INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 26. AUGUST 2026)
Dmitri Jurowski statt Axel Kober in Grafenegg

Dmitri Jurowski
Axel Kober musste sein Dirigat von Erich Wolfgang Korngolds Oper «Die tote Stadt» im Rahmen des heurigen Grafenegg Festival am Sonntag, 30. August 2026 zurücklegen. Dmitri Jurowski wird stattdessen das Tonkünstler-Orchester Niederösterreich leiten.
(Grafenegg, 24. August 2026) Der Dirigent Axel Kober muss seinen Auftritt in Grafenegg absagen. Er sollte am 30. August in Grafenegg das Tonkünstler-Orchester Niederösterreich in einer konzertanten Aufführung von Korngolds «Die tote Stadt» leiten. Für Kober springt Dmitri Jurowksi ein, der das Werk bereits mit großem Erfolg an der Semperoper Dreden dirigiert hat.
«Dmitri Jurowski hat in seiner faszinierenden Lesart der fast cineastisch anmutenden, modernen Musik Korngolds alles Sentimentale weitgehend vermieden und stattdessen in einer zwar breit angelegten, aber klaren Lesart, die Qualitäten Korngolds hörbar gemacht. Er animiert die Sächsische Staatskapelle zu einem orgiastischen Klangrausch, in dem sich Parsifalglocken- und Pelléas-Klänge, Spätromantik und Impressionismus mischen.» (Deutschlandfunk)
Dmitri Jurowski wurde in Moskau geboren. Nach Abschluss des Violoncello-Studiums in Rostock beendete er mit Erfolg auch das Dirigierstudium an der Hochschule für Musik «Hanns Eisler» Berlin. Lehrjahre als Operndirigent insbesondere im italienischen und russischen Fach schlossen sich in Italien an. Seit 2005 arbeitet er als Dirigent sowohl im Opern- als auch im symphonischen Repertoire. Er leitete bereits über 100 verschiedene Opernproduktionen u. a. an der Bayerischen Staatsoper, der Deutschen Oper Berlin, der Pariser Opéra Bastille, der Lyric Opera Chicago sowie am Teatro La Fenice und arbeitete mit Orchestern wie dem BBC Philharmonic Orchestra, dem Swedish Radio Symphony Orchestra, den Hamburger Symphonikern, dem Residentie Orkest Den Haag, dem Gewandhausorchester Leipzig, Hong Kong Philharmonic und den Wiener Symphonikern zusammen. Neben der deutschen, russischen und slawischen Klassik, Romantik und frühen Moderne liegt ihm die Vermittlung der Werke von u. a. Erich Wolfgang Korngold, Alexander Zemlinsky und Franz Schreker besonders am Herzen. Dmitri Jurowski war Generalmusikdirektor der Flämischen Oper Antwerpen/Gent (2011 bis 2016) und von 2015 bis 2022 Chefdirigent am Novosibirsk Opera and Ballet Theatre.
Weitere Informationen, sobald verfügbar, unter grafenegg.com.
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Wien: 1. Generalprobe im MusikTheater an der Wien am 14. September 19:00 Uhr
Demnächst beginnt die neue Saison 2026/27 im MusikTheater an der Wien und ich freue mich euch, anlässlich unserer Kooperation, RC Prinz Eugen und dem MusikTheater, die erste Generalprobe ankündigen zu dürfen:
- September 19.00 Uhr: La Calisto (Francesco Cavalli) —> Reservierung bis 7.9
ACHTUNG: die Reservierungsfrist muss eingehalten werden!!
Bucht gerne mehrere Karten und schickt das Angebot auch gerne Freunden weiter
Und so einfach geht’s!
Karten per Mail bei Herrn Philipp Wagner Philipp.Wagner-Nguyen@vbw.atmit eurem Namen, dem Namen der gewünschten Generalprobe und die Anzahl der Karten bestellen
Bitte bei Betreff: Rotary Club Prinz Eugen
Einzahlen auf: Rotary Club Prinz Eugen AT933200000106816458
Pro Generalprobenkarte € 40.-3. Die Karten werden als print@home tickets per E-Mail an euch geschickt
Mit den Spenden unterstützen wir das Graduiertenvorsingen des Musiktheaters an der Wien und stellen die Preisgelder 1.-3. Platz zur Verfügung. Im Januar 2027 findet das nächste Vorsingen und die Preisverleihung statt. Details folgen zeitgerecht
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Staatstheater Cottbus: Premiere am Samstag, 26. September 2026, 19.30 Uhr, Großes Haus
ROMEO UND JULIA | Eine Tragödie in vier Künsten (In deutscher Sprache) || Musikalische Leitung: Alexander Merzyn, Regie: Philipp Grigorian

Vorabmotiv zu ROMEO UND JULIA mit Lucie Luise Thiede (Schauspielerin)
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Foto: Jochen Quast
ROMEO UND JULIA, die berühmteste Liebesgeschichte der Welt, eröffnet die neue Spielzeit und bildet zugleich den Auftakt der ersten Theatersaison unter der Intendanz von Berthold Schneider. Regisseur Philipp Grigorian bringt die Geschichte der Veroneser Liebenden an einem einzigen Abend in vier unterschiedlichen Gestalten auf die Bühne: Schauspiel, Oper, Ballett und Konzert werden zu eigenständigen Erzählstimmen, die einander ergänzen, widersprechen und bereichern. Ein außergewöhnlicher Theaterabend, der die Möglichkeiten eines Mehrspartenhauses feiert und die Kraft verschiedener künstlerischer Ausdrucksformen in einer gemeinsamen Inszenierung erlebbar macht.
