INFOS DES TAGES (MONTAG, 6. JULI 2026)
Hans Peter Haselsteiner bleibt Präsident der Tiroler Festspiele Erl für weitere fünf Jahre

Präsident Hans Peter Haselseiner bei der Eröffnung der diesjährigen Sommersaison der Tiroler Festspiele Erl. Foto: Scheffold Media
Hans Peter Haselsteiner bleibt Präsident der Tiroler Festspiele Erl für weitere fünf Jahre. Der Beirat der Tiroler Festspiele Erl Gemeinnützige Privatstiftung hat in seiner Sitzung vom 3. Juli 2026
einstimmig für eine Verlängerung seiner Amtszeit bis zur Jahresmitte 2031 votiert. Dkfm. Dr. Haselsteiner wirkt seit dem Jahr 2005 in dieser Position, seit 2017 dann auch im Rahmen der damals
neu gegründeten Privatstiftung. Überdies ist er – wie allgemein bekannt – als bedeutender Mäzen einer der finanziellen Ermöglicher der Tiroler Festspiele Erl: einerseits über die Haselsteiner Familien-Privatstiftung, andererseits über das langjährige Sponsoring des von ihm gegründeten Baukonzerns STRABAG SE. Dank seiner Unterstützung konnten etwa das Festspielhaus Erl, die
Künstler.innenresidenz und das Premierenhaus mit Parkhaus errichtet werden.
Festspielintendant Jonas Kaufmann zeigt sich hocherfreut: „Wir schätzen uns außerordentlich glücklich, mit Hans Peter Haselsteiner einen so engagierten Verfechter der Kultur und ihrer Wirkung in der Gesellschaft als Präsidenten an der Spitze der Tiroler Festspiele Erl zu haben. Dass er die Verantwortung übernommen hat, diese Aufgabe auch weiterhin zu erfüllen, sorgt für Konstanz und Sicherheit, und dafür bin ich sehr dankbar.“
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München/ Bayerische Staatsoper: Das war OPER FÜR ALLE 2026

Foto: Bayerische Staatsoper
Am Samstag, 4. Juli 2026, luden die Bayerische Staatsoper und BMW zu Oper für alle ein. Auf dem Max-Joseph-Platz, im Nationaltheater und im Livestream auf Staatsoper.tv sahen rund 35.000 Menschen aus der ganzen Welt Die Walküre. Der Max-Joseph-Platz wurde somit in den größten Open-Air-Opernsaal im Herzen Münchens verwandelt.
Der Eintritt war dank BMW wie immer kostenfrei. Moderiert wurde das Open-Air-Event zum dritten Mal in Folge von Steven Gätjen.
Zu erleben war die Übertragung von Richard Wagners Die Walküre in einer Inszenierung von Tobias Kratzer, live aus dem Nationaltheater. Die Musikalische Leitung der Neuproduktion hatte Generalmusikdirektor Vladimir Jurowski inne. Nicholas Brownlee war in der Partie des Wotan zu hören, Joachim Bäckström in der Partie des Siegmund. Miina-Liisa Värelä sang die Walküre Brünnhilde. Irene Roberts war als Sieglinde, Ain Anger als Hunding zu erleben.
Das Ensemble wurde nicht nur auf der Bühne im Nationaltheater gefeiert, sondern verbeugte sich auch auf den Stufen des Nationaltheaters für die Zuschauer:innen auf dem Max-Joseph-Platz. Großen Applaus gab es außerdem für das Bayerische Staatsorchester, den Generalmusikdirektor Vladimir Jurowski und den Regisseur Tobias Kratzer.
Steven Gätjen bot im Pausenprogramm seltenene Einblicke auf die Hinterbühne der Bayerischen Staatsoper, eine der größten Bühnen Europas, und führte Gespräche mit Vladimir Jurowski, Tobias Kratzer, Nicholas Brownlee, Ekaterina Gubanova und Irene Roberts.
