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INFOS DES TAGES (FREITAG, 1. MAI 2026)

01.05.2026 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (FREITAG, 1. MAI 2026)

Dienstag in Florenz: Three old pals at a 90th birthday

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Gentleman am Pult. Der Dirigent Zubin Mehta (*1936)
Audio von Kirsten Liese (43 Minuten)
deutschlandfunk.de
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Wiener Volksoper: Tom Neuwirth übernimmt die Rolle des Frosch in Die Fledermaus – Pride Edition der Volksoper Wien

vopo
Copyright: Wiener Volksoper

Im Rahmen des Pride Month Juni, der alljährlich die Sichtbarkeit queeren Lebens feiert und zugleich an den Kampf gegen Ausgrenzung und Diskriminierung erinnert, präsentiert die Volksoper Wien heuer Die Fledermaus – Pride Edition als selbstbewusst queeren Blick auf die wohl berühmteste Operette der Welt. Die Premiere ist am 9. Juni 2026.

In einer eigens für die Volksoper geschaffenen Textfassung von Jürgen Bauer und Moritz Franz Beichl wird Johann Strauß’ Klassiker zu einem hochaktuellen, pointierten und humorvoll-bissigen Spiel über Liebe, Identität und gesellschaftliche Normen. Die Produktion setzt damit ein klares künstlerisches Zeichen – gerade in einer Zeit, in der queeres Leben international erneut vermehrt unter Druck gerät.

Ein besonderes Highlight der Produktion ist die Besetzung der legendären Rolle des Frosch: Tom Neuwirth, international bekannt als Conchita Wurst und zuletzt gefeiert für seine Darstellung des schwulen Habsburgers Erzherzog Ludwig Viktor alias „Luziwuzi“ im gleichnamigen Stück im Rabenhof Theater, bringt erneut seine Vielseitigkeit zwischen Musik und Schauspiel auf die Bühne – diesmal auf die große Bühne der Volksoper, wo Die Fledermaus seit jeher zum festen Repertoire gehört. Wenn dieses „Familiensilber“ der Volksoper nun in einem neuen, queeren Licht erscheint, liegt es nahe, diese Neubetrachtung mit einer ebenso markanten künstlerischen Persönlichkeit zu verbinden. Der Frosch als Figur des scharf beobachtenden, kommentierenden Blicks erhält in der Pride Edition eine zusätzliche Dimension zwischen Humor, bewusstem Spiel mit Rollenbildern und als Hoffnungsgeber in einer Zeit, in der queeres Leben noch nicht offen gelebt werden konnte.
 

Zitat Tom Neuwirth

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Tom Neuwirth (c) Lukas Feix_WURSTTV.com .jpg

„Ich bin überwältigt und fühle mich geehrt, Teil dieser besonderen Produktion sein zu dürfen. Die Volksoper ist ein traditionsreiches Haus, das über Grenzen hinausdenkt und queere Kunst willkommen heißt. Es freut mich sehr, dass Die Fledermaus – eines der bekanntesten Werke der Operette – für die Pride Edition eine queere Perspektive erhält, und ich bin voller Vorfreude, die ikonische Rolle des Frosch zu übernehmen und neu zu interpretieren.“

Zitat Lotte de Beer

„Tom Neuwirth ist ein großartiger und vielseitiger Künstler, der sich immer wieder neu erfindet und uns mit seiner Wandlungsfähigkeit überrascht. Ich freue mich sehr, dass er in unserer Fledermaus – Pride Edition die Rolle des Frosch spielen wird. Im Pride Month ist es uns wichtig, bekannte Geschichten neu zu erzählen, Geschlechterrollen zu hinterfragen und sichtbar zu machen, wie vielfältig Liebe und Identität sind. Gerade weil Tom auch als Conchita Wurst eine so wichtige Rolle in der Pride Community innehat, ist diese künstlerische Zusammenarbeit ein Perfect Match.“

Die Fledermaus – Pride Edition nutzt das Genre der Operette, um über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft queeren Lebens nachzudenken – und um zugleich zu unterhalten und Vielfalt gemeinsam zu feiern: Operette als Ort der Freiheit, des Spiels und der radikalen Lebensfreude.

