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Mit Thielemann auf Asien-Tour

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München/ Bayerische Staatsoper: Das war die Premiere von DIE ENGLISCHE KATZE am 5. November 2025

Copyright: Bayerische Staatsoper
Am Mittwoch, dem 5. November 2025, hat die erste Neuproduktion der Spielzeit 2025–26, Hans Werner Henzes Die englische Katze, Premiere im Cuvilliés-Theater gefeiert. Es handelte sich um eine Produktion des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper. Regisseurin Christiane Lutz inszenierte zum dritten Mal an der Bayerischen Staatsoper. Die Musikalische Leitung übernahm Katharina Wincor und gab damit ein sehr erfolgreiches Debüt an der Bayerischen Staatsoper. Die Aufführungen von Henzes Oper finden gewissermaßen als Auftakt zum 100. Geburtstag des Komponisten im Jubliäumsjahr 2026 statt.
Die Partien wurden von der aktuellen Besetzung des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper interpretiert: Michael Butler, Daniel Vening, Zhe Liu, Armand Rabot, Samuel Stopford, Dafydd Jones, Lucy Altus, Meg Brilleslyper, Iana Aivazian, Elene Gvritishvili, Nontobeko Bhengu und Bruno Khouri. Seonwoo Lee kehrte als ehemaliges Mitglied des Opernstudios im Rahmen dieser Produktion zurück. Zudem debütierte Jess Dandy in der Rolle der Lady Toodle an der Bayerischen Staatsoper.

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WEITERE VORSTELLUNGEN
Freitag, 7. November 2025, 19.00 Uhr
Sonntag, 9. November 2025, 18.00 Uhr
Sonntag, 25. Januar 2026, 19.00 Uhr
Mittwoch, 28. Januar 2026, 19.00 Uhr
Freitag, 30. Januar 2026, 19.00 Uhr
#BSOenglischekatze
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BÜHNE BADEN: „Da geh‘ ich zu Maxim“. Premiere ist am 7. November um 19.30 Uhr im Stadttheater.

Maximilian Mayer, Nina Bezu. Copyright: Christian Husar
Mit DIE LUSTIGE WITWE steht ab heute Franz Lehárs berühmteste Operette auf dem Spielplan der Bühne Baden; ein absoluter Operettenklassiker, der nicht umsonst den Weltruhm seines Komponisten begründet hat. Bis heute verzaubert das Werk mit glänzenden Melodien, einem brillanten Libretto und der Darstellung einer selbstbewussten, emanzipierten Frau, die sich kein Blatt vor den Mund nimmt und genau weiß, was sie will. Unvergessliche Musiknummern wie „Da geh’ ich zu Maxim“, das „Vilja-Lied“ oder „Lippen schweigen“ zeugen von Lehárs kompositorischer Meisterschaft.
Regie führt Henry Mason, der in seiner Inszenierung großen Wert auf die zentralen Figuren und ihre Beziehung zueinander legt. Da sind zum einen die reiche und kluge Hanna Glawari und der Lebemann Graf Danilo Danilowitsch, das eigentlich perfekte Paar, das in der Vergangenheit aus Standesgründen nicht zusammenfinden konnte und nun versucht, trotz aller Verletzungen wieder aufeinander zuzugehen. Und dann sind da Baron Zeta und seine Frau Valencienne, deren Beziehung nur mehr zur Wahrung des schönen Scheins existiert, und Valenciennes Liebhaber Camille de Rosillon, der letzten Endes trotzdem allein zurückleibt. Und so ist DIE LUSTIGE WITWE bei allem Humor und aller feingeistiger Kritik an den steifen Regeln auf dem gesellschaftlichen Parkett auch ein verstecktes Spiel um Treue und Untreue, voller Opulenz und Lebensfreude…

Andreas Lichtenberger, Alexander Jagsch. Copyright: Christian Husar

Nina Bezu, Patricia Brandan-Moura. Copyright: Christian Husar
Als lustige Witwe überzeugt die Sopranistin Nina Bezu mit großartiger Stimme, Humor und schauspielerischem Talent, ihr zur Seite steht Maximilian Mayer als ebenbürtiger, draufgängerischer Danilo. Andreas Lichtenberger schlüpft in die Rolle des Baron Mirko Zeta, Jasmina Sakr ist als seine Frau Valencienne zu sehen. In weiteren Rollen: Robert Bartneck, Alexander Jagsch, Beppo Binder u.a.
Michael Zehetner leitet das Orchester der Bühne Baden, Hans Kudlich entführt das Publikum mit seinem Bühnenbild ins Paris Ende der 40er-Jahre, die Kostüme von Anna Katharina Jaritz lassen einen Hauch von Christian Dior und den 1950er-Jahren erahnen. Die Choreografie liegt in den Händen von Francesc Abós, dem Leiter des Tanzensembles der Bühne Baden.
Premiere ist am 7. November um 19.30 Uhr im Stadttheater.

