INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 18. JUNI 2026
Sonya Yoncheva: Europäischer Kulturpreis 2026, „Thracian Awards“ und Rollendebüt als Rusalka

Sonya Yoncheva. Foto: Manfred Baumann
Die bulgarische Sopranistin Sonya Yoncheva prägt den internationalen Kulturbetrieb derzeit nicht nur als eine der führenden Sängerinnen unserer Zeit, sondern auch als Produzentin und Kulturunternehmerin.
Europäischer Kulturpreis 2026: Am 4. September wird sie im Royal Concertgebouw Amsterdam mit dem renommierten Preis für ihr Wirken als Sängerin, Produzentin und Botschafterin der europäischen Kultur ausgezeichnet. Überreicht wird ihr der Preis von ihrem Entdecker William Christie.
Rollendebüt in Liverpool: Am 19. und 21. Juni singt Sonya Yoncheva mit dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Domingo Hindoyan erstmals die Rusalka. Rusalka ist eine von zwei großen neuen Partien für die Sopranistin im Jahr 2026: Im September gibt sie ihr Rollendebüt in Spontinis „La Vestale“ an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Im Dezember folgt an der Oper Zürich ihre erste szenische Manon Lescaut, nachdem sie die Partie 2021 bereits konzertant an der Staatsoper Hamburg gesungen hat.
Thracian Awards for Classical Music: Nur zwei Tage später, am 23. Juni, findet im Antiken Theater von Plowdiw in Bulgarien die erste Verleihung dieser neuen internationalen Auszeichnung statt, initiiert von Sonya Yoncheva und ihrer Produktionsfirma SY11. Zu den ersten Preisträgern zählen Anna Tomowa-Sintow, Jakub Józef Orliński und die Bayerische Staatsoper.
Bariton Étienne Dupuis erhält den Maria Callas Debut Artist of the Year Award in Dallas

Etienne Dupuis. Copyright: Tim Weiler
Der kanadische Bariton Étienne Dupuis wurde von den Abonnenten der Dallas Opera zum Preisträger des „2025/26 Maria Callas Debut Artist of the Year Award“ gewählt, nachdem er dort ein herausragendes Hausdebüt als Rodrigo in Verdis „Don Carlo“ gegeben hatte.
Ausblick auf die Spielzeit 2026/27: Der gefragte Verdi-Bariton kehrt unter anderem als Rodrigo an die Wiener Staatsoper zurück, wo er sowohl in der italienischen als auch in der französischen Fassung von „Don Carlo“ zu erleben sein wird. Außerdem gibt er sein Rollendebüt als Michele in „Il tabarro“ am Royal Opera House London und singt die Titelpartien in „Macbeth“ in Wien und Lanaudière sowie „Rigoletto“ in Montréal. An der Bayerischen Staatsoper übernimmt er in einer Neuproduktion von „Death in Venice“ die Baritonpartien.
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Focus Japan: Berliner Festspiele präsentieren performative und musikalische Künste aus Japan

Focus Japan © Shiro Takatani, Dumb Type
Die Berliner Festspiele richten in ihrem 75. Jubiläumsjahr in Partnerschaft mit dem Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin einen besonderen Fokus auf performative und musikalische Künste aus Japan. Mit Beiträgen im Programm des Musikfest Berlin, der Performing Arts Season, des Jazzfest Berlin und von MaerzMusik sowie einem eigens entwickelten Projekt im Stadtraum knüpfen sie an eine langjährig gewachsene Beziehung des Austauschs zwischen den Berliner Festspielen und künstlerischen Ausdrucksformen japanischer Kultur an.
Vom 28. August bis 20. September 2026 erkundet der japanische Regisseur Akira Takayama mit What If Berlin entlang der 27 S-Bahnhöfe der Berliner Ringbahn archivierte Visionen eines „Neuen Berlin“: An vier Wochenenden gestaltet der Theatermacher „guided tours” entlang der Ringbahnhöfe, für deren Umgestaltung er die Realisierung jeweils eines ortsspezifischen künstlerischen Projekts vorschlägt. Die Ideen zu diesen Projekten stammen aus den Archiven der Berliner Festwochen, der Berliner Festspiele, anderer Berliner Kulturinstitutionen oder von Künstler*innen. Es sind unrealisierte Projekte aus der Vergangenheit, die durch erfahrene Stadtführer*innen auf der Ringbahn vorgestellt und von Akira Takayama in die Gegenwart überführt werden. Den konzeptionellen Grundgedanken von What If Berlin erläutert Akira Takayama beim Japanese Brunch am 30. August 2026 im Haus der Berliner Festspiele.
