Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

INFOS DES TAGES (FREITAG, 24. APRIL 2026)

24.04.2026 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (FREITAG, 24. APRIL 2026)

Wien/Staatsoper

Magie auf der Bühne/ Interview : Fe­deri­ca Lom­bar­di über Cha­ris­ma, Ener­gie und »Si­mon Boc­ca­ne­gra« – was Oper so fes­selt und war­um sie heu­te be­son­ders trifft.

Da be­tritt ei­ne Sän­ge­rin oder ein Sän­ger die Büh­ne – und al­les ver­wan­delt sich. Das Pu­bli­kum kann den Blick nicht ab­wen­den, ein Flu­i­dum strömt durch den Saal, man lauscht und staunt. Ge­sang und Schau­spiel wer­den eins, al­les ist Aus­druck. Um das zu be­schrei­ben, feh­len ei­nem die rich­ti­gen Wor­te.

lomb
Federica Lombardi

Wiener.staatsoper.at

_______________________________________________________________________________________________________

00 a apropos renate ipse 300

Eine ganz, ganz miese Geschichte…

Liebe Geschlechtsgenossinnen! Wenn mir ein Mann ein Foto mit seinem erigierten Penis schickt, ist er für mich erledigt. Ich werde es nicht an die große Glocke hängen, um den notgeilen Idioten nicht noch mehr zu blamieren, als er es schon getan hat. Aber ich werde ihm klar machen, dass ich nie wieder etwas mit ihm zu tun haben möchte.

Wenn ich ihm allerdings ein Foto meines nackten Busens schicke, sieht die Sache ganz anders aus. Egal, ob es vor oder nach dem Penis-Foto geschehen ist. Davor könnte man es fast als Aufforderung verstehen – ich zeig Dir meine, zeig mir Deinen. Danach ist es nur als eine Art von Einverständnis zu werten, oder?

So geschehen im ORF im „Fall Weißmann“. Dazu brauche ich gar keine Chats zu lesen, die mich sowieso icht interessieren. Außerdem möchte ich persönlich kein Geld für den „Falter“ ausgeben. Eine miese Geschichte, und der Chef eines Milliarden-Konzerns hat sich nicht so zu benehmen, privat oder nicht. Es muss Standards geben.

Allerdings könnte, das muss man zugeben, dergleichen auch in jedem anderen Großkonzern passieren, nicht nur im „Sündenpfuhl ORF“. Beschuldiger / Anklägerin und, nicht zu vergessen, Strippenzieher. Sagen wir so: Seit ‚metoo“ ist die Überzeugung um die Welt geschwappt, dass absolut alle Frauen der Welt „Opfer“ von toxischer Männlichkeit seien. Darum gilt jede Beschuldigung von weiblicher Seite sofort, ohne Unschuldsvermutung, als gegeben, und der Mann kann sich brausen.

Aber in diesem Fall kann von einem „armen Opfer“ wohl nicht die Rede sein. Ich kenne die Dame nicht, aber ich halte sie für intelligent genug, um genau zu wissen, in welche Gefahrenzone sie sich begeben hat, als sie sich offensichtig – und der Eindruck ist übermächtig – von einem Chef oder Partner instrumentalisieren ließ, diese vier Jahre alte „sexuelle Belästigung“ auszugraben, als es darum ging, Weißmann zu kippen und Pius Strobl seine 2,4 Millionen Euro (!!! Die Summe muss man sich im Mund zergehen lassen!)  Abfindung zu sichern, die Weißmann ihm nicht gewähren wollte. Mit einem Foto wie besagtem könnte man manchen Konzernchef aus dem Amt jagen…

Aber ist die Frau, die das in Gang gesetzt hat, wirklich ein armes Opfer – und noch dazu so „tapfer“, weil sie in die Öffentlichkeit ging (wie manche Journalistinnen argumentieren)? Oder hat sie mit dieser Schmutzintrige nicht dermaßen gegen jegliche „Compliance“ verstoßen, dass man auch ihr den „blauen Brief“ schicken müsste? Und Pius Strobl erst recht?

