INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 27. MAI 2026)
Les Pécheurs des perles 26.5.26
Ja, die Liebe hat bunte Tücheln

Ach so, anderes Bizet-Stück – obwohl nach der Pause etwas Carmen Muzak und eine bekannte, nicht eben partiturbestimmte Stimme zu hören war. Und es heißt nicht „Tücheln“, sondern „Flügeln“, aber in Ersan Mondtags Ceylon-Alternative wird gefärbt, nicht geflogen.
Haben wir die Perlenfischer am Ring vermisst? Es ist faszinierend gute Musik zu einem andernarts faszinierend schwachen Text. Es einmal vom Staatsopernorchester hören zu dürfen, hat seinen Reiz und der spät an die Staatsoper geholte Daniele Rustioni nutzt ihn mit dem Orchester und dem ebenso geforderten wie souveränen Chor zu einem farbenreichen, nuancierten Klangteppich.
Viele Personen gibt es nicht in dem Stück und sie sind so operntypisch wie nur möglich: Der duldende Sopran, der schmachtende Tenor, der zwischen Wut und Großmut zerrissene Bariton und der finstere Bass. Kristina Mkytarian zeigt als Leila durchaus Vorzüge, ohne sich zum lyrischen Zentrum als Primadonna machen zu können. Juan Diego Florez als Nadir und Ludovic Tezier als Zurga haben die nötige Starqualität, aber der Unterschied zwischen mit ausgezeichneter Technik und äußerster Disziplin und Kraft die Erfordernisse respektabel Bewältigen und ein gesundes Organ frei strömen Lassen wird hier augenscheinlich. Ivo Stanchev ergänzt als Nourabad wie immer in mittelgroßen Rollen sehr verlässlich.
Zur Inszenierung nur so viel: Ich kann zu ihr nichts Schlechtes sagen. Ein bühnennaher Logenplatz, 3. Reihe wird dabei mitgeholfen haben.
Robert Fucik
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WIEN/Staatsoper: DIE WALKÜRE am 25. Mai 2026

Ein Sängerfest!
Gestern Abend ging der vorletzte Zyklus des „Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner in der nicht ganz gelungenen, aber sehr repertoiretauglichen Inszenierung von Sven-Eric Bechtolf unter der musikalischen Leitung von Pablo Heras-Casado mit der „Walküre“ weiter. Es war vor allem ein Fest der Stimmen, im Finale gar eine Sternstunde.

Schlussapplaus Volle Nylund: Foto: Klaus Billand
Denn was Michael Volle als Wotan und Camilla Nylund als mädchenhaft wirkende und jugendlich hochdramatisch (kein Tippfehler!) singende Brünnhilde bei Wotans Abschied, aber auch Szilvia Vörös als klangvolle und charmante Fricka im großen Dialog mit Volle an musiktheatralischer und vokaler Präzision, Imagination und Emotion an den Tag legten, war in dieser Perfektion wohl bisher in der Bechtolf-Inszenierung kaum zu sehen…
Video-Podcast von Klaus Billand

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Musikfestival crescendo26: 30. Mai bis 13. Juni 2026
Festivalstart am 30. Mai mit dem Symphonieorchester der UdK Berlin unter der Leitung von Michael Sanderling: Schostakowitsch und Brahms – Revolte und Versöhnung

Zwei volle Festivalwochen unterstreichen unter dem Motto „GegenTöne“ die Fähigkeit von Musik, Brücken zu bauen
Mit dem Start des Musikfestivals crescendo26 am Samstag, 30. Mai, öffnet die Universität der Künste Berlin erneut ihre Pforten, und lädt ein zu zwei Wochen hochkarätiger musikalischer Erlebnisse. Studierende, Lehrende und internationale Gäste gestalten bei crescendo bis zum 13. Juni gemeinsam mehr als 20 Konzerte und demonstrieren die exzellente und vielseitige musikalische Ausbildung an der UdK Berlin. Unter dem Motto „GegenTöne“ lässt sich erleben, wie Musik Widerstand leisten und Brücken bauen kann.
