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INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 22. JÄNNER 2026)

22.01.2026 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 22. JÄNNER 2026)

Placido Domingo besuchte an seinem 85.Geburtstag die Zarzuela-Proben im MusikTheater an der Wien)

Große Freude im Theater an der Wien 🤩 @placido_domingo besuchte bereits vorab die Zarzuela von Pablo Luna BENAMOR!
Im Anschluss an die Orchesterhauptprobe gratulierte er dem Ensemble persönlich zu der gelungenen musikalischen Arbeit und zeigte sich sichtlich angetan von der Interpretation. 👏
Der Besuch des Weltstars war für das Ensemble ebenso wie für den musikalischen Leiter José Miguel Pérez-Sierra, den Regisseur Christof Loy und alle Mitarbeitenden des Theaters ein besonderer Moment, der mit großer Freude und Dankbarkeit aufgenommen wurde.

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ZU INSTAGRAM mit 8 Fotos

Premiere Fr23.01.19.00
Spielzeitraum: 23.01.–07.02.2026

Vorstellungsdauer: ca. 3 Stunden (eine Pause)

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Wien/ Schubertiade Wieden

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ABO JÄNNER-MAI 2026 (6 Konzerte)
25 % Abo-Ermäßigung: € 174,- (statt € 232,-)

Saison 2025/26 Haus der Ingenieure (Palais Eschenbach)
und Kleiner Ehrbar Saal (Palais Ehrbar)
ALEJANDRO PICÓ-LEONÍS Klavier und künstlerische Leitung

Nächste Konzerte 2026:

Sa. 31.01.26 | 18:00 Uhr | Kleiner Ehrbar Saal 
„Die schöne Müllerin” SCHUBERTS GEBURTSTAG (I) mit MARTIN MAIRINGER (Tenor)
Franz Schubert / Wilhelm Müller

Sa. 31.01.26 | 19:30 Uhr | Kleiner Ehrbar Saal
„Seufze still, und sinne” SCHUBERTS GEBURTSTAG (II) mit ZACHARÍAS GALAVIZ-GUERRA (Bariton)
Lieder von Franz Schubert / Goethe – Schiller – Seidl – Leitner – Rückert u.a.

Do. 26.02.26 | 19:30 Uhr | Haus der Ingenieure
„Wien 1900” KLAVIER- und LIEDERABEND mit EKATERINA PROTSENKO*(Sopran)
Werke von Alban Berg, Erich W. Korngold, Arnold Schönberg und Alexander Zemlinsky 

  Do. 26.03.26 | 19:30 Uhr | Haus der Ingenieure
„Schwanengesang” LIEDERABEND mit DAVID KERBER (Tenor) 
Franz Schubert / Rellstab – Heine – Seidl

Mi. 29.04.26 | 19:30 Uhr | Haus der Ingenieure
„Stimmungsbilder” KLAVIER- und LIEDERABEND mit RAOUL STEFFANI (Bariton)
Werke von Edvard Grieg, Jean Sibelius und Richard Strauss

Mi. 27.05.26 | 19:30 Uhr | Haus der Ingenieure
„Winterreise“ LIEDERABEND mit THOMAS WEINHAPPEL*(Bariton)

Franz Schubert / Wilhelm Müller
*Debüt bei der Schubertiade Wieden

HAUS DER INGENIEURE | 1010, Eschenbachgasse 9

KLEINER EHRBAR SAAL | 1040, Mühlgasse 30

ABO 2026 und Karten bei  https://shop.eventjet.at/de/schubertiade-wieden oder an der Abendkassa
Programmänderungen vorbehalten

Weitere Informationen auf www.schubertiade-wieden.at

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ZÜRICH: TANZ  PUR

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Mit «tosendem Beifall für alle Produktionen» (Tanznetz) feierte der vierteilige Ballettabend «Timeframed» am vergangenen Samstag Premiere. «Der Zürcher Ballettabend zeigt die enorme Bandbreite des modernen Tanzes», schreibt die NZZ, der Tages-Anzeiger schwärmt von den «Facetten künstlerischer Perfektion im Tanz». Mal «geballte Eleganz und Grazie», mal «schwerelose Energie und Glücksgefühl» – «Timeframed» ist «Tanz pur» (SRF) und endet mit einem «berührenden Abschiedsbild am Ende eines wahrhaft grossen Ballettabends» (NZZ).

