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INFOS DES TAGES (FREITAG, 5. JUNI 2026)

05.06.2026 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (FREITAG, 5. JUNI 2026)

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WIEN / Staatsoper: 
GÖTTERDÄMMERUNG von Richard Wagner

30. undvorletzte Aufführung in dieser Inszenierung
4.
Juni 2026

Dämmerungs-Donner

Der derzeitige Wiener „Ring“, nun abgeschlossen und noch einmal wiederholt (Streams der zweiten Serie wären das wahre Geschenk für Wagnerianer in aller Welt…), hatte mit dem „Rheingold“ hoch solide begonnen, explodierte mit der „Walküre“ und erreichte einen Höhepunkt, wie man ihn selten erlebt, mit „Siegfried“. Dass da nichts mehr „über drüber“ drinnen war, schien logisch, die Makellosigkeit stellte sich nicht mehr ein. Dennoch haben die Protagonisten ihren jubelnden Beifall verdient, bei Wagner sitzen Fachleute im Publikum (andere halten das ja gar nicht aus) und wissen, was der Meister den Sängern abverlangt hat.

Nur Andreas Schager konnte sein Siegfried-Niveau halten, wobei er die Figur weiter entwickelt hat, spürbar erwachsen geworden (wohl durch die Gemeinsamkeit mit Brünnhilde), wäre er den Gibichungen vermutlich nicht hinein gefallen, wenn bei Wagner nicht so gerne Tränke kredenzen würde – ein Vergessenstrank, um die Handlung möglich zu machen, ein Erinnerungstrank, um ihm seinen tragisch schönen Tod zu schenken… Dazwischen noch die bemerkenswerte Szene, wie sehr er sich auch stimmlich verwandelt, wenn er für Gunther um Brünnhilde wirbt, und im übrigen wieder eine gesanglich und darstellerisch wundervoll ausgefeilte Leistung. Seien wir froh, dass wir Andreas Schager haben…

Optisch und in der Gestaltung überragt Camilla Nylund wohl heute viele ihrer Kolleginnen. Der Weg zur Brünnhilde führt für Sängerinnen, die nicht als „gestandene“ Hochdramatische geboren sind, über die Charakteristika der Rolle, die hart erarbeitet werden müssen – die attackierenden, sicheren Spitzentöne. Hat man die, singt man Wotans Tochter. Und vergißt, dass da sehr viel Mittellage ist, die Kraft und Klang braucht. Klappt das nicht, bricht die Leistung immer wieder – die „Starken Scheite“ waren wirklich nicht aus einem Guss…

Zum Bericht von Renate Wagner

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Kritik Klaus Billand

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Zur Kriti/ Besprechung von Klaus Billand 

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WIEN/ Wiener Konzerthaus: Meisterstimme Asmik GRIGORIAN wirkt mit Charisma und intensiven Gefühlsausbrüchen

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Foto: Susanne Lukas

Am 3.6.2026

Zum letzten saisonalen Konzert des Meisterstimmen-Zyklus im Großen Saal lockt Starsopranistin Asmik Grigorian, die überhaupt keine Divenhaftigkeit erkennbar werden lässt.  Die Litauerin wirkt vollkommen natürlich, ungekünstelt und stets authentisch im einfachen hochgeschlossenen Kleid in Petrol – ohne weiteren Kostümwechsel im Laufe des Abends. Damit unterscheidet sie sich mit diesem uneitlen Verhalten von ihren Sängerkolleginnen und präsentiert ihr Programm zwischen Tschaikowski und Puccini-Opernauszügen mit ungeheuerlicher Intensität, wirkungsvoller Interpretation und kraftvoller Gestaltung jeder der dargebrachten Opernfiguren – eine Elementargewalt, wie man die Künstlerin seit Jahren kennt, schätzt und verehrt.

Wie im Mai an der Metropolitan Opera und an der Wiener Staatsoper erlebt, zeigt sie mit prächtiger und souveräner Klarheit und sauberster Linienführung ihre Verletzlichkeit und alle Gefühlslagen, wenn ihre sensible Tatjana den unsäglichen Brief an Eugen Onegin schreibt („Und wär´s mein Untergang“). Ihre Gedanken und Emotionen kommen noch besser und melodischer – als zuletzt gehört – zum Ausdruck; vielleicht auch, weil sie im Konzerthaus bei der 14-minütigen Briefszene nicht im tiefsten Bühnenhintergrund auf einem riesigen Tisch (wie an der Wiener Staatsoper) herumklettern muss? Auch im finalen, harmonisch vorgetragenen Schlussduett aus Tschaikowskis Oper („Wie bang ist mir im Herzen“) mit Bariton Germán Olvera als Onegin gelingt mit von Schmerz getragener Stimme ein eindringliches Portrait. Mit federleichter Höhe, dunklen tieferen Lagen und anscheinend ohne jegliche Anstrengung folgt man ihrer Lisa in „Bald ist es Mitternacht“ aus „Pique Dame“ in einer Gefühlsstudie zwischen Qualen, Hoffnung und Sehnsucht nach ihrem Hermann.

