INFOS DES TAGES (Montag, 11. MAI 2026)
Bayerisches Staatsballett: Die Kameliendame

Sind Sie bereit für eine herzzerreißende Geschichte über Liebe, Leidenschaft und Verlust?
Dann werfen Sie einen Blick ins Nationaltheater: John Neumeiers Meisterwerk Die Kameliendame, untermalt von der Klaviermusik Frédéric Chopins, kehrt am Dienstag, 12. Mai 2026, nach sechs Jahren zurück auf die Bühne!
Entdecken Sie außerdem unsere Vorstellungen im Juni – mit der Premiere von Konstellationen sowie den letzten Aufführungen von Le Parc, bevor das Werk eine Repertoirepause nimmt.
DIE KAMELIENDAME
mit Laurretta Summercales und Jakob Feyferlik
Di, 12. Mai 2026, 19.30 Uhr
Nationaltheater
LETZTE TICKETS
Weitere Vorstellungstermine: 13./15,/23./25. Mai, dann wieder ab 10.Juli
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Wiener Staatsoper. Gedanken zur gestrigen „Salome“
Eine Bemerkung zur gerade beendeten Salome (10.5.26), von Herrn Weigle höchst gekonnt dirigiert. Warum wird der Jochanaan aus der Zisterne verstärkt? Und das überproportional laut, viel zu präsent, dazu im Klang blechern und ordinär.Erst AUF der Bühne hatte Herr Konieczny´s seinen natürlichen Klang.
Erst bei seiner letzten Phrase „Wer ist der, der von Edom kommt….“ wurde der „Verstärker Unsinn“ – seltsamerweise – abgestellt.
Karl S.
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WIEN / SCHUBERTIADE WIEDEN: Schuberts „Winterreise“ mit Liviu Holender (27.5.)
Wir freuen uns, dass der Bariton Liviu Holender am 27.05.2026 Franz Schuberts „Winterreise“ beim Abschlusskonzert der 5. Saison der Schubertiade Wieden singen wird. Er springt für den Bariton Thomas Weinhappel ein, der aufgrund einer Terminkollision seine Mitwirkung absagen muss. Am Klavier ist der künstlerische Leiter der Schubertiade Wieden, Alejandro Picó-Leonís, zu hören.
27. 05. 2026: FRANZ SCHUBERT „WINTERREISE“

LIVIU HOLENDER Bariton
ALEJANDRO PICÓ-LEONÍS Klavier
Haus der Ingenieure
Eschenbachgasse 9, 1010 Wien
Beginn: 19:30 Uhr
Karten: https://shop.eventjet.at/de/schubertiade-wieden
Weitere Informationen auf www.schubertiade-wieden.at
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Oper Frankfurt: BLUTHOCHZEIT von Wolfgang Fortner
Lyrische Tragödie in zwei Akten
Text von Federico García Lorca in der deutschen Übersetzung von Enrique Beck
Uraufführung 1957, Städtische Oper, Köln
Musikalische Leitung: Duncan Ward
Inszenierung: Àlex Ollé
Premiere: 10.5.2026. Weitere Termine: 13./15./24./31.Mai, 6./15.Juni

Von rechts nach links Zanda Švēde (Leonardos Frau) und Christian Clauß (Bräutigam) sowie Ensemble. Copyright: Xiomara Bender

Magdalena Hinterdobler (Braut; in weiß) und Ensemble. Copyright: Xiomara Bender
E
Ensemble. Copyright: Xiomara Bender

v.l.n.r. Magdalena Hinterdobler (Braut; kniend), Claudia Mahnke (Mutter), Barbara Zechmeister (Nachbarin) sowie Ensemble (sitzend). Copyright: Xiomara Bender
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WIEN / Volksoper: AMERICAN SIGNATURES . Vier spannende Choreografien unter einem Dach 9.5.2026. Premiere
Jerome Robbins: INTERPLAY
Pam Tanowitz: DISPATCH DUET
Lar Lubovitch: EACH IN THEIR OWN TIME
Jessica Lang: LET ME MINGLE TEARS WITH THEE
Bravi für das Wiener Staatsballett,
das in vier Varianten den American way of ballet grandios umsetzt.
09.05.2026 Premiere
Dauer: 1 Stunde 45 Minuten (eine Pause)