Der ORF kommt zum Handkuss, natürlich beißen sich die Medien darin fest, es geht um verkaufte Zeitungen und Klicks, und „No News are good News“ gilt nur für das Privatleben der Durchschnittsmenschen. Nun hört man von anderen Verfehlungen, von Kokainströmen, schmutzigen Geschäften… und die „normalen“ ORF-Mitarbeiter werden scheel angesehen.

Ich war zwanzig Jahre lang in der Kulturredaktion von Ö1 im Funkhaus (das damals noch nicht durch interne Mauscheleien verkauft war). Ich schwöre, es gab in der Abteilung von Dr. Parschalk keine Sex-Parties, wir haben auch nicht gekokst und wir Fußvolk haben für normales Geld so gut gearbeitet wie wir konnten. Was der Großteil der ORF-Mitarbeiter vermutlich bis heute tut, falls sie nicht in die Kreise derer aufsteigen konnten. die es sich zu fürstlichen Gagen richten. Weil der Mensch eben zum Teil ein gieriges, opportunistisches, gewissenloses, korruptes, immer wieder auch von krimineller Energie getriebenes  Individuum ist.

Ein „Sittenbild“ also? Ein Augias-Stall? Wo ist Herkules? Oder einfach nur eine ganz, ganz miese Geschichte…?

Renate Wagner

P.S. In parenthese: Wenn besagte Dame Roland Weißmann wirklich durch Nicht-Erfüllung seiner sexuellen Wünsche so blöd gemacht hat, dass er zu dem Mittel des Fotos griff (vielleicht nach dem Motto: Schau, was Du versäumst), hat sie zu dem Anne Boleyn-Trick gegriffen. Heinrich VIII. von England konnte schlafen, mit wem er wollte, und hat die Damen dann ziemlich bald weggeworfen. Anne Boleyn sah das auch am Beispiel ihrer Schwester. Die einzige Möglichkeit, ihn fest zu halten und nebenbei Königin von England zu werden, bestand darin, sich ihm zu verweigern und den Sexualakt mit der Bedingung der Heirat zu verknüpfen. Damit hat sie übrigens Weltgeschichte gemacht – weil der Papst seine Ehe mit Katharina von Aragon nicht geschieden hat, trennte sich Heinrich von der Katholischen Kirche und hat damit England ein gänzlich neues Schicksal beschieden. Anne Boleyn konnte er heiraten (und der geschiedene Charles, heute König, seine geschiedene Gefährtin Camilla, heute Königin). Von der Hochzeitsnacht war Heinrich VIII.  dem Vernehmen nach enttäuscht, der ganze Aufwand hatte sich offenbar nicht gelohnt. Wir wollen auch das weitere Schicksal von Anne Boleyn nicht verschweigen – als Heinrich sie satt hatte, schickte er den Henker, und ihr Kopf rollte… Es gibt einfach riskante Spiele auf der Welt._____________________________________________________________________________________

PROGRAMMPRÄSENTATION LEHÁR FESTIVAL BAD ISCHL 2026

leha
 
Das Lehár Festival präsentierte bei der Pressekonferenz, am 23. April 2026 im Presseclub OÖ das vielseitige Programm der Saison 2026!

Wir feiern die ewig junge Operette: 65 Jahre Lehár Festival!
 Dieser Jubiläumssommer verbindet große Meisterwerke, spannende Wiederentdeckungen und besondere Akzente, die Vergangenheit und Gegenwart in einen klingenden Dialog setzen.

Auf dem Spielplan stehen zwei herausragende Klassiker:
BOCCACCIO von Franz von Suppè gilt als eine der genialsten Operetten, die je geschrieben wurden. Mit ihrer musikalischen Raffinesse, einem geistreichen Libretto und ihrem feinsinnigen Humor zählt sie zu den Höhepunkten der Gattung. Begleiten Sie den Dichter Boccaccio ins Florenz der Renaissance und erleben Sie mit ihm amouröse wie turbulente Abenteuer voller Witz und Charme.
Ein weiterer Höhepunkt ist GRÄFIN MARIZA von Emmerich Kálmán. Mit Liedern wie Grüß mir mein Wien, Komm mit nach Varasdin oder Sag ja, mein Lieb, sag ja hat Kálmán Musik geschaffen, die bis heute begeistert. Wenn Mariza auf den vermeintlichen Gutsverwalter Tassilo trifft, Zsupán um Lisa wirbt und Fürstin Božena überraschend eingreift, entfaltet sich ein ebenso humorvolles wie berührendes Verwirrspiel voller Emotion und musikalischer Glanzpunkte.
Natürlich widmen wir uns auch heuer wieder einer kostbaren Rarität: Mit DER GÖTTERGATTE präsentieren wir halbszenisch ein wahres Juwel von Franz Lehár. Dieses ebenso humorvolle wie berührende Werk entführt uns in den Himmel, wo wir mit einem Augenzwinkern erkennen, dass selbst die Götter nur allzu menschliche Schwächen haben. Ein Lehár vom Feinsten.

