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INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 20. DEZEMBER 2025)

20.12.2025 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 20. DEZEMBER 2025)

ADVENT – das vierte Lichtlein brennt!

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ZUM KURZ- VIDEO

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Heute Premiere des Wiener Staatsballetts in der Volksoper: MARIE ANTOINETTE

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ZUM TRAILER (Copyright Volksoper/Jakob Plattner
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Wiener Volksoper: WIR SIND ALLE MATILDA!

Musiktheater-Projekt für Volksschulen

Die Volksoper Wien startet zweijähriges Musiktheater-Projekt für Volksschulen – Musik und Bildung als Schlüssel zu Empowerment und Chancengleichheit

Mit dem neuen, langfristig angelegten Musiktheater-Projekt Wir sind alle Matilda! setzt die Volksoper Wien seit Herbst 2025 ein starkes Zeichen für Bildungs- und Chancengleichheit. Über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren besuchen rund 300 Volksschulkinder wöchentlichen Musiktheaterunterricht, um einen spielerischen, niederschwelligen Zugang zu dieser Kunstform zu finden. Künstlerischer Hintergrund des Projekts ist das Familienmusical Matilda: eine Geschichte über die Kraft von Wissen, Fantasie und Mut, die zeigt, wie Bildung und Musik Kinder stärken und ihnen eine Stimme geben können. 

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 Eine der ausgewählten Volksschulklassen bei einer Führung durch die Volksoper © Barbara Pálffy

VOM ERSTEN OPERNBESUCH BIS ZUR EIGENEN BÜHNENPRODUKTION

Seit September 2025 begleitet die Volksoper Wien ausgewählte Volksschulklassen mit insgesamt rund 300 Kindern. Das Projekt beginnt mit einem ersten, spielerischen Kennenlernen der Volksoper: Jede Klasse besucht das Opernhaus und entdeckt im Rahmen einer interaktiven Rätselrallye Zuschauerraum, Bühne, Orchestergraben, Maske und Garderoben.

Ergänzend arbeiten die Kinder mit einem pädagogisch geschulten künstlerischen Team wöchentlich direkt in den Schulen. Sie singen, tanzen, spielen gemeinsam und entwickeln ein Gefühl für Rhythmus, Stimme und Bewegung. So entsteht über zwei Schuljahre hinweg eine nachhaltige Begegnung mit Musiktheater, die Kreativität, Teamgeist und Selbstvertrauen der Kinder stärkt.

In diesem Projekt wurden Klassen berücksichtigt, die bislang wenig Zugang zu kulturellen Angeboten hatten – insbesondere solche mit einem hohen Anteil an Kindern aus sozial herausfordernden Lebenslagen, mit Migrationshintergrund oder sprachlichem Förderbedarf.

HÖHEPUNKT 2027/28: MATILDA AUF DER BÜHNE

Den künstlerischen Höhepunkt bildet die Eröffnungspremiere des Familienmusicals Matilda in der Spielzeit 2027/2028 an der Volksoper Wien. Parallel dazu führen alle teilnehmenden Schulklassen ihre eigenen, speziell gekürzten Schulversionen des Musicals an ihren Schulen auf. Die Kinder werden so nicht nur zu Zuschauer:innen, sondern spielen gemeinsam Musiktheater. Längerfristiges Ziel ist, dass besonders begeisterte Kinder aus diesen Schulkassen bei der Volksopernpremiere von Matilda auf der Volksopernbühne mitspielen und in unseren Kinderchor aufgenommen werden. 

ZITAT LOTTE DE BEER

„Kreativität und Fantasie sind eine Superpower, die jedes Kind in sich trägt. Man muss sie aber hegen und pflegen, damit sie wachsen kann. Mit Wir sind alle Matilda! machen wir genau das. Wir möchten Räume schaffen, in denen Kinder wachsen, träumen und ihre Stimme finden – Räume für Fantasie, Kreativität, Selbstvertrauen und Entwicklung. Räume, in denen Kinder Musik und Theater nicht nur erleben, sondern selbst aktiv und kreativ gestalten.“

ZITAT ANDREAS BABLER

„Mit dem Projekt Wir sind alle Matilda! ermöglicht die Volksoper den Jüngsten eine einzigartige Musiktheatererfahrung. Unabhängig ihrer sozialen Herkunft und ihrer Vorinteressen, wird den Kindern eine Liebe zur Bühne mitgegeben. Auch darin zeigt sich die gesellschaftliche Relevanz von Kunst und Kultur.“


