INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 11. JUNI 2026)
Stuttgart: Generalmusikdirektor Cornelius Meister verabschiedet sich mit Mahler-Zyklus

Cornelius Meister. Foto: Instagram
Cornelius Meister verabschiedet sich als Generalmusikdirektor der Staatsoper Stuttgart: Im 6. Sinfoniekonzert führt er an insgesamt drei Terminen mit dem Staatsorchester die Sinfonien 1, 6 und 9 von Gustav Mahler in der Liederhalle Stuttgart auf. Seit 2018 haben Meister und das Staatsorchester dann alle neun Sinfonien des Komponisten aufgeführt. Beim ersten Termin am 21. Juni um 11 Uhr erklingt neben Joseph Haydns 7. Sinfonie die Erste von Gustav Mahler. Am 22. Juni um 19:30 Uhr steht Mahlers 6. Sinfonie auf dem Programm. Im Anschluss an den zweiten Konzerttermin findet außerdem eine Signierstunde mit Cornelius Meister statt. Zum Abschluss am 27. Juni um 19:30 Uhr dirigiert Meister schließlich die 9. Sinfonie sowie Alexander Zemlinskys Psalm 23 für gemischten Chor und Orchester op. 14. Es singt der Staatsopernchor Stuttgart. Innerhalb von einer Woche bietet sich damit in der Stuttgarter Liederhalle ein besonderer Überblick über Mahlers sinfonisches Schaffen.
Bereits mit der Uraufführung seiner ersten Sinfonie entfachte Mahler 1889 emotionsgeladene Tumulte. Anfangs präsentierte er das Werk als sinfonische Dichtung und gab ihm den Titel Titan, den er von Jean Pauls gleichnamigem Roman übernahm. Auch wenn Mahler die Komposition zehn Jahre später dann als Sinfonie und ohne Programm publizierte, macht die mitreißende Musik dem ursprünglichen Titel alle Ehre. Zum Auftakt des ersten Konzerttermins erklingt Joseph Haydns siebte Sinfonie. Sie ist die einzige seiner über hundert Beiträge zu dieser Gattung, bei dem er selbst auf dem Autograph einen Titel notiert hat: Le Midi (Der Mittag).
Mit seiner sechsten Sinfonie löste Mahler besonders starke Kontroversen aus. Der Komponist bekennt sich darin in besonderem Maße zu seinen wechselnden Gemütslagen. Um auszudrücken, was ihn bewegte, brauchte Mahler ein höchst differenziertes Orchester – was eine riesige Besetzung nach sich zog. Für viele Zeitgenoss*innen überstieg dies die Grundsätze guten Geschmacks. Insbesondere beim Schlagwerk zieht Mahler alle Register. Für Überraschung sorgte seinerzeit vor allem ein ganzes Arsenal von Kuhglocken.
Als Mahlers Neunte im Juni 1912, ein Jahr nach seinem Tod, uraufgeführt wurde, war die Spannung im Publikum groß: Welche Klänge würde es vernehmen? Der Komponist wendet sich in diesem Werk den letzten Dingen zu. Wie ein großer auskomponierter Abschied klingt diese Sinfonie. Doch bei diesem Verklingen überwiegt nicht Trauer, sondern ein großer innerer Frieden. Der findet sich auch in der Vertonung des 23. Psalms durch Alexander Zemlinsky. „Gutes und Barmherzigkeit“, so insistiert hier der Chor.
- Sinfoniekonzert
Sonntag, 21. Juni, 11 Uhr
Mahler-Zyklus I
Joseph Haydn Sinfonie Nr. 7 C-Dur Hob. I:7 Le Midi
Gustav Mahler Sinfonie Nr. 1 D-Dur
Montag, 22. Juni, 19:30 Uhr
Mahler-Zyklus II
Gustav Mahler Sinfonie Nr. 6 a-Moll
Samstag, 27. Juni, 19:30 Uhr
Mahler-Zyklus III
Alexander Zemlinsky Psalm 23 für gemischten Chor und Orchester op. 14
Gustav Mahler Sinfonie Nr. 9 D-Dur
Musikalische Leitung Cornelius Meister
Choreinstudierung Manuel Pujol
Staatsopernchor Stuttgart
Staatsorchester Stuttgart
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Opernhaus Zürich und Kühne-Stiftung stärken gemeinsam die Ausbildung von Opernsängern und zukünftigen Intendanten

Mit der Gründung der „Kühne-Akademie“ wird die Förderung junger Opernsängern ausgebaut und erstmals ein gezieltes Entwicklungsprogramm für zukünftige Intendanten geschaffen. Das Opernhaus Zürich und die Kühne-Stiftung setzen gemeinsam ein zukunftsweisendes Zeichen für Qualität und Innovationskraft im Musiktheater und verbinden künstlerische Spitzenförderung mit gezielter Leadership-Entwicklung. Der Standort Zürich soll so zum internationalen Zentrum für die Ausbildung von Talenten im Bereich Musiktheater werden.
