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INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 26. FEBRUAR 2026)

26.02.2026 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 26. FEBRUAR 2026)

Wiener Staatsoper: Kommenden Sonntag, am 1. März 2026, um 10 Uhr startet der Verkauf für alle Mai-Vorstellungen. 

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Sie können die Karten → online, aber auch in all unseren → Verkaufsstellen erwerben. Bitte beachten Sie jedoch, dass die Bundestheaterkassen aufgrund des Sonntags am 1. März nur von 10-13 Uhr geöffnet sind.
 
 HÖHEPUNKTE IM MAI
 
Der Mai steht in der Wiener Staatsoper einerseits im Zeichen der letzten Opern-Premiere dieser Saison, → Les Pêcheurs de perles, ein Werk, das hier im Haus noch nie erklungen ist. Andererseits beginnt mit Rheingold der erste von zwei Ring-Zyklen dieser Saison. Dazu kommen Klassiker des Repertoires wie Eugen Onegin, Der Rosenkavalier, Salome oder L’Elisir d’Amore. Freuen Sie sich auch auf ein Wiedersehen mit zahlreichen Stars wie Juan Diego Flórez, Asmik Grigorian, Pretty Yende, Camilla Nylund, Ludovic Tézier, Günther Groissböck, Tomasz Konieczny, Georg Nigl, Michael Volle, Michael Spyres oder Andreas Schager. Auch das Wiener Staatsballett setzt auf zwei Klassiker des Handlungsballetts: Giselle und Manon

Information „Die Perlenfischer

Karten „Die Perlenfischer“
 
 DIE MATINEE ZUR NEUEN SAISON: 12. APRIL, 11 UHR
 
Bevor wir in die Details des Mai-Spielplans gehen, möchten wir Ihnen ein Termin-Aviso geben: Am 12. April um 11 Uhr findet die von Direktor Bogdan Roščić moderierte Matinee zur neuen Spielzeit 2026/27 statt. Die kostenlosen Tickets dafür werden ab 25. März, 10 Uhr erhältlich sein, für Mitglieder unseres → Offiziellen Freundeskreises bereits ab 20. März. Neben Gesprächen mit Regisseuren und Dirigenten erwarten Sie auch künstlerische Darbietungen internationaler Opernstars sowie des Wiener Staatsballetts. Das Orchester der Wiener Staatsoper wird von Axel Kober dirigiert.
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Heute Stream „Luisa Miller“ aus der Wiener Staatsoper

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https://play.wiener-staatsoper.at/

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 Bayerische Staatsoper: Umbesetzungsmeldungen
 
Hiermit möchten wir Sie über folgende Umbesetzungen informieren:
 
SALOME
In den Vorstellungen am 26. Februar und 1. März 2026 übernimmt Wilhelm Schwinghammer die Partie des 1. Nazereners anstelle von Martin Snell.
 
RIGOLETTO
In den Vorstellungen am 7., 11., 14., 17., 19., 22. und 24. März 2026 übernimmt Shannon Keegan die Partie der Giovanna anstelle von Natalie Lewis.
In den Vorstellungen am 28. und 31. Juli 2026 übernimmt Meg Brilleslyper die Partie der Giovanna anstelle von Natalie Lewis.
 
CARMEN
In den Vorstellungen am 13., 16., 19. und 21. Juni 2026 übernimmt Daniel Vening die Partie des Zuniga anstelle von Roman Chabaranok.
 
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Wilhelm Schwinghammer. Foto: Bayerische Staatsoper
Der in Niederbayern geborene Bass Wilhelm Schwinghammer studierte an der Universität der Künste in Berlin. Er sang zunächst im Internationalen Opernstudio der Hamburgischen Staatsoper und wechselte 2006 ins dortige Ensemble; seit 2017 ist er freischaffend tätig. 2009 gewann er den 2. Preis beim ARD-Wettbewerb. Zu seinem Repertoire gehören Partien wie Melisso (Alcina), Leporello (Don Giovanni), Sarastro (Die Zauberflöte), Rocco (Fidelio), Sparafucile (Rigoletto), Le Comte des Grieux (Manon), Daland (Der fliegende Holländer), König Heinrich (Lohengrin), König Marke (Tristan und Isolde), Fasolt (Das Rheingold), Fafner (Siegfried), Colline (La bohème), Angelotti (Tosca) und Kulygin (Tri sestri) sowie die Titelpartie in Le nozze di Figaro. Gastengagements führten ihn u. a. an die Opernhäuser von Berlin, Dresden, Wien, Zürich, Paris, Lyon, Mailand, Barcelona, Bilbao, Los Angeles, Washington, Chicago und Toronto sowie zum Hong Kong Arts Festival und zu den Salzburger Festspielen. An der Bayerischen Staatsoper debütierte er in der Spielzeit 2013/14 als Titurel (Parsifal) und sang hier außerdem Ein Eremit (Der Freischütz). 2026 kehrt er als Erster Nazarener (Salome) hierher zurück.
 
