Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

INFOS DES TAGES (MONTAG, 16. FEBRUAR 2026)

16.02.2026 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (MONTAG, 16. FEBRUAR 2026)

Oper Zürich spielt „Cardillac“

Am 15 Februar war die Premiere von Hindemiths «Cardillac». Ein Stargoldschmied kann sich nicht von seinen Schmuckstücken trennen – und geht dafür über Leichen. Kornél Mundruczó erzählt die Oper als Thriller in einer Shopping Mall, einem Konsumtempel des Begehrens, in dem Besitz zur Obsession wird. In der Titelrolle: Gábor Bretz. Am Pult: Fabio Luisi, der das Orchester der Oper Zürich durch Hindemiths rhythmisch aufgeladenen, schillernden Klang treibt.

car

ZU FACEBOOK 

_____________________________________________________________________________________

Wiener Staatsoper: Heute zweite Vorstellung von „Luisa Miller“

luisa miller text 2 71skgkxmzzl. sy445

Graf von Walter: Roberto Tagliavini
Rodolfo: Freddie De Tommaso
Federica: Daria Sushkova
Wurm: Marko Mimica
Miller. George Petean
Luisa. Nadine Sierra
Laura. Teresa Sales Rebordão
Ein Bauer. Adrian Autard

Musikalische Leitung. Michele Mariotti
Inszenierung & Bühne. Philipp Grigorian
Kostüme. Vlada Pomirkovanaya

________________________________________________________________________

Wiener Staatsoper: Der Opernball in Bildern

Zahlreiche Foto. Aus Urheberrechtsgründen können/Dürfen wir keine veröffentlichen, Sie müssen selbst öffnen!

https://www.opernball.at/fotos/

________________________________________________________________________

iNTERVIEW  mit Marek Janowski zu seinem Abschied (Dirk Schauß)

jan2
Foto: Copyright by Diana Hillesheim

Fast auf den Tag genau zwei Jahre später – im Januar 2026, wie schon im Januar 2024 – trafen sich Dirk Schauß und Marek Janowski wieder im Proberaum des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters. Die Atmosphäre war vertraut: die gleichen Wände, das gleiche Licht, dieselbe konzentrierte Arbeitsstimmung, die Janowski so schätzt.

Beim ersten Gespräch vor zwei Jahren hatte der Dirigent am Ende mit seinem typischen, trockenen Humor gesagt: „Herr Schauß, ich kenne Sie jetzt – und sollte ich noch einmal nach Frankfurt kommen, dann machen wir noch ein Interview. Aber länger!“

Und so geschah es.

jan1
Foto: Copyright by Diana Hillesheim

Diesmal war das Gespräch tatsächlich deutlich ausführlicher, persönlicher und in manchen Momenten auch nachdenklicher. Im Zentrum stand Marek Janowskis bewusste Entscheidung, Ende Dezember 2026 die Dirigentenlaufbahn endgültig zu beenden – ein Abschied, den er mit großer Klarheit, aber auch mit einer leisen Melancholie plant. Er spricht offen über die ersten spürbaren Zeichen des Alters, über die Sorge, zu spät aufzuhören, über die dramatischen Veränderungen in der Orchesterlandschaft durch Globalisierung und den weitgehenden Verlust individueller Klangidentitäten. Ebenso leidenschaftlich und pointiert äußert er sich zu den Komponisten, die ihm zeitlebens am nächsten standen – allen voran Bruckner, Beethoven, Mendelssohn, Schumann und Puccini – und zu jenen, die ihm trotz ihrer enormen Popularität immer etwas distanziert geblieben sind, wie Mahler und Schostakowitsch.

Es ist ein sehr direktes, ehrliches und in vielem auch berührendes Gespräch – ein intimer Blick auf das nahende Ende einer langen, außergewöhnlichen Karriere und zugleich ein leidenschaftliches Bekenntnis zu dem, was für Janowski Musik bis zum letzten Takt bedeutet.

