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INFOS DES TAGES (MONTAG, 10. AUGUST 2026)

10.08.2026 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (MONTAG, 10. AUGUST 2026)

Asmik Grigorian sang auch in Bayreuth

Die international gefeierte Sopranistin Asmik Grigorian kehrt für zwei Vorstellungen von Richard Wagners „Der fliegende Holländer“ nach Bayreuth zurück. Willkommen auf dem Grünen Hügel!

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LISZT-ZENTRUM RAIDING (Bgld)

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Liebe Liszt Freunde!
Die Saison 2026/27 steht im Zeichen eines besonderen Jubiläums: 20 Jahre Liszt Zentrum Raiding. Von großen Festivalmomenten im Oktober über besondere Kammermusik und barocke Orchesterpracht im März, dem beliebten Brass Fest im April und den sommerlichen Konzertabenden im Juni spannt sich der einzigartige musikalische Bogen durch die neue Saison.

Zum Jubiläum erwarten Sie zwei ausgewählte Abo-Angebote, mit denen Sie die Vielfalt der Saison entdecken und gleichzeitig 20 % Jubiläumsbonus sichern können.

Wer bis 20. August 2026 ein Matinee-Abo oder Freitagabend-Abo bucht, darf sich zusätzlich auf eine genussvolle Konzertpause freuen: Wir reservieren Ihnen einen Pausentisch und laden Sie auf ein Glas Sekt und pannonische Pogatschen ein.

Matinee-Abo

Vier besondere Konzertvormittage jeweils um 11:00 Uhr im Liszt Zentrum Raiding

Sa., 24.10.2026
Paganini Ensemble Wien · Mario Hossen

Sa., 13.03.2027
Minetti Quartett

So., 25.04.2027
Federspiel

So., 13.06.2027
Philharmonic Five
 
Freitagabend-Abo

Vier Konzertabende jeweils um 18:30 Uhr zum Auftakt ins Wochenende

Fr., 23.10.2026
ensemble minui · Christina Scherrer

Fr., 12.03.2027
Barucco | Vokalensemble & Orchester

Fr., 23.04.2027
Vienna Brass Connection

Fr., 11.06.2027
Benjamin Schmid Jazz Quartett

Alle Veranstaltungen im Oktober 2026

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Salzburg Haus für Mozart 8.8.2026: Il Viaggio a Reims + Gala

Ein Nachmittag in Götterdämmerungslänge

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Foto: Salzburger Festspiele/ Monika Rittershaus

Der längste eine Akt unter den einigermaßen gebräuchlichen Opern ist Rossinis Il Viaggio a Reims; länger als 1. Aufzug Götterdämmerung oder 3. Aufzug Meistersinger. Il Viaggio findet sich seit ihrer Wiederentdeckung in den Siebzigerjahren immer wieder auf den internationalen Spielplänen, aber nicht stetig. Das ist bei einer Besetzung von 10 Hauptrollen und einigen Comprimarii auch kein Wunder.

Wien kennt – wie mancher andere Ort – die Viaggio unter Abbado mit Stars wie Caballè, Valentini Terrani, Meritt, Raimondi, Ramey/Furlanetto, Dara und so weiter. Die damalige sehr klare Inszenierung und die nachgerade übergroßen Persönlichkeiten mancher der Mitwirkenden blieben in Erinnerung.

Von einer klaren Inszenierung im Sinne von übersichtlich konnte diesmal nicht die Rede sein. Barry Kosky entfachte sein springlebendiges Pandämonium mit hüpfenden Statisten, hüpfendem Chor, hüpfenden Solisten. Und dann fand er auch immer wieder einmal zu jener Ruhe, die umgeben von so viel Spektakel von besonderer Wirkung ist. Eine für Darsteller wie Publikum anstrengende, aber in ihrer Sinnbefreitheit dem seltsamen Werk durchaus angemessene Produktion mit einer Ausstattung (Bühne Rufus Didwiszus, Kostüme Victoria Behr), die exzentrisch schillernd ebenso wie die Regie klarmacht: Hier gibt es überdrehteste Farce, nicht Charakterkomödie. Kann man so machen.

