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INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 13. SEPTEMBER 2025)

13.09.2025 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 13. SEPTEMBER 2025)

OPER ZÜRICH: SRF und ARTE übertragen die Eröffnungspremiere der neuen Intendanz

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Foto: Opernhaus Zürich

Am Sonntag, 21. September 2025, eröffnet das Opernhaus Zürich seine Spielzeit 2025/26 unter dem neuen Intendanten Matthias Schulz mit Richard Strauss’ «Der Rosenkavalier».

Die Premiere wird in einer Koproduktion von SRG und ARTE aufgezeichnet und einem breiten Publikum live zugänglich gemacht. Zu sehen sein wird sie in der Schweiz als auch europaweit im Fernsehen und online. SRF überträgt die Oper am 21. September ab 20.50 Uhr zeitversetzt auf SRF 1 und Play SRF.  ARTE zeigt den «Rosenkavalier» am selben Abend um 22.20 Uhr im TV sowie online auf arte.tv. Am 28. September folgt die Ausstrahlung auf Radio SRF 2 Kultur in der Sendung «Im Konzertsaal». 

Die Koproduktion der beiden Sender knüpft an drei Jahrzehnte erfolgreicher Zusammenarbeit zwischen SRG und ARTE an. 

Moderiert wird die Übertragung von Rainer Maria Salzgeber (SRF) und Dorothée Haffner (ARTE). Sie werden durch den Abend führen und hinter die Kulissen der aufwendigen Produktion blicken.

Mit dem «Rosenkavalier» und der Übertragung der ersten Premiere in der Saison 2025/26 setzt das Opernhaus Zürich ein Zeichen für die Kraft des Musiktheaters: als Bühne, die sich weit über Zürich hinaus öffnet und ihre internationale Strahlkraft entfaltet.

https://medien.srf.ch/-/%C2%ABder-rosenkavalier%C2%BB-aus-dem-z%C3%BCrcher-opernhaus-auf-srf-1

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Die International Singer Academy Michaelstein, kurz ISAM’25, nähert sich schon wieder dem Ende. Das Abschlußkonzert heute,  am 13. September 2025 findet um 17 Uhr im Kloster Michaelstein statt

In den Räumlichkeiten der Landesmusikakademie des Landes Sachsen-Anhalt in Michaelstein bei Blankenburg im Harz.

Das Konzert wird auch live gestreamt – der Link wird kurz vor Beginn über die sozialen Medien publiziert: www.facebook.com/kloster.michaelstein

@international_singer_academy_

Die International Singer Academy wurde von Professor Marek Rzepka 2022 gegründet und findet jährlich statt. In diesem Jahr unterrichten die Sopranistin Dorothea Röschmann sowie der Bass-Bariton Marek Rzepka. Die Casting-Direktorin der Salzburger Festspiele, Eva-Maria Wieser, der Leiter des Internationalen Opernstudios der Staatsoper Unter den Linden Berlin, Boris Anifantakis, und der Studienleiter der Staatsoper Stuttgart, Alan Hamilton teilen ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit den Nachwuchstalenten der ISAM’25 und arbeiten mit ihnen vor Ort. Die Pianistin Yoonjee Kim und der Pianist Michael Schütze begleiten und unterstützen die Sängerinnen und Sänger am Flügel.

Teilnehmer sind folgende Sängerinnen und Sänger:

Klara Brockhaus, Mezzosopran (*1995)
Debuts 2025/26: Rosina (Rossini: Il barbiere di Siviglia) in Augsburg sowie Tolomeo (Händel: Giulio Cesare) am Landestheater Niederbayern.

Defne Celik, Sopran (* 2003, Bachelor-Studentin an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover
Peisträgerin der Cascais Opera Competition 2025 sowie der DEBUT Concerts International Singing Competition 2024

Bowen Ding, Bass (*2000)
Master-Student an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover

Marcel Durka, Bariton (*2002)
Gesangsstudent an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover
2025 Young Singers Project der Salzburger Festspiele

Kamila Dutkowska, Sopran (*1996)
Debuts 2025/26: Hanna (Moniuszko: Straszny dwór) und Halka (Moniuszko: Halka) Opera Wrocławska; Suor Angelica (Puccini: Suor Angelica) Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover

