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INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 16. MAI 2026)

16.05.2026 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 16. MAI 2026)

HEUTE Wiener Volksoper: ESC Finale – Public Viewing

Gemeinsam jubeln und feiern!

Keine Tickets für das Finale ergattert?
Die Volksoper lädt zum Public Viewing in ihren wunderschönen Zuschauerraum. Gemeinsam heißt es: jubeln, mitfiebern, feiern! Wo ließe sich das besser tun als vor einer großen Leinwand, mit toller Sound-Anlage? Unsere Theater-Buffets haben natürlich geöffnet, holen Sie sich also ein Getränk und tauschen Sie sich in unseren Foyers und Wandelgängen über ihr Lieblingslied, über bizarre Auftritte und exzentrische Bühneshows, über berührende Momente und ihre Favoriten aus. Gemeinsam lässt sich „United by Music“ noch besser genießen! 

Damit der Abend für alle Beteiligten ein großartiges Erlebnis wird, haben wir hier die wichtigsten Infos für Sie zusammengestellt:

  • No bag policy: Bitte kommen Sie ohne Rucksäcke und (Hand-)taschen.
    Die Garderobe ist an diesem Abend kostenlos.
  • Es dürfen keine Speisen und Getränke mitgebracht werden.
    Doch keine Sorge: Wir denken auch an ihre kulinarischen Bedürfnisse! Vor Ort stehen Ihnen unsere Buffets wie gewohnt zur Verfügung. Die dort gekauften Getränke und Speisen können auch in den Saal mitgenommen werden, Sie können sich nach ausgiebigem Jubel also mit frischen Getränken stärken.
  • Und wenn Sie einmal eine kleine Auszeit benötigen: Selbstverständlich können Sie den Saal während des Live-Streams jederzeit verlassen und wieder betreten.

Wir freuen uns, gemeinsam mit Ihnen zu feiern, denn das ESC-Motto „United by music“ gilt in der Volksoper an 300 Abenden pro Jahr.

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Tiflis/ Georgien: Paata Burchuladse zu 7 Jahre Haft verurteilt.

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Paata Burchuladze Sentenced to Seven Years in Prison Following Election Day Protest in Georgia. Learn more on OperaWire.

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ZU INSTAGRAM

Internationale Opernhäuser setzen sich für georgischen Sänger ein
Er trat in der Metropolitan-Opera in New York und der Mailänder Scala auf, jetzt sitzt der Opernsänger Paata Burtschuladse in einem georgischen Gefängnis, weil er sich für Demokratie in seinem Heimatland eingesetzt hat. Das britische Royal Opera House und die belgische Nationaloper La Monnaie haben die jeweiligen Regierungen aufgefordert, sich für den Bass-Sänger einzusetzen. Es sei offensichtlich, dass Burtschuladse kein faires Verfahren bekommen habe. Die britische Zeitung „The Guardian“ berichtet darüber. Der Bassist setzt sich schon lange für die Demokratiebewegung in Georgien ein und sang häufiger bei Demonstrationen. Im vergangenen Herbst wurde er verhaftet, nachdem er die Regierung als illegitim bezeichnet hatte. In der vergangenen Woche wurde der 71-jährige zu einer siebenjährigen Haftstrafe veurteilt.
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Auszug aus NEWS/ Heinz Sichrovsky/ Newsletter

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­16 Millionen vom ORF
­Wissen Sie, was obszön ist? Die Summe von fast 40 Millionen, die der ORF und die Stadt Wien für den Song Contest (ESC) aufwenden. Eine künstlerisch wertlose, in den Gully politisierte Höchstrisikoveranstaltung ist das, deren israelische Teilnehmer dafür missbraucht werden, sich durch Serienboykotte demütigen zu lassen und dafür einen antisemitischen Schreipöbel zu erdulden.

