Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 13. AUGUST 2026)

13.08.2026 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 13. AUGUST 2026)

PESARO: ROSSINI OPERA FESTIVAL 2027
Two new productions: La donna del lago and Tancredi

adina
„Adina“. Copyright: Rossini Operafestival 

 During the second of the ROF Talks 2026, the programme for the 48th edition of the Rossini Opera Festival, scheduled from 12 to 24 August 2027, was announced.

The Festival will open with a new production of La donna del lago, conducted by François Lopez-Ferrer and staged by Johannes Erath, who returns to Pesaro following his 2024 production of Ermione, which won the Abbiati Prize for Best Production of the Year. This will be followed by a revival of the acclaimed 2018 staging of Adina by Rosetta Cucchi, this time conducted by George Petrou. The third opera on the programme is another new production: Tancredi, conducted by Yves Abel and directed by Paul Curran, making his Festival debut. The programme will conclude with the Petite messe solennelle, conducted by Francesco Lanzillotta. 

Pesaro, 12 August 2026
________________________________________________________________________________

Biel/ Solothurn: Falstaff. Oper von Michael William Balfe


Michael William Balfe (1808 – 1870). Foto: Naxos

Premiere Biel: 11. September 2026, 19:30, Stadttheater

Premiere Solothurn: 24. September 2026, 19:30, Stadttheater

Intrigen, Verwechslungen und jede Menge Situationskomik erwarten das Publikum in «Falstaff», der Oper von Michael William Balfe. Während die von William Shakespeare geschaffene Figur des Falstaff weltweit durchs Theater bekannt ist, bleibt Balfes Vertonung eine wahre Rarität. Inspiriert von «The Merry Wives of Windsor» («Die lustigen Weiber von Windsor») erzählt die geistreiche Belcanto-Oper von einem ebenso eitlen wie tollpatschigen Verführer, der schon bald in seine eigene Falle tappt. TOBS! präsentiert die Schweizer Erstaufführung und bietet damit die Gelegenheit, dieses wenig bekannte Juwel des romantischen Opernrepertoires zu entdecken.

1838 in London uraufgeführt, ist «Falstaff» eine brillante Oper des irischen Komponisten Michael William Balfe. Als bedeutende Figur der britischen Oper des 19. Jahrhunderts ist Balfe ausserhalb des  Vereinigten Königreichs bis heute weitgehend unbekannt. Der gefeierte Sänger und Weggefährte von Gioachino Rossini verbindet in seiner Partitur die Eleganz des italienischen Belcanto mit Shakespeares theatralischem Humor. Das selten aufgeführte Werk besticht durch musikalischen Erfindungsreichtum, vokale Virtuosität und einen unwiderstehlichen Sinn für Komik.

Sir John Falstaff ist überzeugt, unwiderstehlich zu sein, und schickt mehreren Frauen denselben Liebesbrief, in der Hoffnung, sie allesamt zu verführen. Doch statt seinem Charme zu erliegen, schmieden die Frauen gemeinsam eine Reihe von Intrigen, um den ebenso selbstgefälligen wie naiven Ritter der Lächerlichkeit preiszugeben. Zwischen Verkleidungen, Eifersucht und Verwechslungen wird schliesslich jeder seine Lektion erhalten.

Die musikalische Leitung übernimmt Franco Trinca, der für die erste Produktion der Saison 2026/27 ans TOBS! zurückkehrt. Regie führt Intendant Dieter Kaegi, der die komische Oper in eine Welt versetzt, in der regionale Bezüge auf feinen und spritzigen Humor treffen. Bühnenbild und Kostüme von Dirk Hofacker erweisen insbesondere der legendären Bar Odéon, einem Bieler Kultlokal, ihre Reverenz. Für das Licht zeichnet Samuele D’Amico verantwortlich, die Einstudierung des Chors TOBS! übernimmt Valentin Vassilev.

Leonardo Galeazzi, dem TOBS!-Publikum bestens bekannt, verkörpert Sir John Falstaff an der Seite von Bianca Tognocchi (Mrs Rosa Ford), Charles Rice (Mr Ford), Remy Burnens (Mr Carlo Fenton), Marta Pluda (Miss Annetta Page), Konstantin Nazlamov (Mr Page), Gemma Ní Bhriain (Mrs Page), Anastasia Evdaimon (Mrs Quickly), Leo Vettoretti (Kellner) und Michèle Péquegnat (Kellnerin). Der Chor und das Sinfonieorchester Biel Solothurn TOBS! vervollständigen das Ensemble dieser Produktion.