„Die Universität der Künste Berlin sieht es als eine ihrer Kernaufgaben, aktiv in die Stadtgesellschaft hineinzuwirken und Musik, Gestaltung, die freien und die Bühnenkünste für ein möglichst breites Publikum erfahrbar zu machen. Der Eintritt zu all unseren crescendo26-Veranstaltungen ist kostenlos, jede*r ist willkommen, um sich ein Bild der Widerständigkeit von Musik zu machen und sich von der großartigen musikalischen Qualität unserer Studierenden, Lehrenden und Gäste zu überzeugen. Neben dem Rundgang – den Tagen der offenen Tür im Juli – ist dieses Musikfestival eines der UdK-Highlights im Kulturveranstaltungskalender unserer Stadt“, so der Präsident der UdK Berlin, Prof. Dr. Markus Hilgert.
Sinfoniekonzert zur Eröffnung, Livestream und geöffnete Generalprobe
Im Eröffnungskonzert am Samstag, 30. Mai um 20 Uhr, steht Dirigent, Cellist und Schostakowitsch-Experte Michael Sanderling am Pult des Symphonieorchesters der
UdK Berlin und stellt Dmitri Schostakowitschs vieldeutige 12. Sinfonie dem versöhnlichen Doppelkonzert von Johannes Brahms gegenüber. Solisten sind Donghwi Ko, Violine, und Uladzimir Sinkevich, Violoncello. Das Konzert ist nahezu ausgebucht, sodass am Abend lediglich Restkarten verfügbar sein werden. Das Konzert wird von Studierenden des hochschuleigenen Studienganges Tonmeister*innen live im Internet übertragen: www.livestream.udk-berlin.de. Besondere Einblicke verspricht zudem der Besuch der Generalprobe des Eröffnungskonzerts, die am Samstag um 10 Uhr stattfindet. Auch hierfür sind Reservierungen erforderlich.
Sternstunde, radikaler Originalklang und Harnoncourt-Ausstellung
Am Sonntag des Eröffnungswochenendes sind um 11 Uhr außergewöhnlich begabte junge Musiker*innen zu erleben, die sich im Rahmen des neuen „Stern Chamber Music Projects“ des Julius-Stern-Instituts intensiv und kontinuierlich der Kammermusik widmen. Anschließend steht um 18 Uhr die „Radikalität des Originalklangs“ auf dem Programm. So nannte Nikolaus Harnoncourt seinen Ansatz, bisherige Interpretationskonzepte barocker und klassischer Musik infrage zu stellen und aus neuer Perspektive zu betrachten. Damit revolutionierte er die Musikwelt. Lucas Blondeel, Yibai Chen und Lea Rahel Bader machen diese Revolution auf Hammerflügel, Barockcello und modernen Instrumenten hörbar. Während des gesamten Festivals gibt im Foyer des Konzertsaals in der Hardenbergstraße die Ausstellung des Nikolaus Harnoncourt Zentrums „Nikolaus und Alice Harnoncourt: Musik ist eine Sprache“ Einblicke in das musikalische Archiv des Künstlerehepaares.
Sieben Flügel, Jubiläen und Abschied
Im weiteren Verlauf von crescendo26 sind Mathias Spahlingers „Farben der Frühe“ und Frédéric Chopins 24 Préludes an sieben Flügeln ebenso zu erleben wie das traditionelle Chorkonzert in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche mit dem Kammerchor der Künste und dem Ensemble Baroque des Instituts Alte Musik. Drei Dirigierstudierende leiten in ihrem Abschlusskonzert das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt, in einem Kammerkonzert werden Werke von Weinberg, Lachenmann und Janáček präsentiert und Georges Barthel, Professor für Traversflöte an der Universität, unterrichtet Studierende in einer öffentlichen Masterclass.
Carl Maria von Weber wird an seinem 200. Todestag vom Staats- und Domchor, der Sing-Akademie und der Kammersymphonie Berlin gewürdigt und Preisträger*innen unterschiedlicher Wettbewerbe präsentieren sich dem Publikum. Gefeiert wird zudem das 30. Jubiläum des Fauré Quartetts, und Axel Bauni verabschiedet sich nach 23 Jahren als Professor von der UdK Berlin. Auch die Big Band des Jazz Instituts Berlin ist bei crescendo26 dabei, sowie Stipendiat*innen der Paul-Hindemith-Gesellschaft in Berlin e. V. Im Abschlusskonzert tut sich das Ensemble ilinx – Studio für Neue Musik der UdK Berlin mit Studierenden und Lehrenden der Flöten- und der Schlagwerkklasse zusammen und spielt wegweisende Werke des 20. und 21. Jahrhunderts für diese Besetzung.
crescendino für die Jüngsten
Für die jüngsten Gäste gibt es bei crescendino unterschiedliche Veranstaltungen, darunter die Vorstellung des Mädchen- und Knabenchors des Staats- und Domchors und der Sing-Akademie, verschiedene Mitmachkonzerte mit und für Berliner Grundschulklassen sowie Sandkastenkonzerte für Babys und Kleinkinder.