Um nun mit dem ORF zu beginnen: Er könnte seine 16 Millionen gut anderswo gebrauchen, selbst wenn man davon absieht, dass ihm nächstens vielleicht 70 Millionen von der Regierung entzogen werden. Es dauerte Wochen, bis der neue Kunst- und Medienminister Babler das beschämende Feilschen um den Bestand des Radiosymphonieorchesters wenigstens bis 2029 ausgesetzt hatte (was im Lichte der jüngsten Verwerfungen bald auch schon wieder Makulatur sein kann). Mit den 16 Millionen jedenfalls könnte man den hoch spezialisierten, international renommierten Klangkörper beinahe zwei weitere Jahre erhalten.
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 22 Millionen von der Stadt
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Die klamme Stadt zahlt 22 Millionen zu und sperrt zeitgleich dem Theater an der Wien die Zweitbühne in der Kammeroper. Keine Spur weniger skandalös ist die Quasi-Liquidierung des Wiener Schauspielhauses, in dem seit 1978 Kapazunder wie Hans Gratzer, George Tabori, Barrie Kosky und Andreas Beck Geschichte geschrieben haben: Die als Findungskommission kostümierte Entourage der Kulturstadträtin hat es in einem Willkürakt mit dem vier Bezirke entfernten THEATA in der Gumpendorferstraße fusioniert. Unter gemeinsamer, der Politikerin nahestehender Leitung darf das Schauspielhaus somit als künstlerisch totgespart gelten. Das erfolgreiche Kollektiv, das jetzt gehen muss, fragt sich mit Grund, was es falsch gemacht hat.

Um nun zu Babler und zum Bund zurückzukehren: Allen künstlerischen Freiberuflern wird die minimale Zuverdienstmöglichkeit zur Arbeitslosenunterstützung entzogen. Wollen sie sich nicht selbst dem Prekariat überantworten, haben sie somit Berufsverbot. Zur Revision dieser Schändlichkeit konnte Babler die eigene Sozialministerin nicht bewegen. Dafür bescheinigte er dem Song Contest in einer Ansprache „Kraft durch Freude“. Ich weiß schon, er hat mit Hitlers KdF-Bewegung nichts an der Lenin-Kappe. Aber die Damen und Herren Randalierer, deren Plaisir mit 22 Millionen subventioniert wird, haben wieder was gelernt.

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WIEN/ VOLKSOPER: Nächste Premiere „HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN“ am 7.6.2026

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Hoffmanns Erzählungen
Fantastische Oper von Jacques Offenbach
Premiere am 7. Juni 2026

Zwischen Liebe und Kunst, Erinnerung und Imagination: Nach dem großen Erfolg in Strasbourg und Paris feiert Lotte de Beers Inszenierung von Hoffmanns Erzählungen nun am 7. Juni 2026 Premiere an der Volksoper Wien. Im Zentrum steht der Dichter Hoffmann, der zwischen unerfüllter Liebe und künstlerischer Berufung hin- und hergerissen ist, während seine Muse ihn zurück zur Kunst führen will. Am Pult steht der international gefeierte Dirigent Emmanuel Villaume. Attilio Glaser singt die Titelrolle des Hoffmann, Wallis Giunta verkörpert die Muse.
Koproduktion mit der Opéra National du Rhin, dem Théâtre National de l‘Opéra-Comique und der Opéra de Reims.

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 Lotte de Beers Inszenierung von Hoffmanns Erzählungen an der Opéra national du Rhin © Klara Beck

„DER MANN IST NICHT MEHR, WERDE ALS DICHTER WIEDERGEBOREN!“

Der Dichter Hoffmann sitzt in einem Lokal und denkt an seine Geliebte Stella, die im nahegelegenen Opernhaus gerade in Mozarts Don Giovanni brilliert. An seiner Seite: Nicklausse. Doch der Freund ist eigentlich die verkleidete Muse, und diese hat nur ein Ziel: Hoffmann von der unglücklichen Liebe ab- und zurück zur Kunst bringen. In Hoffmanns Kopf beginnt es zu arbeiten und Erinnerungen kehren zurück. Erinnerungen an drei Frauen, die er einst liebte, und die ihm angeblich durch böse Kräfte geraubt wurden: Olympia, Antonia und Giulietta. Der Dichter beginnt, das zu tun, was seine Aufgabe ist: erzählen! 

„ Hoffmanns Erzählungen ist eigentlich kein Stück, Offenbach konnte es nicht vollenden, darum haben wir es mit einem großen Haufen an Material zu tun. Man muss immer einen roten Faden finden: Wer ist unser Hoffmann? Die drei weiblichen Hauptfiguren, von denen er erzählt, sind nur Projektionen seines Geistes – doch es gibt noch eine andere Frau, die ich sehr spannend finde: die Muse! Zwischen den beiden entspinnt sich eine Auseinandersetzung zwischen Kunst und Künstler.“ (Lotte de Beer)

Für die Inszenierung von Lotte de Beer hat Peter te Nuyl eine Fassung erstellt, in der die Muse in einen Dialog mit Hoffmann tritt, ihn herausfordert, mit sich und seiner Künstlerseele konfrontiert und darauf abzielt, das Beste im Dichter hervorzubringen. Die poetische Aufführung in den wandelbaren Bühnenbildern von Christof Hetzer wurde in Strasbourg und Paris mit großer Begeisterung aufgenommen und ist nun an der Volksoper zu erleben.

