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INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 8. JULI 2026)

08.07.2026 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 8. JULI 2026)

St. Margarethen: Voluminöse Kleider zwischen Himmel und Erde – Glanzvolle Details bei „Tosca“ in der Oper im Steinbruch

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Die Schleppe am Kostüm der „Tosca“. Foto: Zoltan Hamori
 
Wenn Leidenschaft in Tragödie umschlägt, entfaltet Puccinis Meisterwerk seine ganze emotionale Wucht. Mit „Tosca“ kehrt ab dem 15. Juli eine der beliebtesten Opern der Welt in den Steinbruch St. Margarethen zurück, wo die visuellen Welten der Inszenierung hinter den Kulissen bereits in die finale Phase gehen. Bis zum 22. August sorgt nicht nur der Gesang des Cavaradossi für leuchtende Augen, sondern auch die 271 von Giuseppe Palella in Mailand gefertigten Bühnenbekleidungen. Es sind oft die Details, die den Unterschied machen. Die Kostüme spielen hierbei eine zentrale Rolle: Sie machen Charaktere sichtbar, verstärken Emotionen und übersetzen die Inszenierung in eine kraftvolle visuelle Sprache, die das Publikum unmittelbar in den Bann zieht.

Einfach engelsgleich – nicht von dieser Welt

Der Auftritt der Tosca wird mit einer neun Meter langen Schleppe aus weißen Blumen kraftvoll verstärkt, wenn sie auf ihren Gegenspieler Scarpia trifft. Dessen neapolitanischer Mantel in tiefdunklen Tönen spiegelt all die Qualen und die Gewalt wider, die von seiner Leidenschaft für Tosca angetrieben werden.

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Foto: Zoltan Hamori

Im Kontrast dazu stehen die Kostüme Angelottis, dessen zerschlissene Kleidung die schwierige politische Lage widerspiegelt. Auch die Gewänder des Sagrestano und des Theatiners, die sich Angelotti entgegenstellen, unterstreichen die visuelle Erzählkraft der Inszenierung. Ihre religiösen Gewänder, so schlicht sie auch sind, werden zu einem sichtbaren Ausdruck ihrer Rolle und ihres Selbstverständnisses.

„In Tosca erzählt jedes Detail eine Geschichte – dazu gehören auch die Kostüme. Giuseppe Palella schafft es, den Figuren eine unverwechselbare visuelle Identität zu verleihen und ihre Emotionen sichtbar zu machen. Gemeinsam mit der imposanten Kulisse des Steinbruchs entsteht so ein Opernerlebnis, das weit über die Bühne hinauswirkt“, so Daniel Serafin, Intendant der Oper im Steinbruch.

Kinder in Weiß und Gold erscheinen wie himmlische Wesen und setzen visuelle Akzente innerhalb der opulenten Bildsprache der Inszenierung. Als Cherubim sind sie in äußerst feminine und opulente Gewänder gehüllt, die ihre zerbrechliche Leichtigkeit symbolisieren und einen bewussten Kontrast zu den herrschenden, königlichen Figuren bilden. Mit ihren zurückhaltenden Farben heben sich die Darstellerinnen und Darsteller deutlich vom farbenprächtigen Bühnenbild von Thaddeus Strassberger  ab.

Von der Vision bis zur Anprobe

Für Giuseppe Palella ist es bereits die dritte Umsetzung eines Kostümbildes im Steinbruch in St. Margarethen. Nach „Turandot“ im Jahr 2021 und „Aida“ im Sommer 2024 ist er nun für die prachtvolle Garderobe der Inszenierung von Puccinis Melodrama „Tosca“ verantwortlich.
Die Arbeit an den Kostümen begann bereits vier Monate vor der Premiere. Mit einem Besuch der Schauplätze in Rom konnte Palella tief in die Welt von „Tosca“ eintauchen. Dabei griff der Designer auch auf Inspirationen aus Originalzeichnungen der Uraufführung im Jahr 1900 aus dem römischen Opernarchiv zurück. Das Stück spielt im neapolitanischen Italien um 1800.

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Kleid der „Tosca“. Foto: Zoltan Hamori

„Meine Kostüme für Tosca verbinden die dramatische Opulenz des Barocks mit einer realistischen Detailtreue. Sie sind nicht nur prachtvoll, sondern auch historisch fundiert und helfen dabei, die Figuren glaubhaft in ihrer Zeit zu verankern“, so Giuseppe Palella.