Die Kühne-Stiftung gründet die „Kühne-Akademie – Zukunft Musiktheater“, um gemeinsam mit dem Opernhaus Zürich ein international ausstrahlendes und ganzheitliches Ausbildungsprogramm für die nächsten Generation von Sänger:innen und Intendant:innen zu etablieren. Die Akademie verfolgt das Ziel, junge Talente umfassend auf den Berufseinstieg und eine nachhaltige Karriere vorzubereiten. Sie verbindet künstlerische Ausbildung, Führungskompetenzen und individuelle Karriereentwicklung miteinander und zeichnet sich durch eine ganzheitliche, personalisierte, praxisnahe und internationale Ausrichtung sowie durch die Zusammenarbeit mit universitären Partnern aus.
Die Akademie startet ab Herbst 2026 mit ersten Ausbildungsmodulen für Sänger:innen. Ergänzend zur künstlerischen Arbeit des Internationalen Opernstudios Zürich werden karriererelevante Kompetenzen wie Vertrags- und Finanzwissen, Vermarktung, Mental Health vermittelt. Darüber hinaus wird die Akademie individuelle Coaching- und Mentoringformate anbieten, die den Weg in eine erfolgreiche Berufskarriere unterstützen sollen. Auch die bestehende künstlerische Ausbildung am Opernstudio soll durch die Zusammenarbeit weiter gestärkt werden. Im Herbst 2027 folgt das Intendant:innenprogramm mit dem Fokus auf Leadership, Strategie, Innovation und individuelle Entwicklung. Durch den parallelen Aufbau eines Alumni- und Partner-Netzwerkes, wird die langfristige Karriereentwicklung der Teilnehmenden zusätzlich unterstützt.
Emilie Reichmann, verantwortlich für die Kulturprojekte der Kühne-Stiftung: „Mit der Kühne-Akademie schaffen wir gemeinsam mit dem Opernhaus Zürich einen Ort, an dem künstlerische Exzellenz und strategische Führungskompetenz gleichermassen wachsen können. Die Zukunft des Musiktheaters braucht starke Persönlichkeiten – auf und hinter der Bühne. Genau dazu möchten wir als Kühne-Stiftung einen nachhaltigen Beitrag leisten.“
Matthias Schulz, Intendant des Opernhaus Zürich: „Die Gründung der Kühne-Akademie ist ein wichtiger Schritt, um die nächste Generation von Opernsänger:innen und Führungspersönlichkeiten im Musiktheater zu fördern. Sie schafft einen einzigartigen Lern- und Erfahrungsraum, in dem junge Talente nicht nur auf den künstlerischen, sondern auch auf den strategischen Umgang mit den Herausforderungen unserer Branche vorbereitet werden. Zürich wird damit zu einem internationalen Zentrum für Ausbildung, Innovation und nachhaltige Karriereentwicklung im Musiktheater.“
Die Kühne-Stiftung mit Sitz in Schindellegi (SZ) wurde 1976 von der Familie Kühne gegründet und ist heute eine der bedeutendsten Stiftungen Europas. Ihre umfassenden Programme liegen in den Bereichen Logistik, Medizin, Klima, und Humanitäres. Seit vielen Jahren ist sie zudem in der Kulturförderung aktiv. Im Februar 2025 hat die Stiftung angekündigt, ein neues Opernhaus in Hamburg zu errichten und dieses nach der Fertigstellung der Hamburgischen Staatsoper mäzenatisch zu überlassen.
Die Stiftung versteht sich als operativ tätige Organisation und setzt ihre Projekte meist selbst um. Sie verfügt über Stiftungsmittel von aktuell CHF 64 Millionen p.a. und beschäftigt weltweit rund 800 Personen. Die Kühne-Stiftung feiert im Jahr 2026 ihr 50-jähriges Bestehen.