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 IPG- Internationale Ihnaz Joseph Pleyl-Gesellschaft in Ruppersthal /NÖ. Konzert am Sonntag, 17. Mai 2026

NEU: DAS IGNAZ PLEYEL STREICHTRIO
 Herzlich willkommen zur 645. Veranstaltung der Internationale Ignaz J. Pleyel Gesellschaft IPG

Konzert am Sonntag, dem 17.05.2026 um 17:00 Uhr im Bentonsaal des Pleyel Kulturzentrums
Ehrenschutz von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner
und Landeshauptmann a.D. Dr. Erwin Pröll

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KÜNSTLERINNEN UND KÜNSTLER:
 
Lukas Medlam, Violine 
Stephanie Drach, Viola 
Tristan Feichtner, Violoncello
 
PROGRAMM:
 Ignaz Joseph Pleyel (1757 Ruppersthal – 1831 Paris) Streichtrio für Violine, Viola und Violoncello in Es-Dur, 1787, Ben. 401 – Allegro, – Rondo
 
Ignaz Joseph Pleyel (1757 Ruppersthal – 1831 Paris) Streichtrio für Violine, Viola und Violoncello in D-Dur, 1787, Ben. 402 – Allegro, – Rondeau. Allegretto
 
PAUSE
 
Im Mozart Jahr geben wir für Sie: Wolfgang Amadé Mozart (1756 – 1791) Divertimento für Streichtrio in Es-Dur, 1788, KV 563
1. Allegro
2. Adagio
3. Menuetto. Allegretto – Trio
4. Andante
5. Menuetto. Allegretto – Trio I / II
6. Allegro
 
Zugabe; Änderungen sind der IPG vorbehalten!
 Wir wünschen Ihnen schöne Stunden im Geburtsort Pleyels und freuen uns schon auf Ihren Besuch!
Ihre IPG

Kostenlose Abholung! Seit unserem Konzert am So, dem 2.4.2023 bieten wir unseren Pleyel Verehrerinnen und Verehrern bei KONZERTEN & MATINEEN eine kostenlose Abholung/Rückführung ab 3 Personen vom/zum Bahnhof in Großweikersdorf an. Sie rufen 0664/8338330, und wir zahlen. Siehe www.pleyel.at, Ihre IPG
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Leipzig/ Musikalische Komödie: Das Publikum plant Spielzeit mit

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Foto: Tom Schulze

Die Musikalische Komödie Leipzig beteiligt ihr Publikum an der Repertoireauswahl

Die Theaterspielpläne der nächsten Saison sind veröffentlicht und die Spielpläne 2027/28 in Vorbereitung. Erstmalig plant die Musikalische Komödie Leipzig das Repertoire für die übernächste Saison zusammen mit ihrem Publikum und hat dazu eine Umfrage veröffentlicht. Fünf Favoriten können aus den Genres Operette, Musical, Spieloper, Ballett, Konzert und Kinderoper ausgewählt werden. Die Musikalische Komödie gehört zur Oper Leipzig und ist eine der in Europa seltenen Spezialspielstätten mit dem Unterhaltungsschwerpunkt Operette und Musical. Torsten Rose, Direktor der Musikalischen Komödie, weiß das Feedback des Publikums zu schätzen: »Wir haben ein sehr engagiertes Publikum, das sehr interessiert und meinungsstark unser Programm begleitet und wertschätzt. Ich bin sehr gespannt auf die Abstimmung. Machen Sie mit und gestalten Sie unser Programm noch gezielter nach Ihren Wünschen!«

Die Befragung findet vor Ort in der Musikalischen Komödie statt oder ist online zu erreichen unter www.oper-leipzig.de/publikumsbefragung. 36 Möglichkeiten stehen zur Auswahl und reichen von der »Csárdásfürstin« über »Zar und Zimmermann« oder »Addams Family« bis hin zum Ballett »Alice im Wunderland« oder dem Märchen »Das hässliche Entlein« für die Kleinsten.

Die Abstimmung über die Publikumsfavoriten läuft bis zum 14.Juni. 