Bis auf wenige Ausnahmen finden die Konzerte im Konzertsaal der UdK Berlin und im Joseph-Joachim-Konzertsaal der UdK Berlin statt, bei freiem Eintritt mit reservierbaren Einlasstickets.
In der aktuellen Ausgabe des Hochschulmagazins journal gibt es ein Gespräch mit Prof. Konstantin Heidrich, hier nachzulesen.
Das vollständige Programm ist online: www.udk-berlin.de/crescendo.
30. Mai bis 13. Juni 2026
crescendo – das Musikfestival der UdK Berlin
„GegenTöne“
Künstlerische Leitung: Prof. Konstantin Heidrich
www.udk-berlin.de/crescendo
Eintritt frei, wir freuen uns über Spenden.
Die Universität der Künste Berlin gehört zu den größten und vielseitigsten Kunstuniversitäten Europas, an der sich künstlerische Lehre und Praxis sowie wissenschaftlicher Diskurs gegenseitig beeinflussen und das akademische Profil prägen. Mit ihrer über 300-jährigen Geschichte ist sie tief in der Stadt Berlin verankert und ist mit jährlich über 700 Veranstaltungen eine bedeutende kulturelle Impulsgeberin. Die UdK Berlin vereint ein breites Spektrum an Studiengängen der Bildenden Kunst, Gestaltung, Musik, Darstellenden Kunst und der auf sie bezogenen Wissenschaften. Ihr Profil wird durch das Hochschulübergreifende Zentrum Tanz Berlin und durch das Jazz Institut Berlin ergänzt. Ihren rund 4.500 Studierenden – von denen etwa ein Drittel international ist – bietet sie exzellente Lehre und Forschung und fördert einen kontinuierlichen Austausch zwischen künstlerischer Praxis und wissenschaftlicher Reflexion. Präsident der UdK Berlin ist seit dem 1. April 2025 Prof. Dr. Markus Hilgert.
www.udk-berlin.de
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SCHUBERTIADE WIEDEN: HEUTE KONZERT LIVIU HOLENDER (Haus der Ingenieure)

- 05. 2026
FRANZ SCHUBERT
WINTERREISE
LIVIU HOLENDER Bariton
ALEJANDRO PICÓ-LEONÍS Klavier
Haus der Ingenieure
Eschenbachgasse 9, 1010 Wien
Beginn: 19:30 Uhr
Karten: https://shop.eventjet.at/de/schubertiade-wieden
Weitere Informationen auf www.schubertiade-wieden.at
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Wiener Festwochen: Wo finden wir die NEW GODS? (25.5.2026)
Time for New Gods: Werbemäßig groß wird mit solch einem Schlagwort für die heurigen Wiener Festwochen (bis 21.Juni) höchst aufwändig Reklame gemacht. Und Chef Milo Rau, der aus der Schweiz als Festival-Nothelfer für die Wiener Kulturpolitiker in die Stadt geholt wurde, versprüht weitere Lockworte für das hoch subventionierte wie dicht bestückte Gastspiel-Programm. Von einer einer ‚Freien Republik Wiener Festwochen‘ ist überall zu lesen, von der ,Republic of Gods’, von einem ‚Festival der Zukunft’. Doch fragt man in der gebildeteren Bevölkerung, welche Abende zu einem Besuch verführen könnten, so wird die Antwort zumeist schuldig geblieben.
Gut besucht sind jedoch die Darbietungen an den Pfingsttagen gewesen. Hier muss die Frage gestellt werden: Wie hat sich das Kulturverhältnis der jüngeren Wiener gegenüber dem höheren geistigen Anspruch früherer Jahrzehnte geändert? Ein Extrembespiel: „Music Music – Historie(s) du Théatre VII“ hat es an drei Abenden im Volkstheater geheißen. Für knapp über eine Stunde: Leere Bühne, ein fein dekorierender Steinbruch-Prospekt, diverser lockerer Sound aus der Konserve. Angekündigt ist der Soloauftritt von Trajal Harrell, dem farbigen US-Leiter des auch durch ImpulsTanz in Wien bekannten Zürich Dance Ensemble.