LANGJÄHRIGE ERFAHRUNG, KLARE VISION

Seit über 20 Jahren arbeitet die Volksoper Wien erfolgreich mit Kindern und Jugendlichen zwischen 7 und 25 Jahren in Kinderchor und Jugendchor und bietet musikalische Ausbildung sowie Bühnenerfahrung in professionellen Produktionen. Mit Wir sind alle Matilda! erweitert die Direktion diesen Ansatz zu einem nachhaltigen Projekt, das noch mehr Kindern Zugang zu künstlerischer Entfaltung ermöglicht und einen wichtigen Beitrag zur kulturellen und sozialen Teilhabe leistet.

MATILDA – EINE GESCHICHTE ÜBER WISSEN ALS WIDERSTAND UND EMPOWERMENT

Das Musical Matilda von Tim Minchin basiert auf dem Roman von Roald Dahl und erzählt von einem Mädchen, dessen Neugier und Liebe zu Büchern ihr die Kraft geben, sich mit ihren Mitschüler:innen gegen die Unterdrückung, Lieblosigkeit und Ignoranz ihrer gefürchteten Schuldirektorin Miss Trunchbull zu wehren. Werte wie Empathie, Freundlichkeit, Verbundenheit und der Triumph von Mut und Bildung über Ignoranz stehen im Zentrum des Stücks und bilden auch das Herzstück des neuen Volksoper-Projekts.

Genau hier setzt Wir sind alle Matilda! an: Musiktheater wird als Empowerment-Werkzeug verstanden, das Kinder in ihrer Persönlichkeit stärkt, ihnen Selbstvertrauen vermittelt und neue Ausdrucksformen eröffnet.

Das Projekt Wir sind alle Matilda! steht unter der Patronanz von Vizekanzler Andreas Babler und wird großzügig von der Berndorf Privatstiftung sowie der Dudlerei – Verein zur Förderung von Kinderkulturprojekten – unterstützt. Weitere Förderpartner sind Penguin Junior und die Wiener Städtische Versicherung. Kooperationspartner ist die Bildungsdirektion Wien.

→ MEHR INFOS GIBT’S HIER

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Kammeroper Zürich: DON GREGORIO von Gaetano Donizetti

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Der Countdown läuft…. In etwas mehr als zwei Wochen hat unser «Don Gregorio» Première: Gelegenheit, Ihnen und euch einen kleinen Einblick in die Probenarbeit zu geben – natürlich noch ohne Bühnenbild, Kostüm und Maske. Unser Regisseur Paul Suter hat aus der Geschichte – wie in jedem Jahr – ein rundum stimmiges Potpourri aus hintergründigem Witz und geistreicher Pointe geschmiedet, sodass gewiss sein kann, dass dabei kein Auge trocken bleibt. Ein heiterer Jahresausklang oder eine beschwingte Ouverture des Neuen Jahres – ganz wie es ein jeder sehen möchte.

Für die Première am 31. Dezember (17 Uhr) gibt es bereits nur noch Restkarten. Auch für die Vorstellungen im Januar lohnt es, sich frühzeitig die besten Plätze zu sichern. Wer noch verzweifelt auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk ist…. Da eignen sich doch Karten für einen Abend mit Gaetano Donizetti ganz bestimmt…

Ticktets gibt es HIER (Ticketino).

Zürich im Dezember 2025: Gespräch mit Anna Gitschthaler anlässlich der Proben zu «Don Gregorio»

«Jeder hat das Potential Oper zu mögen»

In Kálmáns «Die Zirkusprinzessin», der diesjährigen Produktion der Operettenbühne Bremgarten AG (Schweiz), debütierte die junge österreichische Sopranistin Anna Gitschthaler als Fedora. Jan Krobot traf die vielseitig engagierte Sängerin anlässlich der Proben zu Donizettis «Don Gregorio», wo sie die Gilda Tallemanni gibt.