Unbedingt hingehen!

Timeframed
Vierteiliger Ballettabend

«Timeframed» verbindet Werke von William Forsythe und dem im Dezember verstorbenen Hans van Manen mit zwei Uraufführungen einer jüngeren Choreografen-Generation. Van Manens Kameraballett «Live», hier erstmals in der Schweiz zu sehen, sprengt die Grenzen des Bühnenraums und spielt mit den Mechanismen der Wahrnehmung, während Forsythes «New Suite» als eine Werkschau «en miniature» acht Duette aus verschiedenen Schaffensphasen versammelt. In «Bare», der ersten Choreografie von Lucas Valente für das Ballett Zürich, gewinnt das vielköpfige Ensemble alle Energie einzig aus der Geräuschkulisse der eigenen Bewegungen. Der griechische Choreograf Andonis Foniadakis lässt die Tänzer:innen in seinem Stück «Orbit» wie galaktische Himmelskörper auf ihrer Umlaufbahn kreisen.

Weitere Informationen
Tickets: Do 22 Jan bis Do 12 Feb 2025

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HÖHEPUNKTE IM SPIELPLAN DER OPER FRANKFURT IM FEBRUAR 2026

Sonntag, 1. Februar 2026, um 18 Uhr im Opernhaus
Zweite Wiederaufnahme
DIE PASSAGIERIN
Oper in zwei Akten von Mieczysław Weinberg
In mehreren Sprachen mit deutschen und englischen Übertiteln
Musikalische Leitung: Leo Hussain; Inszenierung: Anselm Weber
Mitwirkende: Katharina Magiera (Lisa), AJ Glueckert (Walter), Amanda Majeski (Marta), Mikołaj Trąbka (Tadeusz), Julia Stuart (Katja), Corinna Scheurle (Krystina), Zanda Švēde (Vlasta),
Kelsey Lauritano (Hannah), Younji Yi (Yvette), Judita Nagyová (Bronka), Juanita Lascarro (Alte), Aleksander Myrling (1. SS-Mann), Alfred Reiter (2. SS-Mann), Abraham Bretón (3. SS-Mann),
Jarrett Porter (Steward), Morgan-Andrew King (Passagier), Barbara Zechmeister (Oberaufseherin), Annabelle Krukow (Kapo)
Weitere Vorstellungen: 8. (18 Uhr), 13., 21. Februar 2026
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19 Uhr.
Preise: € 16 bis 121 zzgl. 12,5% Vorverkaufsgebühr

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„Die Passagierin“. Foto: Babara Aumüller

Die Oper Die Passagierin von Mieczysław Weinberg (1919-1996) gelangte erst 2010, also 42 Jahre nach ihrer Vollendung, bei den Bregenzer Festspielen zur szenischen Uraufführung. Weinberg, den eine langjährige Freundschaft mit dem Komponisten Dmitri Schostakowitsch verband, litt unter der Gewalt der SS als auch danach unter dem stalinistischen Terrorregime. Das auf dem gleichnamigen autobiografischen Roman der Auschwitz-Überlebenden Zofia Posmysz (1923-2022) basierende Werk erlebte am 1. März 2015 seine Frankfurter Erstaufführung. 2016 wurde die Produktion von Regisseur Anselm Weber auch bei den Wiener Festwochen und im Jahr darauf an der Semperoper Dresden gezeigt. Nun kehrt die Inszenierung aus der Spielzeit 2014/15 zum zweiten Mal nach Frankfurt zurück. Der Widerhall bei Publikum und Presse rund um die Premiere war gewaltig. So konnte man im Opernmagazin Orpheus lesen: „Anselm Weber ist das gelungen, was man einen großen Wurf nennt. Eine naturalistische Weltinnenschau von packender Dramatik und feinfühliger Personenführung. Ein Glücksfall für die Oper Frankfurt.“

Zum Inhalt: Ein Schiff auf dem Weg nach Brasilien, Ende der 1950-er Jahre; Lisa und ihr Mann Walter sind auf dem Weg in eine neue Zukunft, als eine Begegnung Lisas Vergangenheit als KZ- Aufseherin in Auschwitz heraufbeschwört. Sie meint in einer mitreisenden Passagierin die ehemalige Gefangene Marta zu erkennen, von deren Tod sie überzeugt war und die ihr nun gegenüber zu stehen scheint. Walter, der nichts vom Vorleben seiner Frau wusste, ist entsetzt und sieht seinen Ruf als Botschafter in Gefahr. Die Vergangenheit bricht über Lisa herein und zwingt sie, sich in Form von Rückblenden zu erinnern und sich dem Erlebten zu stellen.