Mario Fanovic, Andreas Lichtenberge. Copyright: Christian Husar
Weitere Vorstellungstermine: 8., 14., 15., 21., 22., 28. & 29. November 2025
6., 18. & 31. Dezember 2025
1. & 9. Jänner 2026
Hier der Link zu mehr Infos
: https://celum.noeku.at/pinaccess/showpin.do?pinCode=L9q4fU0kosBN
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Musikverein für Steiermark Graz: Ehrenmitgliedschaft für Grazer Philharmoniker

Copyright: Elisabeth Probst
am 4. November beging der Musikverein Graz mit einem „Fest-Concert“ ein doppeltes Jubiläum: 140 Jahre Stefaniensaal und 75 Jahre Grazer Philharmoniker!
In Anerkennung ihrer langjährigen künstlerischen Verbundenheit erhielten die Grazer Philharmoniker zu diesem Anlass die Ehrenmitgliedschaft des Musikvereins.
Sie sind das erste Kollektiv in der Geschichte des Musikvereins, dem diese Ehrung zuteil wird.

Copyright: Elisabeth Probst
Mag. Kurth Mörth und Mag. Georg Stepanek, Betriebsräte des Orchesters, nahmen die Urkunde coram publico von Intendanten Michael Nemeth und der im September 2025 neu bestellten Präsidentin des Musikverein-Vorstandes, Dr. Irmgard Griss entgegen.
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Badisches Staatstheater Karlsruhe: Bildstarke Mahnung vor politischen Verführungsmechanismen: Opern-Premiere „Lohengrin“ am 16.11. im Großen Haus

