INFOS DES TAGES (FREITAG, 17. JULI 2026)
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ERL/ Tirol. 12.7,.2026 – „Urlicht Primal Light“ – Gustav Mahler goes Circus – Musicbanda Franui – Festspielhaus Erl – Tiroler Festspiele Erl Sommer 2026.
„Gustav Mahler goes Circus“

Copyright: Scheffold-Media
Die weltberühmte Musicbanda Franui, deren Name von einer Almwiese im Osttiroler Dorf Innervillgraten stammt, in dem der Großteil der Musiker und Musikerinnen aufgewachsen ist, faszinierte diesmal mit einer Kreation gemeinsam mit Yaron Lifschitz und Circa Contemporary, Circus und Schülerinnen der Tiroler Ballettschule. Eine Koproduktion mit der Kulturhauptstadt Europas Bad Ischl Salzkammergut 2024 mit Circa, Musicbanda Franui, Les Théâtres de la Ville de Luxembourg und Spoleto Festival dei Due Mondi.
Nach der Musik von Gustav Mahler (1860-1911) in der musikalischen Bearbeitung und (Re) Komposition von Markus Kraler und Andreas Schett waren atemberaubende, artistische Vorführungen zu erleben, die einen deutlichen gesellschaftskritischen Bezug aufwiesen.
In der Regie von Yaron Lifschitz wurde zu jedem Lied nach Gustav Mahler eine eigene artistische Choreographie erstellt, die jeweils eine ganz besondere Geschichte erzählte. Die einzelnen Abläufe gingen sowohl musikalisch als auch choreographisch nahtlos ineinander über. Die musikalische Leitung lag in den bewährten Händen von Andreas Schett sowie die musikalische Bearbeitung und Komposition, wie schon erwähnt, Andreas Schett und Markus Kraler inne hatten. Verantwortlich für das Licht waren Yaron Lifschitz und Mark Middleton, für die Kostüme Libby McDonnell und für den Ton Stefan Schett.

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Die fantastische Artistengruppe Circa setzte sich aus hochkarätigen Artisten zusammen, die hochmusikalisch und enorm packend Mahlers Musik geradezu „halsbrecherisch“ und faszinierend körperlich umsetzten.
Caroline Bertorello, Jon Bonaventura, Holly-Rose Boyer, Helga Ehrenbusch, Scott Grove, Chelsea Hall, Sam Letch, Daniel O‘Brien, Darby Sullivan, Christina Zauner.
Im spektakulären „Franui-Style“ präsentierte die Musicbanda Franui Mahlers zutiefst berührende Musik in phänomenaler Einheit mit dem Artistenensemble.
Johannes Eder (Klarinette, Bassklarinette), Andreas Fuetsch (Tuba), Romed Hopfgartner (Sopran- und Altsaxophon, Klarinette), Markus Kraler (Kontrabass, Akkordeon), Angelika Rainer (Harfe, Zither), Bettina Rainer (Hackbrett), Markus Rainer/ Patrik Hofer (Trompete), Andreas Schett (Trompete), Martin Senfter (Ventilposaune), Nikolai Tunkowitsch (Violine).
Die Performerinnen der Tiroler Ballettschule waren: Klara Baumann, Henni Bichler, Aurelia Fischbacher, Marianne Hagauer, Emelie Kramer, Anna Loferer, Lena Loferer, Ella Obenauer, Avila Thaler, Viviana Thaler. Die Leitung der Tiroler Ballettschule liegt in den Händen von Beate Stibig Nikkanen und die Betreuung in denen von Nicole Obenauer. Die ausführende Produzentin von Circa ist Danielle Kellie und Kuratorin & Creative Producer Brigitte Fürle.

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Die von Franui bearbeiteten, fesselnden Werke von Gustav Mahler waren zu erleben:
„Urlicht“ (aus Des Knaben Wunderhorn); „Wo die schönen Trompeten blasen“ (aus Des Knaben Wunderhorn); „Phantasie“/ „Zu Straßburg auf der Schanz“ (aus Lieder und Gesänge aus der Jugendzeit / Des Knaben Wunderhorn); „Neuschluderbacher Tanz“ nach Motiven aus „Verlorene Müh‘“ (Des Knaben Wunderhorn) / Selbstgefühl (Lieder und Gesänge aus der Jugendzeit) / Der Abschied (Das Lied von der Erde); „Ging heut‘ morgen übers Feld“ (aus Lieder eines fahrenden Gesellen); „Ich atmet‘ einen linden Duft“ (aus Rückert-Lieder); „Wunderhorntanz“ nach Motiven aus „Des Antonius von Padua Fischpredigt“ / „Wer hat dies Liedlein erdacht“ / „Rheinlegendchen“ (Des Knaben Wunderhorn); „Um Mitternacht“ / „Mir war das Glück nicht hold“ (aus Rückert-Lieder / Der Abschied (Das Lied von der Erde); „3 Vögel (davon 1 Esel)“ nach Motiven aus „Lob des hohen Verstandes“ (Des Knaben Wunderhorn) / „Ablösung im Sommer“ (Lieder und Gesänge aus der Jugendzeit); „Nicht wiedersehen!“ (aus Des Knaben Wunderhorn); „Wenn dein Mütterlein tritt zur Tür herein“ (aus Kindertotenlieder); „Revelge“ (For a Drummerboy) aus „Revelge“ / „Der Tamboursg‘sell“ (Des Knaben Wunderhorn).