Musikalisch geleitet wird die zweite Wiederaufnahme von Leo Hussain, der auch die Premierenserie im Jahr 2015 dirigierte. Der Brite, der bereits mit zahlreichen internationalen Orchestern große Erfolge verzeichnete, war in dieser Spielzeit auch für die Premierenserie von Mitridate, re di Ponto musikalisch verantwortlich. Die Hauptpartie der Lisa singt Katharina Magiera, seit 2009/10 Ensemblemitglied der Oper Frankfurt, wo sie zuletzt u. a. als Auntie (Peter Grimes) zu erleben war. In dieser Spielzeit singt sie auch die Partie Disinganno in einer Neuproduktion von Händels Der Triumph von Zeit und Erkenntnis.

AJ Glueckert, dem Haus ebenfalls seit mehreren Spielzeiten verbunden, übernimmt die Partie des Walter. Die amerikanische Sopranistin Amanda Majeski ist als Marta zu hören; sie gastierte bereits an namhaften Opernhäusern wie der Metropolitan Opera in New York und am Teatro Real Madrid.
Mikołaj Trąbka, Ensemblemitglied der Oper Frankfurt, gestaltet die Partie des Tadeusz. Weitere Rollen sind mit Julia Stuart (Katja), Corinna Scheurle (Krystina), Zanda Švēde (Vlasta), Kelsey Lauritano (Hannah), Younji Yi (Yvette), Judita Nagyová (Bronka), Juanita Lascarro (Alte), Aleksander Myrling (1. SS-Mann), Alfred Reiter (2. SS-Mann), Abraham Bretón (3. SS-Mann), Jarrett Porter (Steward), Morgan-Andrew King (Passagier) und Barbara Zechmeister (Oberaufseherin) besetzt.

Freitag, 6. Februar 2026, um 19.30 Uhr im Opernhaus
Zweite Wiederaufnahme
MADAMA BUTTERFLY
Japanische Tragödie in zwei Akten von Giacomo Puccini
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Musikalische Leitung: Lorenzo Passerini; Inszenierung: R.B. Schlather

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„Madama Butterfly“. Foto: Barbara Aumüller

Mitwirkende: Anna Princeva (Cio-Cio-San), Gerard Schneider / Kudaibergen Abildin (Leutnant B. F. Pinkerton), Domen Križaj (Konsul Sharpless), Kelsey Lauritano / Karolina Makuła (Suzuki), Peter Marsh (Goro), Ruby Dibble (Kate Pinkerton), Taehan Kim (Fürst Yamadori), Kihwan Sim (Onkel Bonzo), Jonas Müller (Der kaiserliche Kommissar) u.a.
Weitere Vorstellungen: 14. (18 Uhr), 22. Februar (18 Uhr); 8. (18 Uhr), 14., 20. März 2026
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr.
Preise: € 16 bis 121 zzgl. 12,5% Vorverkaufsgebühr

Nach der Uraufführung seiner Tosca 1900 in Rom machte Giacomo Puccini (1858-1924) anlässlich eines Aufenthalts in London die Bekanntschaft mit David Belascos Erfolgsstück Madame Butterfly. Obwohl er der englischen Sprache nicht mächtig war, zeigte sich Puccini von dieser „japanischen Tragödie“ ergriffen, und der Stoff für seine nächste Oper war damit gefunden.
Ein weiterer Grund für Puccinis Interesse mag auch die Vorliebe des damaligen Publikums für exotische Sujets gewesen sein. Seine bewährten Librettisten Giuseppe Giacosa und Luigi Illica
richteten ihm den Text ein, den er in seinem gewohnt melodienreichen Stil vertonte. Dabei verwendete er aber auch wenige Phrasen japanischer Originalklänge, u.a. etwa aus der japanischen Nationalhymne. Am 17. Februar 1904 kam es an der Mailänder Scala zur Uraufführung des Werks, die jedoch auf große Ablehnung stieß. Erst im Laufe von insgesamt drei weiteren Fassungen (1904, 1905 und 1906) erhielt Madama Butterfly jene Form, welche sie zu einer der bekanntesten Opern weltweit machte.