ZU DEN VORSTELLUNGEN
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Neue Oper Wien: Auf neuem Weg – und auf die Jugend geschaut (24.2.2026)

Neue Oper Wien - Ticketshop Ticket-Shop

Neu aufgestellt: die Neue Oper Wien. Logo: NOW. 1991 vom dirigierenden Geiger Walter Kobéra ambitioniert für die zeitgenössische Wiener Musikszene gegründet, nun von Allroundmusikerin Anna Sushon als Intendantin und Sänger und Gesangspädagogen Alexander Kaimbacher als Geschäftsführer übernommen. Und auf ganz andere Füße gestellt. Diese Neuaufstellung imponiert: Vorläufig noch eher weg von größeren Opernproduktionen, hin zu einem vielfältigen Spektrum an Musiktheaterperformances in kleineren Formaten.

Mit einer Reihe von Programmpunkten und gut vorbereitet stellen sich die beiden neuen Leiter der Neue Oper Wien vor. An der Spitze notiert: „Das neue Führungsduo setzt auf künstlerische Qualität und gesellschaftliche Relevanz – innovative Formate und niederschwellige Zugänge sollen neue Publikumsschichten erschließen.“ Und es wird auf den heimischen Nachwuchs geschaut (rundum fehlt solch eine Liebe längst schon in Wien): „Die NOW bietet jungen aufstrebenden Künstlerinnen und Künstler eine ideale Plattform, um auf hohem Niveau in eine professionelle Sängerkarriere einsteigen zu können.“ Sushon und Kaimbacher haben sich viel überlegt, viel vorgenommen, viel formuliert – also, das Erreichen ihrer angepeilten Ziele im Wiener kulturellen Leben ist ihnen nur zu wünschen.

Und NOW ist auf Kooperationen angewiesen. Da verblüfft schon sehr, wie viele Institutionen bereits zur Mitgestaltung angeworben worden sind. Von Volkshochschulen über das Arnold Schönberg Center, das Radio Kulturhaus, Theater an der Wien, Bundesgymnasien, WUK, Theater Spielberg und, und ….. Der Neustart erfolgt am 16.September im Vortragssaal des Museums für Angewandte Kunst. Betitelt „GESCHICHTE von Oscar Strasnoy – a-capella-Operette“ …. Zu rätselhaft? Sollten wir schon noch kennen lernen. Und darauf folgt am 31.Oktober für Wien Modern „Tree of Codes“ / ‚cut outs in time‘ an Opera“ von Liz Lim im Reaktor. Und „Les Deux“, „Hot Spots Now 2026“, „Future Is Not“ und das interdisziplinäre Projekte „Same New Story“ passen noch ins heurige Jahr. Also, bei dieser breiten Streuung an Spielstätten wird man wohl noch einige Reste der deutschen Sprache finden können.

Info: office@neueoperwien.at

www.neueoperwien.at

Meinhard Rüdenauer
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Oper Frankfurt: Siebte Wiederaufnahme WERTHER
Drame lyrique in vier Akten von Jules Massenet. Text von Édouard Blau, Paul Milliet und Georges Hartmann nach dem Roman Die Leiden des jungen Werther von Johann Wolfgang von Goethe
In französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

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Foto: Barbara Aumüller

Musikalische Leitung: Felix Bender
Inszenierung: Willy Decker
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Alan Barnes
Bühnenbild und Kostüme: Wolfgang Gussmann
Licht: Joachim Klein
Kinderchor: Álvaro Corral Matute