Unser 65-jähriges Bestehen feiern wir zudem mit einem festlichen Galakonzert sowie einem vielfältigen Rahmenprogramm: Zwei Matineen über Komponistinnen und die Diven der Operette der Zwischenkriegszeit, ein neues Schlagerprogramm von und mit Susanne Marik, ein Symposium, eine Kinderaufführung der Operette Boccaccio sowie eine Ausstellung zum Dichter und zu Suppès Meisterwerk bereichern diesen besonderen Sommer.
 
BOCCACCIO von Franz von Suppé
Premiere: 11. Juli 2026

GRÄFIN MARIZA von Emmerich Kálmán
Premiere: 18. Juli 2026

DER GÖTTERGATTE von Franz Lehár 
Premiere: 14. August 2026

Als GesprächspartnerInnen standen zur Verfügung:
 Intendant Thomas Enzinger (Inszenierung – BOCCACCIO) 
Brigitte Stumpner (Präsidentin – LEHÁR FESTIVAL)
Angela Schweiger (Inszenierung – GRÄFIN MARIZA)
Jenny Gregor (Dramaturgie –  LEHÁR FESTIVAL)
Christina Sidak (Darstellerin – BOCCACCIO)
Eva Schöler (Darstellerin – GRÄFIN MARIZA & DER GÖTTERGATTE)

Weitere Sujets & aktuelle Fotos finden Sie unter https://www.leharfestival.at/presse/

Besetzungen & Biographien der Darsteller finden Sie unter https://www.leharfestival.at  
In Vorfreude auf eine äusserst spannende Saison beim Lehár Festival Bad Ischl 2026!

INFOS, KARTEN UND TERMINE: +43 (0)6132 23839
karten@leharfestival.at
www.leharfestival.at
Kongress & TheaterHaus
Kurhausstraße 8
4820 Bad Ischl

______________________________________________________________________________________

24.–26. April 2026: TransTraditionale – Musikfest der globalen Gegenwart startet im Radialsystem Berlin:

Zwischen neuen Gemeinschaften und Kompositionen aus Teheran im Krieg
„Das Festival zeigt Klang so, wie er heute in Berlin, Deutschland und Europa wirklich ist.“ – Cymin Samawatie, Künstlerische Leiterin

ad

Diesen Freitag startet im Radialsystem Berlin mit der „TransTraditionale – Musikfest der globalen Gegenwart“ ein neues Festival: Das Trickster Orchestra bringt unter der künstlerischen Leitung von Cymin Samawatie vom 24.–26. April 2026 gefeierte Solistinnen und Solisten, Ensembles und Komponisten der postmigrantischen Musikszene zusammen und lässt eine Musik hörbar werden, die aus globalen Traditionen entsteht und zugleich radikal in die Zukunft weist. Im Mittelpunkt stehen globale Klangsprachen, neue Arten des Zusammenspiels und Formate, die Nähe, Austausch und gemeinsames Erleben jenseits klassischer Konzertformen ermöglichen – für alle Neugierigen, die zeitgenössische Musik neu entdecken wollen.

Eine zentrale Frage des Festivals lautet: Was ist in einer vielfältigen Gesellschaft eigentlich heute ein Orchester, welche Instrumente kommen darin vor, auf welchen Sprachen wird gesungen und welche Musik wird gespielt? Die TransTraditionale – Musikfest der globalen Gegenwart versammelt dazu eine neue Generation von Ensembles, Solistinnen und Komponisten und Komponisten, die Musik für das 21. Jahrhundert neu denken und Kunstmusik durch globale Instrumentierungen und Libretti-Sprachen anschlussfähig an eine vielfältige Gesellschaft machen. Die Musikerinnen und Musiker entwickeln aus unterschiedlichsten musikalischen Traditionen heraus neue Klangwelten zwischen klassisch-traditionellen Musiken, Elektronik, Jazz, Hip Hop, Rock und zeitgenössischen Klangsprachen.

