Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 11. MÄRZ 2026)

11.03.2026 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 11. MÄRZ 2026)

Oper Frankfurt: Erste Wiederaufnahme TRISTAN UND ISOLDE
Handlung in drei Aufzügen von Richard Wagner
Text vom Komponisten nach dem Versroman Tristan (um 1210) von Gottfried von Straßburg

In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

tri4
Isolde,  Tristan und Brangäne. Foto: Barbara Aumüller

Musikalische Leitung: Thomas Guggeis
Inszenierung: Katharina Thoma
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Orest Tichonov
Bühnenbild: Johannes Leiacker
Kostüme: Irina Bartels
Licht: Olaf Winter
Chor: Álvaro Corral Matute
Dramaturgie: Mareike Wink

Tristan: Marco Jentzsch
Isolde: Miina-Liisa Värelä
König Marke: Andreas Bauer Kanabas
Brangäne: Claudia Mahnke
Kurwenal: Nicholas Brownlee
Melot: Taehan Kim
Hirte / Ein junger Seemann: Theo Lebow
Steuermann: Pete Thanapat
Herrenchor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Tristan und Isolde gilt als einer der Höhepunkte im Schaffen Richard Wagners (1813–1883) und markiert einen Meilenstein auf dem Weg in die musikalische Moderne. Der Komponist war sich der außergewöhnlichen Herausforderungen seiner anspruchsvollen Handlung in drei Akten bewusst – „Nur mittelmäßige Aufführungen können mich retten“, schrieb Wagner einst an Mathilde Wesendonck. Die Uraufführung am 10. Juni 1865 im Münchner Nationaltheater, veranlasst von König Ludwig II., wurde begeistert aufgenommen. Zum Inhalt: Obwohl Tristan den Verlobten Isoldes im Kampf getötet hat, pflegt die irische Prinzessin den verletzten Ritter gesund, unfähig, ihre Rache zu vollziehen. Später treffen beide auf dem Schiff, das Isolde ihrem neuen Gemahl, Cornwalls König Marke, zuführen soll, erneut aufeinander. Dort lädt Isolde den Brautwerber zum Sühnetrunk, doch ihre Dienerin Brangäne vertauscht den Todes- mit einem Liebestrank, so dass beide in tiefer Leidenschaft zueinander entbrennen. In Cornwall werden sie bei einem nächtlichen Treffen von König Marke ertappt, woraufhin Tristan von einem der Männer Markes schwer verwundet wird.
In seiner Burg Kareol wartet der fiebernde Tristan auf die Geliebte und stirbt noch vor ihrer Ankunft. Isolde sinkt neben seiner Leiche zusammen.

tri6
Tristan und Isolde. Foto: Barbara Aumüller

Der Tenor Marco Jentzsch (Tristan) war in der Spielzeit 2023/24 als Tannhäuser an der Oper Frankfurt zu Gast. Weitere Engagements führen Jentzsch in der aktuellen Spielzeit unter anderem an die Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Miina-Liisa Värelä singt die Partie der Isolde. Die gebürtige Finnin debütierte im vergangenen Jahr unter Christian Thielemann als Ortrud (Lohengrin) bei den Bayreuther Festspielen. Auch in diesem Jahr wird sie als Kundry (Parsifal) in Bayreuth auftreten. Die weiteren Partien sind aus dem Frankfurter Ensemble besetzt: König Marke wird von Andreas Bauer Kanabas gesungen. Der Bass begeisterte in dieser Spielzeit bereits als Pimen in der Premierenserie von Boris Godunow und auch als Adahm in Rudi Stephans selten aufgeführten Werk Die ersten Menschen. Die gefragte Mezzosopranistin Claudia Mahnke ist als Brangäne zu erleben. Neben ihren Partien in Boris Godunow und in Wolfgang Fortners Bluthochzeit an der Oper Frankfurt, gastiert Mahnke in dieser Spielzeit unter anderem an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Nicholas Brownlee, 2026 auch als Holländer bei den Bayreuther Festspielen zu hören, singt die Partie des Kurwenal. Der Bassbariton gestaltete in dieser Spielzeit u.a. bereits Scarpia in Puccinis Tosca und Captain Balstrode in Peter Grimes von Benjamin Britten. Taehan Kim (Melot)
und Pete Thanapat (Steuermann), beide sind seit dieser Spielzeit Teil des Ensembles der Oper, debütieren in ihren Partien. Theo Lebow als Hirte und Ein junger Seemann komplettiert die Besetzung dieser ersten Wiederaufnahme unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Thomas Guggeis.