Es ist natürlich kein Naturgesetz, dass die zentrale Rolle der Corinna von einer italienischen Cecilia gesungen werden muss, der auch Intendantenfunktion zukommt (zukam oder zukommen wird). Trotzdem: war es unter Abbado die seelenvolle Cecilia Gasdia, ist es nun die feurige Cecilia Bartoli, mit all ihrem Charme, ihrer Erfahrung und ihrem gran cuore zurecht im Zentrum der Oper (und erst recht in dem, was danach noch kam). Ihre bevorzugte Sopranpartnerin Mélissa Petit legte als Contessa Folleville ein kesses, modeverhextes Girlie hin, Marina Viotti holte als Marchesa Melibea Verve und äußert profunde Brusttöne hervor und Tara Erraught absolvierte den Part der Madama Cortese sehr ordentlich (ohne die geringste Chance, den Eindruck zu verdrängen, den seinerzeit Montserrat Caballé hinterließ). Das Programmheft verwies, durchaus zutreffend, auf die Stimmfächer: 3 Soprane, 1 Alt; die Aufführung wurde indes von 1 Sopran, 2 Mezzos und 1 Alt bestritten. Was sind schon Fachgrenzen im Vergleich zu persönlichem Engagement.

Die Viaggio verlangt zwei Tenöre der Sonderklasse. Explosiver, höhenlastiger der fast heldische Conte Libenskof, diesmal Dmitry Korchak, der mit lockeren Koloraturen und nahezu anstrengungslosen sovracuti vergessen lässt, dass er eigentlich schon bei Lohengrin, Hoffmann angelangt ist, lyrischer der charmante Windhund Cavaliere Belfiore, mit dem Edgardo Rocha zeigt, dass er seine alte Form wiedergefunden hat. Vier Bässe komplettieren die Schar der Protagonisten: Der elegante, leicht verklemmte Lord Sidney in der immer noch schlanken Gestalt und profunden Stimme von Ildebrando D‘Arcangelo, der alerte Don Alvaro, sehr beweglich von Peter Kellner gespielt und gesungen (und hier wie in anderen Baritonrollen überzeugender als in Bass[buffo]partien), der leicht skurrile Don Profondo, bei dem Florian Sempey es naheliegender Wiese sehr schwer hat, die Erinnerung an Ruggero Raimondi verblassen zu lassen, so zufriedenstellend er die Partie auch bietet. Baron Trombonok, der „Deutsche“ im Ensemble, wird zu einer weiteren Paradepartie des hünenhaften, bestens in allen Lagen tönenden und mit ebenso viel Engagement wie Selbstironie agierenden Misha Kiria. Dazu einige bestens ausgesuchte Comprimarii und ein volltönender Chor der Opéra de Monte Carlo.

Einprägsam: Rossini auf historischen Instrumenten der Musiciens du Prince (schade übrigens, weder den Fürsten noch ihre hannoversche Hoheit dabei zu haben, denen dieses Orchester zu verdanken ist). Gianluca Capuano spielt mit ihnen (fast, dazu kommen wir gleich) alles, von Monteverdi bis Wagner, stilistisch ziemlich in der Mitte einen farbigen, mitunter freilich etwas knallig lauten Rossini. Das Stück – wenn es eines ist – läuft großartig ab mit seinen etwa drei Stunden.

Ja aber: Das war es dann noch lange nicht, denn die Feier galt in dieser Produktion „La Ceci“ und nicht dem (historisch nicht eben bedeutend in Erscheinung getretenen) Charles X. Und an diesem Nachmittag schloss sich der Feier im Stück eine Feier nach dem Stück an: Da war es dann weder Corinna noch La Ceci, sondern Cecilia Bartoli, die Huldigungen zu ihrem gar nicht verschämt deklarierten Sechziger entgegennehmen durfte. Dieser alles andere als kurze, aber kurzweilige Teil brachte fast nur musikalische Grüße: Rolando Villazon und der Chor animierten die Bartoli zum Traviata-Brindisi (und ich will die Stimmung nicht dadurch zerstören, dass ich meine Meinung zum rhythmischen Mitklatschen kundtue). Darüber hinaus moderierte Villazon humorig, charmant und ohne jede Blödelei die restliche Gala. Laut Bartoli huldigte ihr ein lebendes Monument (living monument) mit Salzburger Erstauftritt vor 50 Jahren, die Legende Placido Domingo, mit der Beteuerung „Dein ist mein ganzes Herz“ in hinreißender Klavierbegleitung durch Antonio Pappano, sodann Pretty Yende orchesterbegleitet mit Norinas Auftrittsarie, Lang Lang mit seelenvollem Pianosolo sowie einem Lied der Bartoli, Maxim Vengerov mit Töchtern als Vengerov-Trio. Huldigungen in Prosa kamen vom aktuellen Präsidium (Karin Bergmann in stummer Begleitung von Hammer und Crepaz angenehm kurz und korrekt) und von Barry Kosky (ganz sicher der Regisseur der Viaggio – ob in absehbarer Zeit selbst Teil des Präsidiums? Das pfeifen die Vögel in Salzburg nicht alle von den Dächern, vielleicht weil manche im St. Francois d’Assisse genug zu tun haben) mit besonders witzigen und liebevollen Worten, nur noch zu toppen durch La Bartolis Dankesworte voll Herz und Seele. Am Ende war es dann doch noch mal die Musik, Bartoli mit „Una voce poco fà“, begleitet von den Musiciens, aber nicht unter Capuano, sondern unter Tony Pappano (das reimt sich, und was sich reimt [nicht Reimst] ist gut) und am Ende das gesamte Ensemble samt Villazon mit dem ersten Barbiere-Finale. Genug des Lobes, ein „tanti Auguri“ an Cecilia und auch ein wenig an die Heilige gleichen Namens.