„Zur 30. Ausgabe von Oper für alle wurde München erneut zu einem Ort, an dem Kultur Menschen begeistert. Tausende sind zusammengekommen, um Wagners Die Walküre unter freiem Himmel zu erleben. Solche Momente zeigen, welche Kraft Kultur hat: Sie bewegt und verbindet. Dieses Jubiläum ist für uns Anlass zur Freude – und zugleich Ansporn, diese besondere Initiative als globaler Partner der Bayerischen Staatsoper auch in Zukunft weiter zu gestalten“ sagt Ilka Horstmeier, Mitglied des Vorstands der BMW AG, Personal und Immobilien.
Serge Dorny, Staatsintendant der Bayerischen Staatsoper:
„Es freut mich, dass rund 35.000 Opernfreunde im Nationaltheater, auf dem Max-Joseph-Platz und auf Staatsoper.tv mit uns gemeinsam 30 Jahre Oper für alle gefeiert haben. Ich möchte schon jetzt alle Klassik- und Opernfreunde zum Oper für alle – BMW Classics Konzert im BMW Park und zu unserem UniCredit Eröffnungsfest im September im Nationaltheater einladen, welche wir gemeinsam mit unseren Partnern BMW und UniCredit feiern.“
#BSOofa #BMWoperanext #BSOwalküre
AUSBLICK HERBST 2026
Das Bayerische Staatsorchester ist im Rahmen des Oper für alle – BMW Classics Konzerts am Mittwoch, dem 16. September 2026, zu Gast im BMW Park, einer der Spielstätten des FC Bayern Basketball. Antonino Fogliani dirigiert, es singen Diana Damrau und Benjamin Bernheim. Das Ensemble des Bayerischen Staatsballetts tanzt Choreographien von Edward Clug und Marius Petipa. Dank BMW, Global Partner der Bayerischen Staatsoper, und der HypoVereinsbank Member of UniCredit ist auch in diesem Jahr der Eintritt kostenlos. Die Kartenvergabe beginnt am Donnerstag, 16. Juli 2026. Pressekarten können gerne bereits jetzt unter presse@staatsoper.de angefragt werden.
PARTNERSCHAFT DER BAYERISCHEN STAATSOPER UND BMW
Seit einem halben Jahrhundert hat das kulturelle Engagement der BMW Group weltweit Bestand. Seit über 25 Jahren ist BMW Partner von Oper für alle während der Münchner Opernfestspiele und seit der Intendanz unter Staatsintendant Serge Dorny auch über die Grenzen Münchens hinaus – mit dem Oper für alle-Konzert. Seit der Spielzeit 2021–22 ist BMW Global Partner der Bayerischen Staatsoper und möchte bei Oper für alle die Exzellenz des Hauses allen zugänglich machen und so die Hemmschwelle vor der Hochkultur nehmen.
PRESSE-MEDIATHEK
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operklosterneuburg 2026: „Samson und Dalila“ – eine Premiere biblischen Ausmaßes im Kaiserhof

Margarita Gritskova, Kristian Benedikt: Foto: Mark Glassner/ OperKlosterneuburg
Das neue Saisonprogramm 2026 der operklosterneuburg wurde am Samstag erfolgreich aus der Taufe gehoben.
Die Spannung war groß, zeigt die operklosterneuburg doch nicht nur die zehn meistgespielten Stücke der Opernliteratur, sondern auch seltener gespieltes. Nach Bellinis „Norma“ vor zwei Jahren gab man nun in der neuen Intendanz mit Peter Edelmann „Samson und Dalila“. „Das Premierenergebnis gibt dem Festival recht“, freut sich Intendant Edelmann: „Ich bin allen sehr, sehr dankbar.“
Star-Rollendebuts, Glanz in kleineren Rollen
Neben den internationalen Stars Margarita Gritskova und dem etwas mit den Ausläufern einer Bronchitis kämpfenden Kristian Benedikt, die in den Titelrollen ein Feuerwerk an Emotionen zündeten, begeisterte Serban Vasile als Grand Pretre mit einer fulminanten gesanglichen und darstellerischen Leistung.