Einstimmung bietet der Programmzettel: „Music Music ist ein ebenso intimes wie intensives Solo über die Transformation von Körper, Herz und Gedanken über die Zeit hinweg.“ Klingt interessant. Doch was erlebt das Publikum über eine knappe Stunde lang? Anfangs endloses Warten bei voller Saalbeleuchtung. Trajall erscheint überaus gelassen, dick kostümiert als Mann wie als Frau. Ruhe, Ruhe …. Setzt zu netter Musik zu kleinen Bewegungsspielchen an, windet sich bisserl geschmeidig, hüpft ein bisserl geschmeidig, zeigt mit simpler Gebärdensprache ganz bescheiden simple Gefühls. Ja, locker, sonst nichts. Pause, nochmals Pause. Harrell verschwindet auf einige Zeit, leere Bühne. Erneut die kleinen Rundtänzchen, ganz locker, dann ausdruckslose Blicke in den Zuschauerraum, immer netter Sound. Und Leere …. Also, auch wenn das applaudierende Publikum im Saal dem unaufdringlich fadisierendem Einzelgänger offensichtlich eine starke Persönlichkeit zugesprochen hat: Sicher liegt man nicht falsch, wenn dies kein neuer Gott sein kann.
Doch eine neue Göttin? Klingt beinahe so: Florentina Holzinger, die kalkulierende Göttin einer weiblichen Furore-Bande, aus der Wiener Heiligenstadt in die Höhe gewachsen. Und heuer Österreichs Aushängeschild bei der Biennale von Venedig. Eigenes Blut fließt und die nackten Girls, auch durchaus ältere, alle international besetzt, führen diese Spektakel vor – oft und oft als Perversionen bezeichnet – welche Holzinger ihnen verordnet. Und auch das nun verlassene durchaus idyllische Prinzendorfer Landschloss des verstorbenen Hermann Nitsch konnte sie nun mit Hilfe festwöchentlicher Subvention besetzen. Routinierte Arbeit bereits für sie. Nitsch´ Blutfeste sind zwar so richtige Spekulationen gewesen, doch sie haben sich auch unter den Deckmantel Kunst gut verkauft lassen. War schon stimmungsvoll hier in der Runde einer heiter gelaunten Nitsch-Society herumzuspazieren, Meinungen anzuhören, den Weinviertler Sonnenschein zu genießen und den Blick von so einigen degustierenden Aktionen abzuwenden. Also, Kunst ist Kunst, modisch gesagt. Heute völlig ungefragt ihrer Werte, ohne Anspruch auf geistvolle Gestaltung. Und so hoffen wir weiter, dass der herumflirrende Milo Rau denn doch bald die richtigen Göttlichkeiten aus seinem wundersamen Göttersack den Wienern vor die Nase setzt.
Meinhard Rüdenauer
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Operatic stars Aleksandra Kurzak and Kang Wang make their Prague Spring debut

Prague, 26 May 2026 | On Wednesday 27 May, the historic building of the National Theatre will host a performance of Jules Massenet’s grand vocal-instrumental drama Marie-Magdeleine at the Prague Spring, almost exactly thirty years after it was last heard at the festival. Appearing in the leading roles of Mary Magdalene and Jesus will be stars of New York’s Metropolitan Opera and London’s Royal Opera House – Polish soprano Aleksandra Kurzak and Chinese-Australian tenor Kang Wang. The roles of Martha and Judas will be performed by soloists of the National Theatre Opera and the State Opera, Arnheiður Eiríksdóttir and František Zahradníček. The Chorus and Orchestra of the National Theatre Opera together with the Prague Philharmonic Children’s Choir will be conducted by Robert Jindra. The project has been created as a co-production between Prague Spring and the National Theatre.
Described by Massenet as a “Drame Sacré”, the work, based on a libretto by Louis Gallet, portrays the final days of Jesus’s life through the eyes of Mary Magdalene. It premiered at the Odéon Theatre in Paris on Good Friday, 11 April 1873, and sparked a minor controversy, with some critics pointing to Massenet’s tendency to portray the heroine’s relationship with the Son of God as something more than purely spiritual. Hovering on the boundary between oratorio and opera, the work reflects Massenet’s extraordinary dramatic instinct and gift for theatrical situation. This is evident in the score itself, into which he incorporated numerous stage directions – including the instruction that Jesus should not be visible during the crucifixion scene. For this reason, Marie-Magdeleine is occasionally staged rather than performed in concert form alone. Prague audiences, too, can expect a certain degree of spatial and theatrical treatment, as Robert Jindra confirms: “I myself am drawn to some kind of ‘action’ in this story, so that it is not merely a concert performance.”