Alexandra Gawrych, Sopran (*1997)
2024 2. Preis bei der 5. International Adam Didur Opera Vocal Competition, Bytom, Poland sowie Spezial-Preis der Bytom Opera and the Wrocław Opera Bytom, Poland

Alva Olsson, Sopran (*2000)
Sommer 2025 Zerlina (Mozart: Don Giovanni) Bergen Nasjonale Opera
Debut 2026: Adele (Strauß: Die Fledermaus) Norrköping Symphony Orchestra

Isabella Schulz, Sopran (*2004)
Bachelor-Studentin an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover

Aaron Selig, Bass (*2003)
Gesangsstudent an der Hochschule für Musik und Theater München
Debut 2025/26: Semperoper Dresden (Evers: humanoid)

Barbara Skora, Mezzosopran (*1999)
Preisträgerin 78. Concorso de Genève
Debut Sommer 2025: Staatsoper Unter den Linden Berlin (Verdi: La traviata/ Flora)

Olga Surikova, Sopran (*2004)
Jungstudentin Hochschule für Musik und Theater München
 Erster Förderpreis Bundeswettbewerb Gesang, Berlin

Viola Westhues, Sopran (*2001)
Bachelor-Studentin an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover
2024 Nachwuchspreis beim „Walter-und-Charlotte-Hamel-Opernwettbewerb“

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Heinz Sychrovsky in „News“: Grüne gegen Grafenegg

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 Während ich das schreibe, erreicht mich eine Aussendung der niederösterreichischen Grünen, deren getöpferte Kunstbegriffe mich seit langem erheitern. Diesmal hätte ich sie beinahe gelobt: Sie erklären sich entschieden gegen die Auflösung des Orchesters der Bühne Baden. Wer immer ihnen das eingeredet hat, tat gut daran. Denn an der Sachkunde kann es nicht liegen: Sie spielen schon wieder – wie meinereins vor 47 Jahren in der Berufspubertät – Kunst gegen Kunst aus. Während wir zugunsten des Antifa-Liedermacherfestes von Hirschstetten die Philharmoniker verbieten wollten, erregen sie sich über die Festspiele von Grafenegg. Diesfalls über den in Fertigung befindlichen Buchbinder-Saal, der das singuläre Konzept Grafenegg um eine adäquate Lokalität für Kammermusik erweitern wird: Das Geld wäre besser nach Baden zu überweisen!

Der große Kulturpolitiker Erwin Pröll hat Grafenegg mit dem Weltpianisten Buchbinder erfunden. Er hat auch für das Nitsch-Museum in Mistelbach Wählerstimmen riskiert und das Land insgesamt aus dem Stand der kulturellen Pampa zu internationalem Glanz geführt. Entsiegelungsfantasien mit dem Ziel des Rückbaus zur Bio-Pampa, noch dazu unter Missbrauch eines tüchtigen Operettenorchesters, ist entgegenzutreten.
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Amilcare Ponchielli: I Lituani ◊ Lietuvos nacionalinis operos ir baleto teatras ◊ Vorstellung: 10.09.2025

(4. Vorstellung ◊ Premiere am 05.09.2025)

Historische Oper brandaktuell

Mit der ersten neuzeitlichen szenischen Aufführung von Ponchiellis Dramma lirico «I Lituani» ist dem Litauisches Nationaltheater für Oper und Ballett ein grosser Wurf gelungen. Hugo de Ana zeichnet für die szenische Umsetzung die Verantwortung.

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Amilcare Ponchielli gehört zum grossen Kreis jener Komponisten, die dem Publikum heute nur noch mit einem Werk bekannt sind.