Margarita Gritskova zeigte einmal mehr, was für eine fantastische Sängerin sie ist: Die gefürchteten tiefen Lagen der Partie meisterte sie ebenso mühelos, wie die dramatischen Ausbrüche in Sopranlage. Dass sie diese Partie immer schon singen wollte, nimmt man ihr sofort ab – eine neue Dalila ist mit diesem Debut geboren, denn sie ist nicht nur stimmlich perfekt in dieser Rolle, sondern war auch szenisch das Zentrum des Abends. Highlight der Vorstellung natürlich ihre „Mon coeur“ Arie, die wohl zum Besten gehört, was man derzeit international auf den Bühnen erleben kann. Sie empfiehlt sich mit dieser Interpretation für jedes große Opernhaus.
Kristian Benedikt, ein „gestandener“ international erfolgreicher Spinto-Tenor ist quasi eine Personifizierung des Samson: Kräftige Stimme und heldischer Bühnenimpetus machen seine Interpretation glaubhaft. Besonders beeindruckte er neben den dramatischen Phasen der Partie auch im Liebesduett mit Dalila, in dem er das hohe b am Ende im mezza voce setzte – ein Risiko das nicht jeder Tenor eingeht, vor allem nicht, wenn ihn hörbar ein Husten plagt. Serban Vasile, der im Vorjahr als Scarpia bei der operklosterneuburg debutierte zeigte, dass der Grand Pretre, so gesungen, nicht hinter den beiden Hauptprotagonisten hintanstehen muss. Die heikle Partie meisterte er bravourös und gab einen perfekten Bühnenbösewicht.
Wie immer in Klosterneuburg, sind auch die kleinen Rollen hochkarätig besetzt: der junge Wiener Ivo Kovrigar als quirliger Abimelech, Felix Pacher als Hebräer, Jiayu Li als Bote und die zwei Philister Maximilian Müller und Magnus Gudmundsson ergänzen das ausgezeichnete Ensemble.

Samson im Kampf mit den Philistern. Copyright: Schark/OperKlosterneuburg
Grand Opera im Kaiserhof: Wer wagt, gewinnt
Das Wagnis, eine „Grand Opera“ mit großem Ballett, großem Chor und drei höchst anspruchsvollen Solistenpartien auf die Bühne im Kaiserhof zu bringen, ist Intendant Peter Edelmann in Klosterneuburg geglückt. Auch das neue Orchester der operklosterneuburg zeigte ausgezeichnete Qualitäten im Dirigat von Thomas Rösner, der bereits im ersten Akt das Leiden der Hebräer ebenso perfekt „in Ton“ gesetzt hatte, wie die dramatischen Szenen mit Dalila und Grand Pretre oder Samson bis hin zu dem finalen Höhepunkt, dem Einsturz des Tempels. Der neue Klangkörper im Orchestergraben ermöglicht alles, was große französische Oper verlangt – und das ist viel. Ein gelungenes Debut!
Der Chor, einstudiert von Brigitte Wurzer schöpfte aus vollem stimmlichen Potenzial und überzeugte sowohl in den großen Szenen auf der Bühne, als auch mit den oftmals stiefmütterlich behandelten a-capella Szenen aus dem Off.
Inszeniert wurde von Mario Pavle del Monaco. Ein Name, der verpflichtet. Und so liefert er denn auch eine brutal-schlüssige Interpretation der Oper: Da ist nichts langweilig, keine Szene dauert zu lange. Die Spannung wird bis zum dramatischen Schlusshöhepunkt hingezogen, in dem Samson hier tatsächlich den Tempel eindrucksvoll zum Einsturz bringt. Del Monaco liefert eine grausame Interpretation der Oper, alttestamentarisch und authentisch. Dalila hasst Samson tatsächlich, ihre Liebe ist reiner Betrug. Ihn zu quälen, bereitet ihr grausig anzusehende Freude.