Werther: John Osborn
Charlotte: Bianca Andrew
Sophie: Anna Nekhames / Karolina Bengtsson (April 2026)
Albert: Sebastian Geyer
Johann: Pete Thanapat
Le Bailli: Franz Mayer
Schmidt: Jihun Hong u.a.
Kinderchor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester
Produktion von De Nationale Opera, Amsterdam in Kooperation mit der Opéra de Lyon
„Auch Goethe hätte sicherlich applaudiert, diese Premiere in der Frankfurter Oper dürfte ihm gefallen haben. (…) Unglaublich stimmig und intensiv wurde hier Massenets Werk in Szene gesetzt. (…) So aufgeführt wie in Frankfurt, beweist sich Massenets Werther als wahrer Publikumsmagnet und zeigt wieder einmal, dass große Gefühle auch heute noch sehr en vogue sind.“ So urteilte das Internetportal Klassik.com nach der Premiere der nach Goethes Briefroman entstandenen Oper von Jules Massenet (1842-1912). Das Werk in der Inszenierung von Willy Decker feierte als Originalproduktion der Nederlandse Opera Amsterdam am 11. Dezember 2005 seine Frankfurter Premiere – und stößt seither regelmäßig auf positive Resonanz des Publikums.

Zum Inhalt: Werther liebt Charlotte, doch diese ist mit Albert verlobt und weist den schwärmerischen jungen Mann zurück. Am Sterbebett ihrer Mutter hat sie versprochen, Albert zum Mann zu nehmen. Nach der Hochzeit treffen sich Charlotte und Werther erneut, und sie muss feststellen, dass er ihr nicht gleichgültig ist. Auch Werthers Zuneigung ist nicht geringer geworden. Von der Ausweglosigkeit der Situation überzeugt, bittet Werther Albert um dessen Pistolen, er will sich auf eine längere Reise begeben.
Der inzwischen misstrauisch gewordene Ehemann zwingt seine entsetzte Frau, die Waffen herauszugeben. Voll dunkler Vorahnungen eilt Charlotte dem Unglücklichen nach, doch sie kommt zu spät– tödlich verwundet stirbt er in ihren Armen.

Felix Bender dirigiert die siebte Wiederaufnahme von Massenets Werk an der Oper Frankfurt. Er ist seit der Spielzeit 2021/22 Generalmusikdirektor am Theater Ulm und leitete dort unter anderem Produktionen wie Le nozze di Figaro, Ariadne auf Naxos, Parsifal, Otello und Cavalleria rusticana / I Pagliacci sowie Händels Amadigi di Gaula, Donizettis Anna Bolena und die international beachtete Uraufführung von Tournemires La Légende de Tristan. In den Jahren zuvor war er ständiger Gastdirigent an der Oper in Leipzig. Die Partie des Werther verkörpert der amerikanische Tenor John Osborn. Dem Frankfurter Publikum hat er sich bereits 2014 in dieser Partie vorgestellt, 2024 gestaltete er einen Liederabend am Frankfurter Haus u.a. mit Liedern von Beethoven, Schubert und Brahms. Die weiteren Partien sind vorwiegend mit Ensemblemitgliedern der Oper Frankfurt besetzt: Bianca Andrew (Charlotte) war in dieser Saison bereits als Aurelia in Blühen, der Uraufführung des Jahres 2023 im Jahrbuch des Fachmagazins Opernwelt und als Carmen im Einsatz. Die Partie der Sophie wird von Anna Nekhames und im April 2026 von Karolina Bengtsson gesungen, Sebastian Geyer ist als Albert und Pete Thanapat als Johann zu erleben. Jihun Hong übernimmt die Partie des Schmidt. Als Gast komplettiert Franz Mayer (Le Baili), der von 1977 bis 2016 Ensemblemitglied der Oper Frankfurt war, die Besetzung.

Wiederaufnahme: Freitag, 6. März 2026, um 19.30 Uhr im Opernhaus
Weitere Vorstellungen: 11. März; 4., 9., 17. April 2026
Alle Vorstellungen beginnen um 19.30 Uhr.
Preise: € 16 bis 109 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)
Karten sind bei unseren den Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich.