Wiederaufnahme: Sonntag, 22. März 2026, um 17 Uhr im Opernhaus
Weitere Vorstellungen: 28. März; 3., 6. (15.30 Uhr), 11. April 2026
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 17 Uhr.
Preise: € 16 bis 132 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)
Karten sind bei den üblichen Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich.
________________________________________________________________________________________________________

Opernhaus Zürich auf Tournee in Europas Musikmetropolen

Vom 22. März bis 1. April 2026 gehen das Orchester und der Chor der Oper Zürich gemeinsam auf Europa-Tournee. Sieben Spielstätten in Frankreich, Österreich und Deutschland stehen auf dem Programm.
Die erste grosse Gastspielreise seit über zehn Jahren führt die beiden Zürcher Ensembles an renommierte Spielstätten wie die Philharmonie de Paris, die Isarphilharmonie München, das Wiener Konzerthaus, die Philharmonie de Luxembourg, die Elbphilharmonie Hamburg sowie zum «Festival de Paques» in Aix-en-Provence.

Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Gianandrea Noseda interpretieren die Musikerinnen und Musiker gemeinsam mit den Solistinnen und Solisten Marina Rebeka, Agnieszka Rehlis, Joseph Calleja und David Leigh die «Messa da Requiem» von Giuseppe Verdi – eines der monumentalsten Werke des chorsinfonischen Repertoires.

An der Opéra de Dijon sowie in der Elbphilharmonie Hamburg gestalten das Orchester der Oper Zürich, Gianandrea Noseda und die Schweizer Sopranistin Regula Mühlemann einen weiteren
Konzertabend mit Arien von Giovanni Battista Pergolesi und Wolfgang Amadeus Mozart sowie der Suite aus dem Ballett Romeo und Julia von Sergei Prokofjew.

Während die grossen Ensembles des Hauses mit dieser Tournee ihre internationale Präsenz weiter stärken, steht in Zürich die erste Ausgabe des neuen Festivals für Alte Musik «Zürich Barock» an.
Mit dem hauseigenen Originalklang-Ensemble Orchestra La Sctintilla, renommierten Gastorchestern und herausragenden Solist:innen bietet das Festival ein reiches Programm aus Opern, Konzerten, Kammermusik, Familienkonzerten und Performances. Über zehn Tage hinweg lädt «Zürich Barock» dazu ein, die Klangwelt der Alten Musik in ihrer ganzen stilistischen Bandbreite zu entdecken.

Termine Europa-Tournee
22 März 2026 Philharmonie de Paris
23 März 2026 Philharmonie de Luxembourg
25 März 2026 Isarphilharmonie, München
26 März 2026 Konzerthaus, Wien
28 März 2026 Opera de Dijon, Dijon
29 März 2026 Grand Theatre de Provence, Aix-en-Provence
31 März 2026 Elbphilharmonie, Hamburg
01 April 2026 Elbphilharmonie, Hamburg

____________________________________________________________________________________________

WIEN/ Kinderoper: DIE ODYSSEE DES TELEMACHOS. Oper für junge Menschen von Martin Brandlmayr nach Homer
  Liebe Opernfreunde!

telemb
Copyright: Kinderoper

Die Uraufführung im Oktober 2024 im Dschungel Wien war ein großer Erfolg und wurde von DER STANDARD und DIE PRESSE hochgelobt. Nun kehrt Telemachos auf die Bühne zurück:
 DIE ODYSSEE DES TELEMACHOS
Oper für junge Menschen von Martin Brandlmayr nach Homer
  Aufführungstermine

