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INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 18. JULI 2026)

18.07.2026 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 18. JULI 2026

LINZ/ Klassik am Dom: Jazzig – spanisch – klassisch – so vielfältig klang es unter den Domtürmen

Von Erwin Schrott lieben alle alles in „Klassik am Dom“ – ein beglückendes Wiedersehen

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Die eingespielte Linzer Konzertreihe „Klassik am Dom“ versteht sich längst nicht mehr als eine rein klassische sommerliche Musikreihe. Der Begriff ist nicht eng gefasst, überhaupt wenn multiberühmte Künstler von den Veranstaltern engagiert werden. Freilich ist es nicht leicht, die richtige Wahl zu treffen. Einen Erwin Schrott findet man nicht jeden Tag auf der internationalen Konzertplatte. Der 53jährige Bassbariton schenkte am Donnerstag, dem 16. Juli 2026, der Stadt Linz bereits zum dritten Male einen künstlerisch unbeschreiblich beschwingten Abend seiner Gesangskunst auf mehrerer Ebenen. Wer davon wusste, versäumte das Wiedersehen nach seinem Gastspiel 2024 und 2017 auf keinen Fall. Wenngleich einige Sitzplätze auf dem riesigen Publikumsareal unter den Domtürmen unbesetzt geblieben sind. Für diesmal brachte er nicht nur seine eigene Band mit, übrigens von absolut hochkarätiger Qualität, sondern auch ein brandneues Programm mit dem Titel „Havana Nocturna“ extra für Linz selbst komponiert und abwechslungsreich zusammengestellt. Man tat sich schwer mit dem Beginn der Vortragsfolge, genauso schwer auch mit dem Abschied, der zugabenverdächtig mit der Überreichung eines Blumenstraußes etwa um 22.30 Uhr endete. Groß war die Vielfalt der dargebrachten Musik aus der goldenen Ära Montevideos, die Schrott mit ehrwürdiger Geste seiner Heimat inbrünstig, mit körperlicher wie geistiger Hingabe widmete, denn seine Liebe zu den Menschen und Klängen reicht über seine eigentliche Abstammung hinaus. Daher der weltumspannende Horizont seines eigenen Lebens. Die Familie von Schrotts Vater hat österreichisch-deutsche Wurzeln, die Familie seiner Mutter stammt aus Spanien. Er selbst wuchs als Arbeiterkind in Montevideo auf, der Hauptstadt Uruguays. An diesem Abend entschied er sich nicht nur in der Musik, sondern auch in seinen Erzählungen über die Werke für die für viele zu wenig beherrschte spanische Sprache. Aber alles Fehlende ersetzte die kubanische Musik aus der Goldenen Ära mit Werken von den 1930er bis 1950er Jahren. Und für alles entschädigte die perfekt ausgebildete Opernstimme des sympathischen Weltstars. Welcher Sänger kennt und kann schon Jazz und Klassik ebenbürtig gestalten? Schrott lebte in der Welt der Havanas auf und ließ das Land erleben. Ein Land, an dem nachts Theater und Tanzsäle von Klängen erfüllt sind, voll von Big Bands, wo der Bolero seine eigene Stimme hat und sich auf natürliche Art Afroweisen mit Jazzschwüngen verbinden. Das ließ das disziplinierte Publikum immer wieder vom Sitz aufspringen und unter standing ovations mitschwingen.

Auch die humorvollen spanischen Einwürfe des Weltstars, ahnte man sie auch nur, fanden viel Gefallen. Der betörende Klang seiner Stimme, seine omnipotente Bühnenpräsenz, alle Geheimnisse gestalterischer Ausdrucksmittel, insgesamt alle diese Fähigkeiten sind das Faszinosum Erwin Schrott. Er begleitete uns bis nach Hause. Vielleicht hat so mancher als eine Geste an die Opernliebhaber auf eine Arie zum Abschluss gewartet, so wie ich… In Linz war und ist er gerne zu Gast. Wir freuen uns auf das nächste Mal mit ihm.

 Georgina Szeless

Kulturjournalistin

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Marianne Kopatz Kulturhaus, in Bad Aussee! Das „Lohengrin-Projekt

Sehr geehrtes Publikum der Bluatschwitzblackbox!