Ihre stärksten Momente hat Grigorian nach der Pause im Puccini-Fach, die, wie schon bei ihrem Staatsopern-Debüt als Madama Butterfly im September 2020, an Dramatik kaum zu überbieten ist. Diese japanische Geisha besticht nicht unbedingt mit lyrischen Klangfarben bei „Un bel dì, vedremo“, aber herrliche große Bögen erfreuen und die tiefste Verzweiflung über Pinkertons Verhalten im Duett mit Sharpless („Ora a noi, sedete qui…Tuo padre lo saprà, te lo prometto“) berührt. Auch das Gespräch mit dem Bruder am Beginn des 2. Aktes von „Manon Lescaut“ entführt gekonnt in eine Welt der Eitelkeit und Vermögen, bei der heiße Küsse und wahre Liebe zu Des Grieux verloren gegangen sind, die Koketterie am Duett-Ende über schönes Kleid und prächtiges Haar werden auch mimisch optimal von der Sängerin dargeboten.

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Foto: Susanne Lukas

Stephan Zilias setzt mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien auf energische, manchmal etwas ruppige Tempi und bereitet bei Rimski-Korsakows Suite aus „Pan Voyevoda“ op. 59 blumige Farben auf, während die naturnahe Atmosphäre bei der Ouvertüre zu „Die Legende von der unsichtbaren Stadt Kitesch und der Jungfrau Fewronija“ gut aufbereitet wird. Bei „La Tregenda“ aus Puccinis Oper „Le Villi“ spielt das RSO passend-leidenschaftlich den Hexentanz auf, aber etwas weniger Wirbel und exaktere Taktführung wären zeitweise wünschenswert.  Der Versuch des deutschen Dirigenten alles zusammen zu halten, gelingt nicht immer optimal.

In der einzigen Zugabe nach 2 Stunden (inkl. Pause) fleht Grigorian als Leonore den Grafen Luna an, ihren Geliebten zu begnadigen („Mira, diacerbe lagrime…Vivrà! Contende il giubilo“) aus Verdis „Il Trovatore“. Während Bariton Olvera anfangs noch mit kleinen Unsicherheiten kämpft, fasziniert die hochdramatische Sopranstimme der Litauerin und problemlos übersingt sie die Orchestermusiker. Nur ein Zwischenapplaus einiger unwissenden Gäste im Publikum stört, bevor am Konzertende Begeisterung mit Standing Ovation ausbricht.

(Susanne Lukas)

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Leipzig: Unterwelten im Opernhaus: Einzigartiger Performance-Parcours nur bis Sonntag!


Copyright: Kirsten Nijhof

Das Theaterprojekt »Unterwelten« entführt das Publikum in die geheimnisvollen Kellerräume des Opernhauses, die zu Bühne, Wohnzimmer, Schutzraum und Wartezimmer werden, um dem Mythos von Orpheus und Eurydike neues Leben einzuhauchen. Höllische Begegnungen mit singenden, spielenden, deklamierenden und tanzenden Gestalten führen durch Labyrinth und Mythen des Untergangs.

Neu wie aufregend an diesem Projekt ist sowohl die ästhetische Eroberung der Kellerräume des Opernhauses als auch die kollektive Erarbeitung der Szenen. In Künstlerkollektiven wird der Prozess zum Kunstwerk, und in demokratischen Debatten entsteht ein immersiver Parcours, der auch die Besuchenden einlädt, bislang verborgene Türen zu öffnen, Fragen zu stellen und individuelle Entscheidungen zu treffen.

