Zu den Höhepunkten seiner internationalen Tätigkeit zählen die Residenzen des Lucerne Festival Orchestra unter der Leitung von Claudio Abbado (2006) und Riccardo Chailly (2017) in der Suntory Hall in Tokio. Besonders prägend war zudem das Projekt „Lucerne Festival Ark Nova“, das Haefliger gemeinsam mit dem japanischen Architekten Arata Isozaki und dem britischen Künstler Anish Kapoor nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami in der Region Tohoku 2011 entwickelte und realisierte.
 Kusatsu International Summer Music Academy & Festival

Das 1980 gegründete Festival in der Präfektur Gunma zählt zu den bedeutendsten Sommerakademien Japans. Im Zentrum stehen Meisterkurse, in denen international renommierte Künstlerinnen und Künstler mit jungen Musikerinnen und Musikern aus aller Welt arbeiten. Die Verbindung von intensiver Ausbildungsatmosphäre und hochkarätigem Konzertprogramm prägt das Festival seit über 45 Jahren.

Mit Blick auf das 50-jährige Jubiläum im Jahr 2030 richtet sich das Festival strategisch neu aus. Ziel ist es, die internationale Ausstrahlung weiter zu stärken und zugleich die kulturelle Verankerung in der Region Gunma zu vertiefen.

Ein zentrales Zukunftsprojekt ist das von Michael Haefliger entwickelte „Three Mountains Project“, mit dem er die drei Standorte Takasaki, Kusatsu und Karuizawa strategisch neu ordnet und jeweils künstlerisch schärft. Während Kusatsu weiterhin das Zentrum der Akademie bleibt, sollen in Takasaki großformatige Orchesterkonzerte realisiert und in Karuizawa neue Publikumsgruppen für die Kammermusik erschlossen werden.

„Es beindruckt mich besonders die große Ernsthaftigkeit und Hingabe zur klassischen Musik – kompromisslos und ohne Abstriche. Mit dem neuen «Three-Mountain»-Konzept wird es möglich sein, die Städte Kusatsu, Takasaki und Karuizawa kulturell enger miteinander zu vernetzen und ihnen zugleich eine klare jeweilige Kernkompetenz zu verleihen. Takasaki verfügt mit dem Takasaki Arts Theatre (Grand Theatre) über einen exzellenten Konzertsaal mit mehr als 2’000 Sitzplätzen. Er eignet sich hervorragend für große Sinfoniekonzerte – ein Bereich, den wir dort gezielt ausbauen möchten. Zudem liegt Takasaki nur rund eine Zugstunde vom Ballungsraum Tokio entfernt, was zusätzliche Perspektiven eröffnet.“ erklärt Michael Haefliger im Hinblick auf die strategische Neuausrichtung.

Am 16. August 2026 wird die Dirigentin Johanna Malangré das Festival mit dem Gunma Symphony Orchestra eröffnen.

Mit Michael Haefliger gewinnt das Festival eine künstlerische Persönlichkeit, die nicht nur international vernetzt ist, sondern auch eine gewachsene, biografisch fundierte Beziehung zu Japan mitbringt.

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WIEN/ Mozart-Gedenkstätte auf dem St-Marxer Friedof

Unglaublich schön als erster heute Morgen an der Mozart Gedenkstätte/Grab in Wien St. Marx!!! Dr. Ingobert  Waltenberger 

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Fotos Copyright: Dr. Waltenberger

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MESSIAH Oratorium von G.F. Händel. Sonntag, 29. März 2026, 11:00 Uhr Wiener Musikverein, Großer Saal

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  Mitwirkende:
Tia Pinkija (Sopran)
Franko Klisovic (Countertenor)
Michael Schade (Tenor)
Maciej Idziorek (Bass)
Wiener Gesangverein
Symphonieorchester der Volksoper Wien
Daniel Csefalvay (Dirigent)

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Copyright: Wiener Gesangsverein. 