Samstag, 14. März 2026, 15:30 Uhr
Sonntag, 15. März 2026, 15:30 Uhr

Aufführungsort
DSCHUNGEL WIEN
  
Telemachos kennt seinen Vater nur aus Erzählungen seiner Mutter. Aber wer ist dieser Odysseus? Wo ist er? Warum kommt er nicht zurück? Der Sohn begibt sich schließlich auf die Suche nach ihm und begegnet dabei der Sirene, Skylla und Charybdis, Polyphem und anderen seltsamen Wesen.

Eine Oper für junge Menschen über das Heranwachsen, Identität und Selbstbestimmung.

Ihre dramatische Kraft verdanken die 50 Minuten der Musik: Martin Siewert (E-Gitarre, Effektgeräte) und Martin Brandlmayr (Schlagwerk, Komposition) knüpfen einen Klangteppich, der bald Gesänge, bald Sprechtexte begleitet und Stimmungen in den Saal zaubert.
Der Standard

Das sehenswerte Stück behandelt wichtige Themen ohne Plakativität: Mobbing, Arbeitsteilung der Eltern (hier die allein erziehende Penelope, dort der durch die Welt segelnde Odysseus), Selbstfindung. Das junge Ensemble wird dabei von begeistert spielenden Teenies aus dem Chor der BRG Pichelmayergasse ergänzt und sorgt auch mal für herzhafte Lacher.
Die Presse
 Informationen & Karten 
 ______________________________________________________________________________________________
Barocktage Melk: Kopfüber und Landunter. Barocktage für Kinder

UNERWARTETE GESCHICHTEN AUS DEM MUSIKZIRKUS CANTILLO FÜR KINDER & FAMILIEN

pou

21. Mai 2026 Melk, Barockkeller 

… schwuppsdiwupps – ist die Flötistin plötzlich in luftige Höhen verschwunden und muss an einem Fuß baumelnd zu Ende spielen …

Wenn barocke Klänge auf luftige Artistik und staunende Kinderaugen treffen, dann öffnet der Musikzirkus Cantillo seine Manege. Die vier Mitglieder des Ensembles Cantillo verwandeln den Barockkeller des Stiftes Melk in eine Bühne voller Klangabenteuer, Bewegungskunst und überraschender Momente – ein Erlebnis für die ganze Familie. 

Es musizieren auf historischen Instrumenten: Verena Grundner (Blockflöten, Barockoboe, Renaissancegitarre), Patricia Nägele (Blockflöten, Barockoboe), Petra Szovák (Blockflöten, Barockfagott) und Marco Primultini (Cembalo).

Das Ensemble Cantillo, 2023 als Barocktageconsort der Internationalen Barocktage Stift Melk gegründet, vereint vier Musiker:innen, deren künstlerische Wege seit vielen Jahren eng miteinander verbunden sind. Gemeinsam bringen sie die ganze Farbenpracht historischer Instrumente zum Leuchten.

Doch im Musikzirkus Cantillo geht es noch weiter hinaus – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn Verena Grundner bringt Erfahrungen aus ihrer Kindheit im Zirkus KAOS, Österreichs erstem Kinder- und Jugendzirkus, ein: Jonglage, Gruppenakrobatik und Luftartistik verschmelzen mit klingender Virtuosität zu einem Gesamtkunstwerk, das den Geist von zeitgenössischem Zirkus atmet.

Zirkuskunst trifft Barockmusik

Das Publikum darf sich auf eine ebenso überraschende wie spannende Mischung aus Musik und Bewegung freuen: Jonglage, Gruppen-Akrobatik und –  als „Melk-Special“ – das Aerial Silk (Vertikaltuch). Der zeitgenössische Zirkus ist „perfekt für den Barocktage-Kontext“, so Verena Grundner, die ihrer Blockflöte sogar in luftiger Höhe hängend virtuose Klänge entlockt. Von Anfang an war es den Internationalen Barocktagen Stift Melk ein großes Anliegen, eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart herzustellen und ein Programm anzubieten, das sowohl historische als auch moderne Aspekte des Barock miteinbezieht.

