INFOS DES TAGES (FREITAG, 23. JÄNNER 2026)
KLAGENFURT/ Stadttheater: Orfeo ed Euridice von Christoph Willibald Gluck
Azione teatrale per musica in drei Akten von Christoph Willibald Gluck
Libretto von Ranieri de’ Calzabigi
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

PREMIERE 05. Februar 2026, 19.30 Uhr
Mit dieser Produktion feiern Carolin Pienkos und Cornelius Obonya, die sich seit ihrer Inszenierung der Fledermaus an der Mailänder Scala als erfolgreiches Regieduo etabliert haben, ihren Einstand in Klagenfurt. Die musikalische Leitung übernimmt Michael Hofstetter.
Der Mythos über den thrakischen Sänger Orpheus, der mit seinem Gesang nicht nur Menschen und Tiere anzurühren vermochte, sondern auch Felsen und die Götter des Todes zum Weinen brachte, erzählt von der unauflöslichen Verschränkung von Liebe und Musik. Nachdem seine Frau Eurydike durch den Biss einer Giftschlange ums Leben gekommen ist, steigt Orpheus in die Unterwelt hinab, um ein zweites Leben für Eurydike zu erflehen. Mit seiner Musik besänftigt er die Geister der Hölle, worauf diese Eurydike die Rückkehr in die Welt der Lebenden gewähren. Doch auf dem Weg nach oben muss das Paar noch eine Prüfung bestehen: Orpheus darf sich nicht nach Eurydike umsehen, bis die beiden wieder an der Oberfläche sind.
Mit Orfeo ed Euridice schufen Ranieri de’ Calzabigi und Christoph Willibald Gluck 1762 einen neuartigen Operntypus. Das Libretto erzählt die Handlung geradlinig, ohne Intrigen, Nebenhandlungen und Umwege, und eröffnet so den Raum für die Darstellung der elementaren menschlichen Erfahrung von Liebe und Verlust. Glucks kongeniale Musik zeichnet sich durch schnörkellose, aber umso berührendere Klarheit aus, und entfaltet sich vor allem in der Gegensätzlichkeit von schauriger Unterwelt und lieblichem Glanz des Elysiums zu monumentalen Denkmälern der Liebe.
MUSIKALISCHE LEITUNG Michael Hofstetter, REGIE Carolin Pienkos, Cornelius Obonya
CHOREOGRAPHIE Riccardo De Nigris, BÜHNE Devin McDonough
KOSTÜME Laura Madgé Hörmann, CHOREINSTUDIERUNG Günter Wallner
DRAMATURGIE Markus Hänsel
ORFEO Tobias Hechler, EURIDICE Keri Fuge, AMORE Luisa Mordel
Tanzensemble
Kärntner Sinfonieorchester
Chor und Extrachor des Stadttheaters Klagenfurt
Weitere Vorstellungen bis 28. März 2026
Einführungsmatinee 25. Jänner 2026, 11 Uhr, Moderation Aron Stiehl
Einführung vor jeder Vorstellung um 19.00 Uhr, Sonntag um 14.30 Uhr
Schulvorstellung, 17. Februar 2026, 19.30 Uhr
17.00–19.00 Uhr Begleitprogramm
19.30 Uhr Vorstellungsbeginn
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OPER ZÜRICH Wenn das Neue Raum gewinnt. Zeitgenössisches Musiktheater und neue Konzertformate im Januar und Februar
Wenn das Neue einen Raum braucht, dann ist die Studiobühne meist der richtige Ort. Dieser Prämisse folgend verwandelt das Opernhaus Zürich seine Studiobühne zwischen dem 24. Januar und dem 28. Februar in einen experimentellen Klang- und Performanceraum für zeitgenössisches Musiktheater und neue Konzertformate.