Heute ist Premiere und es gibt nur noch vier Gelegenheiten: Fr,05.06., und Sa,07.06. 2026, jeweils 18:00 und 20:00.
Restkarten online unter www.oper-leipzig.de oder über den Besucherservice der Oper Leipzig Di – Fr 10:00 bis 18:00 Uhr, Sa 12:00 bis 18:00 Uhr, sowohl an der Kasse im Opernhaus als auch telefonisch unter + 49 (0)341-12 61 261.
Eingang bei der Jungen Oper auf der Ringseite
Dauer: 1 Stunde
Empfohlen ab 14 Jahren
Der Parcours ist barrierearm
Neben den Solistinnen Natasa Dudar, Sandra Janke und Friederike Meinke sowie den Solisten Daniel Arnaldos, Randall Jakobsh, Josef Jugashvili, KT Flavio Salamanka und Matthias Stier wirken mit: Mitglieder des Mehrgenerationenclubs der Oper Leipzig, Rebecca Roks (Video), Niklas Gerwien (Ton) und Nils Scharhag (Technik), und die Dramaturginnen Anna Elisabeth Diepold, Marlene Hahn, Dr. Inken Meents, Dr. Kara McKechnie und Marie Poll. Teil des Künstlerkollektivs sind auch Ausstattungsleiter Dirk Becker und Assistentin Hyeonsu Jung, Kostümbildnerin Vanessa Raths, Lichtdesigner Michael Röger sowie der Technischen Leiter Gabor Zsitva.


Copyright: Kirsten Nijhof
 
 Die Oper Leipzig steht in der Tradition von über 330 Jahren Musiktheater in Leipzig: 1693 wurde das erste Opernhaus am Brühl als drittes bürgerliches Musiktheater Europas nach Venedig und Hamburg eröffnet. Seit 1840 spielt das weltweit renommierte Gewandhausorchester zu allen Vorstellungen der Oper und des Leipziger Balletts. Neben dem heutigen, 1960 erbauten Opernhaus am Augustusplatz gehört die Musikalische Komödie im Stadtteil Lindenau zur Oper Leipzig, eine Spezialspielstätte für Operette und Musical mit eigenen Ensembles. Der mit über 720 Beschäftigten größte kulturelle Eigenbetrieb der Stadt umfasst insgesamt fünf ihn tragende Säulen: Oper, Musikalische Komödie, Leipziger Ballett, die Sparte der Jungen Oper und Vermittlung 360° und das Handwerk der Kostüm- und Theaterwerkstätten, die für sämtliche städtischen Bühnen produzieren. oper-leipzig.de
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ZÜRICH: 3 Tage, 3-mal live und Open Air: 1 Oper, 1 Ballett, 1 Konzert

«Opernhaus für alle» auf dem Sechseläutenplatz – moderiert von Gülsha Adilji und Tama Vakeesan

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Foto: Admill Kuyler/Oper Zürich

Vom 26. bis 28. Juni verwandelt sich der Sechseläutenplatz in eine beeindruckende Open-Air-Kulisse. Gemeinsam mit Zurich Versicherung präsentiert das Opernhaus Zürich das Grossereignis «Opernhaus für alle». Erstmals in der Geschichte des Formats erlebt das Publikum an drei aufeinanderfolgenden Abenden die ganze Vielfalt des Opernhauses Zürich: mit den Live-Übertragungen einer Opern- und einer Ballettaufführung sowie einem Open-Air-Konzert des Orchesters der Oper Zürich.

Den Auftakt macht am Freitag, 26. Juni, um 19 Uhr das Ballett Zürich mit der Live-Übertragung von «Romeo und Julia», der neuen Choreografie von Ballettdirektorin Cathy Marston zur leidenschaftlich-intensiven Musik von Sergej Prokofjew.

Am Samstag, 27. Juni, um 18 Uhr steht Richard Wagners Oper «Tannhäuser» auf dem Programm. Der isländische Regisseur Thorleifur Örn Arnarsson, bekannt für seine eindringlichen Deutungen mythischer Stoffe und grosser Erzählungen, inszeniert das Werk als surreale Reise in das Innere eines Menschen.

Am Sonntag, 28. Juni, um 20 Uhr lädt das Orchester der Oper Zürich unter der Leitung des Generalmusikdirektors Gianandrea Noseda zum grossen Open-Air-Konzert auf dem Sechseläutenplatz. Mit Antonín Dvořáks 9. Sinfonie «Aus der neuen Welt» erklingt eines der bekanntesten Werke des sinfonischen Repertoires. Ergänzt wird das Programm durch ausgewählte Opernarien, interpretiert vom international gefeierten Tenor Benjamin Bernheim. Im Vorprogramm tritt zudem das neu gegründete Kinderopernorchester mit 80 jungen Musiker:innen zwischen 8 und 15 Jahre auf.