Neue Ballettideen
Im dritten Akt gelang del Monaco im Verbund mit der Choreografin Desi Bonato ein großer Wurf: Die kleine Ballettgruppe der Dance Factory zeigt moderne Tanz- und Hebefiguren und eine perfekt mit dem Bühnengeschehen abgestimmte Balletteinlage. Hier wird der Tanz teil der Handlung des gesamten Stückes und ist nicht bloßer Selbstzweck. Auch die beiden Knaben (Nathan de La Fuente und Theodor Zhgun), die durch das gesamte Stück begleiten und letztlich als einzige Überlebende auf eine neue und bessere, vielleicht friedlichere Zukunft hoffen lassen, werden in del Monacos Bühneninterpretation zu (kleinen) Hauptfiguren.
Die Kostüme von Anna Sophie Lienbacher kleiden die erotische Liebesszene zwischen Samson und Dalila ebenso passend, wie Chor und Ballett in der Bachhanalszene. Sehr gelungen auch der Kontrast zwischen Hebräern und Philistern – da weiß das Publikum sofort, wer wer ist und was gerade auf der Bühne passiert. Im reduzierten Bühnenbild von Hans Kudlich lässt sich das Stück pur erleben. Erstmals sind im Kaiserhof auch große Projektionen auf der „Rattan“-Rückwand der Bühne zu erleben, die im Dunkel zur perfekten Leinwand wird. Die großen Bühnen-Felsen, die meist von den Hebräern geschleppt werden müssen, ermöglichen neben der Erfüllung des optischen Zwecks auch eine Handlungseinbindung, die von del Monaco geschickt bei Umbauten auf der Bühne genutzt wird.
Der Schluss – so viel sei verraten – bietet einen echten Einsturz der Säulen. Hier zeigt sich auch die Kunst von Lukas Siman als Lichtdesigner, dem es gelang, nicht gegen die Projektionen anzukämpfen, sondern diese ins Gesamtkonzept zu integrieren.
Das beeindruckende Ambiente des Kaiserhofs des Stiftes Klosterneuburg tut sein Übriges: perfekte Akustik ohne Verstärkungsnotwendigkeit – ein idealenr Rahmen für einen unvergesslichen Opernabend. Auf zur operklosterneuburg!
—Die weiteren Termine:
7. (Rotary), 9., 11., 14., 17., 21., 23., 25., 28. Juli sowie 1. August 2026, jeweils 20:00 Uhr
„Samson und Dalila“ für Kinder: 19. Juli 2026, 18:00 Uhr
Der Kartenverkauf für „Samson und Dalila“ läuft bereits. Tickets erhältlich unter:
Online: shop.eventjet.at/klosterneuburg
E-Mail: karten@operklosterneuburg.at
Telefon: 02243 444 – 424
Details zu den Aufführungen sowie zum Ensemble auf: www.operklosterneuburg.at
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Deutscher Kulturrat befürwortet ein „Deutschlandticket“ für Museen
Mehr als 6000 Museen gibt es in Deutschland. Großen Besucherandrang verzeichnen aber hauptsächlich die bekannten unter ihnen. Deshalb hat sich der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, Olaf Zimmermann, für eine „Deutschlandticket“-Variante für Museen ausgesprochen. Im Deutschlandfunk erklärte er, dass ein solches Ticket dafür sorgen könnte, Kultur auch besser in der Alltag der Menschen zu integrieren. Seiner Meinung nach sind dann mehr spontane und auch kürzere Museumsbesuche möglich, wenn man nicht für jeden Eintritt den vollen Preis zahlen muss. Er sieht darin auch die Chance, die „Akzeptanz der Museumsbesuche“ zu erhöhen.
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