INFOS DES TAGES (FREITAG, 24. JULI 2026)
BÜHNE BADEN: HEUTE PREMIERE „TOOTSIE“

Copyright: Lalo Jodlbauer
Wer bist du?“
Eine scheinbar simple Frage, auf die es oft genug gar keine so einfache Antwort gibt – schon gar nicht im Musical TOOTSIE, das am Freitag Premiere an der Bühne Baden feiert. Das Stück von David Yazbek (Musik und Gesangstexte) und Robert Horn (Buch) begeistert mit klugen Inhalten, bissigen Pointen und mitreißender Musik.
Simon Stockinger liefert in dieser zeitgemäßen Komödie eine wahre Meisterleistung, muss er doch nicht nur in die Rolle des verzweifelten Schauspielers Michael Dorsey schlüpfen, der sich damit konfrontieren muss, dass er an seinem 40. Geburtstag kein einziges seiner selbst gesteckten Lebensziele erreicht hat, sondern auch in die der erfolgreichen Dorothy Michaels, der es mühelos gelingt, die Menschen rund um sie zu begeistern: Agenten genauso wie Produzentinnen, Kollegen genauso wie neue Freundinnen. Clara Mills-Karzel findet als Bühnenpartnerin Julie Nichols in Dorothy rasch eine Seelenverwandte. Doch als die Vertrautheit zwischen den beiden wächst und Michael sich mehr und mehr in Julie verliebt wird die Sache kompliziert, und Michaels Lügenkonstrukt droht in sich zusammenzustürzen. Unterstützung bekommt er trotz aller Meinungsverschiedenheiten von seinem besten Freund Jeff (Sebastian Brummer). Ein Wiedersehen an der Bühne Baden gibt es mit Missy May, die als Michaels Ex-Freundin Sandy ebenfalls mit der harten Realität einer erfolglosen Karriere als Künstlerin zu kämpfen hat. In weiteren Rollen: Franz Frickel als schleimiger Regisseur Ron Carlisle, Marika Lichter als optimistische Produzentin Rita Marshall, Clemens Otto Bauer als sehr von sich selbst überzeugter Schauspielkollege Max van Horn und Martin Berger als ratloser Agent Stan Fields.

Angelika Niakan, Bronimir Agovi, Marika Lichter, Franz Frickel, Simon Stockinger. Copyright: Lalo Jodlbauer
Regisseur Felix Seiler ist es wichtig, kein Remake des legendären Hollywood-Films mit Dustin Hoffman aus dem Jahr 1982 auf die Bühne zu bringen. Er lässt TOOTSIE bewusst im New York der Gegenwart spielen und rückt dabei auch aktuelle Themenkomplexe in den Vordergrund: Wie weit gehen die einzelnen Personen für Ihre Lebensziele? Was sind sie bereit, für ihre Träume zu opfern? Und wie gehen sie mit der Angst vor dem Scheitern um? Was geschieht, wenn ein Mann am eigenen Leib erfährt, was es bedeutet, als Frau zu leben? Oder bleibt eine Verkleidung letzten Endes immer nur eine Verkleidung? TOOTSIE ist eine bissige Komödie voller Situationskomik, zugleich aber auch ein Stück, in dem ernste Themen behandelt werden, die jede*n einzelne*n betreffen.
Das Bühnenbild von Darko Petrovic zeichnet ein New York, das das Gefühlsleben der einzelnen Charaktere widerspiegelt: Einmal glitzernd und voller Zauber, dann wieder schäbig und voll abblätterndem Lack. Die zeitlosen Kostüme stammen von Aleš Valášek, die Choreografie von Danny Costello. Für die musikalische Leitung zeichnet Victor Petrov verantwortlich.
Premiere ist am 24. Juli 2026 um 19.30 Uhr im Stadttheater.
Weitere Vorstellungstermine:
28. & 30. Juli 2026
1., 4., 5., 7., 11., 18., 21., 22., 25., 26., 28. & 29. August 2026
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Wiener Staatsoper „Nest“: OPEN CALL »MIGRANTENEXPRESS

Copyright: Malika Teßmann
Wiener Staatsoper: Bevor wir Ihnen das Programm der nächsten Sonntage am Wiener Rathausplatz vorstellen, gibt es Neuigkeiten aus unserer zweiten Spielstätte → NEST – Neue Staatsoper im Künstlerhaus. Im Februar 2027 kommt dort ein interdisziplinäres Musiktheaterprojekt zur Aufführung, der → Migrantenexpress.