Das abwechslungsreiche Vorprogramm, moderiert von Gülsha Adilji und Tama Vakeesan, beginnt jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn und bietet spannende Einblicke hinter die Kulissen von Oper, Ballett- und Konzertaufführungen.

Der Eintritt ist an allen drei Abenden frei.

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Europäischer Kompositionspreis 2026: Young Euro Classic sucht Mitglieder für Publikumsjury

Der Europäische Kompositionspreis wird jährlich im Rahmen des internationalen Festivals Young Euro Classic verliehen. Mit 5.000 Euro dotiert, wird der Preis vom Regierenden Bürgermeister von Berlin ausgelobt und zeichnet die beste Ur- oder Deutsche Erstaufführung aus, die während des Festivals gespielt wird.

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Foto: Tom Schweers

Weitere Infos zum Festival unter: www.artefakt-berlin.de

Bereits zum 27. Mal setzt Young Euro Classic mit der Verleihung des Europäischen Kompositionspreises ein starkes Zeichen für die Förderung junger, zeitgenössischer Komponist:innen – ein zentrales Anliegen des Festivals seit seiner Gründung. Die Auswahl der prämierten Komposition trifft dabei eine ehrenamtliche Jury, die sich aus musikbegeisterten Menschen zusammensetzt. Der Komponist und Musiker Michael Essl übernimmt in diesem Jahr den Juryvorsitz. Seine Arbeit ist preisgekrönt und vielfältig. Er hat bereits Opern für Kinder („das NEINHorn“), Stummfilmmusik sowie Werke für Kammermusik-, Orchester- und Chorbesetzung verfasst.

Engagierte Musikliebhaber:innen können sich ab sofort bewerben, Teil der Jury zu werden. Musikalische Vorkenntnisse oder eine Ausbildung sind nicht nötig, nur die Möglichkeit, 12 Konzertabende zu besuchen.

Die Bewerbung ist vom 8. Juni – 12. Juli 2026 telefonisch möglich unter: 030 88 47 13 930 (Anrufbeantworter mit Rückruf).

Die Preisverleihung findet zum Abschluss von Young Euro Classic am 16. August im Rahmen des Konzerts des Accademia Youth Symphony Orchestra aus Italien statt.

Seit Bestehen des Festivals wurden bereits 37 Werke mit dem Europäischen Kompositionspreis geehrt – ein eindrucksvolles Spektrum der Vielfalt zeitgenössischer Komposition. 2025 erhielt der schottische Komponist Jay Capperauld den Preis für sein Werk „Galvanic Dances“.

Weitere Informationen und Bewerbungsdetails zur Jury finden Sie unter:

www.young-euro-classic.de

15 Neukompositionen stehen an 12 Konzertabenden zur Auswahl

Den Anfang macht das Orchestre des Jeunes du Luxembourg, das am 2. August bei Young Euro Classic debütiert und dabei das brandneue Werk „If the bell rings, why should we run?“ des luxemburgischen Komponisten und Saxophonisten Hy-Khang Dang spielt.

Auch das Orchester des Zheijang Conservatory of Music aus China tritt erstmals bei Young Euro Classic auf (5. August) und hat die Deutsche Erstaufführung einer Komposition von Zhang Ying im Programm. Man darf gespannt sein, wie ihre „Akademische Festouvertüre“ sich auf das gleichnamige romantische Werk von Johannes Brahms beziehen wird.

Ein neues Werk des niederländischen Komponisten Chris Muller, der zudem Pianist und Bandleader ist, hat das Jong Metropole Symphonic Jazz Orchestra aus den Niederlanden am 6. August als Deutsche Erstaufführung im Repertoire.

„Saudades, só portugueses“ von César Rafael wird am 7. August vom Jovem Orquestra Portuguesa uraufgeführt. Das Werk trägt die Programmatik des Abends im Titel – „saudade“ ist ein schwer übersetzbarer Ausdruck für Sehnsucht und Verlangen.

Die Nationale Jugendphilharmonie der Türkei stellt ihr Programm am 8. August unter den Titel „Zauber“ – das gewisse Etwas wird dazu „Je ne sais quoi“ von Emre Şener in Deutscher Erstaufführung beitragen.