This project brings together the Prague Spring festival and the National Theatre, whose collaboration dates back to the festival’s founding in 1946. Among their most historically significant joint projects were performances of five operas by Leoš Janáček in 1958, the internationally acclaimed cycle of operas and ballets by Sergei Prokofiev in 1963, and the Czech premiere of Dmitri Shostakovich’s Lady Macbeth of Mtsensk in 1965 under the musical direction of Jaroslav Krombholc, who had also presented the work at the Vienna State Opera earlier that same year. Following 1990, Prague audiences were introduced, through the collaboration between Prague Spring and the National Theatre, to productions such as The Fall of the House of Usher by Philip Glass (1999, Prague State Opera), The Death of Klinghoffer by John Adams (2003, National Theatre), Treemonisha by Scott Joplin (2005, Prague State Opera), and two important works by Benjamin Britten – Death in Venice directed by Yoshi Oida (2009, Prague State Opera) and Gloriana directed by Jiří Heřman (2012, National Theatre). In 2011, thanks to Prague Spring, the National Theatre hosted the outstanding British Hilliard Ensemble in an experimental opera by German composer Heiner Goebbels, I went to the house but did not enter, presented in the composer’s personal presence. More recent examples include the 2019 production Mozart and the Others, featuring the one-act operas Letters, Riddles and Writs by British composer Michael Nyman and The Classical Style by American composer Steven Stucky, a pupil of Karel Husa.
The partnership between these two institutions has also brought to Prague a number of prestigious guest appearances by leading European opera companies, including the Komische Oper Berlin in 1956 and the Berlin State Opera, which in 1959 presented five productions at the Smetana Theatre: Ariodante by George Frideric Handel, Lohengrin by Richard Wagner, Elektra by Richard Strauss, L’incoronazione di Poppea by Claudio Monteverdi, and the contemporary ballet New Odyssey. In 1979, the Vienna State Opera appeared at Prague Spring under the legendary conductor Karl Böhm, with Edita Gruberová singing the role of Zerbinetta in Ariadne auf Naxos. One of the most ambitious projects in the festival’s history came in 2005 with a production of Wagner’s Der Ring des Nibelungen in co-production with Deutsche Oper am Rhein. From the festival’s more recent history, mention should also be made of the successful Czech premiere of the opera Dorian Gray by composer Ľubica Čekovská, performed by the Slovak National Theatre in 2015.
For Polish soprano Aleksandra Kurzak, who will make her role debut as Mary Magdalene, Massenet’s treatment of this biblical story is above all a story of love. “I am a Catholic, a Christian. But if I set my faith aside for a moment and think about it rationally, of course I ask myself why a woman of, let us say, somewhat questionable reputation stood beneath Jesus’s cross together with his mother. What is the message behind that? Perhaps she truly meant more to Jesus than just another person? Or perhaps she was simply ‘labelled’ in this way later, when the Church was being built? We do not know. But it is a beautiful story that offers hope – that even if you reach rock bottom in life, you can change, you can become a better person, and help can always come. And that is a beautiful message! What Jesus Christ truly gave us was love. It is about nothing else. If we look at it purely from the perspective of Christianity, it is about love. About loving your neighbour as yourself,” says Aleksandra Kurzak. Kurzak first appeared at the Metropolitan Opera in 2004 and shortly afterwards made her debut at London’s Royal Opera House. She has continued to return to both stages with unwavering regularity ever since. Her career also includes numerous acclaimed productions at Teatro alla Scala, the Vienna State Opera, the Bavarian State Opera, the Berlin State Opera and the Salzburg Festival.
Chinese-Australian tenor Kang Wang is currently one of the brightest stars of the rising generation of singers. He completed the prestigious Lindemann Young Artist Development Program at the Metropolitan Opera and, in 2017, became a finalist in one of the world’s most demanding vocal competitions, BBC Cardiff Singer of the World. In the current season alone, he has appeared at the Metropolitan Opera, the Vienna State Opera, San Francisco Opera and the Bavarian State Opera. Critics describe his voice as “warm, moving, penetrating, and above all majestically resonant”. Jesus will be his first Massenet role. “I assumed that the first Massenet opera I would study would perhaps be Werther or Manon. And instead, it is Jesus! I never imagined that one day in my career I would sing and portray Jesus!”