Am Freitag, 11. September, findet um 12:30 Uhr im Foyer des Stadttheaters Biel eine Lunchtime-Opera statt. Dabei bietet sich die Gelegenheit, das Produktionsteam kennenzulernen und mehr über die Konzeption dieser Oper zu erfahren

In italienischer Sprache mit Übertiteln d/f
Mit freundlicher Unterstützung von: AMIS Stadttheater Biel, Ursula Wirz-Stiftung
Biel, Stadttheater
Fr | 11.09.26 | 19:30 Premiere
Di | 15.09.26 | 19:30
Fr | 18.09.26 | 19:30
So | 20.09.26 | 15:00
Mi | 11.11.26 | 19:30
Do | 12.11.26 | 19:30
Di | 17.11.26 | 19:30
Solothurn, Stadttheater
Do | 24.09.26 | 19:30 Premiere
Sa | 26.09.26 | 19:00
Mi | 07.10.26 | 19:30
So | 06.12.26 | 17:00
Mi | 09.12.26 | 19:30
Fr | 11.12.26 | 19:30

___________________________________________________________________________________

TTT: MWas die Salzburger Festspiele im KI-Zeitalter so erfolgreich macht

Warum bewahrt, akzeptiert man Theater nicht als letztes lebendiges Refugium analoger Ästhetik mit einzigartigem Profil analoger dramatischer Kunst im Alleinstellungsmerkmal, statt andere Medien – sei es digital, cinematografisch oder nun via KI in oftmals minderer Qualität – zu imitieren, damit Identität aufzugeben?

Erst durch physische Präsenz, individuelle Reaktionen erhält das Kunstwerk im „Hier und Jetzt“ einmalige spezifische Atmosphäre, findet im gemeinsamen Raum – Zeit – Moment seine unwiederholbare Vollendung. Man erlebte also ohne KI oder Sonstiges auf der Bühne unwiederholbare einzigartige Kunst.

Das habe ich vor einigen Tagen geschrieben, als ob manches von mir übernommen wäre:

Was die Salzburger Festspiele im KI-Zeitalter so erfolgreich macht

https://www.handelsblatt.com/arts_und_style/kunst-was-die-salzburger-festspiele-im-ki-zeitalter-so-erfolgreich-macht-01/100244652.html?mls-token=f0d1bd53b868aff2d6ce20dd1f7a2620a57593e7350925419fe391acd98f3b2ccba7c818c1c9d76de3d2392331c800ba0100244652&utm_source=app

_________________________________________________________________________

LECH AM ARLBERG/Konzertsaal Lechwelten: „Grenzenlos klassisch“ – das Lech Classic Festival 2026 endet
Lech, 9. August 2026

kole1
Johannes Moritz an der Trompete und Tetsuro Ban am Pult bestechen bei Hummels Trompetenkonzert. Copyright: Lech/Zürs-Tourismus/ Peter Panik

Am siebenten musikalischen Abend beginnt das Abschlusskonzert des heurige Lech Classic Festivals mit Hummels Trompeten-Konzert in E-Dur in der meistgespielten Fassung Es-Dur. Johann Nepomuk Hummel war Schüler Mozarts, Haydns und Salieris und leitete mit diesem Stück den Übergang von der Wiener Klassik zur Romantik ein. Johannes Moritz an der Trompete hat schon im Vorjahr den letzten Lecher Abend mitgestaltet und zeigt auch heuer wieder kraftvollen Elan und freudige, frohe Stimmung im 1. Satz. Starke Ausdauer und Kraft sind auch im ernsthaften, ruhigen Mittelsatz mit einigen lieblichen Passagen gefragt. Im Schlusssatz verströmt die Trompete aufbrechende Fröhlichkeit und mit blitzschnellen Akkorden steigert sich der Virtuose zum galoppierenden Finale. Tetsuro Ban setzt tänzelnd und ohne Dirigierstab auf transparente und optimale Orchesterbegleitung.