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Eine enorm fesselnde Aufführung, in der die Artisten zum Teil abenteuerlich durch die Luft flogen, mit akribischer Körperbeherrschung zur Musik agierten und die Musicbanda Franui ihre exzeptionelle Art Gustav Mahlers Musik zu interpretieren sensationell in Szene setzte!
Marisa Altmann-Althausen
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Musicalsommer Amstetten: THE BAND . Eine musikalische Zeitreise mit Herz (15. 7.2026)

Mit The Band präsentiert der Musicalsommer Amstetten ein Musical, das die 1990er-Jahre nicht einfach nacherzählt, sondern wieder aufleben lässt. Für die jüngere Generation ist es eine Entdeckung, für alle, die damals dabei waren, eine berührende Reminiszenz an die Musik ihrer Jugend.
Regisseur Alex Balga setzt dabei ganz auf das Lebensgefühl einer Generation. Das Bühnenbild beeindruckt mit seiner raffinierten 3D-Perspektive und verbindet Multimedia mit klassischer Theaterästhetik. Die stärkste Szene des Abends ist jedoch die Verwandlung eines schäbigen Nachtbusses in einen pulsierenden Partyraum – ein ebenso überraschender wie effektvoller Theatermoment. Rasante Kostümwechsel und authentische 90er-Outfits vervollständigen die Zeitreise. Und selbst das Programmheft setzt das Konzept konsequent fort: Im Stil der legendären BRAVO gestaltet, weckt es schon vor Beginn des Musicals Erinnerungen und ist eine liebevolle Hommage an ein Jahrzehnt, das Generationen geprägt hat.
Unter der musikalischen Leitung von Christian Frank werden die bekannten Pop-Hits behutsam modernisiert, ohne ihren Wiedererkennungswert einzubüßen. Besonders die Arrangements für die Frauenstimmen überzeugen. Einziger Wermutstropfen: Die über der Musik gesprochenen Textpassagen waren akustisch stellenweise nur schwer zu verstehen.
Zu den größten Stärken der Produktion zählen die Choreografien von Natalie Holton. Präzise, dynamisch und teilweise von erstaunlicher Komplexität, verlangen sie dem Ensemble Höchstleistungen ab. Dass die Darstellerinnen und Darsteller dabei nicht nur tänzerisch, sondern gleichzeitig auch gesanglich auf konstant hohem Niveau bleiben, gehört zu den beeindruckendsten Leistungen dieses Abends.
Auch das Ensemble hinterlässt einen nachhaltigen Eindruck. Carin Filipčić gestaltet die Entwicklung ihrer Figur mit großer Glaubwürdigkeit – von der Sehnsucht nach der Vergangenheit bis zum versöhnlichen Ankommen in der Gegenwart. Elies de Vries ragt selbst innerhalb dieses starken Ensembles heraus. Ihre Spitzentöne gelingen mit scheinbarer Mühelosigkeit, ihre Bühnenpräsenz ist außergewöhnlich. Sie ist die prima inter pares dieses Abends. Anna Zagler überzeugt mit einer bemerkenswert reifen Darstellung, während Aeneas Hollweg auch gesanglich ein beeindruckendes Gesamtpaket bietet.
Die Boyband – Aeneas Hollweg, Florian Heinke, Jonathan Metu, Aday Velasco und Lorenz Pojer – ist dabei weit mehr als nostalgisches Beiwerk. Mit perfekt synchronen Choreografien, harmonischen Bewegungen und verdienten Solomomenten begleitet sie die Handlung wie ein roter Faden und bildet den musikalischen Rahmen der Geschichte.
Am Ende bleibt vor allem ein Gedanke: Erst wenn junge Musicaldarsteller die größten Hits der 1990er-Jahre wie neue Songs einstudieren müssen, wird einem bewusst, wie viele Jahre inzwischen vergangen sind. Umso schöner, dass diese Musik bis heute nichts von ihrer Kraft verloren hat. The Band ist ein Wohlfühlmusical voller Energie, Herz und Erinnerungen. Und wer nach dem Schlussapplaus noch nicht genug hat: Die Songs gibt es übrigens auch auf Spotify.
Elisabeth Sabaditsch-Wolff
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