ZUM INTERVIEW

__________________________________________________________________________________________

Innsbruck/Landestheater: IDOMENEO

Ein Video/ Kurzbericht in Facebook

ido

Facebook– Video

Ilia und Idamante im Gespräch. Ein Video 

«Idomeneo»: Ilia & Idamante 🎙️ Anastasia Lermann spielt Ilia in «Idomeneo» und spricht über die Zusammenarbeit mit Camilla Lehmeier

len

ZU FACEBOOK – Gespräch als Video

_____________________________________________________________________________________

Innsbruck: Wolfgang Amadeus Mozart: „IDOMENEO“ – 14.2.2026 Premiere. – Ein Psychodrama

inn1
Dovlet Nurgeldiyev (Idomeneo) & Chor © Barbara Palffy

Mozarts einzige „opera seria“, Idomeneo, ist am Tiroler Landestheater Innsbruck nur selten zu erleben – die Annalen verzeichnen Inszenierungen 1989 und zuletzt 2011. Nun liegt das Werk erneut in einer Produktion von Henry Mason vor. Er verdichtet diese barock anmutende, grandiose Nummernoper, die Mozart für die Münchner Karnevalsaison 1781 – zugeschnitten auf ein sehr spezifisches Sängerensemble und das herausragende Mannheimer Orchester – komponierte, zu einem Psychodrama. Dieser Zugriff ist durchaus werkadäquat: Mozart vertonte das Libretto des Salzburger Hofkaplans Giambattista Varesco in einer politisch vorrevolutionären Phase, in der sich gesellschaftliche Umbrüche bereits abzeichneten – und auch im Musiktheater ihren Widerhall finden.

Mozart verschmolz die Ästhetik der italienischen Barockoper – als Signatur des Absolutismus – mit Glucks Reformideen und Elementen der „tragédie lyrique“. Durch den oft nahtlosen Übergang zwischen Rezitativ, Arie und Ensemble gewinnt die Handlung an Spannung und Dynamik; auch der Orchesterpart bleibt nicht bei Begleitung und Affektmalerei stehen, sondern wird zum dramatischen Motor: In Klangfarben, Rhythmik und mitunter kühner Harmonik werden seelische Zustände wie Angst, Hoffnung, Rache, Freude, Glückseligkeit und Verzweiflung wirklichkeitsnah ausgeleuchtet. Auch die Chöre treten handlungstreibend hervor; das „Kollektiv“, das aus ihnen spricht, erzeugt an Schlüsselstellen packende Momente.

Die Figurenzeichnung und die humanistisch inspirierte Konfliktlösung atmen bereits den Geist einer heraufziehenden neuen Zeit. Idomeneo, König von Kreta, hat Neptun im Seesturm ein Gelübde getan: Als Preis für seine Rettung soll er den ersten Menschen opfern, dem er nach der Landung begegnet. Am Strand ist es ausgerechnet sein Sohn Idamante – zudem umworben von Ilia und Elettra. Idomeneo zögert. Neptun schickt ein Ungeheuer über das Volk, das in seiner Bedrängnis auf der Erfüllung des Schwurs beharrt. Ilia ist bereit, sich zu opfern. Schließlich setzt ein „deus ex machina“ den Schlusspunkt: Die Liebe habe gesiegt. Idomeneo kommt vergleichsweise glimpflich davon – er muss abdanken, darf aber Idamante und Ilia inthronisieren. Allein Elettra bleibt enttäuscht und rasend zurück.

inn2
Susanne Langbein (Elettra) & Chor © Barbara Palffy

Henry Mason rückt in seiner Inszenierung – gemeinsam mit Ausstatter Jan Meier (Bühne und Kostüme) und Videogestalter Sven Stratmann – Gewalt, Kriegstrauma sowie reale Außen- und surreale Innenwelten in den Mittelpunkt. Fast alle Figuren werden dabei von ihrer eigenen kindlichen Unschuld begleitet: Stumme Kinder aus der Kinderstatisterie des Tiroler Landestheaters fungieren als Doppelgänger. Eine Ausnahme bildet Idomeneo, der vielmehr vom Schatten eines von ihm getöteten trojanischen Kindes verfolgt wird. Chor und Extrachor des Tiroler Landestheaters verstärken die gesungenen Inhalte häufig durch Pantomime und Slapstick – leider bisweilen mit allzu grobem Strich. Überhaupt ist mitunter sehr viel Personal in unruhiger Bewegung, was eher ablenkt, als den Blick zu bündeln.