Einen programmatischen Schwerpunkt bildet die Musiktheater-Performance «Sillons de Mémoires» (Rillen der Erinnerung). Das Werk der libanesischen Komponistin Dzovinar Mikirditsian und der Züricher Komponistin Katharina Rosenberger, die für ihre grenzüberschreitenden Arbeiten mit dem Schweizer Musikpreis ausgezeichnet wurde, feiert am 5. Februar seine Premiere. In einer vielschichtigen Klanginstallation setzen sich die beiden Künstlerinnen mit den Themen Heimat, Vertreibung und Migration auseinander und spüren radikal den Spuren nach, die diese Erfahrungen im Körper, in der Biografie und im kollektiven Gedächtnis hinterlassen. Was geschieht, wenn die Erinnerung an einen Ort fragmentiert ist, infrage gestellt oder gar ausgelöscht wird? Wie prägen Krieg, Krisen und Verlust das Selbstbild und den Blick in die ZukunD? Begleitet wird die Performance vom renommierten Genfer Schlagwerk-Kollektiv Eklekto.
«Sillons de Mémoires»
05/06/07 Februar, jeweils 19.30 Uhr, Studiobühne
Anlässlich des 100. Geburtstags des amerikanischen Komponisten und Künstlers Morton Feldman widmet sich das hauseigene Ensemble Opera Nova dem monumentalen Spätwerk «For Philip Guston» aus dem Jahr 1984. Das rund viereinhalbstündige Stück für Flöte, Klavier und Schlagzeug ist dem Maler Philip Guston gewidmet, mit dem Feldman bis in die späten 1960er-Jahre eine enge Freundschaft verband. Das Werk sprengt gewohnte Relationen von Konzert, Zeit und körperlicher Wahrnehmung: Das Publikum ist eingeladen, dem Konzert im Liegen zu lauschen; Ein- und Auslass sind jederzeit möglich.
Sonder-Kammerkonzert Morton Feldmann
24 Januar, 18.00 Uhr, Studiobühne
Rund um die Premiere von Paul Hindemiths Oper «Cardillac» lädt ein Kammerkonzert am Vormittag zu einer Entdeckungsreise in die farbige Klangwelt des Komponisten ein. Mitglieder des Orchesters der Oper Zürich stellen drei zentrale Werke der Bläserkammermusik des 20. Jahrhunderts vor. Darunter Hindemiths humoristische «Kleine Kammermusik op. 24, Nr. 2» aus dem Jahr 1922 und das gut zwanzig Jahre später entstandene «Septett für Blasinstrumente». Abgerundet wird das Programm durch Leoš Janáčeks «Suite für Bläsersextett «Mládí».
Sonder-Kammerkonzert zur Premiere von «Cardillac»
15.Februar, 11.15 Uhr, Studiobühne
Mit Olga Neuwirth ist eine der bedeutendsten Komponistinnen der Gegenwart erstmals mit einem Musiktheaterwerk am Opernhaus Zürich vertreten: «Monster’s Paradise» feiert Anfang März Premiere. Bereits eine Woche zuvor am 28. Februar um 18 Uhr präsentiert das Ensemble Opera Nova kammermusikalische Werke der österreichischen Komponistin. Neuwirths Musik bewegt sich zwischen gegenwärtiger Klangforschung, politischem Kommentar und spielerischer Grenzüberschreitung. Werke wie «HOOLOOMOOLOO» für Ensemble in drei Gruppen, «Magic flu-idity» für Flöte und Olivetti-Schreibmaschine oder die «Hommage à Klaus Nomi» für Countertenor (Andrew Watts) und Kammerorchester stehen exemplarisch für unterschiedliche Schaffensphasen.
Porträtkonzert Olga Neuwirth zur Premiere von «Monster`s Paradise»
28. Februar, 18.00 Uhr, Studiobühne
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Deutsche Oper am Rhein: Kammersänger Stefan Heidemann verabschiedet sich aus dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein

Stefan Heidemann als „Frank“ in „Die Fledermaus“. Foto: Hansjörg Michel
Nach 35 Jahren im Ensemble und rund 1.200 Vorstellungen auf den Bühnen der Deutschen Oper am Rhein steht der Bariton am Freitag, 23. Januar 2026, noch einmal in Johann Strauss‘ Operette „Die Fledermaus“ im Opernhaus Düsseldorf auf der Bühne.
Seit 35 Jahren gehört der Bariton Stefan Heidemann zum Ensemble der Deutschen Oper am Rhein. Innerhalb ihres großen Repertoires erarbeitete er in dieser Zeit rund 80 Partien – von lyrischen Mozart-Partien wie Papageno (Die Zauberflöte) bis zu Wagner-Helden wie Beckmesser (Die Meistersinger), Telramund (Lohengrin) und Alberich (Der Ring des Nibelungen). 2003 wurde er zum Kammersänger ernannt. Allein in Düsseldorf und Duisburg konnte ihn das Publikum in rund 1.200 Vorstellungen erleben.
