INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 27. AUGUST 2026)
Bayreuther Festspiele 2026: Erfolgreiche Jubiläumssaison zum 150-jährigen Bestehen
Wagner, künstlerische Experimente, Erinnerung und neue Perspektiven prägen das Jubiläumsjahr

Die Bayreuther Festspiele blicken auf eine erfolgreiche Jubiläumssaison mit großer Publikumsresonanz zurück. Im 150. Jahr ihres Bestehens verbanden die Festspiele die Auseinandersetzung mit dem Werk Richard Wagners mit neuen künstlerischen Ansätzen, gesellschaftlichem Diskurs und einer kritischen Betrachtung der eigenen Geschichte. Zugleich wurde das Education- und Nachwuchsprogramm weiter ausgebaut.
Sämtliche Vorstellungen im Festspielhaus waren ausverkauft. Zu den Festspiel Open-Air-Konzerten kamen mehr als 10.000 Besucherinnen und Besucher. Der große Zuspruch machte das Jubiläumsjahr zu einem besonderen Ereignis und ließ das 150-jährige Bestehen der Bayreuther Festspiele weit über das Festspielhaus hinaus in Bayreuth und der Region erlebbar werden.
„Ich habe mich sehr darüber gefreut, wie groß das Interesse an unserem Jubiläumsjahr war und wie vielfältig die Angebote angenommen wurden. Dass sämtliche Vorstellungen im Festspielhaus ausverkauft waren und auch die Veranstaltungen rund um das Festspielhaus auf so große Resonanz gestoßen sind, ist für uns ein ganz besonderes Zeichen der Verbundenheit mit Bayreuth. Gerade im 150. Jahr der Festspiele war es schön zu erleben, wie viele Menschen dieses Jubiläum mit uns gefeiert und sich auf die unterschiedlichen künstlerischen und gesellschaftlichen Angebote eingelassen haben. Dafür bin ich unserem Publikum sehr dankbar.“
Prof. Katharina Wagner,
Wagner im Mittelpunkt
Mit Rienzi stand erstmals in der Geschichte der Bayreuther Festspiele ein Werk auf dem Spielplan, das bislang nicht in Bayreuth aufgeführt worden war. Mit Der fliegende Holländer, dem Ring des Nibelungen und Parsifal präsentierten die Bayreuther Festspiele zudem Werke aus unterschiedlichen Schaffensperioden Richard Wagners.
„Rienzi ist ein Jugendwerk Richard Wagners und zeigt eine ganz andere Seite des Komponisten. Gerade im Jubiläumsjahr war es für mich spannend, dieses frühe Werk erstmals im Festspielhaus zu zeigen und damit den Blick auf eine andere Phase seines Schaffens zu richten. Dass die Produktion sowohl vom Publikum als auch von der Presse so positiv aufgenommen und gefeiert wurde, hat mich besonders gefreut und bestätigt, dass es richtig war, diesen Schritt zu gehen.“
Prof. Katharina Wagner,
Der Ring des Nibelungen nahm dabei eine besondere Stellung ein: Mit dem KI-Ring wurde erstmals in Bayreuth Künstliche Intelligenz als Bestandteil eines künstlerischen Schaffensprozesses eingesetzt. Das Projekt verband Wagners Werk mit neuen technischen und künstlerischen Möglichkeiten und stellte die Frage, wie sich der Einsatz Künstlicher Intelligenz auf die Gestaltung und Wahrnehmung von Musiktheater auswirken kann.
Der KI-Ring: Experiment und Diskussion
Besondere Aufmerksamkeit erhielt der KI-Ring als künstlerisches Experiment, das neue Möglichkeiten des Musiktheaters auslotete. Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Chancen und Grenzen entstehen, wenn Künstliche Intelligenz Teil eines künstlerischen Schaffensprozesses wird.
Das Projekt stieß auf großes Interesse und führte zugleich zu kontroversen Diskussionen. Damit wurde der KI-Ring zu einem der sichtbarsten Experimente des Jubiläumsjahres und
zugleich zu einem Beispiel dafür, wie die Bayreuther Festspiele neue künstlerische und technologische Entwicklungen erproben.