Geboren am 31. August oder 1. September 1834 in Paderno Fasolaro (heute zu des Komponisten Ehren Paderno Ponchielli), gehört Ponchielli zur Generation der Komponisten zwischen Verdi (*1813) und Puccini (*1858). Nach erstem Musikunterricht durch den Vater begann er mit 9 Jahren mit einem Freiplatz das Kompositionsstudium am Mailänder Konservatorium. Zwei Jahre nach seinem Abschluss wurde 1856 am Teatro Concordia in Cremona seine erste Oper «I promessi sposi» uraufgeführt. Hier hatte er sich niedergelassen und verdiente mit verschiedenen Stellungen seines Lebensunterhalt. Die überarbeitete Fassung von «I promessi sposi» wurde zum Wendepunkt seiner Karriere: Die Sängerin der Lucia, Teresa Brambilla, wurde zwei Jahre später seine Gattin, und der Erfolg des Werks veranlasste Giulio Ricordi (nachdem Verdi abgelehnt hatte) Ponchielli den Kompositionsauftrag zu «I Lituani» zu geben. Mit der Uraufführung am 7. März 1874 im Teatro alla Scala konnte Ponchielli einen Achtungserfolg verbuchen; die Uraufführung der überarbeiteten Fassung (6. März 1875, Teatro alla Scala) wurde dann zu einem durchschlagenden Erfolg. Mit «La Gioconda» feierte am 8. April 1876 (Teatro alla Scala; Uraufführung der endgültigen Fassung am 12. Februar 1880 in Mailand im Teatro alla Scala) jenes Werk seine Uraufführung, das die grosse Mehrheit heute noch kennt.

«I Lituani» steht wie die übrigen Opern Ponchiellis im Schatten von «La Gioconda» und so ist die Aufführungsgeschichte überschaubar. Aufführungen sind aus Brescia, Cremona, Mailand (Teatro da Verme), Rom, Turin, Triest und St.Petersburg (1884; dort auf Grund der zaristischen Zensur unter dem ursprünglich vorgesehenen Titel «Aldona») überliefert. Bevor die Litauer für längere Zeit von den Spielplänen verschwanden, dirigierte Arturo Toscanini 1903 drei Vorstellungen an der Scala. 1939 war eine Aufführung in Vilnius geplant, die dann aber der Zweite Weltkrieg zunichtemachte. Mit einer konzertanten Aufführung entriss Gianandrea Gavazzeni 1979 in Turin das Werk der Vergessenheit. In der Folge kam es 1981 und 1983 zu Aufführungen durch die Lithuanian Opera Company of Chicago, 1981 in Toronto und 1984 in Cremona. 1991 kam es zu einer Kooperation von der Lithuanian Opera Company of Chicago und dem Litauischen Nationaltheater für Oper und Ballett mit Aufführungen im Mai in Chicago und im Herbst, nach der Anerkennung der Souveränität der drei baltischen Staaten durch die Sowjetunion, in Vilnius. Zum Jubiläum der ersten urkundlichen Erwähnung Litauens (1009 in den Quedlinburger Annalen) wurde «I Lituani» 2009 auf der Wasserburg Trakai und zum 80. Geburtstag der Litauischen Nationalphilharmonie in Vilnius aufgeführt (2025 beim Label accentus erschienen; hier https://onlinemerker.com/cd-amilcare-ponchielli-i-lituani-lietuvos-nacionalinis-simfoninis-orkestras-modestas-pitrenas/ von Kollege Krobot besprochen). Von 2021 bis 2025 wurde die Oper jährlich am Nationalfeiertag (6. Juli) im Hof des Grossfürsten-Palast gegeben.

Die Idee aus dem Epos «Konrad Wallenrod» des polnischen Schriftstellers Adam Mickiewicz eine Oper zu machen wurde von Salvatore Farina, Schriftsteller und seit 1869 Redakteur der «Gazzetta Musicale di Milano», an seinen Dienstherren Tito I Ricordi herangetragen. Farina, Mitglied der Künstlervereinigung «La Scapigliatura», seit den 1870ern mit seinen Romanen auch in Deutschland erfolgreich und bis 1914 dreimal (vergeblich) für den Nobelpreis für Literatur nominiert, war zu beschäftigt das Libretto zu verfassen, und so beauftragte Ricordi Antonio Ghislanzoni, den Librettisten der überarbeiteten Fassung von «La forza del destino» und «Aida», mit der Abfassung. War Mickiewicz Vorlage schon nicht historisch, sondern frei gestaltet, so verloren im Laufe der Umarbeitung des Epos zum Opernlibretto die Charaktere an Tragik (aus Charakteren werde Archetypen) und die Handlung an Stringenz. Die «historische Genauigkeit» tritt hinter die romantischen «Motive», als da wären Emotionen, «exotische» Schauplätze, Freiheitskämpfe, Chor- und Tanz-Szenen und den Chor als Symbol der Nation, zurück. Ein entscheidendes Kriterium wird im Europa der entstehenden Nationen die Vergleichbarkeit gegenwärtiger Situationen mit der Vergangenheit. Im frisch vereinigten und jetzt unabhängigen Italien waren die in den Lituani geschilderten Emotionen besonders gut nachvollziehbar. Auch wenn das Kriterium der «bürgerlichen Repräsentation» fehlt, sind die Parallelen zur französischen Grand Opéra nicht zu übersehen. Was er hier in «I Lituani» vorbereitet, wird er dann in «La Gioconda» zur Meisterschaft führen.