lole2
Elisabeth Brauß mit Innigkeit am Klavier. Copyright: Lech/Zürs-Tourismus/ Peter Panik

Elisabeth Brauß verleiht beim Klavierkonzert Nr. 9 in Es-Dur “Jeunehomme“ im Kopfsatz Allegro Mozarts verspieltem Temperament Klang und Raum. Die deutsche Pianistin im magentafarbenen Glitzer-Oberteil wirkt hochkonzentriert und präsentiert mit Hingabe und Leichtigkeit am Steinway Flügel ihr feinfühliges Spiel. Besonders gefallen der zärtlichste, von Sanftheit getragene Solopart, bevor das Orchester den 1. Satz beschließt. Der 2. Satz wird ebenfalls mit umfassender Innigkeit vorgetragen, bevor der das Stückende mit flinkem Fingerspiel in Rasanz und freudvollen Ausklang endet. Etwas außer Atem sorgt die Klavierspielerin bei einer kurzen Beethoven-Zugabe für weiterhin gute Stimmung.

Nach der Pause sorgt der Japaner Ban am Dirigentenpult bei Beethovens 7. Sinfonie in A-Dur, op. 92, bereits im 1. Satz mit prägenden und akzentuierten Einsätzen für ungestüme, rhythmische Energie, wobei das überschäumende, tobende Grollen im Konzertsaal ausgezeichnet mit den Gewitterkapriolen in Lech, sichtbar durch die seitlichen Fensterfronten, harmoniert. Mit schwungvoller Euphorie im Finale wird der Kopfsatz beschlossen. Schmerzgetragen und tief emotional ertönt das einheitlich-schön-getragene Trauermarsch-Thema im 2. Satz, während das Orchester den Folgesatz mit wuchtigem forte zu einer furiosen Atmosphäre führen kann. Rauschähnlich und mit großem Elan entfesselt der 4. Satz Allegro con brio und wird so dem begeisterten Lecher Publikum feierlich zugänglich.

Im nächsten Jahr beim Lech Classic Festival 2027 darf man sich in der ersten August-Woche auf die Hauptwerke „Lucia di Lammermoor“, „Die Schöpfung“ und „Carmina Burana“ freuen.

Susanne Lukas

_________________________________________________________________________________________________

schoepfblog – Programm der 33. Kalenderwoche vom 10.08.2026 bis zum 16.08.2026

Montag:
Apropos: Die Hitze richtet enorme Schäden an. Von Notfallplänen, wie diese Schäden zu verhindern oder zu begrenzen sind, hört man seitens der Politik nichts. (Alois Schöpf)

Dienstag:
Literatur: Ein Schöpfungsbericht, den der Autor aus wissenschaftlichen Quellen und der Kraft der Fiktion entwickelt hat. Zu Klaus Ebners Roman „Glut“. (Helmuth Schönauer)
Literatur: Margit Jordan, der uneigennützige gute Geist der Literaturvereinigung „Turmbund“ ist gestorben. Helmut Schiestl widmet ihr einen Nachruf.

Mittwoch:
Bildende Kunst: Max Hofer über einen Weltbürger aus dem Grödnertal: Zum Neunzigsten des großen Zeichners und Malers Markus Vallazza. Ein Portrait.

Donnerstag:
Klima: So warm hatten wir es schon! 10.800 Jahre Klimageschichte am Rotmoosferner. Eine Analyse von Günther Aigner.
Humor: Ronald Weinberger ersetzt Buchstaben durch Zahlen und entwickelt daraus einen herausfordernden Rätseltext.

Freitag:
Musik: Christoph Schmarl ist mit dem aus seiner Sicht respektlosen Umgang Helmuth Schönauers mit der Obdachlosenproblematik nicht einverstanden. Schönauer erklärt sich.

Samstag:
Geschichte: Elias Schneitter leistet als alter Sozialdemokrat Trauerarbeit über die untergehende Sozialdemokratie in Österreich. Und noch einiges mehr.

Sonntag:
Unwetter: In Sölden ist die Kläranlage überschwemmt. Bekommt jetzt jedes Hotelzimmer ein Dixi-Klo? (Helmuth Schönauer) 

Vergnügliche Lektüre auf https://www.schoepfblog.at/
________________________________________________________________________

 

 

 

 

Diese Seite drucken