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Foto © Shirley Suarez

Geboren im steiermärkischen Oberwölz, besuchte Anna Gitschthaler die Schulen in ihrem Heimatort. Erster Kontakt zur aktiven Musik war für sie, die immer gern gesungen und getanzt hat, das Querflötenspiel, die Blasmusik im Ort und die Theaterrunde im nahen Murau. Besonderen Spass bereitete ihr (und vielen anderen Jugendlichen) das Mitsingen im Chor der Theaterrunde. Als Gitschthaler vierzehn war, meldete ihre Mutter sie zum Gesangsunterricht an. So lernte sie ihre Stimme auf eine andere Art kennen und hat bald gemerkt, dass ihre Stimme hier mehr im klassischen Gesang als im Pop zu Hause ist. Nach dem sie im Konzert der Gesangsschüler eine Arie aus «Cosi fan tutte» singen durfte, stellte sie fest, dass das Konzert nicht nur dem Publikum, sondern auch ihr selbst gefallen hatte. Inspiriert von ihrer Gesangslehrerin hatte sie weitergesucht: «Wo find ich jemand, wo will mich wer?» Als sich herauskristallisierte, dass ihr Lebensweg in die Schweiz führen wird, hat sie die Aufnahmeprüfung an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) absolviert und bestanden. So erhielt Anna Gitschthaler ihre Ausbildung, die sie mit Auszeichnung abschloss, an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) bei Yvonne Naef sowie in «diemasterclass Zürich» bei Sandra Trattnigg. So kann sie nun ihren Traum leben. Es fasziniert sie, mit dem eigenen Körper so klingen zu können, dass man eine riesengrosse Halle damit füllen kann…

Weiterlesen unter https://onlinemerker.com/gespraech-mit-anna-gitschthaler-anlaesslich-der-proben-zu-don-gregorio-jeder-hat-das-potential-oper-zu-moegen/
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Leipzig: Meisterkurs Gesang. Bewerbungsfrist 2. März 2026

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Die Deutsche Oper am Rhein trauert um Hans van Manen

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Hans van Manen. Foto: Andreas Endermann

Mit Hans van Manen, der am 17. Dezember 2025 im Alter von 93 Jahren in Amsterdam gestorben ist, verliert die Ballettwelt einen ihrer bedeutendsten Choreographen. Hans van Manen war dem Ballett am Rhein über mehr als ein halbes Jahrhundert lang künstlerisch eng verbunden, seit er im Mai 1971 vom damaligen Ballettdirektor Erich Walter erstmals an die Deutsche Oper am Rhein eingeladen wurde. Mit der Uraufführung „Keep Going“ schuf er für die Compagnie seinerzeit sein erstes Ballett außerhalb der Niederlande. 24 seiner mehr als 150 Choreographien kamen in den vergangenen 50 Jahren auf die Bühnen des Opernhauses Düsseldorf und des Theaters Duisburg. Diese außerordentliche Verbundenheit hat die Deutsche Oper am Rhein anlässlich seines 50-jährigen Bühnenjubiläums im November 2021 mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft gewürdigt.

Die Werke Hans van Manens haben die Ballettwelt und das Ballettpublikum nachhaltig geprägt und sind für das Ballett am Rhein integraler Bestandteil des Repertoires. Alle Ballettdirektoren seit Erich Walter haben Stücke von ihm mit der Compagnie präsentiert, darunter zwei Uraufführungen und zwei deutsche Erstaufführungen. Besonders regelmäßig war Hans van Manen während der Ballettdirektion von Martin Schläpfer im Programm vertreten – das Stück „Alltag“ choreographierte er 2014 für Schläpfer selbst, der dafür an der Seite von Marlúcia do Amaral als Tänzer auf der Bühne stand. Auch in dieser Spielzeit kommt mit „Four Schumann Pieces“ im Rahmen des Ballettabends „Signaturen“ eines der Werke von Hans van Manen zur Aufführung.

Der „Meister der kurzen Form“ war vor allem ein Meister der Verdichtung, der in einer Viertelstunde die ganze Bandbreite menschlicher Beziehungen ausloten konnte, mit großer Musikalität, Humor, Lässigkeit und scheinbar müheloser Eleganz bei gleichzeitig höchsten technischen Ansprüchen.

Die Deutsche Oper am Rhein und das Ballett am Rhein sind unendlich dankbar dafür, dass Hans van Manen uns über eine so lange Zeit künstlerisch und freundschaftlich verbunden war und so viele unvergessliche Ballettabende geschenkt hat. Alle, die das Glück hatten, mit ihm arbeiten zu dürfen, werden seine künstlerische Genialität, seine außerordentliche Integrität und Ehrlichkeit, seine unprätentiöse Art, seinen humorvollen Pragmatismus und seine große Herzlichkeit immer in Erinnerung behalten.