PREMIERENVORSCHAU
Premiere am Samstag, 26. September 2026, 19.30 Uhr, Großes Haus
ROMEO UND JULIA
Eine Tragödie in vier Künsten (In deutscher Sprache)
Musikalische Leitung: GMD Alexander Merzyn
Regie & Bühne: Philipp Grigorian
Kostüm: Vlada Pomirkovanaya
Video: Oleg Mikhailov
Sounddesign: Misha Cvijović
Choreografie Ballett: Inma López
Choreografie Musiktheater, Konzert & Schauspiel: Anna Abalikhina
Dramaturgie: Leonora Mense, Olga Fedyanina
Choreinstudierung: Christian Möbius
Produktionsleitung: Dejana Rados
Regieassistenz: Marianne Westermann, Elisa Freigang
Es gibt Geschichten, die man zu kennen glaubt und die doch überraschen, sobald sich eine neue Lesart einstellt. „Romeo und Julia“ ist so ein Stoff. Wie kaum ein anderer steht er für die große Liebe. So haben die Künste ihn immer wieder neu erzählt. Hector Berlioz verwandelte 1839 das Innenleben der Liebenden in eine dramatische Sinfonie und überließ die Liebesszene allein dem Orchester, ohne ein einziges gesungenes Wort. Charles Gounod gab dem Stoff knapp dreißig Jahre später eine Opernstimme, die aus Julias zarter Sehnsucht ein ganzes Schicksal formt. Und Sergej Prokofjew, der scharfsinnige Modernist, schuf 1935 ein Ballett, in dem Musik und Tanz von Leidenschaft und Verhängnis erzählen.
Diese Werke – und den alles verbindenden Text von Shakespeare – formt der Regisseur und Bühnenbildner Philipp Grigorian zu einer spartenübergreifenden Inszenierung „Romeo und Julia. Eine Tragödie in vier Künsten“, mit der das Staatstheater die Spielzeit 26/27 unter der neuen Intendanz von Berthold Schneider eröffnet.
Schauspiel, Musiktheater, Ballett und Konzert begegnen einander und sprechen in der jeweils eigenen Ausdruckssprache. Diese künstlerische Vielfalt verleiht dem bekannten Stoff ungewöhnliche Züge. Die Gattungen verbinden sich über die eigenen Grenzen hinweg, aber gerade in dieser Verbindung wird sichtbar, dass jeder Autor dieselbe Geschichte auf eine eigene Weise erzählt und dass sie dennoch in der beinahe exzentrischen Vielfalt dieser Perspektiven ihre Einheit bewahrt. Ein Konflikt wirkt ganz anders, wenn er nicht gesprochen, sondern getanzt wird, und eine Szene erscheint in einem neuen Licht, weil das Orchester einsetzt, wo die Sprache schweigt.
Grigorian, der zum ersten Mal am Staatstheater Cottbus inszeniert, dreht den vertrauten Blick auf die Geschichte um und schaut besonders aufmerksam nicht nur auf die junge Liebe, sondern auch auf den Hass der Gesellschaft, der sie umstellt und bedroht. Wie rivalisierende Fankurven feiern die Capulets und die Montagues vor allem sich selbst und sie genießen die Feindschaft als Spiel.
Der Hass erwächst aus einem starken Gefühl von Zugehörigkeit, und gerade deshalb fordert er am Ende wirkliche Tote.
In diese vorgeordnete und wohlbekannte Welt platzt die Liebe wie ein Fremdkörper hinein. Romeo und Julia stellen ihre eigenen Sehnsüchte in den Vordergrund und ihre Liebe wird zur Wahl zweier Menschen gegen das System, in das sie hineingeboren wurden. Eine Liebe, die treu und ungestört bliebe, böte auf der Bühne keinen Konflikt. Ohne die mordlustigen Verwandten, die im Dunkeln lauern, verlöre selbst die berühmte Balkonszene ihre Spannung. Noch in den zärtlichsten Momenten sprechen die beiden über die Fehde, weil erst der Hass ihre Liebe dringlich und damit erzählbar macht.
Das Besondere an dieser Inszenierung zeigt sich auch an den Liebenden selbst: Schauspiel, Musiktheater und Ballett bringen jeweils ihr eigenes Paar auf die Bühne, gesprochen, gesungen und getanzt. Diese Doppelgänger begegnen einander, schließlich gehört die Liebe keinem Körper allein, sondern wandert von der Stimme zur Geste und zum Gesang.
