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INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 24. SEPTEMBER 2026)

24.09.2026 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 24. SEPTEMBER 2026)

New York/Metropolitan Opera: Schlussbeifall nach Saisoneröffnung mit „Macbeth“

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New York
Berliner Regisseurin feiert Premiere an New Yorker Met
Die Metropolitan Oper in New York, kurz Met, zählt zu den besten Häusern der Welt. Die Saisoneröffnung ist jedes Jahr ein gesellschaftliches Großereignis mit Starbesetzung. Diesmal stand auch eine Deutsche im Mittelpunkt. Die Berliner Regisseurin Louisa Proske bekam für ihre Inszenierung der Oper „Macbeth“ von Giuseppe Verdi Applaus, Jubel und „Bravo“-Rufe im voll besetzten Opernhaus in Manhattan. Erst im Oktober 2025 hatte Met-Chef Peter Gelb die Berlinerin für die Inszenierung angefragt, nachdem ein anderer Regisseur abgesagt hatte. Die Vorbereitung für eine Inszenierung an dem Haus kann sonst auch einmal Jahre dauern. „Mein Leben hat sich über Nacht verändert“, sagte Lousa Proske der „New York Times“.
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Bayerische Staatsoper: Umbesetzungen  bei LUCREZIA BORGIA am 18., 21., 24. und 27. Oktober 2026 

Hiermit möchten wir Sie über folgende Umbesetzungen informieren:
 LUCREZIA BORGIA
In den Vorstellungen von Lucrezia Borgia am 18., 21., 24. und 27. Oktober 2026 übernimmt Paolo Arrivabeni das Dirigat, Michael Borth singt die Partie des Gubetta anstelle von Daniel Vening und Liam Bonthrone singt die Partie des Rustighello anstelle von Granit Musliu.

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 Paolo Arrivabeni
Paolo Arrivabeni studierte am Boito-Konservatorium in Parma/Italien Komposition bei Camillo Togni und Dirigieren bei Daniele Gatti. Bisherige Engagements führten ihn u. a. an die Opernhäuser in Leipzig, Dresden, Berlin, Zürich, Wien, Venedig, Neapel, Paris, New York und Tokio sowie zum Wexford Festival. Sein Repertoire umfasst v. a. Werke italienischer Komponisten des 19. Jahrhunderts, allen voran Rossini, Donizetti und Verdi, daneben aber etwa auch Saverio Mercadantes, Darius Milhauds, Richard Wagner, Richard Strauss und Modest Mussorgski. Von 2008 bis 2017 war er Musikdirektor der Opéra Royal de Wallonie.
 
ZU DEN VORSTELLUNGEN

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Wiener Konzerthaus: Künstereingang – gegendert

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Foto: Krammer

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„Opernfreunde“-Preisträgerin Tara Cassan trat im Musikverein Graz auf

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Foto: Musikverein Graz / Nemeth

Die französische Sopranistin Tara Cassan brillierte am 22. September 2026 im Rahmen des jährlichen „Herbstkonzerts für Graz“ des Kammerorchesters Con Fuoco mit Arien von Mozart, Donizetti, Strauß und Lehár. Das Festkonzert stand unter der Leitung des an der MDW ausgebildeten, jungen kolumbianischen Dirigenten Daniel Rueda Blanco. Tara Cassan erhielt im Rahmen des heurigen Hedda Urbani Gesangswettbewerbes der Freunde der Wiener Staatsoper von Jury-Mitglied und Musikvereins-Intendant Michael Nemeth als Spezialpreis eine Auftrittsmöglichkeit mit Orchester verliehen. Tara Cassan bedankte sich für die Möglichkeit und erntete für ihre Darbietungen großen Beifall der Grazer Musikfreunde. Wir wünschen der jungen Künstlerin alles Gute!

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Foto: Musikverein Graz / Nemeth


HELSINKI/ FINNISH NATIONAL OPERA: THE (R)EVOLUTION OF STEVE JOBS von Marc Campbell (Libretto) und Mason Bates (Musik) am 18.9. 2026 (Premiere)

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Foto: Ilkka Saastomoinen

„Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert;  es kömmt aber darauf an, sie zu verändern.“ sagte Karl Marx.

Viele Menschen haben das seither versucht, meistens zum Schlechten und zum Allerschlechtesten. Der Einzige, der unsere Welt und unser Leben bis heute zum Positiven verändert hat, war Steve Jobs.

An der Finnischen Nationaloper hatte nun eine Oper über diesen früh verstorbenen,  so einflussreichen Technik-Visionär Premiere: The (R)evolution of Steve Jobs von Marc Campbell (Libretto) und Mason Bates (Musik). Kevin Newsburys Produktion stammt aus Santa Fé und war dort so sehr erfolgreich, dass sie danach auch noch in mehreren amerikanischen Städten gezeigt worden ist.

Campbell und Bates begehen nicht den Fehler, ein vertontes Bio-Pic abzuliefern. Sie konzentrieren sich vielmehr auf den Konflikt zwischen seinem Genie (Apple I, Ipod, Iphone etc.) und seinem Charakter (Verleugnung seiner Tochter, schlechte Behandlung seiner Mitarbeiter, Bruch mit seinem Freund Wozniak etc.). Erzählt wird das alles nicht chronologisch, sondern quasi in Rückblicken auf sein Leben nach dem Erhalt der tödlichen Bauchspeicheldrüsenkrebs-Diagnose. „Geführt“ wird er dabei vom „Geist“ eines Zenmönchs (Jobs war in seiner Jugend tatsächlich Mitglied einer Zen-Buddhismus-Gemeinschaft). Anhand des persönlichen Schicksals von Steve Jobs wirft die Oper aber darüber hinaus gehende, allgemeingültigere Fragen auf: über den Preis, den der flammende Ehrgeiz, die Leidenschaft für den Beruf, das kompromisslose Streben nach absoluter Perfektion am persönlichen Glück und an der Gesundheit eines Menschen einfordern.