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Frankfurt: Foto vom Liederabend Patrick Grahl/ Clara Hornig (24.2.2025)

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Clara Hornig,Patrick Grahl. Foto: Barbara Aumüller

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Wien: Die FREIE BÜHNE WIEN – das THEATER auf der WIEDEN öffnet seine Pforten mit einer  PREMIERE: HEUTE ABEND LOLA BLAU – von Georg Kreisler

Produktion:    HEUTE ABEND LOLA BLAU – von Georg Kreisler
Mit Giulia Jahn, am Klavier: Marcel Jahn (Gastspiel aufs Liechtenstein)

Datum:                              Freitag, 27. Februar 2026

Beginn:                              19:30

Vor genau fünfzig Jahren hat Topsy Küppers dieses Theatre mit diesem Stück eröffnet – und wir machen es ihr nach. Als Verbeugung vor der großen Vergangenheit dieser Bühne und als Mahnung für die Zukunft der Menschen in dieser Stadt.
Wehren wir den Anfängen – auch wenn wir schon mitten drin sind – mit den Motto der neuen Direktion: UNTERHALTUNG MIT HALTUNG

(Die zweite Vorstellung wird am Samstag, dem 28. Februar, wieder um 19:30 stattfinden).
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Freiburger Barockorchester. Freiburger Institut für Musikermedizin „Miteinander Hören – HEAR! we move“, am 21. März 2026 im Konzerthaus Freiburg

 Am 21. März 2026 bringt das Freiburger Barockorchester (FBO) im Konzerthaus Freiburg das Sonderkonzert „Hear! we move“ auf die Bühne – ein Format, in dem Kinder mit und ohne Hörbeeinträchtigung selbst zu aktiven Gestalter*innen auf der Bühne werden und zu den Klängen von Freiburger Barockorchester und Ensemble Recherche performen. In Kooperation mit dem Freiburger Institut für Musikermedizin (FIM) und dem musikalischen Partner Ensemble Recherche entsteht ein Konzertprojekt, das barocke und zeitgenössische Musik in inklusiven Formen zusammenführt. Die gemeinsame Arbeit mit rund 120 beteiligten Schüler*innen beginnt bereits im Januar 2026.

 Mit dem Projekt Miteinander Hören schafft das FBO einen Raum, in dem Musik als gemeinschaftliche Erfahrung verstanden wird. Das Projekt verbindet musikpädagogische Ansätze mit Erkenntnissen aus der Musikermedizin und thematisiert das Zusammenspiel von Hören, Musizieren, Bewegen und Gesundheit. Bereits das erste Konzertformat von „Miteinander Hören“, das am 31. Mai 2025 im Ensemblehaus – der Heimstätte des FBO – stattfand, eröffnete hörbeeinträchtigten Besucher:innen einen offenen Rezeptionsraum. Dort konnten sie sich frei im Raum bewegen, den Boden, die Instrumente und die Musiker:innen unmittelbar wahrnehmen und so Barockmusik körperlich, räumlich und taktil erfahren. Das neue Konzertformat entwickelt diesen Ansatz weiter, indem hörbeeinträchtigte und nichthörbeeinträchtigte Kinder direkt in die künstlerische Arbeit eingebunden und selbst Teil des künstlerischen Prozesses und der Aufführung werden.

 Schüler:innen der Klassenstufen 5 bis 10 – darunter Kinder mit Cochlea-Implantaten, Hörhilfen und weiteren Herausforderungen – erarbeiten gemeinsam mit der Berliner Choreografin Ece Bodo-Çınar und den beteiligten Musiker:innen ein Programm zwischen barocker Musik und zeitgenössischen Werken, mit dem besonderen Highlight einer Uraufführung: Die Komponistin Kathrin Denner hat eigens für HEAR! We move die beiden Stücke Zustand 1 und Zustand 2 komponiert, die im Konzert FBO, Ensemble Recherche und die Schüler:innen vereint aufführen werden und so die Idee des Zusammenklangs unterstreichen.

Thematisch nimmt das Projekt die antike Vorstellung des Sphärenklangs auf – die Idee einer harmonischen Ordnung, in der Bewegung, Musik und Menschlichkeit miteinander in Resonanz treten.