Tickets sind ab sofort unter tickets@wienergesangverein.at so wie über die Website des Musikvereins https://musikverein.at/spielplan erhältlich.
Weitere Informationen zum Chor finden Sie unter: https://wienergesangverein.at

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Anna Gitschthaler
„Die lyrische Koloratursopranistin Anna Gitschthaler begeistert das Publikum, ob auf der Oper-und Operettenbühne, im Konzert oder in Liederabenden.“
Anna Gitschthaler – Sopran – annagitschthaler.com

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Wien/Freie Bühne Wieden: Der Aufschrei des Gernot Kranner – und hin zu Jugendkultur

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Das ist Mut, das ist menschlich wertvoller als so viel Trara im Wiener Kulturbetrieb und dessen ständigem Selbstlob der Institutionen: Gernot Kranner – Sänger, Komödiant und künstlerischer Animator für junge Menschen, früher Mitglied im Ensemble der Wiener Volksoper – hat die von Topsy Küppers vor Jahrzehnten gegründete Freie Bühne Wieden auf der Wiedner Hauptstraße in Eigenregie übernommen und will sie nun als Spielstätte, als zu Kultur und Bildung animierendem Treffpunkt speziell für Jugendliche weiterführen. Und, da die Subventionen – zuvor 120.000 Euro im Jahr – für dieses Theater mit seinen hundert Sitzplätzen gestrichen wurden, auf eigenes finanzielles Risiko. Das hat Charakter, das fordert Unterstützung!

Er ruft zur Mithilfe auf. Die Freie Bühne Wieden wird nun von ihm als Talenteschmiede für junge Menschen neu erfunden. Kranners Aufruf: Gemeinsam lernen, wachsen und glänzen! Es ist auch ein Aufschrei, um vom gängigen Wiener Kulturgeschäft wieder zu einer echten Kreativkultur zu kommen. Zu Schauspiel, Tanz, Gesang, Bühnengestaltung sollen die Jugendlichen hingeführt werden, neue Sachen sollen kreiert, umgesetzt werden. Kranner weist auch darauf hin, dass der heimischen Jugend im Wiener Kultur-Alltagsgeschäft nur minimale Chancen eingeräumt werden. Kranner zu seiner Initiative: „Aber es braucht Geld. Nicht viel! Für Miete und …nur ein paar Tausender.“

Breit gestreut ist das vorläufige künstlerische Angebot. Und zum Start wird am 27.Februar mit „Heute Abend Lola Blau“ an die Theater-Gründerin Topsy Küppers gedacht. Kurz ein kleiner Überblick über die angedachten Aktivitäten: „In Werkstätten lernen, wachsen und blühen junge Menschen gemeinsam mit erfahrenen Könnerinnen und Könnern ihres Faches – Junge Musikerinnen und Musiker spielen gemeinsam mit arrivierten Kolleginnen und Kollegen – Junge Autorinnen und Autoren verfassen hier gemeinsam neue Theaterstücke – Junge Regietalente setzen diese Texte in neuen Theaterformen um und bringen diese gemeinsam mit jungen Darstellerinnen und Darstellern auf die Bühne.“ Der Anfang wird nun gewagt, statt der drohenden Schließung werden wir hier nun junge Menschen bei ihrer Entwicklung begleiten können. Und nochmals wird von Gernot Kranner und seinem Team um Unterstützung gebeten: „Gemeinsam bringen wir es weiter!“

Info: 0676 32 69 289 oder office@fbw.wien

Meinhard Rüdenauer

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Künstlernachrichten/ Agentur Balmer & Dixon/ Zürich

Ausgewählte Nachrichten für März 2026 (in alphabetischer Reihenfolge):

 Simon BAILEY geht mit der Produktion der Opera North von Brittens PETER GRIMES auf Tournee und tritt in Nottingham (6. März), Salford (13. März) und Newcastle (20. März) auf. In dieser Inszenierung von Phyllida Lloyd singt er die Rolle des Captain Balstrode. Garry Walker steht am Pult.