Robert Fucik

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BASTAD Tennisstadion: DER FLIEGENDE HOLLÄNDER – halbszenische Aufführung mit Maltman, Strid, Groissböck und Barbeyrac; 8.8.2026

Ein nordischer Operntraum am Centrecourt

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Christopher Maltman, Elisabet Strid. Foto: Gunilla Hovenäs

Båstad ist eine beschauliche Gemeinde mit 5000 Einwohnern in der südschwedischen Provinz Skåne län am Kattegat. Landesweit bekannt für Tennis und Golf, ist Båstad der Austragungsort des Hauptevents des jährlichen Birgit Nilsson Festivals, einer Opernaufführung vor großem Publikum im riesigen Centrecourt, wo auch der Nordea Open Tennis Wettbewerb stattfindet. In diesem Jahr galt der musikalische Höhepunkt des Festivals Richard Wagners „Der fliegende Holländer“. Gesungen wurde in Konzertkleidung. Für die szenischen Elemente der Auftritts- und Bewegungsregie war Staffan Valdemar Holm verantwortlich.

2.700 Besucher und Besucherinnen waren gekommen, Einheimische wie zahlreiche Feriengäste, die in dem idyllisch gelegenen, von Ludvig Nobel (Bruder des Alfred Nobel) in seiner Bedeutung geförderten Orts zur Erholung Kultur serviert bekamen. Das Stadion liegt passend zum Inhalt der Oper direkt am Meer. So ließen es sich eifrige Möwen, Krähen und Schwalben in der Abenddämmerung nicht nehmen, in ihre Flugkünste und kleinen Sangeseinlagen vorzuführen. Die Bühne für Orchester, Chor und Solisten mit ihrer wuchtigen weißen Überdachung sah ohnedies wie Riesensegel am Schiffsbug aus.

Spannend und in der Verankerung des Nilsson Projekts vor Ort begründet ist, dass die Organisatoren auf eine gute Durchmischung von internationalen Stars mit schwedischen Solisten, ein schwedisches Orchester aus geografischer Nähe und einen Amateurchor setzten, der sich wiederum aus Mitgliedern von sechs Chören der Gegend (Einstudierung Linn Björklund, Iréne Jönssen, Mats Paulson und Brigitta Roslund) rekrutierte. Das Konzept ging auf und das Publikum konnte nach einer kleinen Zeit der Feinjustierung der Technik – Verstärker, Mikros und Lautsprecher samt links und rechts oberhalb der Bühne angebrachten Leinwänden – eine stimmungsvolle, dramatisch zugespitzte wie romantisch erfühlte Aufführung erleben.

Die musikalische Seite wurde erst einmal vom Helsingborgs Symfonieorkester unter der Stabführung von Henrik Nánási geprägt. Wer den ungarischen Dirigenten noch aus seiner Zeit als musikalischer Chef der Komischen Oper Berlin kennt, weiß, dass Nánási dem steten Klangfluss und einer temporeichen Agogik den Vorzug vor zugespitzter Artikulation und rhythmischer Schärfe gibt. Dementsprechend färbten vor allem die Streicher und das Holz das bewegte Klangwogen der lautmalend wütenden Natur ebenso wie das Scheinidyll einer Gesellschaft, die sich in der Figur des Daland als patriarchalisch rücksichtslos und selbstbezogen erweist.