Ausgehend von Biografien von Menschen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten den Iran verlassen haben, entstehen Geschichten vom Unterwegssein, vom Ankommen und von einem neuen Alltag. In Musik, Text und Tanz werden individuelle und kollektive migrantische Erfahrungen künstlerisch erzählt und erfahrbar gemacht. Ganz zentral ist bei diesem Projekt die Zusammenarbeit von Bühnenprofis in Gesang, Schauspiel und Tanz mit Laiendarstellerinnen und -darstellern. Gemeinsam werden Szenen entwickelt und singend, sprechend und/oder in Bewegung aufgeführt.
Ausschreibung: Gesucht werden nun Menschen aller Altersgruppen und Herkunft, die Interesse haben, Geschichten über migrantischen Alltag kreativ mitzugestalten und Teil des künstlerischen Prozesses zu werden.
Besondere Vorkenntnisse oder spezifische Tanz- und Stimmfähigkeiten sind nicht erforderlich. Die Teilnahme wird mit einer Aufwandsentschädigung vergütet. Insgesamt können 16 Personen an dem Projekt teilnehmen. Das Mindestalter für die Teilnahme ist 16 Jahre.
Die künstlerische Leitung von Migrantenexpress übernehmen Kian Jazdi, Andreas Heise und Marlene Schleicher. Die Proben werden in deutscher und englischer Sprache geleitet.
Die Anmeldung ist bis zum 27. August möglich, Anfang September gibt es Auswahlworkshops, später im September, im November und im Jänner Probenphasen (Abendproben) und Anfang Februar die Endproben. Premiere ist am 12. Februar 2027, in Summe gibt es sechs Vorstellungen.
Alle Termine und Informationen zur Bewerbung finden Sie → hier.
Wir würden uns freuen, wenn Sie Teil des Projekts werden!
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BAYERISCHE STAATSOPER: BESETZUNGSÄNDERUNGEN
hiermit möchten wir Sie über folgende Umbesetzungen informieren:
LA CENERENTOLA
In der Vorstellung von La Cenerentola am 19. September 2026 übernimmt Narea Son die Partie der Clorinda anstelle von Sarah Dufresne.
DEATH IN VENICE
In den Vorstellungen von Death in Venice am 16., 19., 23., 25. und 28. Juli 2027 singt Claudia Huckle die Partien Russisches Kindermädchen / Bettlerin.
GÖTTERDÄMMERUNG
In den Vorstellungen von Götterdämmerung am 27. Juni, 1., 4., 24., und 31. Juli 2027 singt Lauren Fagan die Partie der 3. Norn.

Narea Son. Foto: Bayerische Staatsoper
Narea Son
Die südkoreanische Sopranistin Narea Son studierte Gesang an der Seoul National University und an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Sie war Stipendiatin der Stiftung Maritim Hermann und Milena Ebel sowie der Oscar-und-Vera-Ritter-Stiftung. 2022 gewann sie den 1. Preis beim Internationalen Gesangswettbewerb „Die Meistersinger von Nürnberg“. Nach Abschluss ihres Studiums wurde sie zunächst Mitglied des Internationalen Opernstudios der Staatsoper Hamburg, 2019 wurde sie ins dortige Ensemble übernommen. Gastengagements führten sie u. a. an die Seoul Metropolitan Opera, an die Korea National Opera in Seoul, ans Grand Theatre Shanghai und ans Poly Theater Shenzhen sowie zum Bayreuth Baroque Opera Festival. Zu ihrem Repertoire zählen Partien wie Ännchen (Der Freischütz), Marzelline (Fidelio), Gretel (Hänsel und Gretel), Susanna (Le nozze di Figaro), Lauretta (Il trittico), Despina (Così fan tutte), Nannetta (Falstaff), Sœur Constance (Dialogues des Carmélites), Blonde (Die Entführung aus dem Serail), Adele (Die Fledermaus), Echo (Ariadne auf Naxos) und Oberto (Alcina). An der Bayerischen Staatsoper gibt sie in der Spielzeit 2025/26 ihr Hausdebüt als Clorinda (La Cenerentola).
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BERLIN: MONAT DER ZEITGENÖSSISCHEN MUSIK #10 – EIN JUBILÄUM. 2. bis 31. Oktober 2026 in Berlin

Feierliche Eröffnung der Jubiläumsausgabe mit dem neuen ENSEMBLEFEST
Berlin 2026 / Einen Monat lang machen vielfältige Veranstaltungen unterschiedlichste Strömungen und Ausdrucksformen der zeitgenössischen Musik in Berlin erlebbar.