Die kontinuierliche Auseinandersetzung mit der klassischen japanischen Kunstform des Nō-Theaters ist tief in der 75-jährigen Geschichte der Berliner Festspiele verankert. Bereits 1993 lag der Themenschwerpunkt der Berliner Festwochen, dem Vorgängerfestival des Musikfest Berlin, auf Japan und Europa. Beim diesjährigen Musikfest Berlin ist das Kanze Nō Theater aus Tokio am 21. September 2026 mit drei Werken in der Philharmonie Berlin zu Gast: den beiden Nō-Dramen Hagoromo und Shakkyō sowie der Kyōgen-Komödie Kaki Yamabushi. Nō entstand vor rund 700 Jahren und gilt damit als eine der ältesten Theaterformen der Welt. 2008 wurde es in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.
Seit mehr als zwei Jahrzehnten erkundet der japanische Multi-Instrumentalist Otomo Yoshihide die Grenzbereiche zwischen melodischer Form und spontaner Improvisation. Nach dem spektakulären Berlin-Debüt seiner Special Big Band beim Jazzfest Berlin 2024 ist der Musiker bei der diesjährigen Festivalausgabe am 30. Oktober 2026 mit dem Otomo Yoshihide New Jazz Quintet zu erleben, das bei seinen energiegeladenen Auftritten auf raffinierte Weise komplexe Swing-Passagen, „walls of noise“ und ekstatisches Gruppenspiel zusammenbringt.
Im Rahmen der Performing Arts Season 2026/27 präsentiert der belgisch-französische Choreograf Damien Jalet am 4. und 5. Dezember 2026 mit Planet [wanderer] eine choreografische Interpretation der Schöpfungsgeschichte Japans in einem überwältigenden Bühnenbild des japanischen Bildhauers Kohei Nawa. Dabei verbinden sich Tanz, Material und Licht zu einer sinnlichen Meditation über Bewegung, Verletzlichkeit und unseren Planeten Erde.
Dystopische Perspektiven auf die Zukunft des Menschen stehen bei der Performance 2020 des japanischen Multimedia-Performance-Kollektivs Dumb Type im Fokus. Eigentlich sollte das Werk bereits im März 2020 als erste Arbeit des Kollektivs nach 18-jähriger Pause uraufgeführt werden. Doch die Premiere musste aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden, stattdessen wurde nur eine aufgezeichnete Version veröffentlicht. Die Berliner Festspiele präsentieren nun die Europapremiere vom 15. bis 17. Januar 2027, unmittelbar nach der nun live stattfindenden Weltpremiere im ROHM Theatre Kyoto.
Im Frühjahr 2027 wird Focus Japan im Rahmen von MaerzMusik (12. bis 21. März 2027) fortgeführt. Weitere Informationen folgen mit der Programmveröffentlichung im Januar.
Kooperationspartner der Berliner Festspiele für Focus Japan ist die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz mit zwei Neuproduktionen und einem Gastspiel. Am 3. Oktober 2026 ist mit Mononoke eine Arbeit von Satoko Ichihara zu erleben. Die Autorin und Regisseurin gehört zu den wichtigsten Stimmen einer neuen, feministischen Generation von Theatermacher*innen. Für ihre surreale Heldinnenreise Mononoke schöpft sie aus der japanischen Puppenspieltradition Bunraku und treibt sie im Bühnenbild der südkoreanischen Künstlerin Mire Lee ins Jetzt. Mit dem 2023 uraufgeführten Stück Yoroboshi kehrt Ichihara im Frühjahr 2027 zurück an die Volksbühne. Das Gastspiel interpretiert die japanische Legende vom „Blinden Schwächling“ (Shuntokumaru) neu und erzählt eine berührende Geschichte über Einsamkeit, Gewalt und Sexualität. Im Februar 2027 feiert zudem eine neue Inszenierung des japanischen Theatermachers Toshiki Okada Premiere. Sie widmet sich persönlichen Ängsten und politischer Hoffnungslosigkeit in der japanischen Gegenwartsgesellschaft.
ressedownload: www.artefakt-berlin.de/aktuelle-projekte/focus-japan
Focus Japan ist eine Initiative der Berliner Festspiele in Partnerschaft mit dem Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin
Programmüberblick Focus Japan in der Spielzeit 2026/27
www.berlinerfestspiele.de/de/programm/2026/focus-japan
Für eine Akkreditierung zu den einzelnen Veranstaltungen wenden Sie sich an die jeweiligen Festivals im Pressebereich der Berliner Festspiele oder direkt an akkreditierung@berlinerfestspiele.de.