Die Blechbläser bescherten anfangs einige Kiekser und die Chortenöre einige scharfe hohe Töne, was sich glücklicherweise alsbald einrenkte. Besonders loben möchte ich die Chorsoprane, die im berühmten „Summ und brumm, du gutes Rädchen“ Mädchenchor wirklich liedhaft volkstümlich ohne störendes Vibrato sangen. Natürlich war der Chor am heftigsten in der großen Eröffnungsszene des dritten Akts, „Steuermann, lass die Wacht!“ gefordert, die er mit bewundernswertem Volumen, Ausdruck und Textverständlichkeit darbot.

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Tobias Westmann, Günther Groissböck. Foto: Gunilla Hovenäs

Sängerisch überzeugte die Aufführung als ein Wagner-Fest an stilistisch geeichten Stimmen. Zudem war ein wacher Ensemblegeist zu spüren, der die Intensität des Miteinander festspielreif abbildete.

Christopher Maltman, längst ins heldische schwere deutsche Fach hineingereifter britischer Bariton, interpretierte die Titelrolle des auf allen Weltmeeren, nach Erlösung durch eine treue Frau suchenden, unstet herumirrenden Mannes äußerst charismatisch und in dunklen Erdtönen. Dämonisch düster und doch zart liebend, gelang ihm ein Rollenporträt von zwingender Präsenz. Wotan, Amfortas und Holländer gehören mittlerweile zu seinem Stammrepertoire. Den Walküren-Wotan wird er bei den Salzburger Osterfestspielen 2027 unter der musikalischen Leitung von Kirill Petrenko singen. Kein Wunder, dass die Nachfrage der Intendanten und Dirigenten dementsprechend hoch ist.   

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Günther Groissböck. Foto: Gunilla Hovenäs

Im perfekten Kontrast dazu sang Günther Groissböck den Daland ganz in deutscher Singspielmanier nahe am Wort, lyrisch expressiv und liedhaft melodisch.  Der österreichische Bass, bekannt für seine innovativ und den Traditionen neue Facetten hinzugewinnend gestalteten Figuren wie beispielsweise des Ochs von Lerchenau, gab die sonst oft biergemütlich abgespulte Rolle von Sentas Vater als schlauer Fuchs in den besten Jahren. Sein Daland war einmal kein ruraler Polterer, sondern ein gerissener Geschäftsmann und deshalb in seiner scheinbaren Verbindlichkeit so gefährlich.

Als Senta folgte Elisabet Strid keiner hochdramatischen Lesart der jungen, von einer idée fixe wie einer Art heiligen Mission gleichermaßen erfüllten Frau. In der Ballade und den lyrischen Szenen erfreute die schwedische Sopranistin mit wunderbar blühenden Phrasen und poetischer Schwärmerei. Manch Spitzenton im großen Duett mit dem Holländer sowie im Finale des dritten Akts hingegen setzte sie einzeln vorsichtig, manchmal allzu verhalten in Szene. Das funktionierte zwar technisch einigermaßen, aber von der Wirkung her blieb sie damit etwas an emotionaler Wucht schuldig.

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Stanislas de Barbeyrac, Elisabet Strid. Foto: Gunilla Hovenäs

Mit einem exzellenten Erik überraschte Stanislas de Barbeyrac. Bewundernswert war, wie raffiniert Barbeyrac seine beispielhafte Legatokultur und die Gestaltung von musikalischen Bögen mit heldischer Attacke zu verbinden wusste. Die von der Tessitura und den unbequemen Intervallsprüngen hundsgemeine Tenorpartie ist ja kaum singbar. Dennoch gelangen Barbeyrac vor allem im Duett mit Senta und der düsteren Kanzone im dritten Akt mit seinem dunkel fundierten Tenor erzählerisch packende Auftritte.

Die Mary war mit der schwedischen Mezzosopranistin Martina Dike ungewohnt stimmkräftig, der Steuermann mit dem metallisch granulierten Tenor Tobias Westmann auffällig dramatisch besetzt.

Fazit: Ein gelungenes, atmosphärisch aufgeheiztes Finale des Birgit Nilsson Festivals 2026. Möge das Festival seinen lokalen Charakter behalten und dennoch überall dorthin ausstrahlen, wohin sich seine Bedeutung als Verbindung von Förderung des Nachwuchses und großer Oper noch nicht durchgesprochen hat. Die großzügige Stifterin und kluge Strategin Nilsson hätte es sich verdient.