 Stefan BLUNIER dirigiert am 14. März das Orquestra Sinfónica do Porto am Casa da Música. Es werden Werke von Enescu, Kodály und Bartók aufgeführt.

Anna EL-KHASHEM geht zusammen mit den Talens Lyriques auf Tournee. Mozarts ASCANIO IN ALBA wird an folgenden Daten aufgeführt: 10. März am Theater an der Wien, 25. März am Théâtre des Champs Elysées Paris, 29. März an der Opera de Nancy Lausanne. Christophe Rousset steht am Pult. Die Künstlerin singt Silvia.

Cornel FREY ist am 20. März als Ari in COMEDIAN HARMONISTS an der Deutschen Oper am Rhein zu erleben. Die musikalische Leitung obliegt Patrick Francis Chestnut. Am 29. März singt er den Evangelisten und die Tenorarien in Bachs JOHANNES-PASSION unter der Leitung von Michael Kreis in der Berner Heiliggeistkirche. Es spielt das Barockorchester amici musici.

Äneas HUMM feiert am 1. März Premiere von Strauss’ ARIADNE AUF NAXOS. Er singt die Rolle des Harlekin an der Opera Roma. In dieser Inszenierung von David Hermann hat Maxime Pascal die musikalische Leitung. Weitere Termine: 4./6./8./10. März.

Dimitry IVASHCHENKO singt am 1./7./14. März nochmals den Pope in Schostakowitschs LADY MACBETH VON MZENSK an der Komischen Oper Berlin. Dirigat: James Gaffigan; Regie: Barrie Kosky. Der Künstler ist gleich nochmals an der Komischen Oper Berlin zu erleben, und zwar als Iwan Joawlewitsch/Leiter einer Annoncenredaktion/Arzt in Barrie Kosky’s Inszenierung von Schostakowtischs DIE NASE. Die Wiederaufnahme findet am 15. März statt; weitere Vorstellungen am 22./27./29. März und 6. April. Am Pult steht James Gaffigan.

Marco JENTZSCH kann am 22. und 28. März in der Hauptrolle in Wagners TRISTAN UND ISOLDE an der Staatsoper Frankfurt erlebt werden. In dieser Inszenierung von Katharina Thomas dirigiert Thomas Guggeis.

Torben JÜRGENS singt erneut den Hans Foltz in Wagners MEISTERSINGER VON NÜRNBERG an der Staatsoper Stuttgart. Musikalische Leitung: Cornelius Meister. Regie: Elisabeth Stöppler. Termine: Han1./8./14./22. März. Am 5. März ist er ausserdem an der Deutschen Oper am Rhein als Sarastro in Mozarts ZAUBERFLÖTE zu erleben. Die Inszenierung stammt von Barrie Kosky und das Dirigat liegt bei Antonino Fogliani.

 Johannes KAMMLER steht am 8. März zusammen mit Katharina Ruckgaber (Sopran) und Evgenia Fölsche (Flügel) auf der Bühne des SAL Saals am Lindaplatz (Schaan). Sie werden Wolfs ITALIENISCHES LIEDERBUCH im Rahmen des Festivals der Stimmen Liechtenstein präsentieren.

Michael KUPFER-RADECKY tritt als Wotan/Wanderer in Loriots DER RING AN EINEM ABEND am Theater Kiel auf. Frank Beermann steht am Pult. Termine: 7. und 15. März. Die Vorstellungen stehen noch bis April auf dem Spielplan. Unter der Leitung von Marek Janowski ist der Künstler ausserdem am 25. März mit Schoenbergs GURRE-LIEDERN am Tokyo Spring Festival zu erleben. Er singt die Rolle des Bauern.