75 JAHRE BERLINER FESTSPIELE
Akira Takayama: What If Berli
Die Ringbahn als Bühne für 27 vergessene Zukunftsvisionen
28.8. – 20.9.2026
Berliner S-Bahn-Ring
Japanese Brunch mit Akira Takayama
30.8.2026, 12:00 – 13:30 Uhr
Haus der Berliner Festspiele, Kassenhalle
MUSIKFEST BERLIN
Kanze Nō Theater
Mit Kiyokazu Kanze, XXVI. Großmeister der Kanze-Schule, und Ensemble
21.9.2026, 20:00 Uhr
Philharmonie Berlin, Großer Saal
Education-Veranstaltung Nō-Theater
mit Großmeister Kiyokazu Kanze für Berliner Schüler*innen
22.9.2026, 11:00 Uhr
Philharmonie Berlin, Kammermusiksaal
JAZZFEST BERLIN
Otomo Yoshihide New Jazz Quintet
30.10.2026
Haus der Berliner Festspiele
PERFORMING ARTS SEASON
Damien Jalet / Kohei Nawa: Planet [wanderer]
4. & 5.12.2026
Haus der Berliner Festspiele
Dumb Type: 2020
15. – 17.1.2027
Haus der Berliner Festspiele
MAERZMUSIK
- – 21.3.2027
PARTNERPROGRAMM
Mononoke von Satoko Ichihara
3.10.2026
Eine Inszenierung von Toshiki Okada
Februar 2027
Yoroboshi von Satoko Ichihara
Frühjahr 2027
Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
neu.volksbuehne-berlin.de
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IPG – Internationale Ignaz Joseph Pleyel-GesellschaftHerzlich willkommen
659. Veranstaltung der Internationale Ignaz J. Pleyel Gesellschaft IPG
Matinee
am Sonntag, dem 21.06.2026 um 11:00 Uhr
im Bentonsaal des Pleyel Kulturzentrums Ehrenschutz von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Landeshauptmann a.D. Dr. Erwin Pröll
CONCILIUM MUSICUM WIEN

Foto: Concilum Musicum Wien
KÜNSTLERINNEN/KÜNSTLER:
Christoph Angerer, Violine
Ute Groh, Violoncello
Doris Kitzmantel, Klavier
PROGRAMM:
Ignaz Joseph Pleyel (1757 Ruppersthal – 1831 Paris): Sonate in B-Dur für Violine, Piano-Forte und Violoncello, 1788, Ben 433 Allegro molto, – Andante con Variasioni
Thomas Attwood (1765 – 1838): Trio in C-Dur für Violine, Piano-Forte und Violoncello. Allegro moderato, – Adagio con espressione, – Rondo. Allegro
Joseph Haydn (1732 – 1809) : Trio in G-Dur für Violine, Piano-Forte und Violoncello, Hob XV:25 – Andante, – Poco adagio. Cantabile, – Rondo all’Ongarese. Presto
Zugabe; Änderungen sind der IPG vorbehalten!
Und nach der Kunst die Kulinarik!
Wir kredenzen folgende Köstlichkeiten:
– Knoblauchsuppe und
– Grillhuhn mit Gebäck oder
– Cevapcici mit Pommes oder
– Schwammerl geröstet auf Salat und
– Kugel Eis mit Schlag
Preis pro Menü: €31,00 inkl. Steuern / Person mit Wasser am Tisch (Bitte rechtzeitig vorbestellen!)
Kostenlose Abholung! Seit unserem Konzert am So, dem 2.4.2023 bieten wir unseren Pleyel Verehrerinnen und Verehrern bei KONZERTEN & MATINEEN eine kostenlose Abholung/Rückführung ab 3 Personen vom/zum Bahnhof in Großweikersdorf an. Sie rufen 0664/8338330, und wir zahlen. Siehe www.pleyel.at, Ihre IPG
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