Yelyzaveta Lazovska – Václav Lamparter -Arne Vandervelde – Natalya Butchko in INTERPLAY
Foto: Ashley Taylor
Schon beim Näherkommen fällt auf, wie viele junge Leute in die Volksoper strömen. It’s ballet time!
Auch ich habe vor vielen Jahren für den Ersteinstieg meiner Kinder in die Livekultur Ballett gewählt!
Unter dem Titel „American Signatures“ sind vier Ballette zusammengefasst. Das Orchester der Volksoper Wien unter der musikalischen Leitung von Robert Reimer begleitet drei davon.
- INTERPLAY ist Jerome Robbins zweite choreografische Arbeit, die 1945 in New York Premiere feierte. Zu Morton Goulds jazzig angehauchter Partitur wird der Stücktitel Programm. Vier Tänzerinnen und vier Tänzer in farbenfrohen Outfits (Kostüme: Santo Loquasto) üben sich teils im harmonischen Zusammenspiel, teils in sportlich fairer Konkurrenz zueinander. In INTERPLAY ist aber auch Platz für poetische Zweiermomente. Natalya Butchko, Margarita Fernandes, Yelyzaveta Lazovska, Anita Manolova, Gabriele Aime, Václav Lamparter, Junnosuke Nakamura und Arne Vandervelde gestalten mit enormen Schwung und Tanzfreude das Auftaktballett dieses besonderen Abends. INTERPLAY ist zweifellos eine Vorstufe für West Side Story, das Ergebnis der späteren kongenialen Zusammenarbeit von Jerome Robbins und Leonard Bernstein, Premiere 1957 am Broadway.
Zwei Pas de deux bilden den Mittelteil des Ballettabends.
- Pam Tanowitz, die in New York lebende Choreografin matcht in DISPATCH DUET das formale klassische Schrittmaterial auf amüsante Weise mit einer Komposition des Amerikaners Ted Hearne. Sinthia Liz und Duccio Tariello tanzen in Sportoutfits in weiß/rot bzw. weiß/schwarz.
- Es folgt ein Pas de deux von Lar Lubovitch EACH IN THEIR OWN TIME zu Klavierwerken von Johannes Brahms: Im Interview verrät die Choreografin, dass sie „Musik sichtbar machen will!“ Konsequenterweise teilen sich die Tänzer Davide Dato und Rinaldo Venuti und Shino Takizawa am Klavier die Bühne.

Elena Bottaro – Olga Esina – Zsolt Törok in LET ME MINGLE TEARS WITH THEE
Foto: Ashley Taylor
- Nach der Pause folgt als Finale ein weiterer Höhepunkt des Abends LET ME MINGLE TEARS WITH THEE. Dieses Ballett ist Jessica Langs visuell-choreografische Auseinandersetzung mit Giovanni Battistas Pergolesis berühmter Vertonung des Gedichts STABAT MATER. Die Choreografin des Pacific Northwest Ballet entwickelt eine berührende Bewegungssprache, mal fließend-weich, mal energetisch-impulsiv, und lässt mit zehn Tänzerinnen und Tänzern die sakrale Musik lebendig werden. Die Sopranistin Anita Götz und die Altistin Jasmin White begleiten einfühlsam das Ballettgeschehen auf der Bühne. Das beeindruckende Bühnenbild verantworten Carolyn Wong und Jessica Lang. Das „Stabat Mater“ von Pergolesi begleitet Jessica Lang seit mehr als zwei Jahrzehnten. Drei der zwölf Teile des sakralen Barockstücks hat die US-Choreografin bereits früh vertanzt, 2013 entstand daraus eine komplette Ballett-Oper, 2020 ein reiner Tanz-Abend. Für die Produktion „American Signatures“ an der Volksoper hat Lang, ihre Pergolesi-Arbeit noch einmal adaptiert und mit dem Staatsballett neu einstudiert. Im Zentrum steht die Gottesmutter, die weinend unter dem Kreuz ihren Sohn Jesu betrauert. 40 Minuten lang kreisen Text und Musik hochemotional um heilige Wunden und Tränen, tiefe Pein und Vergebung. Die Besetzung besteht aus fünf Frauen und fünf Männern, wobei keine feste Rollenverteilung existiert – jede und jeder verkörpert zugleich Mutter und Sohn. Das zentrale Symbol ist der Schleier Marias. Ionna Avraam, Elena Bottaro, Olga Esina, Ketevan Papava, Rosa Pierro, Giorgio Fourès, Masayu Kimoto, Godwin Merano, Zsolt Török und Géraud Wielick bieten gemeinsam eine überragende Gesamtleistung.
Ballettdirektorin Alessandra Ferri kann zufrieden sein. Die Herzen der Wiener Ballettfangemeinde hat sie längst erobert!
Elisabeth Dietrich-Schulz