Freitag, 24. April, bis Sonntag, 26. April 2026
TransTraditionale – Musikfest der globalen Gegenwart
Radialsystem Berlin, Holzmarktstr. 33, 10243 Berlin
Vollständiges Programm: https://transtraditionale.berlin
Tickets: Festivalpass 48 Euro (erm. 36 Euro), Tagespässe 20 Euro (erm. 16 Euro)

Festivalwebsite: https://transtraditionale.berlin
Videotrailer: https://www.youtube.com/watch?v=NqU-KivQpPs
Noch mehr Info: https://transtraditionale.berlin/presse/

___________________________________________________________________________________________

Tiroler Landestheater Innsbruck : DER TALISMAN. Premiere 25.4.2026

Schauspiel | Posse mit Gesang von Johann Nepomuk Nestroy

tali

Messerscharf, satirisch und brandaktuell: Als eines der Meisterwerke von Johann Nestroy zählt Der Talisman zu den meistgespielten Stücken des Autors. Mit brillanter Komik, scharfzüngiger Sprache und jeder Menge Witz zeigt Nestroy, wie Ausgrenzung, Opportunismus und Vorurteile eine Gesellschaft prägen – damals wie heute.

In der Inszenierung trifft das 19. Jahrhundert auf die Gegenwart: „Biedermeier-Hip-Hop“, pointierte Satire und ein hochaktueller Blick auf Schein, Sein und soziale Zugehörigkeit holen den bissigen Geist des Stücks ins Hier und Jetzt. Die FM4-Award-Gewinnerin Nenda und Bernhard Neumaier übersetzen diesen Ton musikalisch in die Gegenwart – live auf der Bühne, getragen von den Musikerinnen Eleonora Golubkowa und Medina Rešić.

Florian Granzner verkörpert Titus Feuerfuchs, und auch die weiteren Rollen sind mit Mitgliedern des vielseitigen Schauspielensembles besetzt, darunter Marie-Therese Futterknecht, Laetitia Toursarkissian, Marion Reiser, Ulrike Lasta, Philipp Rudig, Tommy Fischnaller-Wachtler, Kristoffer Nowak und Julia Posch. Regie führt Dominique Schnizer, ein ausgewiesener Nestroy-Spezialist, der erstmals in Innsbruck inszeniert und sich seinem Lieblingsdichter stets mit großem Respekt nähert. Die Ausstattung verantwortet Christin Treunert; die beiden verbindet seit Jahren eine enge und regelmäßige künstlerische Zusammenarbeit.

Regieteam und Besetzung

Regie Dominique Schnizer, Bühne & Kostüme Christin Treunert, Musik und Songtexte Nenda Neururer, Musik und Arrangements Bernhard Neumaier, Dramaturgie Elisabeth Schack, Titus Feuerfuchs Florian Granzner, Frau von Cypressenburg Marie-Therese Futterknecht, Emma u.a. Laetitia Toursarkissian, Constantia Marion Reiser, Flora Baumscher Ulrike Lasta, Plutzerkern Philipp Rudig, Monsieur Marquis u. a. Tommy Fischnaller-Wachtler, Spund u. a. Kristoffer Nowak, Salome Pockerl Julia Posch, Musiker:innen Eleonora Golubkowa, Medina Rekic

Termine

Premiere Samstag, 25.4.26 / 19.00 Uhr Großes Haus (Dauer ca. 2 h 45, eine Pause)
3.5.26 / 19.00 Uhr, 6.5.26 / 19.30 Uhr, 8.5.26 / 19.30 Uhr, 13.5.26 / 19.30 Uhr, 21.5.26 / 19.30 Uhr, 6.6.26 / 19.00 Uhr, 10.6.26 / 19.30 Uhr, 11.6.26 / 19.30 Uhr, 12.6.26 / 19.30 Uhr

____________________________________________________________________________________________________________

 

Diese Seite drucken