The large-scale forces of around 150 performers will be led by the National Theatre’s Music Director Robert Jindra: “Marie-Magdeleine has been on my mind since my student years. That was when I fell in love with Massenet thanks to Hérodiade. Marie-Magdeleine was love at first hearing. Musically, I feel extraordinarily close to it – it is my world, one that I thoroughly enjoy. The ending of Marie-Magdeleine, building towards a kind of apotheosis, is simply overwhelming,” he says of his relationship with the work.
The 2026 performance will mark only the second presentation of the work in the history of the Prague Spring International Music Festival. In 1996, it was performed twice as part of the European Cathedral Concerts series by the Janáček Philharmonic Ostrava and the Kühn Choir of Prague under the baton of Petr Vronský. The solo parts were sung by Eva Dřízgová (Mary Magdalene), Erika Šporerová (Martha), Valerij Popov (Jesus) and Vladimír Chmelo (Judas).
Jules Massenet: Marie-Magdeleine, a sacred drama in three acts
27 May, 20.00, National Theatre
Project details: https://festival.cz/en/programme/marie-magdeleine-national-theatre-27-5/
National Theatre Chorus and Orchestra
Robert Jindra – conductor
Lukáš Kozubík – chorusmaster
Prague Philharmonic Children’s Choir
Petr Louženský – chorusmaster
Aleksandra Kurzak – soprano (Méryem / Mary Magdalene)
Arnheiður Eiríksdóttir – mezzo-soprano (Martha)
Kang Wang – tenor (Jesus)
František Zahradníček – bass (Judas)
Artists’ photographs: https://bit.ly/3PWIi3v
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schoepfblog – Programm der 22. Kalenderwoche vom 25.05.2026 bis zum 31.05.2026
Rückblick auf Sonntag:
Musik: Zur Uraufführung der neuesten Oper von Johannes Maria Staud, des Weltuntergangsspektakels „Missing in cantu“, vor halbleerem Tiroler Landestheater. (Thomas Nußbaumer)
Montag:
Apropos: Das Ende des Südtirol-Problems: Aus einem geteilten Land wurden zwei Nachbarn mit verschiedenen Interessen und mäßiger gegenseitiger Neugier. (Alois Schöpf)
Dienstag:
Medien: Es wird für Journalisten immer schwieriger, abseits festgeschriebener Ideologien zu arbeiten. Ein Erfahrungsbericht aus der Schweiz von Urs Heinz Aerni.
Literatur: Eine Biografie von Martin Kolozs über Andreas Khol: Verfassungsjurist, Erwachsenenbildner, politischer Kommentator und Funktionär in höchsten Staatsämtern. (Helmuth Schönauer)
Mittwoch:
Medien: Bettina König lässt sich mit der KI ein und berichtet von abstrusen Erfahrungen mit einem teils schleimigen, teils unhöflichen, künstlichen Gesprächspartner.
Musik: Ein älterer Herr versucht sich am Keyboard und lernt 400 Schlager in C-Dur, worauf er zum Klavier zurückkehrt. (Hannes Hofinger)
Donnerstag:
Räuberstaat: Die Steuerbelastung in Österreich nähert sich den 50 %, was zur Folge hat, dass viele weniger arbeiten, um nicht noch mehr zahlen zu müssen. (Reinhard Kocznar)
Freitag:
Medien: Unsere Demokratie funktioniert angeblich nicht ohne unabhängige Medien. Vielleicht stimmt das. Doch wo sind die unabhängigen Medien? (Alois Schöpf)
Samstag:
Malerei: Elias Schneitter zeichnet ein liebevolles Porträt seines Freundes, des Malers und Illustrators Yeti Beirer.
Sonntag:
ORF Tirol: Da der ORF nicht reformiert werden kann, kann auch seine Direktorin als Person mit dem richtigen Geschlecht, Südtirolerin und ehemalige Ski-Lehrerin, wiedergewählt werden. (Helmuth Schönauer)
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„Einheits-Braun“: Bärbel Bas beleidigt die Mehrheit der Deutschen – die braunen Säue müssen ausgedünnt werden!

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