Grigorian belässt es nicht beim Erzählen, er zeigt zugleich den Apparat, der das Erzählen möglich macht. Bühnenarbeitende queren den Raum, Umbauten geschehen vor aller Augen und immer wieder tritt das Theater als Institution selbst auf die Bühne. Das Theater feiert in dieser Produktion sich selbst und unterstreicht zur gleichen Zeit, worum es in dem Stück geht. Auch Verona ist ein Apparat sowie eine Ordnung aus Regeln und Zugehörigkeiten. Die sichtbare Arbeit eines ganzen Hauses wird zum modernen Gegenstück jener Ordnung, die Romeo und Julia umstellt. Und gerade in dieser Offenheit zwischen freigelegtem Betrieb und gespieltem Gefühl, blitzt der eine Augenblick auf, der süß ist inmitten einer Welt, die ihn nicht erlaubt – erzählt in vier Künsten.
MIT
Musiktheater
Gesine Forberger, Andreas Jäpel, Dirk Kleinke, Sonja Isabel Reuter, Alexey Sayapin, Nils Stäfe, Luzia Tietze, Heiko Walter, Jens Klaus Wilde, Benjamin Kühnert, Seunghun Han, Damen und Herren des Opernchores
Ballett
Alessandra Armorina, Riccardo Caslini, Clara Dufay, Kate Elizabeth Farley, Alyosa Forlini, Alessandro Gachetti, Jorge Concepción Leal, Halle Lynn Mcgregor, Laura Oakley, Rachele Rossi, Mario Barcenilla Rubio, Nyla Tollasepp, Taro Yamada
Schauspiel
Sigrun Fischer, Amadeus Gollner, Dominika Hebel, Daniel Krimsky, Daniel Scholz, Lucie Luise Thiede
Konzert
Es spielt das Philharmonische Orchester.
Mit Ausschnitten von
William Shakespeare: Romeo and Juliet (1597)
Hector Berlioz: Roméo et Juliette. Symphonie dramatique avec choeurs, solos de chant et prologue en récitatif harmonique, op. 17. (1839)
Roméo et Juliette. Große Oper in fünf Akten (1867). Musik von Charles Gounod, Text von Jules Barbier und Michel Carré nach William Shakespeare
Romeo und Julia, op. 64 (1935/36, revidiert 1940) Ballett in vier Akten von Sergej Prokofjew, Adrian Piotrowski, Sergej Radlow und Leonid Lawrowski
Weitere Informationen und Besetzung:
ROMEO UND JULIA
Weitere Vorstellungen in dieser Spielzeit:
Samstag, 03. Oktober 2026, 19.00 Uhr, Großes Haus
Sonntag, 11. Oktober 2026, 19.00 Uhr, Großes Haus
Sonntag, 25. Oktober 2026, 16.00 Uhr, Großes Haus
Sonntag, 15. November 2026, 19.00 Uhr, Großes Haus
Mittwoch, 09. Dezember 2026, 19.30 Uhr, Großes Haus
Freitag, 25. Dezember 2026, 19.00 Uhr, Großes Haus
Offene Probe
Freitag, 18. September 2026, 19:00 Uhr, Großes Haus
Matinee
Sonntag, 20. September 2026, 11:00 Uhr, Großes Haus
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schoepfblog – Programm der 35. Kalenderwoche vom 24.08.2026 bis zum 30.08.2026
Montag:
Apropos: Der Bau der Nordkettenbahnen auf die Seegrube und das Hafelekar wäre im Zeitalter von totalitärem Naturschutz, NGOs und Bürgerprotesten unmöglich. (Alois Schöpf)
Dienstag:
Literatur: Hannes Hofinger versuchte das neueste Stück von Elfriede Jelinek zu lesen und hält sich für zu blöd, um es zu begreifen.
Literatur: Francesco Gubert steuert mit seinem Erfahrungsbericht „Weiche Butter, raue Hände“ eine rare Hintersicht auf den Mythos Alm bei. (Helmuth Schönauer)
Mittwoch:
Geschichte: Zur GeschIchte der Arbeitsverteilung innerhalb von Familien und die Ausgangslage solcher Vereinbarungen in der Gegenwart. (Franz Mathis)
Donnerstag:
Literarische Korrespondenz: Das Wasser gehört dem Staat, der Vorwurf von Profitgier ist billig, denn die Wasserkraftwerke bilden die Basis unseres Wohlstands. (Hermann Arnold)
Freitag:
Theater: Eine Generation bejubelt ihre eigene Verdummung. Über das neue, bei den Salzburger Festspielen uraufgeführte Stück von Peter Handke. (Alois Schöpf)
Samstag:
Literatur: Eine Vorausschau auf das Internationale Literaturfestival „sprachsalz“ in Kufstein vom 11. bis zum 13. September 2026. (Elias Schneitter)
Sonntag:
Weinkultur: Die Jugend trinkt weniger bzw. weicht auf andere Drogen aus. Dies beflügelt die Kaffeeröster zur Übernahme der Weinsprache. (Helmuth Schönauer)
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