150 Jahre Bayreuther Festspiele
Ein zentraler Bestandteil des Jubiläumsprogramms war der Festakt zum 150-jährigen Bestehen der Bayreuther Festspiele. Nach der Begrüßung durch Prof. Katharina Wagner und Grußworten aus Politik und Gesellschaft hielt Prof. Nike Wagner die Festrede. Der Festakt würdigte die Geschichte und Bedeutung der Festspiele und bot Gelegenheit, ihre Entwicklung über die vergangenen 150 Jahre hinweg zu reflektieren. Das Jubiläumsjahr machte damit nicht nur die künstlerische Geschichte der Bayreuther Festspiele sichtbar, sondern bot zugleich Anlass, über ihre Rolle in Gegenwart und Zukunft nachzudenken.
„Verstummte Stimmen“ – Erinnerung als Verantwortung
Auch die kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte der Bayreuther Festspiele war ein wichtiger Bestandteil des Jubiläumsprogramms. Mit der Gedenkveranstaltung „Verstummte
Stimmen“ erinnerten die Festspiele an jüdische Künstlerinnen und Künstler, die mit den Festspielen verbunden waren und deren Leben und Wirken durch Antisemitismus, Verfolgung
und Ermordung zerstört wurden.
Es wurde bewusst eine kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte der Festspiele gewählt. Prof. Dr. Friedman ging in seiner Gedenkrede jedoch noch weit darüber hinaus, indem er die Geschichte der Bayreuther Festspiele, ihre Verflechtungen mit Antisemitismus und Ausgrenzung sowie die Verantwortung der Gegenwart deutlich ansprach.
Die Erinnerung an die Vergangenheit wurde damit zu einem wichtigen Bestandteil des Jubiläumsjahres und zu einem Impuls für die Auseinandersetzung mit der Verantwortung der
Festspiele in der Gegenwart.
Neue Perspektiven und neue Formate
Das Jubiläumsprogramm bot darüber hinaus Raum für neue künstlerische Perspektiven und Formate. Mit „Brünnhilde brennt – ein Spiel mit dem Feuer“ von Bernhard Lang und Michael Sturminger präsentierten die Bayreuther Festspiele die konzertante Uraufführung einer Auftragsarbeit, die als Koproduktion mit der Oper Dortmund entstand. Die Produktion setzte einen
eigenständigen zeitgenössischen Akzent in der Auseinandersetzung mit Wagners Ring.
Auch der DISKURS BAYREUTH erweiterte das Jubiläumsprogramm. Das Berliner Musiktheaterkollektiv Hauen und Stechen war erstmals bei den Bayreuther Festspielen zu Gast und gestaltete mit „REALITOT ODER WAGNER IN ENDZEITSTIMMUNG“ einen performativ- wissenschaftlichen Exkurs in den Wagner-Kosmos.
Mit DJ Alle Farben bei „FABRIK präsentiert – 150 Jahre Bayreuther Festspiele“ kam zudem eine weitere musikalische Perspektive auf den Grünen Hügel. Elektronische Musik mit
eingebundener Wagnermotivik setzte einen bewussten Kontrapunkt und öffnete das Jubiläumsprogramm für neue Publikumskreise.
Education und Nachwuchs im Mittelpunkt
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Ausbau des Education- und Nachwuchsprogramms. Kinder und Jugendliche erhielten neue Möglichkeiten, Wagner und das Musiktheater unmittelbar kennenzulernen, selbst kreativ tätig zu werden und eigene Zugänge zu entwickeln. Workshops, Vermittlungsangebote, Begegnungen mit Künstlerinnen und Künstlern, „Wagner für Kinder“ und die Kinderoper Der Ring des Nibelungen richteten sich an unterschiedliche Altersgruppen. „Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen liegt mir ganz besonders am Herzen. Wir wollen ihnen nicht einfach Wagner vermitteln, sondern ihnen die Möglichkeit geben, selbst zu entdecken, was die Kinder und Jugendlichen mit Musiktheater verbindet und welche
eigenen Ideen daraus entstehen können. Gerade im Jubiläumsjahr war es mir wichtig, hier neue Angebote zu schaffen und noch mehr junge Menschen für Bayreuth zu begeistern. Wenn wir wollen, dass die Festspiele auch in Zukunft lebendig bleiben, müssen wir heute die Türen für die nächste Generation öffnen.“, sagt Festspielchefin Prof. Katharina Wagner.
Ergänzt wurde das Programm durch die Meisterkurse, darunter der Meisterkurs Gesang unter der Leitung von Michael Nagy.
Mit diesen Angeboten setzen die Bayreuther Festspiele auf die langfristige Gewinnung neuer Generationen für Richard Wagner, das Musiktheater und den besonderen Ort Bayreuth.