Stefan Heidemann feierte große Erfolge an der Deutschen Oper am Rhein, aber auch international an vielen weiteren Opernhäusern. Zusammen mit seinen Engagements und Gastspielen an anderen Bühnen sang er knapp 2.000 Vorstellungen – seit 2007 auch im schweren Bariton-Fach, etwa in den Opern von Richard Wagner.
Neben seiner künstlerischen Arbeit an der Deutschen Oper am Rhein und Opernhäusern in aller Welt engagierte sich Stefan Heidemann über 20 Jahre ehrenamtlich für das Ensemble seines Stammhauses: Als Ensemblesprecher, Mitglied des Betriebsrates und künstlerisch beratendes Mitglied im Aufsichtsrat der Deutschen Oper am Rhein machte er sich – stets als Teamplayer – für gute Arbeitsbedingungen und das so charakteristische Ensemble des Zwei-Städte-Instituts stark. Für die Schlossfestspiele Neersen organisierte er zwischen 2005 und 2023 die jährliche Opern- und Operettengala mit zahlreichen Gastauftritten von Solistinnen und Solisten der Deutschen Oper am Rhein.
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Am 6. März 2026 veröffentlicht die Pianistin Siqian Li ihr Solo-Debüt Voyage among Fragments beim Label Sagitta Musica.

Mit Voyage among Fragments widmet sich Siqian Li konsequent der Kunst der Transkription. Der Flügel wird hier zugleich Orchester, Stimme und Erinnerungsraum. Das dramaturgisch fein kuratierte Programm verbindet Ravels La Valse (Korsantia), Gershwins Rhapsody in Blue für Klavier solo, selten gespielte Chanson-Bearbeitungen von Charles Trenet (Weissenberg) sowie die Jasmine Flower Fantasia von Wang-hua Chu.
Ausgebildet am Central Conservatory of Music in Peking, am New England Conservatory in Boston und am Royal College of Music in London, machte Siqian Li international durch ihre klangliche Präzision, Farbgestaltung und musikalische Tiefe auf sich aufmerksam. Zu ihren Auszeichnungen zählen unter anderem die Chappell Medal Piano Competition sowie die Halbfinalteilnahme beim Leeds International Piano Competition. Konzertauftritte führten sie u. a. in die Bridgewater Hall, die Jordan Hall in Boston, die Forbidden City Concert Hall in Peking und die Yamaha Ginza Hall in Tokio.
Das Album zeichnet eine musikalische Reise zwischen französischer Eleganz, chinesischer Klangtradition und amerikanischem Freiheitsgeist nach und markiert zugleich den bewussten künstlerischen Auftakt einer eigenständigen pianistischen Handschrift.
Weitere Informationen finden Sie hier!
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attitude – dance-platform: This week’s recommendations and some of the latest critiques from the past months January 22nd, 2026

Copyright: attitude
Julio Bocca – Teatro Colón’s (Buenos Aires) Artistic Director: An interview – Part 1 (September 10th, 2025)
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Julio Bocca – Teatro Colón’s (Buenos Aires) Artistic Director: An interview – Part 2 (September 10th, 2025)
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Vienna Opera Ball Press Conference: January 16th, 2026
(Mahler Hall, Vienna State Opera)
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Die Fledermaus (La chauve-souris), revisited: Vienna State Ballet (Wiener Staatsballett), November 28th, 2025
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Callirhoe, revisited: Vienna State Ballet (Wiener Staasballett), January 7th, 2026
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Marie Antoinette, Première, December 20th, 2025: Vienna State Ballet (Wiener Staatsballett), Volksoper
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Die Fledermaus (La chauve-souris), revisited: Vienna State Ballet (Wiener Staatsballett), December 13th, 2025
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Die Fledermaus (La Chauve-souris), revisited: Vienna State Ballet (Wiener Staatsballett), November 24th, 2025
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Première:
Ratmansky’s „Callirhoe“, Vienna State Ballet (Wiener Staatsballett): October 19th, 2025
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