INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 2. JULI 2026)

am 1. Juli wäre Hans Werner Henze 100 Jahre alt geworden. In vielen Theatern und Konzerthäusern wird dieser Geburtstag seit Monaten gefeiert, etablierte Musizierende und der künstlerische Nachwuchs widmen sich der Musik des Komponisten.
Auch Fernseh- und Radiosender nehmen den Jahrhundertkomponisten in diesen Tagen rund um die Hundertjahrfeier ausführlich in den Blick.
Und die Hans Werner Henze-Stiftung leistet ihren eigenen Beitrag mit einem informativen und unterhaltsamen Podcast, in dem Zeitgenossen und Weggefähten zu Wort kommen und den Maestro ganz neu entdecken und erleben.
Feiern Sie mit uns und der gesamten Musik- und Medienwelt einen Meister, dessen Vermächtnis, gerade in Zeiten wie diesen, kaum zu überschätzen ist.
Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über die mediale Aufmerksamkeit, die dem 100. Geburtstag von Hans Werner Henze zuteil wird.
Jubiläum
Hans Werner Henze 100: In ihm lebte der Trotz eines Kindes, dem die Kindheit verwehrt worden war (Bezahlartikel)
Vor hundert Jahren wurde der Komponist Hans Werner Henze geboren. Was ihn ästhetisch antrieb, war die „Sehnsucht nach Heilung“. Sein letzter Librettist Christian Lehnert erinnert sich an ihn.
FrankfurterAllgemeine.net.henze
Hans Werner Henze: „Wie spät ist es denn überhaupt?“ (Bezahlartikel)
Zum 100. Geburtstag des Komponisten, der kein Deutscher sein wollte und der einen langen Weg an der Seite der gleichaltrigen Dichterin Ingeborg Bachmanns ging, künstlerisch und privat.
DiePresse.com.henze.hunderter
Poetisch politisch
Gestern wäre der deutsche Komponist Hans Werner Henze 100 Jahre alt geworden. In seinem reichen Schaffen versöhnte er die Widersprüche der Avantgarde mit einer nachgerade mediterranen Haltung und einem vernehmlichen Bekenntnis zur Schönheit in der (Neuen) Musik.
https://www.concerti.de/vermischtes/hans-werner-henze-wird-100/
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Sommer-Matineen im Schloss Esterházy

Joseph Haydn brass. Copyright: Reinhard Gombas
Joseph Haydns Musik am Originalschauplatz – von 9. Juli bis 28. August jeweils donnerstags und freitags um 11.00 Uhr.
Das Schloss Esterházy in Eisenstadt öffnet ab dem 9. Juli wieder seine Flügeltüren für die beliebten Sommer-Matineen, um die Musik Joseph Haydns am Originalschauplatz seines Schaffens erklingen zu lassen. Nicht nur Haydns Klänge faszinieren die Gäste aus aller Welt, sondern auch die besondere Atmosphäre des Haydnsaals und des Empiresaals im historischen Schloss Esterházy. Der große Komponist lebte und wirkte über vier Jahrzehnte am Hof der Familie Esterházy.
Wie in den Jahren zuvor dürfen sich Besucherinnen und Besucher auch heuer wieder auf das joseph Haydn brass und das Haydn Quartett freuen. Das Quintett joseph Haydn brass ist, mit seinen Mitgliedern Peter Bauer (Trompete), Johann Stangl (Trompete), Florian Janezic (Horn), Stefan Thurner (Posaune) und Mario Smetana (Tuba), seit seiner Gründung im Jahr 2000 fixer Bestandteil des burgenländischen Musiklebens. Ausgedehnte Konzertreisen führten die Musiker außerdem nach Belgien, Deutschland, Ungarn, Italien und die USA. Der Klang dieses Ensembles bildet einen reizvollen Kontrast zum in der Wiener Klassik sehr beliebten Holzbläserquintett.