Toscas neue Gewänder

Seit mehr als 70 Jahren werden in der Kostümwerkstatt „Casa d’Arte Fiore“ in Mailand Bühnenkleider gefertigt – unter anderem für die Arena di Verona, Zürich, Monte Carlo, Tokio und das Burgenland. Ihre Hallen dienen als Fundus für zahlreiche Stoffe, Stickereien und Gewandelemente. Durch das behutsame Upcycling entstehen einzigartige neue Kostüme, die handwerkliche Tradition mit zeitgemäßer Ressourcenschonung verbinden. Palellas Kreationen orientieren sich an historischer Authentizität und setzen gleichzeitig auf die funkelnden Akzente von Glassteinen, Glitzer und Perlen.

Ein weiteres perfekt abgestimmtes Ensemble bilden Tischlerei, Schlosserei, Bildhauerei und Bühnenmalerei. Sie übersetzen die kühnsten Visionen in die felsige Realität des Steinbruchs. Es ist genau diese handwerkliche und technische Exzellenz, die es „Tosca“ ermöglicht, ihren berühmten Schritt ins Schicksal vor einer Kulisse zu wagen, die an Realismus und Wucht ihresgleichen sucht.

Die Nachfrage steigt

Schon Wochen vor der Premiere zeichnet sich eine hohe Nachfrage nach den Vorstellungen im Juli ab. Das große Publikumsinteresse, insbesondere für die Vorstellungen an Freitagen und Samstagen, unterstreicht die Vorfreude auf Puccinis Meisterwerk in der spektakulären Kulisse des Steinbruchs St. Margarethen. Wer „Tosca“ erleben möchte, sollte sich daher rechtzeitig seinen Wunschtermin sichern.

Tickets und Termine

Tickets für „Tosca“ im Steinbruch St. Margarethen können im Ticketbüro pan.event unter T + 43 2682 65 0 65 oder per E-Mail: tickets@panevent.at gebucht werden. Weitere Informationen finden Sie unter www.operimsteinbruch.at.

Termine & Informationen
Premiere: 15. Juli 2026
Weitere Termine:
16., 17., 18., 23., 24., 25., 26., 29., 30. und 31. Juli 2026
1., 5., 6., 7., 8., 13., 14., 15., 16., 19., 20., 21. und 22. August 2026

Beginn Juli: 20.30 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr
Beginn August: 20.00 Uhr, Einlass ab 18.00 Uhr
Dauer: ca. 2,45 Std. inkl. Pause
Preise: € 29 bis € 185

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2.7.2026- „Die Walküre“- Premiere- Waldoper in Sopot- BALTIC OPERA FESTIVAL- Polen

Eine grandiose „Walküre“ im faszinierenden „Bayreuth des Nordens“!!!

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Fotocredit: Karpati & Zarewicz

Zum 150. Jubiläum der Uraufführung des Ring des Nibelungen präsentierte das Baltic Opera Festival, dessen Initiator und künstlerische Leiter, der aus Polen stammende Star-Bassbariton KS Tomasz Konieczny ist, in seiner vierten Ausgabe „Die Walküre“ in der Waldoper in Sopot.

In Kooperation mit der Königlich Dänischen Oper und der Griechischen Nationaloper wurde Richard Wagners Monumentalwerk in der eindrucksvollen Kulisse des überdachten, 5000 Plätze umfassenden, Freiluft-Amphitheaters fulminant umgesetzt.

Weltstar und Intendant Tomasz Konieczny übernahm höchstpersönlich die Rolle des Wotan und war in seiner unvergleichlichen Interpretation seiner Paraderolle sensationell zu erleben!!!

In der Inszenierung von John Fulljames (Wiederaufnahme-Regie: Johanne Holten) befand sich Wotan von Anfang an auf der Bühne und lenkte sowie beobachtete das Geschehen. Wotan repräsentierte den Chef eines Planungsbüros mit unzähligen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, die an ihren Computern arbeiteten und auf Wotans Befehl agierten. Auch er bediente seinen Computer, um jede Situation auch virtuell zu beherrschen.

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Fotocredit: Karpati & Zarewicz

Das Wälsungenpaar und Hunding fristeten ihr Dasein in einer holzverschlagenen Hütte, das von Wotan und seinem Planungsbüro sozusagen von „oben“ gelenkt wurde. Für den zweiten und dritten Akt wurde eine große Bühnentreppe hereingefahren, auf der bis zum Ende dieses Wagner‘schen Meisterwerks beeindruckend agiert wurde.
Für das Licht zeichnete D.M. Wood verantwortlich und für die Bühne sowie die Kostüme Tom Scutt.
Auf Grund der Open-Air Situation wurde mit Mikrofon gesungen.