Eine zerrüttete Gesellschaft sucht nach Halt – und einem Anführer. Manuel Schmitt zeigt in seiner ebenso bildstarken wie hochaktuellen Inszenierung von Wagners Lohengrin eine Gesellschaft im Übergang zwischen Demokratie und Diktatur – Generalmusikdirektor Georg Fritzsch leitet die Badische Staatskapelle, in der Rolle des Lohengrin ist Mirko Roschkowski zu Gast (er war zuletzt am Badischen Staatstheater als Hoffmann in Hoffmanns Erzählungen zu erleben). Die weiteren Hauptrollen wurden aus dem Ensemble besetzt, nahezu alle Kolleg:innen geben darin ihre Rollendebüts.
Lohengrin
Romantische Oper in drei Akten von Richard Wagner
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Ab 12 Jahren
Premiere: Sonntag, 16.11.2025 Großes Haus
17 – ca. 21:30 Uhr, inkl. zwei Pausen
Einführung um 16:30 Uhr, neues Entrée
Im Anschluss Premierenfeier
Ein fremder Ritter ist bereit, vor Gericht für die fälschlich des Brudermordes angeklagte Elsa von Brabant zu kämpfen. Seine einzige Bedingung: Nie dürfe sie ihn nach seinem wahren Namen und seiner Herkunft fragen. Der unbekannte Retter in Not siegt über den gegnerischen Friedrich von Telramund, wird zum neuen Anführer erwählt und heiratet Elsa. Doch Telramund und seine Frau Ortrud versuchen, Zweifel in Elsas Herz zu säen, und drängen sie zur alles entscheidenden Frage.
Wagners Lohengrin, am 28. August 1850 unter der Leitung von Franz Liszt in Weimar uraufgeführt, ist inspiriert von Stoffen der germanischen Sagenwelt und avancierte schnell zu den beliebtesten Werken des Komponisten. Mutet der Stoff auch märchenhaft an, so verhandelt er doch – in einer Zeit, in der die Grundfesten der Demokratie auf dem Prüfstand stehen – zentrale Fragen, denen das Regieteam um Manuel Schmitt in Lohengrin nachgeht: Sie verstehen die Geschichte nicht nur als eindringliche Mahnung vor politischen Verführungsmechanismen, sondern auch als Appell an die Kunst und ihre Rezipient:innen, sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst zu werden.
Mit freundlicher Unterstützung des Richard-Wagner-Verbands Karlsruhe e. V.
Termine und Infos unter: https://www.staatstheater.karlsruhe.de/programm/info/3775/
Besetzung
Heinrich der Vogler: Kammersänger Konstantin Gorny
Lohengrin: Mirko Roschkowski
Elsa von Brabant: Pauliina Linnosaari
Friedrich von Telramund: Kihun Yoon
Ortrud: Dorothea Spilger / Kammersängerin Barbara Dobrzanska
Der Heerrufer des Königs: Kammersänger Tomohiro Takada
1. Brabantischer Edler: Kammersänger Klaus Schneider
2. Brabantischer Edler: Alejandro Aparicio
3. Brabantischer Edler: Lorenzo de Cunzo
4. Brabantischer Edler: Don Lee
Edelknaben: Annika Sophie Buchner , Anna-Casiana Engel*, Alexandra Klenina*, Carla Metz*, Lotta Metz*, Tara Priemer*, Marlene Siegrist*, Klara Traub*, Bianca Venanzi*
Gottfried: Phillip Hohner
Badische Staatskapelle
Badischer Staatsopernchor
Extrachor : Cantus Juvenum Karlsruhe e. V. *
Statisterie des Badischen Staatstheaters
Musikalische Leitung: GMD Georg Fritzsch
Regie: Manuel Schmitt
Bühne: Julius Theodor Semmelmann
Kostüme: Carola Volles
Chor: Ulrich Wagner
Einstudierung Kinderchor: Lorenzo de Cunzo, Annette Schneider
Dramaturgie: Natalie Widmer
Vermittlung: Daria Schirmer
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Wien/ Volksoper: Preisermäßigte Karten über „Verbund“
Zum Selbstbestellen
Die Kartenbuchung bitte direkt aus dem jeweiligen Saalplan vornehmen oder mit dem Link direkt im Spielplan
https://tickets.volksoper.at/webshop/webticket/shop?eventlist
Bitte Ihre Wunschsitze (maximal 4 Karten) im Saalplan buchen
(www.volksoper.at – Spielplan oder Webshop)!
Karten kosten 25.-€ und der Aktionscode ist: Herbst
- November : Die Fledermaus
- November : Eine Nacht in Venedig
- November : Lass uns die Welt vergessen – Volksoper 1938
- November : : Eine Nacht in Venedig
Besetzung, Beginnzeit und Inhalt über– www.volksoper.at
Freundliche Grüße
Anneliese Blauensteiner/ Verbund
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Theater Nestroyhof / „Der ferne Klang“ – die Gefühlswelt einer frühen Moderne 5.11.2025

Foto: Moritz Schell
Es ist auch in Musikerkreisen eine fast vergessene Musik. Und in den Konzertsälen sind sie nicht mehr zu hören: Österreichs Komponisten aus den Jahren des Überganges von der späten Romantik in die Moderne des frühen 20.Jahrhunderts: Alexander Zemlinsky (1871 – 1942), Franz Schreker (1878 – 1934), Erich Wolfgang Korngold (1897 – 1979) sowie der in der Sowjetunion lebende Pole Mieczyslaw Weinberg (1919 – 1996). Ihre Leben sind durch die Diktaturen von Hitler wie von Stalin gezeichnet gewesen.
VIVA LA CLASSICA! hat im Theater Nestroyhof Hamakom unter dem Titel „Der ferne Klang“ (eine dazumal oft aufgeführte Oper von Schreker, 1912) eine Gedenkfeier zu den November Progromen gestalten. Gemeinsam mit den Rednern hat sich ein feines polnisches Musikantenquartett präsentiert: Klarinettist Piotr Lato, Geiger Mateusz Kasprzak-Labudzinski, Dominika Peszko am Klavier sowie Sopranistin Julitta Dominika Walder. Eine Vielzahl an direkt ausgespielten Emotionen oder originellen wie virtuosen Phrasierungen sind in den diversen Charakterstücken, Sonaten und Liedern mitzuerleben gewesen. Allerdings: Den eindringlichen Melodiebögen der romantischen Musik sind nun ein hingebungsvolles Ausleben wie spielerischer Feinschliff in der Aussage gewichen. Es öffnet sich eine an ausdrucksvollen Empfindungen reiche Innenwelt. So gefühlvoll die dargebotenen Gesänge und Piecen auch ins Ohr gehen: „Glück das mir verblieb“ aus Korngolds Oper “Die tote Stadt“ ist der einzige heute bekannte große Schlager in diesem sensitiven ‘fernen Klang’ gewesen.
Meinhard Rüdenauer
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