Die Handlung von «I Lituani» spielt im 14. Jahrhundert in Litauen und auf der Marienburg, der Hauptburg des Deutschen Ordens in Pommern (in der Nähe der Stadt Danzig). Regisseur Hugo de Ana (Regie, Bühnenbild und Kostüme) erzählt die Geschichte eng am Libretto und hält den Handlungsraum abstrakt, um die Archetypen gut erkenntlich herausarbeiten zu können. Schon die «Sinfonia» weist auf seine universelle Sicht hin: Das Video (Videos: Sergio Metalli) führt von der Erdkugel zur Geschichte der Oper und zurück ins Weltall. Schon hier fällt auf, dass die Helme der Ordensritter (in den Übertiteln bis zum letzten Bild konsequent als «Teutonen» bezeichnet) deutlich an die deutschen Stahlhelme des zweiten Weltkriegs erinnern. Den Bühnenraum gestaltet de Ana mit kassettierten Wandelementen, Stahlsäulen und Videoeinblendungen. Das Mittelalter ist so im Kopf des Zuschauers immer präsent, aber nie staubig-museal, sondern lebendig und offen für andere Interpretationen. Der Freiheitskampf und die Emotionen führen als roter Faden (als überdimensioniertes Knäuel real auf der Bühne präsent durch den Abend). Mit wenigen Versatzstücken gelingen so starke, beeindruckende Bilder, wie Arnoldo, der als Gefangener sein Leid einem überlebensgrossen Christus auf dem Kreuz klagt. Ob die Erscheinung des Helden Corrado, der Liebe und Leben opfert, um Litauen zu befreien, als «Cristo morto», mit langen Haaren und starken Gesichtszügen, gewollt ist oder nicht bleibt unklar. So wird der Archetyp des Erlösers beeindruckend deutlich. Im Laufe der Geschichte, in der sich der Litauer Walter mit List als Corrado zum Hochmeister des Deutschen Ordens wählen lässt und dann Leben und Liebe opfert, um seine Heimat zu befreien, gelingt es de Ana mustergültig den Gegensatz zwischen Massenszenen und intimen Momenten herauszuarbeiten. Besonders eindrücklich beginnt der dritte Akt. Eine Video-Collage mit einer Feuerwalze und Ordensrittern (der Leser möge sich an das zu den Helmen gesagt erinnern) vor einer Kirche der Backstein-Gotik illustriert die laufende Schlacht, die der Deutsche Orden schliesslich verlieren wird. Und hier wird jetzt erschütternd eindrücklich der Stellenwert der Freiheit klar: Was im Mittelalter geschehen ist und sich 1945 wiederholt hat, kann heute genauso wieder geschehen. Es droht ein übermächtiger Feind das kleine Land zu überfallen. Nun wird für den Mitteleuropäer klar, warum sich die Litauer (wie die übrigen Balten und die Polen) so eminent bedroht fühlen. Die wegen «verstärktem militärischen Luftverkehr» verspätete Anreise bestätigt den Eindruck nur noch. «Es ist nicht notwendig, die Umgebung zu realistisch darzustellen, damit sie die Bedeutung von Leid und Krieg im Leben der Helden und der gesamten Menschheit verstehen» (Hugo de Ana im Programmheft): Mit dieser Arbeit ist de Ana ein grosser Wurf gelungen.

Dem Choreographen Michele Consentino gelingt es vorzüglich, die grosszügig besetzten Kollektive von Statisterie, Ballett und Chor auf der riesigen Bühne zu arrangieren. Die Szene wirkt nie überladen, denn die Akteure haben reichlich Bewegungsfreiheit. Die Beleuchtung durch Vittorio Alfieri fügt sich nahtlos in das stimmige Konzept ein.