Zur Eröffnung seines 10. Jubiläumsjahrgangs präsentiert der Monat der zeitgenössischen Musik (MdzM ) ein neues Festival: Das ENSEMBLEFEST Berlin 2026. Fünfzehn etablierte Berliner Ensembles der zeitgenössischen Musik kommen erstmals für ein dreitägiges Programm im ehemaligen Neuköllner Kaufhaus CANK zu Konzerten und Performances zusammen. Im Zentrum des
vom Ensembletreffen Berlin e.V. veranstalteten Festivals steht das Miteinander der facettenreichen Ensembleszene Berlins, die sich durch ein weites Spektrum ästhetischer Ausdrucksformen und ein hohes Maß an künstlerischer Diversität auszeichnet.
In den folgenden vier Wochen des MdzM 2026 gibt es unzählige Konzerte, Performances und Klanginstallationen an etlichen Spielorten in der ganzen Stadt. Dabei sind die aktuellen Strömungen der facettenreichen zeitgenössischen Musikszene Berlins zu erleben. Versierte Konzertgängerinnen und Konzertgänger erhalten ebenso wie neugierigen Neueinsteiger einen konzentrierten Einblick in das gegenwärtige musikalische Schaffen der Hauptstadt.
In den ersten zehn Jahren hat sich der von der inm / field notes ausgerichtete Monat der zeitgenössischen Musik als zentrales Forum der zeitgenössischen Musikszene Berlins etabliert. Seit seiner Gründung 2017 bringt das Dachfestival einmal im Jahr einen Monat lang rund 100 Konzerte, Performances, Klanginstallationen und Diskussionsformate an den unzähligen Berliner Spielorten zusammen und macht so die Vielfalt aktueller kompositorischer und performativer Positionen hör – und erlebbar. Durch die enge Zusammenarbeit mit Ensembles, Kollektiven und Künstlerinnen und Künstlern aus der Freien Szene hat das Festival einen Raum geschaffen, in dem unterschiedliche Genres – von Neuer Musik über Echtzeitmusik und Improvisation, zu Klangkunst bis hin zu Musiktheater und Oper – gleichberechtigt zusamme nkommen und neue ästhetische Verknüpfungen entstehen. Gleichzeitig dient der Monat der zeitgenössischen Musik mit seinem dezentralen Ansatz als Gradmesser aktueller Tendenzen der Szene und bietet Einblicke für interessierte Neueinsteigern genauso wie einem versierten Konzertpublikum. Er fördert den Austausch zwischen Musikern, Komponistinnen und Komponisten sowie Hörern und zieht Jahr für Jahr immer mehr internationale Gäste in die Hauptstadt.
Monat der zeitgenössischen Musik: 2. – 31. Oktober 2026
Das vollständige Programm ist hier zu finden: www.field – notes.berlin/mdzm .
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Regensburg: GMD verlässt das Staatstheater Regensburg nach Ende der Spielzeit 2026/27. Neue Perspektiven für Stefan Veselka
Nach vier erfolgreichen Spielzeiten voller musikalischer Höhepunkte wird Generalmusikdirektor Stefan Veselka das Staatstheater Regensburg zum Ende der Spielzeit 2026/27 auf eigenen Wunsch verlassen. Veselka, der in den vergangenen Jahren auch von Regensburg aus international als Dirigent tätig war, möchte zukünftig seinen Fokus intensiver auf seine internationale Karriere und Auftritte als Gastdirigent legen, vor allem im skandinavischen Raum und in Europa. „Ich möchte diese spannenden Herausforderungen sehr gern annehmen und das verträgt sich leider nicht mit der verantwortungsvollen Stelle des Generalmusikdirektors“, sagt Veselka.
Seit seinem Amtsantritt im Jahr 2023 hat Veselka das Profil des Orchesters maßgeblich geprägt und den Weg zum Opernhaus des Jahres mit bereitet. Unter seiner Leitung fanden hochgelobte Opernproduktionen wie TRISTAN UND ISOLDE, die Uraufführung von Peter Eötvos‘ letzter Oper VALUSCHKA oder die wiederentdeckte Operette von Joseph Beer DER PRINZ VON SCHIRAS statt. Auch in der Doppelfunktion als Dirigent und Solist trat Veselka in den vergangenen Jahren in Erscheinung, zuletzt mit Beethovens erstem Klavierkonzert.
„Konzert-Highlights der letzten Jahre waren für mich aber auch unser Konzert mit Bruckers 9. Sinfonie im Regensburger Dom und Mahlers 5. Sinfonie im Audimax der Universität Regensburg“, blickt Veselka zurück.