Fritz Kircher (Erste Violine), Martin Kocsis (Zweite Violine), Gerswind Olthoff (Bratsche) und Nikolai New (Violoncello) bilden zusammen das Haydn Quartett, das seinen Stammsitz im Schloss Esterházy in Eisenstadt hat. Das Ensemble gibt Konzerte in vielen Ländern Europas, absolviert Tourneen in Amerika (u.a. in der New Yorker Carnegie Hall) und Asien und tritt regelmäßig bei großen Festivals auf. Das Streichquartett gilt als Königsgattung der klassischen Kammermusik. Joseph Haydn, der wesentliche Impulse zur Perfektionierung der Gattung gesetzt hat, gilt als der „Vater des Streichquartetts“.
Tickets (erhältlich im Ticketshop oder auch online)
Erwachsene: € 25,00
Ermäßigt: € 21,00 (Pensionisten, Studenten, Gruppen)
Kinder: € 7,00 (7-18 Jahre; Kinder bis 6 Jahre freier Eintritt)
Kombiticket „Musik“: € 39,00 (je 1 Eintritt joseph Haydn brass & Haydn Quartett)
Kombiticket „Musik & Ausstellung“: € 39,00 (je 1 Eintritt Sommer-Matinee & Schloss-Ticket ohne Führung)
Freier Eintritt mit der Burgenland Card
20% Rabatt auf den Eintritt mit der Steiermark Card
20% Rabatt auf den Eintritt mit der Niederösterreich Card
Die Matineen finden je nach Raumverfügbarkeit im Haydnsaal oder im Empiresaal des Schlosses Esterházy in Eisenstadt statt.
Kartenvorverkauf im Ticketshop Schloss Esterházy
T +43 2682 630 04 7600 oder per Mail an schloss-esterhazy@esterhazy.at
Nähere Informationen zu den Programmen, sowie Ticketkauf online unter: esterhazy.at/matinee
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Giuseppe Verdi: Aida • 21. St. Galler Festspiele • Theater St. Gallen • Vorstellung: 28.06.2026
(4. Vorstellung • Premiere am 19.06.2026)
Das Sinfonieorchester St.Gallen zeigt sich in bestechender Form
Amber R. Monroe in der Titelrolle triumphiert mit ihrer ungemein an Farben reichen Stimme und hervorragender Technik.

Foto © Xiomara Bender
Ben Baur (Regie und Bühne) möchte für seine Arbeit eine «eher intime Lesart» wählen und «auch in den monumentalen Szenen den Fokus auf die Figuren nicht […] verlieren». Baurs Interesse ist es, die «grossen, oft statischen Tableaus aus der persönlichen Perspektive der Figuren heraus zu lesen». Mit seinem Team hat er «nach einer Atmosphäre gesucht, die dem opulenten musikalischen Duktus entspricht und zugleich Raum für die intimen Szenen lässt: Ein Palast, ein Gefängnis und eine Grabkammer gehen fliessend ineinander über». Die Atmosphäre, die Baur gefunden hat, lässt (bei fast geschlossenem Vorhang) intime Szenen zu. Die Einheit von Palast, Gefängnis und Grabkammer aber funktioniert leider nicht, denn was wie ein abgetakelter Prunksaal (nein, nicht Ballsaal) wirkt, ist zumindest als Palast nicht glaubwürdig, da der Raum schlicht nicht dem entspricht, was sich die (in welcher Hinsicht auch immer) Mächtigen als Palast wählen. Die Aufspaltung der Figur der Amneris, damit diese sich selbst beobachten und der Zuschauer an ihrer inneren Reise teilnehmen kann, überzeugt nicht, da dies nicht so recht zum übrigen Konzept passen will. Die Kostüme von Uta Meenen wirken wenig glaubwürdig. Die Choreografie hat Rachele Pedrocchi besorgt.