 Miteinander Hören – hEar! we move entsteht in Zusammenarbeit mit dem Ensemble Recherche, dem Freiburger Institut für Musikermedizin am Universitätsklinikum Freiburg, dem Bildungs- und Beratungszentrum für Hörgeschädigte Stegen und dem Kolleg St. Sebastian Stegen sowie in enger Vernetzung mit der Deutschen Cochlea Implant Gesellschaft (DCIG).

 barockorchester.de

Weitere Informationen und News finden Sie auf Facebook und Instagram.
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„Ohne Berlin kein Bach“. Sonderausstellung im Berliner Dom (12.03.-03.05.2026)

Regelmäßige Bachfeste gibt es jetzt seit 125 Jahren. Das erste fand 1901 in Berlin statt.

Zum Jubiläum veranstaltet das Bachhaus Eisenach vom 12. März bis zum 3. Mai 2026 eine Kabinettausstellung im Berliner Dom.

1901 wagte die zu diesem Zweck gegründete „Neue Bachgesellschaft“ etwas völlig neues: die Veranstaltung regelmäßiger Bachfeste, die an unterschiedlichen Orten in Deutschland stattfinden sollten. Feste, die einen bestimmten Musiker ehren, hatte es schon zuvor gegeben: für Beethoven, für Händel und auch für Bach. Doch es blieben einzelne Ereignisse. Ziel der Bachgesellschaft war es, kontinuierlich „Propaganda für Bach“ zu machen, und Räume zu schaffen, wo sich Musiker, Wissenschaftler und Publikum regelmäßig über Bachs Musik austauschen können.

Die Ausstellung des Bachhauses Eisenach im Berliner Dom erläutert die Bach-Wiederentdeckung um 1800 in Berlin und die Hintergründe der Bachfest-Idee, die Veranstaltungen zum Berliner Bachfest 1901 und die weiteren Berliner Bachfeste 1926, 1976 und 1991. Ebenso dargestellt werden der Einfluss der Bachfeste auf die Aufführungspraxis sowie die örtlichen Bachbewegungen und deren eigene, unabhängige Bachfeste, die nun zu sprießen begannen, so schon 1907 in Essen und 1908 in Leipzig. Zu allen Themen werden Original-Dokumente gezeigt.

Weitere Presseinformationen sowie Bildmaterial und eine Akkreditierungsmöglichkeit gibt es hier.

Berlin wurde vom 21. bis zum 23. März 1901 zum Ort des ersten Bachfests. „Ohne Berlin hätten wir heute keinen Bach mehr“, sagte der Vorsitzende der Neuen Bachgesellschaft Hermann Kretzschmar zur Eröffnung. Er nahm Bezug auf die lange Bach-Tradition in Berlin, die mit der Bach-begeisterten Prinzessin Anna Amalia von Preußen und ihrer Anlage der weltweit größten Sammlung von Bach-Autographen begonnen hatte, auf die Pflege von Bachs Musik in den Berliner Salons, auf die Bach-Aufführungen in der Berliner Singakademie seit 1791, und auf die dortige erste Aufführung von Bachs Matthäus-Passion nach 100 Jahren am 11. März 1829 durch den gerade 20-jährigen Felix Mendelssohn Bartholdy: Er habe der „erstaunten Welt“ gezeigt, „dass der als Fugenschmied und Rechenmeister gefürchtete Bach ein Tondichter vom größten Maßstab war“, so Kretzschmar.

Die Neue Bachgesellschaft e.V. hat ihr Versprechen eingelöst und seit 1901 erst alle zwei Jahre, dann jährlich Bachfeste in ganz Deutschland gefeiert. Sie löste damit eine weltweite Bach-Bewegung aus, die schnell zur Gründung unabhängiger Bachfeste führte: 66 regelmäßige Bachfeste gibt es heute auf der Welt, in Deutschland, der Schweiz, Frankreich, Spanien, England, Russland, Finnland, Estland, der Ukraine, Moldawien, Polen, Ungarn, der Slowakei, Israel, Kanada, den USA, Paraguay und das größte seit 2015 in Malaysia. Die Neue Bachgesellschaft feiert 2026 ihr 100. Bachfest in Leipzig, das 101. folgt 2027 in Eisenach.

Die Berliner Kabinettausstellung ist eine Vorschau auf die Sonderausstellung „125 Jahre Bachfeste – 100 Bachfeste“ in Eisenach ab dem 4. Juni 2026.

Kabinettausstellung im Berliner Dom:
12.03.-03.05.2026

„Ohne Berlin kein Bach“
Berliner Dom

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