Das Libretto von Marc Campbell ist nicht anders als genial zu nennen: es ist lakonisch, prägnant und witzig. Bates‘ Musik wiederum (in der amerikanischen Tradition von Copland, Gershwin, Bernstein und Steve Reich) folgt dem Geist und dem Credo von Steve Jobs, indem sie zwar hochkomplex, aber kundenfreundlich ist.

Das Ensemble ist ganz wunderbar: dem auf der Bühne eigentlich dauerpräsenten John Moore als Steve Jobs gelingt es, für diesen nicht gerade extrovertierten und eigentlich unsympathischen Nerd doch unser Interesse und Mitgefühl für sein Innenleben zu erwecken.

Sarah Zieba ist Jobs zweite Frau, die es mit ihrer Weiblichkeit, Zärtlichkeit, aber auch Härte schafft, aus dem bösen Buben Steve mit der Zeit einen zumindest angenehmeren Zeitgenossen zu machen. Der exzellent besetzte Miko Puhjonem hat als Steve Wozniak eine große Szene, in der er seinem Jugendfreund ordentlich Kontra gibt und gehörig die Leviten liest. Und Wu Wei als Kobun Chino Otagawa ist ein Guru, dem man in seiner Weisheit und Wärme, aber auch mit seinem Humor nur allzugern sofort folgen würde.

Michael Christie leitet Chor und Orchester der Finnischen Oper souverän, und sie folgen ihm in diesem doch ungewohnten Reportoire mit großer Überzeugung und Einsatzfreude.

The (R)evolution of Steve Jobs – vielleicht die beste zeitgenössische Oper der letzten 10 Jahre.

Wenn die Wiener Festwochen noch ein wenig an Kunst interessiert wären, müssten sie dieses Meisterwerk nächstes Jahr nach Wien einladen. Und es wäre hier garantiert ein ebenso bejubelter großer Erfolg wie in Helsinki.

Robert Quitta, Helsinki

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Germinal Hilbert, Thomas Voigt: „Mein Leben mit den Stars der Oper. Von großen Stimmen und magischen Momenten“

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Germinal Hilbert liefert mit seinem Buch „Mein Leben mit den Stars der Oper“ einen spannenden Blick hinter die Kulissen der Oper. Er ist seit über 50 Jahren internationaler Agent für die großen Sängerinnen und Sänger der Oper, die er weltweit mit seinen Agenturen in Paris und München betreut. In seinem Buch erzählt Hilbert zusammen mit Thomas Voigt über seinen Beruf, über die Licht- und Schattenseiten des Sängerlebens und die Veränderungen der Opernwelt. Das Buch liefert tiefe Einblicke hinter die Kulissen und ist eine musikalische Lebensgeschichte voller magischer Momente mit Stars auf den Bühnen der Welt wie Birgit Nilsson, Leonie Rysanek, Edda Moser und Edita Gruberova. Zudem geht es immer wieder auch um die oft diskutierte Frage: Steht das Werk oder die Inszenierung im Mittelpunkt? Oder hat die Regie zu viel Einfluss?

 Das Buch erscheint am 5. Oktober und könnte doch vielleicht spannend sein !

Über die Autoren:

Nach dem Abitur am humanistischen Gymnasium Bayreuth studierte Germinal Hilbert Jura in Würzburg und München und schloss mit einer Promotion in deutsch-französischem Vergleichsrecht ab. An der Universität Grenoble legte er zusätzlich das Simultandolmetscher-Examen ab. Daraufhin absolvierte Hilbert ein Diplom an dem Insead Business Institut Fountainebleau und wirkte zudem bei verschiedenen Musik-, Rundfunk- und Fernsehproduktionen des ehemaligen französischen Staatssenders ORTF mit. Dazu gründete er Agenturen in Paris und München.

Thomas Voigt ist Autor, Journalist, Filmemacher und Sänger-Coach; seine Arbeiten umfassen unter anderem Interview-Biografien mit Martha Mödl, Inge Borkh, Edda Moser und Jonas Kaufmann, TV-Porträts von Elisabeth Schwarzkopf, Lisa Della Casa, Birgit Nilsson, Fritz Wunderlich, Jonas Kaufmann und Robert Stolz sowie das auf CD veröffentlichte WDR-Hörspiel »Prima la donna«. 

 Aus dem Buch:

»Mailand im Frühjahr 1972. In der Lobby des Hotel Continental warte ich auf Birgit Nilsson. Sie singt an der Mailänder Scala die Elektra, und ich möchte sie für eine Tristan-Produktion beim Festival in Orange gewinnen. Der Fahrstuhl öffnet sich, sie kommt heraus. Als sie mich sieht, mustert sie mich von oben bis unten und sagt: ›Sie junger Mann‹ – ich war damals 28 –›Sie möchten für mich einen Vertrag aushandeln?‹ (…)«

 Germinal Hilbert, Thomas Voigt: „Mein Leben mit den Stars der Oper. Von großen Stimmen und magischen Momenten“, 256 Seiten mit zahlreichen Fotos, Westend Verlag, 5.10.2026

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DIE MET IM KINO

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