Andererseits haben die Fülle und der Abwechslungsreichtum der Videozuspielungen, die das Bühnenbild dominieren, sowie etliche pointiert gesetzte Bühnenelemente eine unbestreitbare Sogkraft. Zu sehen sind realitätsnahe Impressionen von Natur und Architektur aus dem Mittelmeerraum; die Verwüstungen, die das Ungeheuer anrichtet, rufen unweigerlich Bilder der kriegsgezeichneten Stadt Aleppo auf. Neptun wiederum wird in den beinahe choreografiert wirkenden Massenkundgebungen des Chorkollektivs wie ein Diktator zelebriert. Die Idee der zerstörten Obduktionssäle kulminiert im Opferaltar, auf dem Idamante – Gott sei Dank – nicht wirklich zur Schlachtbank geführt wird. Auch die Kostüme, ein munteres Vielerlei aus imaginierter Antike, Barock, Fünfzigerjahre-Chic und Operettengenerälen, öffnen einen ganzen Assoziationsraum. Kurz: An Angebotsmangel leidet diese Inszenierung garantiert nicht.

Musikalisch überzeugt der Abend durchwegs. Als eigentliche Glanzfigur erweist sich Anastasia Lerman als Ilia: Sie zieht mit ihrem packenden Vortrag vom ersten Atemzug an in den Bann. Mit geschmeidiger Stimme modelliert sie jede Nuance, jede Regung der Figur und setzt in ihren Arien wie auch in den Ensembles immer wieder große, leuchtende Akzente.

inn3
Milo Jaindl (Idamante als Kind), Camilla Lehmeier (Idamante), Anastasia Lerman (Ilia) & Pia Seebacher (Ilia als Kind) © Barbara Palffy

Camilla Lehmeier präsentiert einen überzeugenden Idamante mit edlem, wohlgeformtem Timbre. Susanne Langbein, die in der Innsbrucker Produktion von 2011 die Ilia sang, brilliert diesmal als Elettra mit einem dynamisch zugespitzten, spannungsvollen Vortrag. Dovlet Nurgeldiyev gestaltet den Idomeneo mit sonorem, sattem, warmem Klangfundament. Jason Lee (Arbace und Neptuns Oberpriester) sowie Oliver Sailer („Die Stimme“ und Neptun) ergänzen das Ensemble trefflich.

Ein Pauschallob verdienen die Chöre und das Tiroler Symphonieorchester Innsbruck unter der Leitung seines Chefdirigenten Gerrit Prießnitz: In beredter Klangsprache breitet es die Fülle seiner Register und Farben aus – und vermittelt Mozarts Spirit mit Esprit und Musikalität.

Thomas Nußbaumer

_______________________________________________________________________________________________

TTT Musiktheater Doktrin: Weisheit in Geist, Seele, Fleisch und Blut, Leben mit Kraft, Freude, Vertrauen in bedingungsloser Liebl! Fundamente menschenwürdigen Seins.

– ich spinne nicht rum, bin auf tatsächlichen weltbegründenden Pfaden, die Theater ablehnt, nicht will. Obwohl: „Zum Raum wird hier die Zeit“ schon im Parsifal auftaucht. Regisseur Serebennikov behauptete, dass niemand diesen Satz wirklich versteht- Mal sehen, was er in seinem Salzburger Ring nicht verstehen wird. … einst rein philosophischen Überlegungen sind inzwischen in den Bereich der Theorie, der Experimente und der Daten vorgedrungen. »Diese alten konzeptionellen Fragen tauchen nun unter einer neuen Perspektive auf«, … liefert das aktuelle und zukünftige Universum wertvolle Hinweise …

Was war vor dem Urknall?

Was sind Raum und Zeit? Hat die Zeit einen Anfang? Hat der Raum Grenzen? Anbeginn von Raum und Zeit…. schließlich Leben und Menschen hervorbrachten – die nun hier sitzen und über Raum und Zeit nachdenken. einst rein philosophischen Überlegungen sind inzwischen in den Bereich der Theorie, der Experimente und der Daten vorgedrungen. »Diese alten konzeptionellen Fragen tauchen nun unter einer neuen Perspektive auf«, … liefert das aktuelle und zukünftige Universum

https://www.spektrum.de/news/urknall-was-kam-vor-dem-urknall/2309290?utm_source=firefox-newtab-de-de

___________________________________________________________________________________________________

TTT

 

Diese Seite drucken