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WIEN/ Kabinetttheater: Hugo BALL „KRIPPENSPIEL“

Concert bruitiste zum 29. Mal
Aufführung vom 18.12.2025
Aufführungsserie 11.12.-23.12.2025, alle Vorstellungen ausverkauft

Es lohnt sich nach Restkarten zu fragen!
Ein wahrer Publikumshit mit einem treuen Stammpublikum!

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Foto: Armin Bardel

Hugo Balls im Mai 1916 im Zürcher Cabaret Voltaire als „bruitistisches Konzert” uraufgeführtes Krippenspiel wird im Kabinetttheater seit 29 Jahren in der Vorweihnachtszeit im Wiener Alsergrund gespielt. Wie jedes Jahr wird der Bratapfel, der die Vorstellungen duftend begleitet, nach der Vorstellung serviert.

Spiel: Katarina Csanyiova, Tanja Ghetta, Walter Kukla
Bruit: Anna Clare Hauf
Technik: Kolja Meierhofer
Regie: Julia Reichert

Julia Reichert, die Gründerin und Prinzipalin des Kabinetttheaters, ist am 29. Oktober 2024 verstorben. Ihrem Wunsch gemäß führt das Team des Kabinetttheaters ihr Herzensprojekt mit großem Engagement weiter.

Bei der Uraufführung am 31. Mai 1916 im Cabaret Voltaire in Zürich waren Hans Arp, Hugo Ball, Emmy Hennings, Marcel Janco, Marietta di Monaco und Tristan Tzara die Akteure, in Wien sind Katarina Csanyiova, Tanja Ghetta und Walter Kukla
die Figurenspieler im Hintergrund. Die Bruitistin Anna Clare Hauf agiert vor Publikum und überrascht, wie sie eine ganz besondere Klangwelt erzeugt, mithilfe der eigenen Stimme und vieler Gegenstände aus dem täglichen Leben und begleitet am präparierten Klavier. Sie folgt der Laut-Partitur von Hugo Ball in Geräuschen, in dadaistischen Gedichten und unterschiedlichen Stimmen.

Das Krippenspiel gliedert sich in sieben Bilder: Stille Nacht / Der Stall / Die Erscheinung des Engels und des Sterns / Die Verkündigung / Die heiligen drei Könige / Ankunft am Stalle / Die Prophezeiung

Während der Inhalt der ersten sechs Bilder Christen wohlbekannt ist, ist das VII. Bild „Die Prophezeiung“ wahrscheinlich für manche im Publikum ein wenig überraschend:

Plötzliche Hammerschläge. Nageln. Rattern. Klappern.

Zurufe der Knechte: He hollah! he hollah! he hollah!

Zymbeln, Pfeifen, Johlen, Volksmenge Bellen.

Die Pharisäer: Rabata, rabata, rabata, rabata, sallada, salada, sallada, sallada, sallada, sallada, sallada, rabata bumm, rabata bumm, rabata bumm, rabata bumm.

Die heiligen drei Könige: oh oho oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh (sehr schmerzlich)

Esel und Öchslein (sehr schmerzlich): Muh iahh, muhhhhh, iahhhhh, muhhh.

Lamm: bähhhhhhh, bähhhhhhhhh, bähhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh!

Klagelaute der Maria: Ahhhhhhhhh, ahhhhhhhhhh, ahhhhhhhhhhhhhhhhh!

Glocken und Glöckchen: Bim bam bum, bim bam, bum, bim bam, bum. Gong gong.

Nageln: – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

Und da er ward gekreuzigt
Da floß viel warmes Blut.

Text übernommen aus: www.projekt-gutenberg.org/ball/krippen/krippen.html

Großer Applaus am Ende des Krippenspiels nach rund 60 Minuten, bevor der kulinarische Teil des Abends beginnt.