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ROM/Teatro dell’Opera : ROMÉO ET JULIETTE – Neuinszenierung 

Der Schatten des Todes

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Copyright: Fabrizio Sansoni

Die Neuinszenierung von Charles Gounods „Roméo et Juliette“ durch Luca de Fusco am schönen Teatro dell’Opera in Rom war in erster Linie von einer Todesahnung der zwischen beiden Geschlechtern der Capuleti und Montecchi unlösbaren Konflikten gekennzeichnet, dem die beiden jungen Liebenden Roméo und Juliette zum Opfer fallen. Die Bühnenbilder von Marta Crisolini Malatesta im auch dunklen Licht von Gigi Saccomandi waren weit weniger farbenfroh als die Szenerie in der Inszenierung von André Heller-Lopes an der Ópera de Tenerife einen Monat zuvor (siehe weiter unten).

Luca de Fusco legt mehr Gewicht auf die Tragik, die hinter dem nicht enden wollenden und immer wieder angefachten Krieg zwischen den beiden Geschlechtern steht. Es geht gleich los mit der Choralszene zu Beginn. Eine Art Todes-Chor in Masken, die an Totenköpfe erinnern, macht mit der Geschichte der beiden Familien alle darauf aufmerksam, dass es hier sehr ernst werden würde. Im Hintergrund sieht man die Konstruktion einer zweigeschossigen typisch alt-italienisch wirkenden Galerie, die wie die Arena di Verona wirkt und wohl auch diese Assoziation hervorrufen soll.

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Copyright: Fabrizio Sansoni

In den Gängen der Galerie und in ihren romanischen Bögen werden den ganzen Abend über interessante und stets im Zusammenhang mit dem Geschehen stehende Lichtspiele und Bilder gezeigt, in Videos von Alessandro Papa. So zeigt das Bühnenbild, im Prinzip ein Einheitsbühnenbild, auch durch die stimmungsvoll variierende Lichtregie theatralisch spannende Wirkung. Auch die Personenregie war sehr pointiert. Es lag irgendwie über Allem immer der Schatten des Todes.

Auch in der Szene der Liebesnacht, die nur mit einigen vom Bühnernplafond herunterkommenden weißen Tüchern einfach, aber romantisch mit den Bewegungen einiger unsichtbarer Tänzerinnen in den Tüchern gestaltet wurde, war diese Tragik zu spüren, lange bevor Roméo zum Gift griff. Zuvor war als einziges Requisit ein langer Kasten hereingefahren worden, der als (temporärer) Sarkophag für Juliette diente und schließlich für beide zum Grab wurde.

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Copyright: Fabrizio Sansoni

Auch die Zweitbesetzung an diesem Abend (Vittorio Grigolo und Nino Machaidze waren Erstbesetzung!) brachte zwei gute Sänger, Vannina Santoni als Juliette und den Südkoreaner Duke Kim als Roméo. Beide machten es nach ihren besten Möglichkeiten gut, auch stilistisch. Kim erreichte auch alle Spitzentöne und konnte sich gegen Ende auch noch steigern. Aber seine Stimme ist letztlich doch zu klein, um den dramatischen Anforderungen der Rolle ganz gerecht zu werden. Bei Santoni war das schon viel besser, aber sie sah am Anfang auch leichte Grenzen bei den Höhen. Insgesamt war sie aber eine eindrucksvolle und vokal ansprechende Juliette, vielleicht eher für kleinere Häuser.

Nicolas Courjal war ein kraftvoller Frère Laurent und Duc de Vérone. Alle anderen waren den Anforderungen ihrer jeweiligen Rollen entsprechend gut, Mihai Damian als kämpferischer Mercutio, Aya Wakizono als guter Stéphano, Christian Senn als ein Respekt gebietender Capulet und Valerio Borgioni als engagierter Tybalt. Ein gutes Ensemble!

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Copyright: Fabrizio Sansoni

Maestro Daniel Oren leitete das Orchesta e Coro del Teatro dell’Opera di Roma versiert und mit starkem Eingehen auf die Sänger. Oren ist ein Maestro der alten Schule, ein absoluter Doyen. Die Mitwirkenden schienen sich um ihn zu sammeln. Eine gute Aufführung, nicht zuletzt auch wegen des beeindruckenden von Ciro Visco einstudierten Chores in der entsprechenden Choreographie von Alessandra Panzavolta.

Klaus Billand

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