Ein Jubiläumsjahr mit Blick nach vorn
150 Jahre Bayreuther Festspiele waren Anlass, Richard Wagners Werk in den Mittelpunkt zu stellen, die eigene Geschichte kritisch zu reflektieren, neue künstlerische Wege zu erproben und das Jubiläum gemeinsam mit dem Publikum zu feiern.
Das Jubiläumsjahr hat dabei unterschiedliche Perspektiven miteinander verbunden: die Pflege des Werkes Richard Wagners, die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Festspiele,
künstlerische Experimente und neue Formen der Vermittlung. Zugleich wurde der Blick auf die Zukunft gerichtet – mit dem Anspruch, den besonderen Ort Bayreuth für neue Generationen und neue künstlerische Entwicklungen offen zu halten.
Die Bayreuther Festspiele danken allen Künstlerinnen und Künstlern, dem Festspielorchester und Festspielchor, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor und hinter der Bühne, den Partnern und Förderern sowie dem Publikum für ihre Unterstützung und das große Interesse im Jubiläumsjahr
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Staatsoper Hannover: Festkonzert mit Joseph Calleja: Internationaler Startenor zu Gast in Hannover
Prominenter Gast beim Festkonzert zum Auftakt der neuen Spielzeit: Joseph Calleja ist am Samstag, 29. August 2026, um 19:30 Uhr gemeinsam mit dem Niedersächsischen Staatsorchester Hannover und Ensemblemitgliedern der Staatsoper im Opernhaus zu erleben.

Joseph Calleja. Foto: Facebook
Ursprünglich war für den Abend der international gefeierte Tenor Brian Jagde angekündigt. Aus gesundheitlichen Gründen kann er seinen Auftritt beim Festkonzert leider nicht wahrnehmen. Wir wünschen ihm eine schnelle Genesung.
Umso mehr freuen wir uns, dass es gelungen ist, Joseph Calleja für diesen besonderen Abend in Hannover zu gewinnen. Der maltesische Tenor zählt zu den renommiertesten und vielseitigsten Sängern der internationalen Opernszene. Seine warme, elegante Stimme und sein unverwechselbares Timbre haben ihn an die bedeutendsten Opernhäuser und Konzertstätten der Welt geführt – darunter die Metropolitan Opera in New York, das Royal Opera House in London und die Bayerische Staatsoper in München.
Auch auf den großen Konzertpodien ist Calleja regelmäßig zu Gast. Er sang unter anderem beim Nobelpreiskonzert und bei den BBC Proms und trat für Queen Elizabeth II und King Charles III auf. Seine umfangreiche Diskografie wurde vielfach ausgezeichnet; für seine Interpretation des Alfredo in Verdis La traviata erhielt er eine Grammy-Nominierung.
Beim Festkonzert ist Joseph Calleja nun in Hannover zu erleben. Begleitet wird er vom Niedersächsischen Staatsorchester Hannover unter der Leitung des neuen Generalmusikdirektors Francesco Angelico. Ensemblemitglieder der Staatsoper ergänzen das Programm mit Arien und Ensembles aus der neuen Spielzeit. Durch den festlichen Abend führt Intendant Bodo Busse.
Sa, 29. August, 19:30 Uhr Festkonzert zugunsten der Stiftung Staatsoper Hannover
Opernhaus
So, 30. August, ab 11 Uhr Eröffnungsfest
Frühstück auf dem Opernplatz, Programm auf allen Bühnen und Hoffest
So, 30. August, 20 Uhr
Eröffnungskonzert Opernhaus | kostenlose Live-Übertragung auf dem Opernplatz
So, 6. September, 18:30 Uhr Der Troubadour – Wieder im Programm
Opernhaus
Sa, 12. September, 19:30 Uhr Pique Dame – Erste Opernpremiere der Spielzeit
Opernhaus
So, 13. September, 16 Uhr Verwandlungen – Wieder im Programm
Staatsballett Hannover | Opernhaus
So, 20. & Mo, 21. September
Erstes Sinfoniekonzert Francesco Angelico | Tamara Stefanovich | Opernhaus
Mi, 30. September, 19:30 Uhr Lied.Konzert: Anthea Barać
Wesendonck-Lieder und mehr | Klavierhaus Döll
Weitere Informationen zum Programm der Spielzeit 2026/27 finden Sie auf unserer Website.