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Am 25.07. ist es so weit und wir zeigen unser letztes Stück hier im Marianne Kopatz Kulturhaus, in Bad Aussee! 
Warum haben wir uns für die Geschichte des LOHENGRIN entschieden und es in ein Stück DAS LOHENGRIN PROJEKT adaptiert, in ein Stück über das Theater im Theater? Im Lohengrin geht es um Glauben und Wissen in unserer Inszenierung geht es um die Massensuggestion, die Elsa auslöst… und unter dieser Massensuggestion leidet unsere Welt! Vielleicht gibt es ein kollektives Erwachen? Wir müssen uns auf uns selbst verlassen! Lasst uns gemeinsam das Geheimnis der Kunst ergründen.
Wir freuen uns mit unserem Publikum diese letzte Veranstaltungsreihe zu feiern!
Mit herzlichen Grüßen,
Ines Kratzmueller und Jürgen Kaizik
für das Bluatschwitzblackbox-Team

Fassung und Regie: Jürgen Kaizik
Musik: Peter Kaizar
Elsa/Ortrud: Ines Kratzmueller
Friedrich/Ortrud: Mathias Kahler-Polagnoli
Lohengrin on Screen: Georg Braune
König: Jürgen Kaizik

PREMIERE am 25.7.
weitere Vorstellungen am 1.8., 8.8., 15.8. 
Beginn: 19 Uhr im Marianne Kopatz Kulturhaus, Schießstattstr. 156, 8990 Bad Aussee

Ticket-Reservierungen unter: +43 699 170 898 66 oder theater@bluatschwitzblackbox.eu

Alle Veranstaltungen finden im MARIANNE KOPATZ KULTURHAUS, Schießstattstraße 156, Eselsbach, Bad Aussee statt.
(Parkplätze für Gäste der BBB befinden sich vor dem Fussballtrainingsplatz – bitte nur diese zu verwenden!)

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ST.PÖLTEN / SommerTheaterPark. 12.07.2926: „RAINER & FRIENDS“. – Ballettgala mit internationalen Gästen und jungen Talenten

Im Rahmen von „SommerTheaterPark“ gab es als besonderes Highlight eine Neuauflage der Ballettgala „Rainer & Friends“: wie bereits im Vorjahr brachte Rainer Krenstetter, Wiener Tänzer mit internationaler Ballettkarriere – er war u.a. Erster Solotänzer beim Staatsballett Berlin und im Miami City Ballet – seine Veranstaltung nach St.Pölten. Machte im Vorjahr das wechselhafte Wetter mit Wolkenbruch und Gewitter die Verlegung der Vorstellung ins neben der Freiluftbühne gelegene Kulturhaus Wagram nötig, so schickte diesmal der Wettergott einen lauen Sommerabend, sodass trotz wolkenverhangenem Himmel der Ballettabend wie geplant als Open Air-Event stattfinden konnte.

Schon während seiner aktiven Zeit als Tänzer hat sich Rainer Krenstetter stark in der Förderung von Ballettnachwuchs engagiert, indem er seine Erfahrung gern an den Ballettnachwuchs weitergibt und an vielen Orten weltweit unterrichtet. Seit mittlerweile 13 Jahren arbeitet er mit Michael Fichtenbaum und dem Europaballett St.Pölten zusammen. Rainer Krenstetter gibt hier gern im Sommer bei den dortigen Ballettworkshops als einer der Pädagogen Training; auch heuer war er wieder beim „Dance Flash“ Teil des Teams. Die rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieses Sommerworkshops durften dann auch bei der Gala ihr Können zeigen. 

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Die jungen Tanztalente vom Dance Flash-Workshop im peppigen Jazztanz (© Europaballett / W. Mayer)

Nach der Begrüßung durch Anastasia Irmiyaeva, der künstlerischen Leiterin von „SommerTheaterPark“, startete der Abend mit einer Choreografie von Rainer Krenstetter als Opening passend für alle unterschiedlichen Altersgruppen der Mitwirkenden im Dance Flash zu Marschmusik, u.a. von John Philip Sousa, am Klavier begleitet von Noriko Kawase Schmidt. Die jungen Talente tanzten dann noch eine flotte Tarantella (Choreografie: Kristina Krylova). Als Beispiele für unterschiedliche Tanzstile gab es die zeitgenössische Kreation „It Must Have Been Love“ von Florient Cador zum bekannten Song von Alex Goot und Andie Case sowie das dynamisch getanzte Jazz-Stück „What is Jazz“ von Artur Kolmakov (Musik: Club de Belugas) für die jungen Teilnehmenden vom Dance Flash-Workshop.