Zum Inhalt: Der amerikanische Marineleutnant Pinkerton verliebt sich während seiner Stationierung in Japan in die junge Cio-Cio-San, genannt Butterfly. Im Wissen, nach seiner Rückkehr eine amerikanische Frau zu heiraten, geht er trotzdem mit der jungen Japanerin die Ehe ein. Die Warnungen seines Freundes Konsul Sharpless, Butterfly nehme sein Versprechen ernst, schlägt er in den Wind. Drei Jahre später ist Pinkerton in die USA zurückgekehrt, und Butterfly – inzwischen Mutter eines Sohnes – wartet sehnsüchtig auf seine Rückkehr. Als Pinkertons Schiff endlich im Hafen von Nagasaki einläuft, sieht sich die junge Frau am Ziel ihrer Träume. Nachdem sie jedoch erfährt, dass der Geliebte lediglich gekommen ist, um das Kind abzuholen, begeht sie Selbstmord.

Die musikalische Leitung der Wiederaufnahme hat Lorenzo Passerini inne, der seit September 2024 auch Chefdirigent der Jyväskylä Sinfonia in Finnland ist. Der italienische Musiker war zuletzt an Häusern wie der Wiener Staatsoper sowie der Deutschen Oper Berlin tätig. Die Titelpartie der Cio‑Cio‑San gestaltet die Sopranistin Anna Princeva, sie debütiert an der Oper Frankfurt. Die Partie der Cio-Cio-San interpretierte sie in dieser Spielzeit bereits in Stuttgart. Weitere Engagements führten sie an die Deutsche Oper am Rhein, die Staatsoper Hamburg, das Royal Opera House in London sowie an die Sydney Opera. Gerard Schneider debütiert als Leutnant B. F. Pinkerton; der österreichisch-australische Tenor ist seit der Spielzeit 2018/19 Ensemblemitglied der Oper Frankfurt. In der aktuellen Spielzeit debütiert er auch als Macduff (Macbeth) und als Mann mit Esel (Die Kluge). In den März-Vorstellungen gestaltet Kudaibergen Adilbin, ebenfalls Mitglied des Ensembles, die Partie des Leutnants. Auch in weiteren Partien sind Ensemblemitglieder der Oper Frankfurt besetzt: Der slowenische Bariton Domen Križaj interpretiert Konsul Sharpless, Kelsey Lauritano und Karolina Makuła (in den März-Vorstellungen) sind als Suzuki zu erleben. Peter Marsh (Goro), Taehan Kim (Fürst Yamadori) und Kihwan Sim vervollständigen, neben den Opernstudio-Mitgliedern Ruby Dibble (Kate Pinkerton) und Jonas Müller (Kaiserlicher Kommissar) die Besetzung der zweiten Frankfurter Wiederaufnahme.

Dienstag, 24. Februar 2026, um 19.30 Uhr im Opernhaus
Liederabend
PATRICK GRAHL, Tenor

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Patrick Grahl. Foto: Guido Werner

KLARA HORNIG, Klavier
Lieder von Hanns Eisler, Johannes Weyrauch, Wilhelm Weismann
Preise: € 16 bis 109 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)
Patrick Grahl hat sich mit einer vorzüglichen Diktion und einer eleganten Stimmführung als international gefragter Oratorien- und Konzertsänger einen Namen gemacht. Seit dem Gewinn des
1. Preises beim Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb 2016 ist Patrick Grahl international gefragt – seine Engagements reichen von der Wiener Staatsoper und dem Teatro La Fenice in Venedig bis zur Opéra National de Lyon und weiteren Orten wie Helsinki oder Budapest. Regelmäßig arbeitet der Tenor mit Klangkörpern wie dem Leipziger Gewandhausorchester, der NDR Radiophilharmonie, der Accademia Nazionale di Santa Cecilia sowie dem London Symphony Orchestra zusammen. Dabei musiziert er mit Dirigenten wie Sir John Eliot Gardiner, Sir Simon Rattle oder Philippe Herreweghe. Der in Leipzig geborene Künstler, einst Mitglied des renommierten Thomanerchores, erhielt seine Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ bei Berthold Schmid, die er mit dem Meisterklassenexamen mit Auszeichnung abschloss. Einen besonderen Platz in seinem künstlerischen Schaffen nimmt der Liedgesang ein. Gemeinsam mit der Pianistin Klara Hornig
präsentiert Grahl in Frankfurt Werke von Komponisten wie Wilhelm Weismann, Hanns Eisler und Johannes Weyrauch. Echte Raritäten, denen das Duo bereits auf seiner vielgelobten Aufnahme Das ferne Lied neues Leben eingehaucht hat.
Karten für die genannten Veranstaltungen sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich.