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Composers Kristine Tjøgersen and Øyvind Torvund lead a season of Norwegian voices with the Oslo Philharmonic
The Oslo Philharmonic launches its 2026/27 season tonight, placing Norwegian music at the heart of its year-long programme. With five new commissions and a strong focus on a new generation of distinctive voices, the season celebrates the breadth and vitality of Norway’s musical landscape, with performances both at home and on the international stage at the BBC Proms.
For the first time in more than a decade, the orchestra has appointed a composer-in-residence, welcoming Kristine Tjøgersen for a three-year artistic collaboration. One of Norway’s most internationally acclaimed composers, and recipient of the 2025 Ernst von Siemens Composer Prize, Tjøgersen has developed a highly individual musical language shaped by her fascination with biology, ecology and the natural sciences.

© Anna-Julia Granberg
Three of her works feature in the 2026/27 season. Wolpertinger receives its Norwegian premiere at the opening concert of the Ultima Festival (10 September), conducted by Ilan Volkov. Ambra follows with its world premiere under Dinis Sousa (14 January), while Bioluminescence is performed alongside Schumann’s Violin Concerto, with violinist Vilde Frang, and Stravinsky’s The Firebird, conducted by Pablo Heras-Casado ( 18 & 19 February).
Opening the season tonight is the music of award-winning composer Øyvind Torvund, whose works often combine humour with an irreverent approach to musical tradition.

© Synne Sofi Bårdsdatter Bønnes
Torvund’s Forest Morning for orchestra and electronics (premiered by the Oslo Philharmonic in 2019) opens the new season in Oslo, before travelling to London for the BBC Proms (29 August). His music is presented alongside Stravinsky’s Violin Concerto and excerpts from Prokofiev’s Romeo and Juliet, conducted by Mirga Gražinytė-Tyla with Patricia Kopatchinskaja as soloist. The Oslo Philharmonic then gives the Norwegian premiere of Torvund’s Two Pieces for Orchestra and Electronics at the Ultima Festival, alongside Tjøgersen’s Wolpertinger (10 September).
Together, Kristine Tjøgersen’s and Øyvind Torvund’s works underscore the Oslo Philharmonic’s commitment to championing contemporary Norwegian music. That commitment runs throughout the season, with five new commissions, including new works by Craig Farr and Rolf Wallin, set to receive their world premieres in April.
UPCOMING CONCERTS
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Laura Scherwitzl: Die neue Spielzeit ist da – 2026/27
Neue Rollen, eine neue Inszenierung und Wiederaufnahmen.

Laura Scherwitzl. Foto: Scherwitzl
In frischem Glanz und alter Manier ist es mir eine Freude, ein kleines Update über meine künstlerische Arbeit zu geben.
In der vergangenen Spielzeit durfte ich am Landestheater Neustrelitz mit „Marika Rökk – Eine Nacht voller Seligkeit?“ mein Regiedebüt geben. Für dieses Einpersonenstück mit einem wunderbaren Trio habe ich sowohl das Textbuch geschrieben als auch die Hauptrolle übernommen. Die Produktion war für mich eine ganz besondere Erfahrung und wird im April 2027 wiederaufgenommen.
Mehr dazu: https://tog.de/projekte/eine-nacht-voller-seligkeit/
Für alle, die die Produktion bisher verpasst haben, gibt es also eine neue Gelegenheit für ein Wiedersehen. Ich würde mich sehr freuen, im Schauspielhaus Neubrandenburg bekannte und neue Gesichter begrüßen zu dürfen.
Weitere Informationen:
Zuvor steht meine nächste Inszenierung an: die Kammeroper „Marilyn Forever“ von Gavin Bryars, die am 20. November 2026 am Landestheater Neustrelitz Premiere feiert. Auch hier werde ich neben der Regie die Rolle der Marilyn übernehmen.
Besonders freue ich mich, wieder mit meinem bewährten „Marika“-Team arbeiten zu können: Philomena Strack (Bühnenbild), David Klumpp (Video Design) und Clarissa Gehring (Choreografie). Neu im erweiterten Team ist Susanna Poldauf (Dramaturgie).
Als Sängerin sind diese beiden Rollendebüts für mich eine große Freude: die Musetta in Puccinis „La Bohème“ und die Lilli in der Operettenrarität „Herz über Bord“ von Eduard Künneke.
Ich wünsche einen schönen Restsommer und allen eine wunderbare neue Spielzeit 2026/27!
Laura Scherwitzl
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