Die Szenische Einstudierung der Fledermaus – Pride Edition liegt in den Händen von Florian Hurler. Am Pult des Volksopernorchesters steht Tobias Wögerer. Neben Ryta Tale als Ida ist auch Thomas Oliemans erstmals als Dr. Falke an der Volksoper zu erleben. Daniel Schmutzhard (Eisenstein), Johanna Arrouas (Rosalinde), Jaye Simmons (Adele), Katia Ledoux (Prinz Orlofsky), Martin Winkler (Gefängnisdirektor Frank), Timothy Fallon (Alfred) und Stanisław Napierała (Dr. Blind) ergänzen das Pride-Edition-Ensemble.

Außerhalb des Pride Monats steht selbstverständlich unsere gewohnte, beliebte Inszenierung der Fledermaus weiterhin auf dem Spielplan.

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Oper Zürich: Höllenfahrtsdrama von grosser Suggestivkraft

Konzertante Premiere: «La Damnation de Faust» mit Saimir Pirgu und Elīna Garanča

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Mit Hector Berlioz’ «La Damnation de Faust» feiert eines der kühnsten und eigenwilligsten Werke des 19. Jahrhunderts in hochkarätiger Besetzung am Sonntag, 10. Mai, 14 Uhr seine konzertante Premiere. Das Opernhaus Zürich bringt damit ein Werk auf die Bühne, das in seiner formalen Radikalität und musikalischen Innovationskraft bis heute fasziniert.

Zwischen Konzert, Oper und Oratorium angesiedelt, ist die vielschichtige musikalische Reise in die Innenwelt Fausts ein imaginäres Theater von grosser klanglicher Suggestivkraft. Die fragmentarische Anlage mit rasch wechselnden Schauplätzen – von Ungarn über Leipzig bis in himmlische und höllische Sphären – entfaltet ihre Wirkung besonders eindrücklich im konzertanten Rahmen.

«La Damnation de Faust» ist weniger eine Vertonung von Goethes Drama als eine eigenständige künstlerische Reflexion über existenzielle Themen: Sehnsucht, Verführung, Erkenntnis und Verdammnis.

Die Zürcher Aufführungen vereinen herausragende Stimmen der internationalen Opernszene: Der albanische Tenor Saimir Pirgu übernimmt die Partie des Fausts, während die lettische Mezzosopranistin Elīna Garanča als Marguerite zu erleben ist. Ihre gross angelegten, elegischen Gesangslinien zählen zu den emotionalen Höhepunkten des Werks, insbesondere im innigen Liebesduett. Die musikalische Leitung des Orchesters, des Chores und des Ensembles liegt in den Händen des kanadischen Dirigenten Yves Abel.

Aufführungen: 10., 14., 17. Mai 2026

Weitere Informationen

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LEIPZIG: Peter Heilker von Leipziger Stadtrat bestätigt. Ab der Spielzeit 2028/29 wird Peter Heilker der neue Intendant der Oper Leipzig    

heilk       
Nach erfolgreicher Wahl im Stadtrat am 29. April 2026 im Leipziger Rathaus: Peter Heilker, designierter Intendant der Oper Leipzig ab der Spielzeit 2028/29, zusammen mit Lydia Schubert, Verwaltungsdirektorin der Oper Leipzig und geschäftsführende Intendantin ab August 2026 bis zu Peter Heilkers Amtsantritt . Copyright: Oper Leipzig                              