Elisabeth Dietrich-Schulz

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Wien/ Arnold Schönberg-Center. Karten über „Verbund“

Zum Selbstbestellen

Telefonische Anmeldung mit dem Code „Verbund Blauensteiner“: Telefon 01/712 18 88
Arnold Schönberg Center, Zaunergasse 1 – 3, 1030 Wien
Telefon 01/712 18 88, office@schoenberg.at, www.schoenberg.at

Veranstaltungen Januar 2026

DI, 13. Januar 2026, 18.30h | € 9
Mosaik am Klavier. René Staar zum 75. Geburtstag
Kaori Nishii, Johannes Piirto und Milica Zakić Klavier
Hartmut Krones und René Staar Gespräch

Arnold SCHÖNBERG Sechs kleine Klavierstücke op. 19
Fünf Klavierstücke op. 23; Klavierstücke op. 33 a und 33 b
René STAAR Structures II op. 7/2; aus Balkanmosaïk op. 26 I, bis, c (UA); Monsieur Moderne op. 14/13; 5mal5 kurze Intermezzi Heft II op. 22j (UA); Bagatellen auf den Namen György Ligeti op. 14/3a; aus Un journal d’impromptus op. 22q sexies (UA)
Drei Pianist:innen entwickeln einen musikalischen Gesamtentwurf zweier Zeitalter und zweier Komponisten, deren Lebenszeit sich über wenige Wochen im Jahr 1951 überschneidet. Für beide spielte die Klaviermusik an Wendepunkten ihres Schaffens eine entscheidende Rolle – Schönbergs Opus 19 an der Schwelle zur freien Atonalität, sein Opus 23 am Beginn der Reihentechnik. Ein großer Überblick über das Klavierwerk René Staars von seinem ersten gültigen Klavierstück aus dem Jahr 1981 bis zum noch unvollendeten Impromptu-Zyklus zeigt, wie diese durchaus unterschiedlichen Tonschöpfer in ihrer Neugier auf harmonische Komplexität und Stimmführung zusammenfinden.

SO, 25. Januar 2026, 11.00h | Eintritt frei
Abschlusskonzert der 6. Komponierwerkstatt für junge Komponist:innen (12–18 Jahre)
Cornelia Horak Sopran | Günter Haumer Bariton
Stefan Neubauer Klarinette | Clara Sophia Murnig Klavier
Helmut Schmidinger Leitung der Komponierwerkstatt, Moderation
Uraufführungen der Teilnehmenden der Komponierwerkstatt: Emily Louise BEAUCHAMP, Jannis BLUUM, Leonard Christopher BRANDT, Pinyi FAN, Luan Seraphim LEONARDI, Nelson ZHANG
Arnold SCHÖNBERG aus Brettl-Lieder
Das Konzert präsentiert die Uraufführungen jener Werke, die im Rahmen der Komponierwerkstatt entstanden sind. Sechs junge Komponist:innen haben sich im Dialog untereinander und mit den Musiker:innen in Gruppen- und Einzelarbeitsphasen mit ihrer eigenen Musiksprache beschäftigt und dabei umformuliert, gekürzt, ergänzt und verworfen. Wie immer bei Uraufführungen wissen wir nicht, was das Publikum erwartet – aber genau das ist das Spannende. Seien Sie dabei, wenn diese junge Musik das Licht der Welt erblickt.

MI, 28. Januar 2026, 18.30h | € 9
An die Hoffnung
Ineo Quartet
Liuba Kalmykova und Nadia Kalmykova, Violine | Sarah Maria Dragović, Viola
Constantin Siepermann, Violoncello

Richard DÜNSER 3. Streichquartett »… und stille, den Schatten gleich …«; canta en el viento frío für Streichtrio
Joseph HAYDN Streichquartett Es-Dur op. 33/2
Arnold SCHÖNBERG  Streichquartett Nr. 3 op. 30
Lyrik spielt eine wichtige Rolle im Schaffen von Richard Dünser. Sein Streichquartett zitiert eine Zeile aus Friedrich Hölderlins »An die Hoffnung«, das Streichtrio – übersetzt »singe im eisigen Wind« – ist von einem Gedicht Pablo Nerudas inspiriert.
Neben diesen atmosphärisch dichten Klanglandschaften bildet Joseph Haydns »Scherz«-Quartett einen heiteren Gegenpol. Komplettiert wird der Abend mit Schönbergs gewichtigem Opus 30, einem Markstein der Gattungsgeschichte im 20. Jahrhundert.
Im Rahmen des Konzerts wird Richard Dünsers neue CD »… und stille, den Schatten gleich …« mit dem Ineo Quartet vorgestellt.

Freundliche Grüße
Anneliese Blauensteiner
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