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Augsburg: Mozart-Requiem als zeitgenössisches Ballett

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Peter Chu. Foto: Roger van der Poel 

Choreograf Peter Chu realisiert spartenübergreifende Produktion am Staatstheater Augsburg

Mit der Uraufführung »Mozart-Requiem« am 31. Januar 2026 ist zum dritten Mal der US-amerikanische Ballettchoreograph Peter Chu zu Gast am Staatstheater Augsburg. Diesmal bringen das Ballett Augsburg, der Opernchor, Gesangssolistinnen und -solisten sowie die Augsburger Philharmoniker zusammen Mozarts Totenmesse als Gesamtkunstwerk auf die Bühne des martini-Park. Die musikalische Leitung hat der 1. Kapellmeister Ivan Demidov.

 Zum Requiem (KV 626), Mozarts ergreifendem letztem Werk, entwickelt Chu für das Augsburger Ballett ein zeitgenössisches Bewegungsvokabular, das auf die emotional vielfältige Klangwelt des Werkes reagiert bzw. sie neu interpretiert: »Wie Mozart hier Licht und Dunkel miteinander verflechtet, reflektiert für mich das Leben in all seinen Nuancen.« Über seine choreografische Annäherung an Mozarts Requiem meint Peter Chu: »Ich finde, dass die Rhythmen und Dynamiken des Stücks ganz bestimmte körperliche Ausdrucksformen inspirieren. Gleichzeitig gefällt es mir, etwas zu entwickeln, das dem Gesungenen und Gespielten bewusst entgegengesetzt ist, um die Bühne visuell auszubalancieren.« Die Aufgabe, einen Chor in seine Choreografie mit einzubinden, ist dabei für Chu etwas ganz Besonderes: »Die Chorstimmen schaffen einen ätherischen Klangraum, der die Choreografie trägt. Die Tänzerinnen und Tänzer interagieren mit den Sängerinnen und Sängern sowie deren stimmlicher Präsenz und geben dem emotionalen Tiefgang des Requiems eine räumliche Dimension.«

Peter Chu

Der vielfach mit Preisen ausgezeichnete US-amerikanische Tänzer und Choreograph Peter Chu zählt zu den markantesten Stimmen des zeitgenössischen Tanzes. In seinem künstlerischen Ausdruck bezieht er sich immer wieder auch auf die chinesische Kultur, dabei verbindet er technische Präzision mit außergewöhnlicher emotionaler Tiefe. Charakteristisch für seine Handschrift sind klare Linien, organische Bewegungsfolgen und eine ausgeprägte musikalische Intuition, wobei er tradierte Wahrnehmungsmuster hinterfragt und erweitert.

Chu arbeitet interdisziplinär und entwickelt seine Stücke häufig im engen Austausch mit den beteiligten Ensembles. Am Ballett Augsburg schätzt er sein Engagement für künstlerische Innovation und Zusammenarbeit: »Die Tänzerinnen und Tänzer hier fördern ein Umfeld, in dem Kreativität gedeihen kann«, so Chu.

Im Jahr 2019 hat Ricardo Fernando, Ballettdirektor des Staatstheaters, Peter Chu für das europäische Kulturleben entdeckt, indem er ihn einlud, in Augsburg seine Choreografie yourFACE zu realisieren, die von Presse und Publikum begeistert aufgenommen wurde. Im Jahr 2022 folgte Chus Kammerballettabend Moving in der brechtbühne des Staatstheaters, in der er unterschiedlichste Tanz- und Bewegungsformen, etwa von Kampfkunst, klassischem Ballett und Streetdance inspiriert, mit einband.

Das »Mozart-Requiem« ist bis März 2026 in voraussichtlich acht Vorstellungen zu erleben. Termine und Tagesbesetzungen unter staatstheater-augsburg.de/mozart_requiem.