Das Orchester der Baltischen Oper in Gdańsk in Zusammenarbeit mit dem Symphonieorchester der Lemberger Nationalen Philharmonie, benannt nach Myroslaw Skoryk, präsentierte unter der souveränen und einfühlsamen, musikalischen Leitung von Axel Kober das Wagner‘sche Oeuvre feinfühlig, differenziert mit rundem, wohligem, mächtigem Klang und gebührender, hochmusikalischer Attacke.

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Fotocredit: Karpati & Zarewicz

Tomasz Konieczny durchlebte seinen sensationellen Wotan mit enormer, wohldosierter Stimm- und Ausdruckskraft, hinreißender Intensität, exemplarischer Wortdeutlichkeit, akribischer, wohldurchdachter Emotionalität und überragender Präsenz. Sein unvergleichliches, männliches Stimmtimbre, seine unverwechselbare, enorm ausgereifte Interpretation sowie seine attraktive, charismatische Bühnenerscheinung machten seinen Wotan zu einem einzigartigen Ereignis!!!

Stanislas de Barbeyrac bewies in der Rolle des Siegmund seine Eignung für das profunde Wagner-Tenorfach. Sein baritonal klingender Tenor wies die erforderliche Fülle, Durchhaltekraft und Präsenz für eine überaus überzeugende Rollenidenfikation auf.

Izabela Matula verlieh der Sieglinde mit ihrem schönen, voluminösen, durchschlagskräftigen Sopran ihr ganz persönliches, präsentes Profil und überzeugte ebenso mit ihrer authentischen Darstellung. Stéphanie Müther erfüllte die Rolle der Brünnhilde mit hingebungsvoller, lyrischer Attitüde, sicheren Spitzentönen, Feinheit und authentischer Emotionalität.

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Fotocredit: Karpati & Zarewicz

René Pape beeindruckte als Hunding mit seiner bewährten Authentizität, profundem Bass, Wortdeutlichkeit und Präsenz. Malgorzata Walewska gelang ein beachtliches Rollendebüt als Fricka. Bravourös meisterte sie die Herausforderungen der anspruchsvollen Rolle sowohl stimmlich als auch darstellerisch.

Homogen, eindrucksvoll und durchschlagskräftig das Walküren-Oktett:
Katarzyna Wietrzny (Gerhilde), Natalia Rubiś (Ortlinde), Magdalena Pluta (Waltraute), Joanna Motulewicz (Schwertleite), Annika Egert (Helmwige), Iwona Wall (Siegrune), Anna Bernacka (Grimgerde), Barbara Bagińska (Rossweisse).

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Fotocredit: Karpati & Zarewicz

Eine grandiose, mit stehenden Ovationen, umjubelte Premiere der „Walküre“ in der Waldoper in Sopot, die in bester Erinnerung bleiben wird!

Marisa Altmann-Althausen

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  schoepfblog – Programm der 28. Kalenderwoche vom 06.07.2026 bis zum 12.07.2026

Montag:
Apropos: Die Bürokraten haben es so weit gebracht, dass sich kein Normalbürger mehr ein Eigenheim leisten kann. (Alois Schöpf)

Dienstag:
Musik: Helmut Schiestl besuchte die Eröffnung der Innsbrucker Promenadenkonzerte, die Intendant Bernhard Schlögel mit seinem Orchester fulminant eröffnete.
Literatur: Gottlieb Pomella: „Aufbrechen und bleiben“, Erzählungen: Noch Generationen nach der Option bricht in Südtirol an patriotischen Tagen die große Wunde auf. (Helmuth Schönauer)

Mittwoch:
Literarische Korrespondenz: Christoph Schmarl an Alois Schöpf: Karl Marx ist nicht gleich Adolf Hitler.
Universitäten: Das Problem sind die Massenfächer, nicht die Orchideenfächer. Wenn man Letztere kürzt, merkt es ohnehin niemand. (Reinhard Kocznar)

Donnerstag:
Sterbehilfe: Über eine skandalös einseitig besetzte Veranstaltung an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg. Ein Protestschreiben. (Gianluca Crepaldi)

Freitag:
Geistesleben: Der katholische Funktionsintellektuelle, dargestellt anhand dreier Veranstaltungen über das Österreichische Sterbehilfegesetz. (Alois Schöpf)
Musik: Weltstar Christian Thielemann gastiert mit der Bläserphilharmonie Mozarteum Salzburg bei den Innsbrucker Promenadenkonzerten. (Helmut Schiestl)

Samstag:
Gefühle: Eine sommerliche Liebes- bzw. Beziehungsgeschichte. (Elias Schneitter) 

Sonntag:
Kommunikation: Über den Unterschied zwischen Freizeitgespräch und Fachgespräch bzw. Wissenschaft und Erwachsenenbildung. (Helmuth Schönauer)

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