Die Ratsversammlung der Stadt Leipzig hat in der heutigen Sitzung Peter Heilker am 29. April 2026 als Intendanten der Oper Leipzig ab der Spielzeit 2028/29 bestätigt. Mit dieser Entscheidung stellt die Stadt die künstlerischen Weichen für die Zukunft des Hauses. Die Besetzung erfolgt entsprechend der Stellenausschreibung zunächst befristet auf fünf Jahre – vom 1. August 2028 bis zum 31. Juli 2033. Peter Heilker wurde in einem Auswahlverfahren unter Beteiligung des Kulturdezernats, der Kulturpolitik sowie externer Expertinnen und Experten ausgewählt. Derzeit ist er stellvertretender Intendant sowie Programm- und Castingdirektor des MusikTheater an der Wien, des Opernhauses der Vereinigten Bühnen Wien. In Leipzig wird er neben der Intendanz auch die Operndirektion übernehmen. Peter Heilker: »Ich freue mich darauf, ab 2028 als Intendant die Zukunft der Oper Leipzig im Dialog mit Künstlerinnen und Künstlern, Publikum und Stadt mitzugestalten. Auch unter den herausfordernden Bedingungen der kommunalen Kulturfinanzierung blicke ich zuversichtlich auf die Entwicklungsmöglichkeiten des Hauses und werde mich für eine klare künstlerische Positionierung und stabile strukturelle Rahmenbedingungen einsetzen. Leipzigs große Tradition als Musikstadt ist für mich dabei Orientierung und Maßstab.«

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carlo

Per tre sabati di maggio il Teatro Carlo Felice apre al pubblico uno dei suoi luoghi più suggestivi: la terrazza affacciata su piazza De Ferrari e sulle vie del centro, offrendo un’esperienza inedita tra musica, architettura e città.

Aperitivi felici è un invito a scoprire il Teatro da una nuovaprospettiva: una visita guidata negli spazi interni e la possibilità esclusiva di un aperitivo in terrazza, dove il pubblico potrà fermarsi al calare della sera, osservando dall’alto il centro città. Un percorso pensato per vivere il Teatro in modo diverso, tra racconto storico, luoghi nascosti e convivialità, nel segno dei Naviganti. Ti aspettiamo!
 

Sabato 2, 16 e 30 maggio 2026
dalle ore 19.00 alle 22.00
Teatro Carlo Felice

Visite guidate: ore 19.30 e 20.30
Costo a persona: 30 euro

ACQUISTA

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Neue CD von GRAMOLA Winter & CO erschienen: Thomas Albertus Irnberger/ Michael Korstick: JOHANNES BRAHMS/ ROBRT SCHUMANN (Violasonaten/ Märchenbilder

irn

Veröffentlichungsdatum: 15.05.2026
Artikel ist sofort lieferbar
EAN 9003643993747
Bestellnummer: 99374
Violasonaten/Märchenbilder
„Falls du etwa, namentlich in der ersten Winterhälfte, nach Frankfurt kämest, lasse es mich doch wissen. Ich käme dann auch, würde entweder Mühlfeld dazu laden oder eine Bratschenstimme mitbringen – zu zwei Klarinettensonaten, die ich gern Frau Schumann hören ließe. Unsere Behaglichkeit würden die anspruchslosen Stücke nicht stören – aber es wäre schön!“. So schreibt der 61-jährige Johannes Brahms am 14. Oktober 1894 an seinen Freund, den Geigenvirtuosen Joseph Joachim. Schon diese kurze Anmerkung deutet auf die vom Komponisten früh vorgesehene Absicht, seine beiden Sonaten op. 120 alternativ vom Blasinstrument oder der Viola ausführen zu lassen. Dass diese Werke als vorletzte in Brahms’ Katalog keineswegs als anspruchslos einzuordnen sind, sondern vielmehr einen neuen Schwerpunkt seines Gesamtwerks darstellen, zeigt sich eindrucksvoll in dieser Interpretation des Salzburger Geiger und Bratschisten Thomas Albertus Irnberger und seinem langjährigen Klavierpartner Michael Korstick. Daneben erklingt mit den „Märchenbildern“ op. 113 von Robert Schumann ein weiterer Höhepunkt der Viola-Klavier-Literatur.
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