»Mozart-Requiem« | Tanztheater von Peter Chu | Sa 31.01.26 19.30 Uhr | martini-Park
In lateinischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Jihyun Cecilia Lee, Sopran
Natalya Boeva, Alt
Yury Makhrov (Gast), Tenor
Avtandil Kaspeli, Bass
Opernchor des Staatstheater Augsburg
Augsburger Philharmoniker
Ivan Demidov, Musikalische Leitung

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Theater St. Gallen: Pietro Rizzo wird neuer Chefdirigent und künstlerischer Leiter der Konzertsparte

St. Gallen, 20. Januar 2026 – Konzert und Theater St. Gallen engagiert einen Musiker von internationalem Format als neuen Chefdirigenten und künstlerischen Leiter der Konzertsparte: Das Vierspartenhaus besetzt die Schlüsselposition mit Pietro Rizzo.
Der italienische Dirigent hat sich als Leiter von Opern- und Konzertproduktionen weltweit einen Namen gemacht und ist auch in St. Gallen kein Unbekannter. Er tritt die Nachfolge von Modestas Pitrenas mit Beginn der Saison 2026/27 an und erhält einen Vertrag über zunächst vier Spielzeiten.

Pietro Rizzo hat als Operndirigent bereits an Häusern wie der Metropolitan und der Dallas Opera, der Deutschen Oper Berlin, der Bayerischen und der Hamburgischen Staatsoper, der Volksoper Wien, der Royal Swedish Opera in Stockholm, dem New National Theatre in Tokyo, der Nationaloper in Peking oder der Opera Australia in Sydney gewirkt. Dabei entstanden mehrere Aufnahmen, z.B. Bellinis La straniera mit Edita Gruberova oder bei Naxos Rossinis Le nozze di Teti e di Peleo. Einen Namen hat sich Pietro Rizzo aber auch durch seine weitreichende sinfonische Konzerttätigkeit gemacht, wie seine Zusammenarbeit mit den Radioorchestern des WDR und des SWR, der Helsinki Philharmonic,  dem Finnish Radio Symphony Orchestra oder dem
Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI unterstreicht.
Geboren und aufgewachsen in Rom, studierte Pietro Rizzo Violine – zunächst in seiner Heimatstadt, danach in Siena und Dallas. Darauf folgte ein Studium in Orchesterleitung an der Sibelius Academy in Helsinki bei Jorma Panula und Leif Segerstam.

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 schoepfblog – Programm der 4. Kalenderwoche vom 19.01.2026 bis zum 25.01.2026

Montag:
Apropos: Der Föderalismus in Österreich ist eine schwere Krankheit, die durch die Emotionen des „mia sein mia“ rationale Lösungen verhindert. Ein Blick nach Bayern täte gut. (Alois Schöpf)

Dienstag:
Literatur: Diethard Sanders über Rutger Bregmans “Im Grunde gut“, ein Sachbuch, das die modische Untergangsverliebtheit zurückweist und dem Guten im Menschen eine Chance gibt.
Religion: Wie steht eigentlich das Christentum zur Natur und dem Umgang mit ihr? Vor allem, wenn es um konkrete politische Fragen geht? (Urs Heinz Aerni)

Mittwoch:
Klima: Der Winter 1941/42 war nicht nur einer der kältesten des Jahrhunderts, sondern durch die Beeinflussung des Kriegsverlaufs auch von großer historischer Bedeutung. (Günther Aigner)

Donnerstag:
Politik: Johann Nestroy hätte mit seinem „Lumpacivagabundus“ eine Freude mit der derzeitigen Weltpolitik, heißt es doch im „Kometenlied“: „Die Welt steht auf kein´ Fall mehr lang…“ (Reinhold Knoll)

Freitag:
Politik: Die Tiroler Landesregierung will die Koalitionsvereinbarung abarbeiten. Die Kultur spielt dabei wieder einmal keine Rolle. Dabei kracht es an allen Ecken und Enden.  (Alois Schöpf)

Samstag:
Debattenkultur: Ob Mercosur oder Gesundheitssystem: die öffentliche Diskussion läuft immer nach dem gleichen Schema ab. Differenziertes hat keine Chance. (Elias Schneitter)

Sonntag:
Medien: Wir feiern unsere Meinungsfreiheit in Medien, deren Besitzer die Weltherrschaft anstreben. Neues vom Rentnerfrühstück. (Helmuth Schönauer)

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