In seinen kurzen Ansprachen hat Rainer Krenstetter erläutert, warum er für diesen Anlass von „Rainer & Friends“ für sich drei ganz besondere Piecen ausgewählt hat: er tanzte das von Renato Zanella für ihn kreierte Solo „Barocco“ zu Musik von Georg Friedrich Händel. Vor 15 Jahren in St.Pölten uraufgeführt, hat Rainer Krenstetter das Stück seinem Vater, dem ehemaligen Staatsopernballetttänzer Gottfried Krenstetter gewidmet, der damals trotz seiner schweren Erkrankung noch in der Vorstellung sein konnte – entsprechend emotional war für Rainer Krenstetter dieser Auftritt jetzt erneut. Durch sein Engagement im Miami City Ballet, in dem vor allem Werke von George Balanchine im Repertoire sind und wo dieser besondere Stil des neoklassischen Balletts große Tradition hat, war es Rainer Krenstetter ein großes Anliegen, bei dieser Gala nun einen Ausschnitt aus der Choreografie zu tanzen, mit der er sich vor vier Jahren in Miami von seinem dortigen Publikum verabschiedet hat, um nun als Pädagoge, Trainingsleiter und Tänzer überall tätig sein zu können. Mit Emily Bromberg, die damals im Miami City Ballet seine Partnerin war, tanzte er stilvoll den Pas de deux aus „Diamonds“ aus „Jewels“ von George Balanchine © The Balanchine Trust. Eine persönliche Premiere gab es für ihn mit dem letzten Beitrag im Programm: „Le Parc“ von Angelin Preljocaj kannte er aus seiner Zeit im Berliner Staatsballett, hat es dort aber nie getanzt. Ähnlich wie bei Balanchine-Kreationen muss auch hier die Aufführung genehmigt sein und so kam Claudia De Smet für vier Tage zur Einstudierung vom Pas de deux aus dem zweiten Teil dieses Ballettes zu Musik von Wolfgang Amadeus Mozart: gefühlvoll interpretiert und sensibel getanzt – so begeisterten Emily Bromberg und Rainer Krenstetter durch ihre Bühnenpräsenz das Publikum.  

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Emily Bromberg und Rainer Krenstetter im Pas de deux aus „Le Parc“ (© Europaballett / W. Mayer)

Aber auch die internationalen Gäste reüssierten mit ihren Auftritten. 

Olga Chelpanová (Slovak National Theatre), Nina Fernandes (Czech National Ballet) und Kleber Rebello (Ballet du Capitole de Toulouse) überzeugten im mit Verve getanzten Pas de trois aus “Paquita“ (Musik: Ludwig Minkus; Choreografie: Joseph Mazilier); drei weitere Variationen aus diesem Ballett wurden von den jungen Talenten Rino Kawanishi, Valeria Tisanova und Maho Ogawa gezeigt.

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Nina Fernandes, Kleber Rebello und Olga Chelpanová im Pas de trois aus „Paquita“ (© Europaballett / W. Mayer)

Während Olga Chelpanová und Kleber Rebello noch mit einem mitreißend dargebotenen Pas de deux aus „Die Flammen von Paris“ (Choreografie: Vasily Vainonen; Musik: Boris Asafjew) sehr gefielen, überzeugte Nina Fernandes als fragiles Vogelwesen, das sein Leben aushaucht mit dem bekannten klassischen Solo „Der Sterbende Schwan“ in der Choreografie von Michail Fokine zur Komposition von Camille Saint-Saëns, feinfühlig am Klavier von Elzbieta Wiedner-Zajac intoniert.

Nina Noč und Kenta Yamamoto – beide vom Slovenian National Ballet – gefielen außerordentlich gut mit dem innig getanzten Duett aus „Dr Zhivago“ in der Choreografie von Jiři Bubenicek zu Musik von Dmitri Schostakowitsch sowie dem harmonisch dargebotenen Adagio aus „Le Corsaire“ (Musik: Léo Delibes, Choreografie: José Carlos Martinez). Zwei Variationen aus diesem beliebten Klassiker tanzten hier Anita Porelli und Jozefina Andela Špicková.

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Nina Noč und Kenta Yamamoto im Duett aus „Dr Zhivago“ (© Europaballett / W. Mayer)

Natürlich durfte auch ein Auftritt vom Europaballett St.Pölten nicht fehlen: die Compagnie der niederösterreichischen Landeshauptstadt reüssierte mit „Adiemus“ von Michael Kropf zur Musik von Karl Jenkins

Das Publikum war vom Dargebotenem sehr angetan und spendete den jungen Talenten und den arrivierten internationalen Gästen reichlich Beifall – die zweite Gala „Rainer & Friends“ war wieder ein voller Erfolg und man darf sich bereits auf den kommenden Galaabend 2027 freuen.

Ira Werbowsky

 

 

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