Mit dem Philharmonischen Orchester Regensburg spielte er eine CD mit Orchesterwerken von Walter Kaufmann sowie die Erstaufnahme von DER PRINZ VON SCHIRAS ein. Diese Aufnahme wurde jüngst auf die Bestenliste des „Preises deutscher Schallplattenkritik“ aufgenommen und erregt internationale Aufmerksamkeit. Weitere Erfolge, für die Veselka gemeinsam mit dem Staatstheater Regensburg steht, sind zwei Operettenfrösche von BR Klassik und die Auszeichnung zum Opernhaus des Jahres mit dem OPER! Award.
„Die Zusammenarbeit mit Stefan Veselka war und ist sehr fruchtbar, die Erfolge sprechen für sich. Ich bedauere den Weggang von Stefan Veselka sehr, habe aber vollstes Verständnis für das Annehmen neuer Herausforderungen und Karrieremöglichkeiten“, sagt Staatsintendant Sebastian Ritschel. „Nun freue ich mich aber auf die noch vor uns liegende neue Spielzeit, in der wir mit KRÓL ROGER die Auftaktpremiere im Musiktheater gemeinsam gestalten und noch schöne gemeinsame Aufgaben und große Projekte vor uns haben. “
Die Stelle des Generalmusikdirektors wird in einem Findungsverfahren neu besetzt
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400 JAHRE BAUERNKRIEGE: KIRCH’KLANG WIDMET SICH DEN KLÄNGEN DES FRIEDENS
Konradfest und BACH AM ATTERSEE rücken den Barockkomponisten Johann Beer in den Mittelpunkt

Vierhundert Jahre nach den Oberösterreichischen Bauernkriegen setzt das KIRCH’KLANG Festival Salzkammergut einen programmatischen Schwerpunkt auf Krieg, Frieden und Versöhnung. Ausgangspunkt ist das Konradfest am 1. und 2. August in Oberwang und Straß im Attergau, das Musik aus über tausend Jahren mit der Wiederentdeckung des oberösterreichischen Barockkomponisten Johann Beer (1655–1700) verbindet. Damit spannt das Festival einen Bogen von der Geschichte des Landes bis zu Fragen, die nichts von ihrer Aktualität verloren haben.
Johann Beer, geboren in St. Georgen im Attergau, zählt zu den bemerkenswertesten Künstlerpersönlichkeiten des österreichischen Barock. Als Komponist, Schriftsteller und Hofmusiker bewegte er sich zwischen den Konfessionen und kulturellen Zentren seiner Zeit. Seine geistlichen Werke ebenso wie seine literarischen Schriften spiegeln eine Epoche, die von den Nachwirkungen der Bauernkriege, religiösen Spannungen und der Suche nach gesellschaftlichem Zusammenhalt geprägt war. Heute ist Beer nur selten im Konzertsaal zu erleben – KIRCH’KLANG stellt sein Schaffen nun in einen neuen Zusammenhang.
Den Auftakt bildet am Samstag, 1. August, das Konzert „Da pacem – Rufe nach Frieden“ in der Pfarrkirche Oberwang. Gregorianische Gesänge, Renaissancepolyphonie, die
Uraufführung einer wiederentdeckten Motette des Attergauer Barockkomponisten Johann Beer sowie eigens für das Ensemble Graces & Voices entstandene zeitgenössische Werke treten in einen Dialog über mehr als ein Jahrtausend Musikgeschichte. Gemeinsam mit dem Vokalensemble Dionysos NOW!, dem Tenor Jan Petryka und Martin Haselböck an der Orgel
entsteht ein Programm, das die Bitte um Frieden aus unterschiedlichen Jahrhunderten hörbar macht.
Im Mittelpunkt des Sonntags steht die Festmesse in der Konradkirche Oberwang mit Giovanni Pierluigi da Palestrinas Missa L’homme armé und gregorianischen Gesängen.
Gestaltet wird sie von Graces & Voices, Dionysos NOW! und Martin Haselböck; die Feier wird im Radio und Fernsehen live übertragen. Den Abschluss des Konradfests bildet am Abend die Uraufführung von Michael Hazods es ruht für Gitarre solo in der Auferstehungskapelle Straß – ein Werk über Erinnerung, Stille und Hoffnung.