Ein Fest für alle Sinne

Der Musikzirkus Cantillo möchte Menschen jeden Alters mit allen Sinnen ansprechen.

An Familienvorstellungen schätzen die Musiker:innen das – im Vergleich zu Konzerten für Erwachsene – freiere Agieren auf der Bühne und die Unvoreingenommenheit der Kinder. Jene kommen mit wenigen Erwartungen und geben direktes Feedback, worauf wiederum das Ensemble sofort reagieren kann. „Wir haben auf der Bühne noch mehr Spaß als sonst und lieben die Interaktion mit dem Publikum“, sind sich die vier einig. 

Familien willkommen – Entdecken, Staunen, Mitmachen 

In ungezwungener Atmosphäre können große und kleine Besucher:innen das Stiftsgelände erkunden. Im gemütlichen Barockkeller des Stiftes stehen bequeme Sitzgelegenheiten bereit – ideal für Familien mit Kindern ab 5 Jahren, jüngere sind selbstverständlich ebenfalls willkommen.

Und das Beste: Im Musikzirkus Cantillo ist Mitmachen ausdrücklich erwünscht. Die Kinder werden gebraucht – ohne sie funktioniert die Vorstellung nicht! 

INFORMATION & KARTEN
Wachau Kultur Melk GmbH
Jakob Prandtauer-Straße 11
3390 Melk
T +43 (0) 2752 / 540 60
E office@wachaukulturmelk.at  

www.barocktagemelk.at

Öffnungszeiten Kartenbüro:: MO-FR: 09:00 bis 15:00 Uhr  
_________________________________________________________________________________________

 schoepfblog – Programm der 11. Kalenderwoche vom 09.03.2026 bis zum 13.03.2026

Rückblick auf Sonntag:
Musik: Thomas Nussbaumer über die Premiere des Balletts „Schwanensee“ von Peter Iljitsch Tschaikowsky am Tiroler Landestheater.

Montag:
Apropos: Wie soll dieses Österreich regiert werden können, wenn es nicht einmal möglich ist, eine Lateinstunde zu kürzen. (Alois Schöpf)

Dienstag:
Literatur: Der Tiroler Starautor Norbert Gstrein hat einen neuen Roman vorgelegt. Helmuth Schönauer findet ihn gut.
Umwelt: Überall brennt das Licht. Überall stehen die Leute unter Strom! Ans Sparen denkt niemand. Weder bei sich selbst noch beim Licht. (Urs Heinz Aerni)

Mittwoch:
Zeitgeist: Österreich wird mit dem Segen seines Präsidenten zur feministischen Republik, deren Verfassung lautet: Die Frauen sind arm, die Männer sind böse. (Werner Schandor)

Donnerstag:
Identität: Der Mensch ist, was er isst.  Das ist noch die einfachste Methode, um die Frage zu beantworten: Wer bin ich? (Susanne Weinhöppel)

Freitag:
Wirtschaft: Im Tiroler Paradeunternehmen M-Preis scheint es zu kriseln. Hoffentlich nicht allzu sehr. Denn das könnte bittere Folgen haben. (Alois Schöpf)
Dystopie: Janus Zeitstein über die ICEzeit, in der nicht nur alles erstarrt, sondern auch keine Gesetze mehr gelten.

Samstag:
Bürokratie: Einige Anregungen für den Entbürokratisierungsstaatssekretär Sepp Schellhorn, wie man es den Kulturschaffenden etwas leichter machen könnte. (Elias Schneitter)

Sonntag:
Zeitgeist: Endlich darf man das Wort „Tuttle“, sofern man Anhänger des aktuellen Kinos ist, wieder verwenden, ohne dafür gerügt zu werden. (Helmuth Schönauer)

Vergnügliche Lektüre auf https://www.schoepfblog.at/
 _________________________________________________________________________________________________

 

Diese Seite drucken