 Lena KUTZNER singt am 8. März wieder die Tochter in Hindemith’s CARDILLAC am Staatstheater Meiningen. Killian Farrell ist der musikalische Leiter. Die Inszenierung von Giulia Giammona wird noch bis im Juni aufgeführt. Ebenfalls am Meininger Staatstheater singt sie am 13. März die Agathe in von Webers FREISCHÜTZ unter der Leitung von Noori Cho. Regie führte Philipp M. Krenn.

Matthias LIKA wird am 3./4./6./7. März am Hans Otto Theater in Potsdam die Rolle des Mustafa in J.C. Bachs Oper ZANAIDA singen. Johanna Soller dirigiert die Potsdamer Kammerakademie. Am 13. März wird der Künstler zusammen mit Evgenia Fölsche am Flügel Schuberts WINTERREISE interpretieren. Das Konzert im Rahmen des Festivals der Stimmen Liechtenstein findet im Rathaussaal Vaduz statt.

Louis LOHRASEB dirigiert am 27./28./29. März das San Diego Symphony Orchestra in Bizets CARMEN an der San Diego Opera. Regie führte Keturah Stickann.

 Andrei MAKSIMOV singt den Fürst Yamadori in Puccinis MADAMA BUTTERFLY an der Staatsoper Wien. Termine: 7./10./14./17. März. Diese Inszenierung von Anthony Minghella wird von Marco Armiliato dirigiert. Ausserdem ist er als Ruffiack in Ligetis GRAND MACABRE in einer Inszenierung von Jan Lauwers zu erleben, ebenfalls an der Staatsoper Wien. Die musikalische Leitung liegt bei Pablo Heras-Casado. Daten: 15./20./22./25. März.

Polina PASTIRCHAK singt am 1. und 10. März die Woglinde in Wagners RHEINGOLD am Teatro alla Scala. Am Pult stehen Alexander Soddy bzw. Simone Young. Die Produktion stammt von David McVicar.

Marie SEIDLER wird am 1. und 3. März Schumanns REQUIEM im Musiikkitalo Helsinki zur Aufführung bringen. Aapo Häkkinen steht vor dem Helsinki Baroque Orchestra. Das Tanztheater JOHANNES-PASSION nach JS Bach wird am 15. und 29. März am Theater Aachen aufgeführt. Marie Seidler singt die Alt-Partie. In dieser Inszenierung von Olivia Fuchs steht Christopher Ward am Pult. Schliesslich wird die Künstlerin mit JS Bachs MATTHÄUSPASSION auf Tournee gehen. Es spielt das Noord Nederlands Orkest unter der Leitung von Hartmut Haenchen. Termine: 27. März De Nieuwe Kolk Assen; 28. März De Harmonie Leeuwarden, 31. März De Lawei Drachten; 1. April De Oosterport Groningen.

Jordan SHANAHAN kann am 29. März Premiere von Wagners WALKÜRE an der Oper Köln feiern. Der Künstler singt sein Debüt als Wotan. Dirigat: Marc Albrecht. Regie: Paul-Georg Dittrich. Weitere Vorstellungen im April.

 Bo SKOVHUS feiert am 1. März Premiere von Brittens WRITTEN ON SKIN an der Oper Frankfurt. Unter der Leitung von Erik Nielsen singt er sein Rollendebut als Protector. Die Produktion stammt von Tatjana Gürbaca. Weitere Daten: 5./7./13./15./21./29. März und 5. April.

Katrin WUNDSAM debütiert am 14. März als Penthesilea in Dusapins gleichnamiger Oper am Staatstheater Hannover. Musikalische Leitung: Stephan Zilias. Regie: Lorenzo Fioroni. Weitere Termine: 21. und 29. März.

 Junho YOU kann am 4./15./23. März als Tamino in Mozarts ZAUBERFLÖTE an der Volksoper Wien erlebt werden. Inszenierung: Lotte de Beer; musikalische Leitung: Peter te Nuyl.

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