Das Orchester des Litauischen Nationaltheaters für Oper und Ballett unter musikalischer Leitung von Ričardas Šumila spielt grandios auf und lässt Ponchiellis Partitur spannungsgeladen in den schillerndsten Farben erklingen. Kritik auf hohem Niveau wäre es anzubringen, dass die Tempi etwas rascher und die Lautstärke etwas differenzierter sein könnten.

Der Chor des Litauischen Nationaltheaters für Oper und Ballett (Künstlerische Leitung: Česlovas Radžiūnas) legt klingendes Zeugnis ab, warum die Wende im Baltikum auch als «Singende Revolution» bezeichnet wird. Gerade in einer «patriotischen» Oper laufen die Sänger zu Hochform auf. So bleiben keine Wünsche offen, denn hier ist exquisiter Chorgesang der Sonderklasse zu erleben!

Viktorija Miškūnaitė gibt mit grossem, vollen Sopran die Aldona, die Geliebte Walters/Corrados und Schwester Arnoldos. Die Stimme trägt im Grossen Haus tadellos und überzeugt in den lyrischen wie dramatischen Szenen. Zwischenzeitlich schlichen sich in den Höhen leichte Schärfen ein. Denys Pivnitskyi nimmt die Rolle des Walter/Corrado Wallenrod mit vollem szenischen Einsatz in Angriff. Mit heldentenoraler Attitüde spielt er mit überzeugender Bühnenpräsenz. Auch bei ihm sind kurzzeitig Ermüdungserscheinungen zu erkennen. Tadas Girininkas gibt den Barden Albano mit eindrucksvollem charakteristischen Bass. Eugenijus Chrebtovas gibt den Arnoldo mit gut geführtem, ansprechenden Bariton. Bei der Klage seines Schicksals am Kreuz läuft er zu grosser Form auf. Konstantin Toman ergänzt das Ensemble als Verschwörer Vitoldo, der Walters/Corrado Wallenrods Position beim Deutschen Orden ins Wanken bringt.

Fazit: Hier ist grosse Oper zu erleben. Der Abend zeigt, wie eine «historische Oper» plötzlich brandaktuell sein kann.

Weitere Aufführungen: 30.01.2026, 18:30; 31.01.2026, 18:30; 01.02.2026, 18:00.

12.09.2025

La Marchesa d’Obigny
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30. August bis 23. September

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Lahav Shani

Musikfest Berlin: Kurzfristig anberaumtes Gastspiel mit Lahav Shani und den Münchner Philharmonikern am 15. September im Konzerthaus Berlin

Nach der Ausladung der Münchner Philharmoniker durch das Flanders Festival in Gent werden nun das Orchester und sein designierter Chefdirigent Lahav Shani mit der Violinistin Lisa Batiashvili im Rahmen des derzeit laufenden Musikfest Berlin am 15. September um 19:00 Uhr im Konzerthaus Berlin auftreten.
Tickets für das Konzert sind ab 11:00 Uhr auf der Website der Berliner Festspiele erhältlich.

KONZERTE BEIM MUSIKFEST BERLIN

Mahlers „Das Lied von der Erde’’ unter Antonello Manacorda (Foto) sowie „Jazz de Paris’’ mit der BigBand, Biréli Lagrène, Thomas Pigor und Mathilde Vendramin

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Antonello Manacorda. Copyright: Deutsche Oper Berlin
 
Es ist geradezu Ehrensache, dass die Berliner Spitzenorchester beim Musikfest Berlin zu Konzerten mit außergewöhnlichen Programmen in die Philharmonie einladen: Am 16. September um 20 Uhr präsentiert das Orchester der Deutschen Oper Berlin unter Leitung von Antonello Manacorda Mahlers „Lied von der Erde“ – mit Okka von der Damerau und David Butt Philip als Solisten. „Für mich sind die sechs Orchesterlieder eine zutiefst berührende Musik, ein fantastisches Erlebnis, bei dem es um Leben und Tod geht, um Jenseits und Spiritualität. Die Musik ist mal melancholisch schwebend, dann wieder ausschweifend und schwelgerisch.“  
Manacorda schickt dem sinfonischen Liederzyklus das Orchesterstück „Blossoming II“ des vielfach preisgekrönten Toshio Hosokawa voraus. Wir freuen uns, das Antonello Manacorda damit sein Debüt mit dem Orchester der Deutschen Oper Berlin gibt, bevor er zum Ende der Saison die Einstudierung der Neuproduktion von Lortzings ZAR UND ZIMMERMANN leiten wird. Als langjähriger Leiter der Kammerakademie Potsdam hat er das Orchester zu einem international beachteten Ensemble geformt.  
 