Das Opernhaus Zürich ist die grösste Kulturinstitution der Schweiz und zählt zu den produktivsten Bühnen Europas. Mit 15 bis 17 Neuproduktionen jährlich, zahlreichen Wiederaufnahmen, Konzerten, Liederabenden, einer Reihe für experimentelles Musiktheater, innovativen Vermittlungsformaten, Kooperationen mit Ausbildungsinstitutionen und über 300 Vorstellungen werden Oper und Ballett in einzigartiger Dichte erlebbar – vom Barock bis zur Gegenwart, von Klassikern bis zu Uraufführungen. Die künstlerische Handschrift des Hauses wird durch den Intendanten Matthias Schulz in Zusammenarbeit mit Generalmusikdirektor Gianandrea Noseda und Ballettdirektorin Cathy Marston geformt. Das Opernhaus Zürich versteht sich als kultureller Ankerpunkt, als offener Ort für alle Altersgruppen und Schichten, als Bühne für außergewöhnliche künstlerische Erlebnisse, die sich der Schnelllebigkeit des Alltags bewusst entgegenstellen und gerade dadurch ihre Kraft entfalten. So verbindet das Opernhaus Zürich Vergangenheit und Gegenwart, Tradition und Erneuerung, lokales Engagement und internationale Ausstrahlung.
Das Internationale Opernstudio (IOS) am Opernhaus Zürich besteht seit 1961 und gehört damit zu den weltweit renommiertesten seiner Art. Es wurde unter dem Patronat der Freunde der Oper Zürich gegründet und hat sich seither als eine der bedeutendsten Talentschmieden für den Opernnachwuchs etabliert. Jährlich erhalten junge Sänger:innen aus aller Welt die Möglichkeit, unter professionellen Bedingungen und in enger Zusammenarbeit mit erfahrenen Künstlerpersönlichkeiten ihre ersten Schritte im internationalen Opernbetrieb zu machen. Das IOS bildet damit eine zentrale Brücke zwischen abgeschlossener Gesangsausbildung und dem Einstieg in eine professionelle Laufbahn.
Neben kontinuierlichem Unterricht in Stimmbildung und szenischer Arbeit sowie Meisterkursen mit renommierten Persönlichkeiten aus Gesang, Regie und Dirigat übernehmen die Mitglieder des Opernstudios regelmässig kleinere und grössere Partien auf der Bühne des Opernhauses Zürich und sammeln so wertvolle Bühnenerfahrung im Repertoirebetrieb.
Das Opernhaus Zürich und die Kühne-Stiftung verbindet bereits seit vielen Jahren eine erfolgreiche Zusammenarbeit in der Programmförderung.
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Dima Slobodeniouk chosen as Principal Conductor of the Finnish National Opera and Ballet

Dima Slobodeniouk. Foto-Copyright: Marco Borggreve
The Board of the Finnish National Opera and Ballet Foundation decided upon the appointment at its meeting on Wednesday, 10 June. Prior to the decision, the Board heard personnel groups of the Finnish National Opera and Ballet. Dima Slobodeniouk will take up the post in August 2026.
The new Principal Conductor’s four-year tenure at the Finnish National Opera and Ballet will run from 1 August 2026 to 31 July 2030. The selection placed particular emphasis on the conductor’s ability to develop the professional excellence of both the orchestra and the opera singers. The Principal Conductor is an active member of the artistic community, works in close collaboration with the Artistic Directors, and supports the work of guest conductors. As the musical leader of the Finnish National Opera, the Principal Conductor ensures the highest possible standard of performances. The Principal Conductor reports to the Artistic Director of the Opera, Thomas de Mallet Burgess.
“I am very pleased that Dima Slobodeniouk will take up the post of Principal Conductor this autumn. I believe that his experience, broad expertise, motivation and open character will further strengthen the already high-quality work of the Finnish National Opera and Ballet. We are eagerly looking forward to the start of his tenure, says Kim Ignatius, Chair of the Board.”
The orchestra of the Finnish National Opera gave its unanimous support to the appointment of Dima Slobodeniouk as Principal Conductor. The opera singers of the Finnish National Opera felt unable to take a stance, as they have little experience of working with Dima Slobodeniouk. Regardless of this, the opera singers stated that they will support Slobodeniouk fully should he be appointed.
Helsinki-based Dima Slobodeniouk served as Music Director of the Orquesta Sinfónica de Galicia in Spain from 2013 to 2022, and as Principal Conductor of the Lahti Symphony Orchestra and Artistic Director of the Sibelius Festival from 2016 to 2021. He has worked with many leading international orchestras, including the Boston Symphony Orchestra, New York Philharmonic, Cleveland Orchestra, Chicago Symphony Orchestra, San Francisco Symphony, London Symphony Orchestra, Berliner Philharmoniker, Gewandhausorchester Leipzig, Concertgebouw Orchestra Amsterdam and NHK Symphony Orchestra. At the Finnish National Opera, Slobodeniouk has previously conducted Giuseppe Verdi’s Messa da Requiem in 2023. His next engagement at the Finnish National Opera will be Benjamin Britten’s Peter Grimes in autumn 2026.