Mit BACH AM ATTERSEE wird der Gedanke um Krieg und Frieden wenige Tage später weitergeführt. Ein Vortrag über Johann Beer, Lesungen aus seinen Schriften sowie Konzerte
mit Werken Beers, Bibers, Schmelzers und Bachs zeichnen das Bild einer Epoche zwischen konfessionellen Konflikten und kultureller Blüte. So entsteht ein dramaturgischer Zusammenhang, der die Geschichte des Attergaus in einen größeren europäischen Kontext stellt und einen bedeutenden Komponisten seiner Heimat neu hörbar macht. Mit dem Schwerpunkt 400 Jahre Bauernkriege verbindet KIRCH’KLANG historische Aufführungspraxis mit regionaler Erinnerungskultur. Im Zentrum steht nicht die historische Rückschau, sondern die Frage, welche Antworten Musik auf Erfahrungen von Krieg, Gewalt und Versöhnung geben kann – damals wie heute.
KONRADFEST
Samstag, 1. August und Sonntag, 2. August 2026, Oberwang und Straß im Attergau
Da pacem – Rufe nach Frieden
Ein Vokalprogramm zwischen Bitte und Hoffnung
Samstag, 1. August 2026, 20.00 Uhr
Pfarrkirche Oberwang
Programm:
Antiphona Da pacem Domine
Kyrie cum tropis Pater creator omnium
Responsorium Indicabo tibi
Philippus de MONTE: Miserere mei Deus
Introitus Factus est
Rens TIENSTRA: When David heard
Communio Illumina faciem tuam
Johann BEER: Quid moraris o anima mea für Tenor und Basso continuo
Offertorium Deus, Deus meus
Lectio in organis
Sophie REYER: Hope
Cypriano de RORE: Da pacem Domine
Vytautas MIŠKINIS: When I consider
Hymnus Optatus
Besetzung:
Graces & Voices (Leitung: Antanina Kalechyts)
Dionysos NOW! (Leitung: Tore Denys)
Jan Petryka, Tenor
Martin Haselböck, Orgel
Festmesse
Radio- und TV-Übertragung
Sonntag, 2. August 2026, 10.00 Uhr
Konradkirche Oberwang
Programm:
Giovanni Pierluigi da PALESTRINA: Missa L’homme armé
Gregorianische Gesänge des Propriums
Besetzung:
Graces & Voices (Leitung: Antanina Kalechyts)
Dionysos NOW! (Leitung: Tore Denys)
Martin Haselböck, Orgel
Ausklang
Sonntag, 2. August 2026, 18.00 Uhr
Auferstehungskapelle, Straß im Attergau
Programm:
Michael HAZOD: es ruht für Gitarre solo (2025) [UA]
Besetzung:
David Volkmer, Gitarre
Tickets & Information:
www.kirchklang.at sowie in den Infobüros der Tourismusregion Salzkammergut
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ImPulsTanz / Burgtheater: TAO Dance Theater und der Verlust des Individuums (22.7.2026)

Als Phänomen der heurigen ImPulsTanz-Veranstaltungsreihe fällt auf, dass mehrer der eingeladenen Kompanien in ihren bisweilen sehr kurzen Tanzstücken mit einem rein repetitiven choreographischen Konzept antreten. Alle, aber wirklich alle der Tanzenden haben sich getrieben im ständigen Fluss in völligem Gleichklang der Bewegungsabläufe mit skurrilen Positionen – in Schlangenlinien, drehend, marschierend, sich windend und, und – unterzuordnen. Dies kann wiederholt Wirkung zeigen. Doch jegliche Individualität ist dem Einzelnen genommen. Und in solch bewegten doch gleichförmig durchgezogenen Sequenzen wird von dieser in Unilook gekleideten Schar absolute Disziplin gefordert.
Auch das 2008 gegründete chinesische TAO Dance Theater des Choreographen Tao Ye folgte bei seinem Wiener Gastspiel dieser zeitgeistigen Manier. Statt persönlicher Aussage hast du dich dem Kollektiv total anzugleichen. Und Taos Minimal-Piecen sind nur mehr mit Nummern bezeichnet. Die Nummern „16 & 18“ dieser `Numerical Series‘ sind im Burgtheater zu sehen gewesen. 26 Minuten sowie 27 Minuten Dauer und eine längere Pause dazwischen. Ein Bewegungswirbel ohne Aussage zu sterilem Sound ist mitzuverfolgen. ‚Circular Movement System‘ nennt
Tao diesen sich gleichförmig wiederholenden Stil – und er stimmt überein mit der Machart mehrer anderer gezeigten ImPulsTanz-Choreographien in diesem Jahr. Das Publikum geht mit, akzeptiert, verzichtet auf jegliche Erzählung ….
Meinhard Rüdenauer
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