Dr. Ingobert Waltenberger

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Rückschau: Liedkunst 2026 im Schloss vor Husum

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Copyright: Andreas Guballa 

25. Meisterkurs für Liedgestaltung mit Charles Spencer und Ulf Bästlein Die diesjährige Liedkunst im Schloss vor Husum war in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes. Ihren Auftakt bildete am 26. Juli das Eröffnungskonzert, mit dem zugleich das 25-jährige Bestehen gefeiert wurde. Die Freude über dieses Jubiläum prägte den Abend und war bei den Mitwirkenden ebenso spürbar wie im Publikum. Gemeinsam mit den Gründern und Leitern der Liedkunst, Charles Spencer und Ulf Bästlein, musizierten die ehemaligen Preisträgerinnen und Preisträger Katia Ledoux, Feride Büyükdenktas, Vincent Kusters, Lisa-Marie Lebitschnig, Amelie Warner und Hedayet Jonas Djeddikar.

Einen herausragenden Programmpunkt bildete die erstmalige öffentliche Aufführung des Liederzyklus „Of Love and Life“ durch Feride Büyükdenktas und Hedayet Jonas Djeddikar in Anwesenheit des in Nordfriesland geborenen Komponisten Hans Christian Détlefsen. Zugleich wurde die gleichnamige neue CD präsentiert, die fünf Liederzyklen Détlefsens vereint. Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler sind frühere Preisträgerinnen und Preisträger des Festivals beziehungsweise dessen Leiter.

Zum Eröffnungsabend erschien zudem die Publikation „25 Jahre Liedkunst am Meer“. Das reich bebilderte Buch zeichnet die Geschichte der Liedkunst über ein Vierteljahrhundert hinweg nach, berichtet von ihrer Entwicklung vor und hinter den Kulissen und gibt Einblicke in die künstlerischen Überzeugungen und Ideen, die das Festival von Beginn an getragen haben.
 

Im Mittelpunkt des diesjährigen Porträtkonzerts am 30. Juli stand der renommierte Liedbegleiter Michael Gees. Sowohl solistisch als auch im musikalischen Dialog mit Ulf Bästlein und Katia Ledoux ließ er seine faszinierende Kunst der Improvisation hörbar werden, nicht zuletzt über „Gute Nacht“, das erste Lied in Schuberts „Winterreise“.
 
Die Meisterkurse und das Abschlusskonzert erreichten 2026 ein außergewöhnlich hohes künstlerisches Niveau und zeigten die besondere Intimität und Ausdruckstiefe der Liedkunst. Die Jubiläumsveranstaltungen werden daher als besonderer Höhepunkt in der Geschichte der Liedkunst im Schloss vor Husum in Erinnerung bleiben. Auch der renommierten Jury fiel die Auswahl nach dem Abschlusskonzert am 1. August alles andere als leicht.

Mit Preisen wurden folgende Künstlerinnen und Künstler ausgezeichnet:

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Copyright: Andreas Guballa 

Liedduo-Preis:  „Johann-Max-Böttcher-Preis”: Hannah O´Brien (Sopran), Hedayet Djeddikar (Klavier)
Liedduo-Preis: Nordfriesischer Liedpreis des Ministeriums für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein: Lisa-Marie Lebitschnig (Sopran), Amelie Warner (Klavier)
Preis der St. Marienkirche Husum: Erik Ginzburg, Bass
Publikumspreis – gestiftet von Barbara Heß und dem Freundeskreis Meisterkurs für Liedgestaltung: Hannah O´Brien (Sopran), Hedayet Djeddikar (Klavier)
Hardenack Otto Conrad Zinck- Preis: Miriam Fußeder (Sopran)
Theodor-Storm-Klavierpreis: Constance Vogel
Annegret-und Ulf-von-Hielmcrone-Preis für ausgezeichnete Nachwuchskünstler: Nina Schumertl (Mezzosopran), Amelie Warner (Klavier)
Konzertpreis „2. Jubiläumskonzert in Kiel, 19.11.2026“:
Nina Schumertl (Mezzosopran), Amelie Warner (Klavier) und
Vincent Kusters (Bariton), Sofi Simeonidis (Klavier)
 
Den ausführlichen Bericht über die Liedkunst 2026 gibt es hier: Liedkunst im Schloss vor Husum

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