Amber R. Monroe in der Titelrolle triumphiert erneut mit ihrer ungemein an Farben reichen Stimme und hervorragender Technik. Der Klang der Stimme ist wunderbar voll, die Stimme schlank und agil geführt. Ihre berührende Bühnenpräsenz findet ihren Höhepunkt in einer innig gestalteten Nil-Szene. Marcelo Puente gibt den Radamés mit kräftigem Tenor mit reichlich Vibrato und «Träne» in der Stimme. Stilistisch will seine Interpretation nicht so ganz überzeugen. Vincenzo Neri überzeugt als Amonasro mit kernigem, gut fokussiertem Bariton und bewundernswert langem Atem. Libby Sokolowski gibt die Amneris mit klar fokussiertem, vollem Mezzosopran. In wenigen, aber entscheidenden Momenten fehlt der Stimme das letzte Quentchen stimmlicher wie szenischer Überzeugungskraft. Sultonbek Abdurakhimov überzeugt als Ramfis klangschönem, charaktervollem Bass-Bariton. Jonas Jud ist ihm mit schlank geführtem, kernigem Bass als König ein ebenbürtiger Partner. Olivia Smith als Hohepriesterin und Riccardo Botta als Bote ergänzen das im Ganzen überzeugende Ensemble.
Modestas Pitrenas (Musikalische Leitung), der seine letzte Produktion als Chefdirigent von Konzert und Theater St.Gallen dirigiert, überzeugt mit stimmigen Tempi und Lautstärken, guter Koordination zwischen Bühne und Graben und passenden Spannungsbögen. Das Sinfonieorchester St.Gallen zeigt sich wieder in bestechender Form: Neben wunderbar satten Streichern beeindrucken vor allem die sicheren Blechbläser und der wunderbar homogene Klang des ganzen Kollektivs. Der Chor des Theaters St.Gallen und der Opernchor St.Gallen (Choreinstudierung: Filip Paluchowski) werden zu einem der heimlichen Protagonisten des Abends und sorgen, geraden bei den feierlichen Hymnen, immer wieder für jene Gänsehautmomente, die grosses Musiktheater ausmachen.
Musikalisch überzeugt diese «Aida».
Weitere Aufführungen: 30.06.2026, 20:00; 02.07.2026, 20:00; 04.07.2026, 20:00.
30.06.2026, Jan Krobot/Zürich
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schoepfblog – Programm der 27. Kalenderwoche vom 29.06.2026 bis zum 05.07.2026
Montag:
Apropos: Die Kür des ORF-Generaldirektors hinterließ, um einen fragwürdigen Stiftungsrat zu rechtfertigen, nur Geschädigte. (Alois Schöpf)
Dienstag:
Film: Helmut Schiestl über Regina Schillings Film „Ingeborg Bachmann, jemand, der ich einmal war.“
Literatur: Helmuth Schönauer über Gianrico Carofiglios Roman „Der Horizont der Nacht“.
Mittwoch:
Literarische Korrespondenz: Christoph Schmarl an Reinhard Walcher. Betrifft: Man kann nicht alles in einen Topf werfen. Auch nicht in den marxistischen.
Donnerstag:
Leben: Was ist nur aus uns geworden! Aus revolutionären Idealisten wurden pragmatische Normalos. Mit wenigen komischen Ausnahmen. (Susanne Weinhöppel)
Freitag:
Wirtschaft: Eine freie Gesellschaft braucht Bargeld als ein freies Zahlungsmittel, das nicht überwacht und gesteuert werden kann. (Hans Augustin)
Samstag:
Zur Musik: Die Innsbrucker Promenadenkonzerte beginnen. Der Intendant präsentierte mit seinem eigenen Orchester das Eröffnungsprogramm. (Alois Schöpf)
Feste: Elias Schneitter über ein gelungenes Fest im Familien- und Freundeskreis, mitten in der Hitzeperiode.
Sonntag:
Sicherheit: Aus dem Schloss „Mentlberg“ wird ein Zentrum für Katastrophenschutz. Besser als schon wieder eine Galerie. (Helmuth Schönauer)
Vergnügliche Lektüre auf https://www.schoepfblog.at/
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