“I have considered very carefully what our objective was in making this appointment – to find someone who has the talent, skill, communication, curiosity and collaborative spirit to unite stage and pit at the Finnish National Opera and Ballet. When one strips away the many considerations relating to the appointment, Dima Slobodeniouk is the candidate who presents with the distinctive qualities to make this happen”, Thomas de Mallet Burgess says.
Biography and images of Dima Slobodeniouk for media use, photos Marco Borggreve: kdschmid.overturehq.com/mediapage/1018697/dima-slobodeniouk
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Wien / Festival One World One Family – Blickrichtung mit Hilfe für die Jugend rund um die Welt

Copyright: Festival One World One Family
Ein kleines Festival anderer Art: One World One Family Mission nennt sich eine weltumspannende Organisation, welche den Kampf gegen Ernährunsgmangel, Erziehungs- und Gesundheitsprobleme rund um die Kontinente angesagt hat. Der Jugend muss geholfen werden, globale Fußspuren werde gesetzt. Gründung und Sitz in Indien 2012, nun bereits hundert Länder umfassend. Werbung für dieses humanitäre Unternehmen macht in diesen Tagen das musikalisches One World One Family Festival Wien, welches bis 12. Juni im Stadtpalais Liechtenstein bei freiem Eintritt zu besuchen ist. Das Festival soll auf kulturelle Diversität, globale Solidarität und individuelles Engagement hinweisen. Mit Konzerten wie auch einer traditionelle indischen Tanz-Vorführungen, vormittags wie an frühen Nachmittagen: Ensembles aus acht Ländern stellen sich vor.
Meinhard Rüdenauer
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Staatstheater Wiesbaden. Vor Premiere COSI FAN TUTTE

((c)Paul Bourdrel)
Für die letzte Musiktheaterpremiere der Saison verwandelt die Regisseurin Marie-Ève Signeyrole Mozarts Opernklassiker „Così fan tutte“ in ein immersives Experiment über Liebe, Treue und Beziehungen, das die Grenzen zwischen Bühne und Zuschauerraum auflöst. In dieser Inszenierung sind zu jeder Vorstellung junge Paare eingeladen, als Bühnenpublikum gemeinsam mit dem Ensemble Teil der Szene werden. Premiere ist am 17. Juni 2026 um 19.30 Uhr im Großen Haus, die musikalische Leitung hat GMD Leo McFall. Die Inszenierung ist eine Produktion der Opéra National de Lyon.
Die vollständige Meldung sowie ein Foto der Produktion aus Lyon ((c)Paul Bourdrel) finden Sie im Anhang. Fotos der Produktion in Wiesbaden finden Sie in Kürze hier: Medien | Hessisches Staatstheater Wiesbaden
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schoepfblog – Programm der 24. Kalenderwoche vom 08.06.2026 bis zum 14.06.2026
Montag:
Apropos: Die Gewaltenteilung wird durch Gerichtsurteile unterlaufen. Sinnvollerweise hat die Wirtschaftskammer Tirol daher einen Prozess-Fonds eingerichtet. (Alois Schöpf)
Dienstag:
Literarische Korrespondenz: Andreas Braun zur Wahl der neuen ORF-Führung. Hoffentlich nicht wieder jemand aus der Wiener Journalistenblase!
Literatur: „Schwalbenkönig und Blutgrätsche“: Ein Lesebuch rechtzeitig zum Beginn der Fußballweltmeisterschaft. (Helmuth Schönauer)
Mittwoch:
Ideologie: Christoph Schmarl zu Reinhard Walchers Ideologiegeschichte als Satire: Man kann nicht alles Linke unter Marxismus einordnen.
Donnerstag:
Mobilität: Das Transit-Problem entsteht auch aus der Unart, immer alles sofort und überall haben zu wollen. Ein Plädoyer für mehr Geduld. (Janus Zeitstein)
Freitag:
Musik: Albert Schwarzmann besucht das 8. Symphoniekonzert des Tiroler Symphonieorchesters Innsbruck unter dem Motto „Berauschende Klänge“.
Identität: Die Tiroler sind die Dodel der Nation, weil sie sich selbst dazu machen. Eine Fallliste aus jüngster Zeit. (Alois Schöpf)
Samstag:
Event: Auch wenn Nobelpreisträger auftreten, ist das dem ORF keine Minute überregionaler Berichterstattung wert. (Elias Schneitter)
Sonntag:
Transit: Die nächste Brennerblockade kommt wie das Amen im Gebet. Helmuth Schönauer empfiehlt daher ein Blockade-Slot-System.
Vergnügliche Lektüre auf https://www.schoepfblog.at/
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