Am 20. September um 19 Uhr widmet sich die BigBand zu ihrem 20. Geburtstag dem französischen Jazz. Während der deutschen Besetzung stand er für Freiheit und Widerstandsgeist, dann wurde er zum Soundtrack des Existentialismus und spiegelt das Lebensgefühl einer ganzen Generation. In den Nachtclubs von Saint-Germain-des-Prés trafen Musiker wie Miles Davis und Sidney Bechet auf Jean-Paul Sartre, Simone de Beauvoir und Boris Vian. Juliette Gréco war die unumstrittene Muse der Bohème – und für viele Jazzer aus den USA wurde Paris zum Sehnsuchtsort. 
„Jazz de Paris“ bietet unter musikalischer Leitung von Manfred Honetschläger Musik von Michel Legrand, Miles Davis, Jacques Brel und Serge Gainsbourg sowie Texte von Simone de Beauvoir und Jean Paul Sartre. Solo-Gitarre Biréli Lagrène, Chansons Thomas Pigor und Vocals sowie Violoncello Mathilde Vendramin. Das Konzert wird live auf radio3 (rbb) übertragen. 
 
 Eröffnungstag der Saison 2025/26 am 21. September ab 14 Uhr 
 
Unter dem Motto „Ein Tag, vier Akte“ laden wir am 21. September zu unserem diesjährigen Eröffnungstag in neuem Format ein. „Was kommt?“ bietet allen, die einen Einblick in die Kunst des Musiktheaters gewinnen wollen, an diesem Tag ab 14 Uhr vier Akte aus unterschiedlichen großen Opern des Repertoires: Humperdincks HÄNSEL UND GRETEL, Puccinis TURANDOT (Start 15.30 Uhr) sowie Verdis LA TRAVIATA (17 Uhr) und RIGOLETTO (18.30 Uhr). Gesungen wird in Szene und Kostüm, zu erleben sind u. a. Andrei Danilov, Etienne Dupuis, Attilio Glaser, Alfred Kim, Maria Motolygina, Nina Solodovnikova und Flurina Stucki. Am Pult des Orchesters der Deutschen Oper Berlin steht Kapellmeister Friedrich Praetorius.  
Eintritt 10€ je Akt, die später beim Kauf einer Karte für eine Eigenveranstaltung der Deutschen Oper Berlin angerechnet werden. In den Umbaupausen wird ein Gratisprogramm im Foyer geboten. 
 
www.deutscheoperberlin.de
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Wiener Volksoper: Eintritt verbilligt mit der Bundestheater-CardLiebe Besitzer:innen einer BundestheaterCard,

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Liebes Publikum,

die neue Spielzeit an der Volksoper Wien hat endlich begonnen und wir freuen uns bereits jetzt auf die vielen Premieren und Repertoireaufführungen, die wir gemeinsam mit Ihnen genießen können! Für zwei besonders beliebte Werke unseres Spielplans können wir Ihnen als  Inhaberinnen und Inhaber einer BundestheaterCard ermäßigte Karten anbieten: eine berührende Auseinandersetzung mit der Volksoperngeschichte und eine der berühmtesten Opern aller Zeiten!

BundestheaterCard Spezial Angebot

Karten zu € 25,–

für 

Lass uns die Welt vergessen – Volksoper 1938 

am 19. und 26. September 

Carmen 
am 4. Oktober

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Filmemacher Selcuk Cara: Mein aktueller Film

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„Tristan und Isolde“

-Thy Name is Woman-(Selcuk Cara: book/director/editor)

ist für den Oscar qualifiziert und wir in wenigen Tagen im Umkreis ca. 25 km von Hollywood in den Kinos anlaufen. Erste Station Santa Monica, dann LA und San Francisco.

Der Film ist zudem Teil eines interdisziplinäre/interkulturellen Bühnen-/Musiktheatergroßprojektes.

https://vimeo.com/1114462692?fl=pl&fe=vl

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