Das Youth Symphony Orchestra of Turkmenistan präsentiert bei seinem Debütauftritt am 9. August gleich zwei Deutsche Erstaufführungen: Der französische Komponist Pierre Thilloy lässt mit „Diable qui danse“ den Teufel aufs Parkett. Der US-Amerikaner Aidan Gold greift für „Lieder aus Turkmenistan“ auf turkmenische Melodien zurück und lässt daraus ein symphonisches Werk für Orchester und Schlagwerk entstehen.

„Antrópolis“ von der Grammy-prämierten mexikanischen Komponistin Gabriela Ortiz wird am gemeinsamen Konzertabend des Orchestra of the Americas und des Penderecki Youth Orchestra (10. August) erstmals in Deutschland zu hören sein und das Publikum auf einen musikalischen Spaziergang durch Mexico City einladen.

Ebenfalls auf eine Reise geht das nordirische Ulster Youth Orchestra mit der Deutschen Erstaufführung von Sam Kanes „Journey to the Otherworld“ am 12. August. Das von Young Euro Classic in Auftrag gegebene Werk ist inspiriert von einer irischen Sage – Hauptfigur Bran segelt durch die Unterwelt und trifft auf mystische Kreaturen.

Ein weiterer Debütant bei Young Euro Classic mit gleich zwei neuen Werken im Programm ist das Slovenian Youth Orchestra (13. August). Beide Stücke stehen für zeitgenössische Klassik, die keine Scheu vor genreübergreifenden Kompositionen hat: Lauri Porras „Entropia“ – der finnische Komponist ist Urenkel von Jean Sibelius und Mitglied der Power Metal-Band Stratovarius – ist ein experimentelles Werk für E-Bass und Orchester; der slowenische Komponist Matija Krečič ist sowohl in neuer Musik, Film- und Theatermusik bewandert, wie in der Deutschen Erstaufführung von „Fast Break“ zu hören sein wird.

Der Österreicher Konrád Varga ist erst 20 Jahre alt – somit führt die Angelika Prokopp Sommerakademie der Wiener Philharmoniker am 14. August ein neues Werk des jüngsten Komponisten im gesamten Festivalprogramm auf.

Der Auftritt des Estonian National Opera Boys ’ Choir bei Young Euro Classic ist an sich schon besonders. Dazu singt das Ensemble zwei Werke von Andres Lemba, die erstmals in Deutschland zur Aufführung kommen: „Ubi caritas“ und „Dona nobis pacem“.

Auch am Abschlussabend des Festivals erklingt ein neues Werk: das erstmalig beim Festival spielende Accademia Youth Symphony Orchestra aus Italien hat mit „Ritual“ eine Deutsche Erstaufführung des italienischen Komponisten Domenico Turi im Programm.

Eine zusammenfassende Übersicht finden Sie unter: https://young-euro-classic.de/de/kompositionspreis_2026

Hier spielt die Zukunft!

Young Euro Classic · Festival der besten Jugendorchester der Welt

  1. Juli bis 16. August 2026 im Konzerthaus Berlin

Alle Abendkonzerte beginnen um 19 Uhr, alle Konzerte von „FUTURE NOW“ um 16:30 Uhr. Zu ausgewählten Abendkonzerten finden Konzerteinführungen ab 18 Uhr im Werner-Otto-Saal statt.

Das ausführliche Festivalprogramm abrufbar unter:

www.young-euro-classic.de

Preiskategorien 39 € / 27 € / 16 € (plus Vorverkaufsgebühr).

Berechtigte Personen erhalten für alle Preiskategorien 30 % Teilhabe- und Bildungsermäßigung. Details finden Sie auf unserer Webseite im Servicebereich.  

Tickets gibt es über die Young Euro Classic-Webseite, die Ticket-Hotline  

(+49 / (0)30 / 8410 8909, erreichbar Montag–Sonntag: 10–18 Uhr) und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Festival im Festival „FUTURE NOW“: alle Karten 18 €

Festival Pass für alle fünf „FUTURE NOW“-Konzerte: 70 €

Festival Pass für eine Auswahl von drei „FUTURE NOW“-Konzerten: 45 €

Karten für den „NEXT GENERATION Kindertag“: 8 € für Kinder, 10 € für Erwachsene
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GENOVA TEATRO CARLO FELICE: LA BOHÈME

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La bohème

Donato Renzetti dirige l’opera in quattro quadri di Giacomo Puccini con la regia di Augusto Fornari

Scene liriche in quattro quadri
Libretto di Giuseppe Giacosa e Luigi Illica
dal romanzo Scènes de la vie de bohème di Henri Murger

Musica di Giacomo Puccini
Prima rappresentazione Torino, Teatro Regio, 1 febbraio 1896

Direttore: Donato Renzetti
Regia: Augusto Fornari
Regista assistente: Laura Ruocco
Scene e costum Francesco Musante
Luci Luciano Novelli
Maestro del Coro: Claudio Marino Moretti
Maestro del Coro di voci bianche Gino Tanasini

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Copyright: Teatro Felice

Rodolfo: Junpyo Kwon*/ Xianmu Wang*
Marcello: Davide Chiodo*/ Jeongwoo Lee*
Schaunard: Andrea Ariano*/Shang Ju*
Colline: Vittorio De Campo/Yiwen Wang*
Benoît / Alcindoro: Andrea Porta
Mimì: Yujing Chen*/ Caterina Trevisan*
Musetta: Sara Di Fusco*/Virginia Genovese*
Parpignol: Giuliano Petouchoff
Un venditore ambulante: Antonio Mannarino/ Matteo Michi (19, 20, 21)
Un sergente dei doganieri: Filippo Balestra/ Franco Rios Castro (19, 20, 21)
Un doganiere: Roberto Conti/Bernardo Pellegrini (19, 20, 21)
*Solisti dell’Accademia di alto perfezionamento e inserimento professionale della Fondazione Teatro Carlo Felice Genova
Orchestra, Coro, Coro di voci bianche e Tecnici della Fondazione Teatro Carlo Felice di Genova
Allestimento della Fondazione Teatro Carlo Felice di Genova

Freie Bühne Wien: Performances und eine kreative Talente-Schmiede (2.6.2026)

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Action der Freien Bühne Wien auf dem Südtirolerplatz. Foto: Claudia Bühlmann

Durchgehalten hat Schauspiel-Sänger Gernot Kranner in den ersten Wochen nach seiner Übernahme der Leitung der Freien Bühne Wien. Es sind derzeit heikle Tag in Richtung brüchig gewordenem Wiener Kulturbetrieb: Den kleinen Theatern sind die Subventionen weggenommen worden. Mit Spenden und aus eigener Tasche finanziert sind nun im Juni nicht weniger als acht Premieren, keine großen, in der Freien Bühne Wien angesetzt.

Das Performance-Theater auf der Wiedner Hauptstraße möchte sich als ein so richtiges Kreativzentrum entwickeln. Wie etwa mit einer New Academy – Talente-Schmiede für ‚all lovers of music‘, mit Sona MacDonald als Stargast. Das neigt sich wohl dem Musical zu. Oder, ganz schön ambitioniert: companyfour – das BürgerInnen Ensemble der Freien Bühne Wien mit Auftritten und spielerischen Aktionen am Südtiroler Platz. Auch die Fantasie der Passanten wird hier gefordert.

Und auch so ein echter Wiener, ein sehr reifer bereits und trotzdem noch kein im Unterhaltungsgeschäft integrierter wie Thomas van Stinissen (ja, Wiener) kann hier seine zahlreichen überwiegend intellektuell gestalteten Video-Shows präsentieren. Er ist wohl auch ein um einiges kultivierterer, ein um mehr künstlerisches Niveau bemühter Satiriker als die gängigen Kabarett-Einzelgänger. Als fleißig arbeitender Geschäftsmann konnte sich Stinissen bis jetzt in der heimischen Unterhaltungsszene so gut wie nicht einreihen. Sein Kreativgeist wollte jedoch nie ruhen. Mit einer Fülle an originellen Wortspielen und einem gesunden Ego hat er sich entfaltet. Und nun, im Ruhestand, kann er mit seinen anspruchsvollen satirischen Einfällen und intellektuellem Humor die Szene explodieren lassen? 

Ja, und Fussball-WM live gibt’s hier ebenfalls mitzuerleben: In Zusammenarbeit mit dem ORF wird in aller Herrgottsfrüh, ab sechs Uhr, zum Public-Viewing plus Frühstücks-Büffet eingeladen. Siegesfreudig: Gegner Jodanien (17.). Oder um 19 Uhr, eher mit Zittern: Kicker-Großmacht Argentinien (22.). Vor allem aber der Blick auf das von Kranner angestrebte wichtigste Anliegen: Eine coole Theater-Community soll sich bilden, mit aller Freude am Spiel und freier Kommunikation.

Info: www.freiebuehnewien.at / office@fbw.wien

Meinhard Rüdenauer
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Die aktuelle Wim Wenders-Rede zur Preisverleihung 2026

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ZUM VIDEO – Wim Wenders-Rede
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