INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 11. DEZEMBER 2025)
Tiroler Festspiele Erl: Chefdirigent Asher Fisch muss verletzungsbedingt für die Erler Wintersaison absagen!
![]()
• Chefdirigent Asher Fisch muss leider verletzungsbedingt für die Erler Wintersaison 2025/26 absagen
• International renommierte Dirigenten und bewährte Kräfte aus dem Hause übernehmen Familienkonzert, Lucia di Lammermoor, Neujahrskonzert und Abschlusskonzert
Zu seinem großen Bedauern muss Chefdirigent Asher Fisch aufgrund einer Schulterverletzung, die er sich vor wenigen Tagen zugezogen hat, seine Dirigate bei den Tiroler Festspielen Erl in der Wintersaison 2025/26 absagen. Das gesamte Team der Festspiele wünscht ihm alles erdenklich Gute und baldige Genesung.
Asher Fisch hätte vier Projekte musikalisch geleitet: Das Familienkonzert Applaus für die Gebrüder Strauß! (14.12.2025), die Opernproduktion Lucia di Lammermoor (Premiere am 27.12.2025), das Neujahrskonzert (1.1.2026) und das Abschlusskonzert (6.1.2026). Es ist den Festspielen nach intensiven Bemühungen in kürzester Zeit gelungen, diese Projekte in die Hände anderer erfahrener Dirigenten zu legen und somit künstlerisch bestmögliche Lösungen zu finden.
Das Familienkonzert Applaus für die Gebrüder Strauß!, das bereits kommenden Sonntag über die Bühne geht, übernimmt Andreas Leisner – seit 2023 Künstlerischer Betriebsdirektor und Geschäftsführer der Tiroler Festspiele Erl und dem Festival bereits seit 2006 in verschiedenen Funktionen verbunden. Als Regisseur und Dirigent ausgebildet und über viele Jahre in Erl als künstlerischer Mitarbeiter tätig, war er in der Saison 2018/19 interimistischer Intendant. Im Rahmen des Festivals dirigierte er bereits zahlreiche Konzerte und Opern.
Für die szenische Opernproduktion Lucia di Lammermoor konnte der international gefragte Dirigent Sesto Quatrini gewonnen werden, der von 2018 bis 2023 künstlerischer Leiter des Litauischen Nationaltheaters in Vilnius war. Er verfügt über ein breites Opern- und Konzertrepertoire und wird insbesondere als Belcanto-Spezialist sehr geschätzt. Engagements führten ihn u. a. an das Royal Opera House Covent Garden in London, die Opéra national de Paris sowie zahlreiche weitere renommierte Bühnen in Europa.
Das Neujahrskonzert wird von bewährter „festspiel-interner“ Hand geleitet: Beomseok Yi, seit 2016 bei den Tiroler Festspielen dabei und derzeit als Kapellmeister sowie Leiter der Abteilung Musik tätig, übernimmt das Dirigat. Er stand in Erl bereits am Pult zahlreicher Konzerte und szenischer Projekte, etwa der Oper Le postillon den Lonjumeau, deren Übernahme an der Oper Frankfurt er dort ebenfalls dirigierte. Das Programm des Neujahrskonzertes bleibt unverändert.
Das Abschlusskonzert wird mit Daniele Rustioni einer der international führenden Dirigenten seiner Generation leiten. Von 2017 bis 2025 zunächst Chefdirigent und in Folge Musikdirektor der Opéra national de Lyon, bekleidet er seit diesem Jahr die Position des Ersten Gastdirigenten an der Metropolitan Opera in New York. Engagements führen ihn darüber hinaus an renommierte europäische Opernhäuser sowie zu den Salzburger Festspielen, bei denen er 2022 eine konzertante Lucia di Lammermoor dirigierte. Auch das Programm des Abschlusskonzertes bleibt wie geplant.
Intendant Jonas Kaufmann: „Es ist für die Tiroler Festspiele Erl sowie für mich persönlich eine sehr bedauerliche Nachricht, das unser Chefdirigent Asher Fisch sich verletzungsbedingt aus den laufenden Proben heraus für diese Spielzeit verabschieden muss. Ich wünsche ihm baldige und vollständige Genesung! Es wird ihm sicherlich nicht leicht fallen, zu Hause still zu sitzen, anstatt unsere Wintersaison weiter zu begleiten.
Daher ist es für ihn umso wichtiger zu erfahren, dass die Tiroler Festspiele Erl ihr internationales Renommee offenbar so erfolgreich ausgebaut haben, dass wir auch kurzfristig großartige Dirigenten, zum Teil sogar aus den eigenen Reihen, als Ersatz gewinnen konnten. Ich hoffe sehr, dass das Wissen um die würdigen Vertreter seine baldige Genesung beschleunigt.“
________________________________________________________________________________________________
Oper Frankfurt: Der Trailer vom Thiemo Hehl zu „MITRIDATE, RE DI PONTO“ ist freigeschaltet (2,20 Minuten)
Der Trailer von Thiemo Hehl zur Premiere von Wolfgang Amadeus Mozarts Mitridate, re di Ponto (Musikalische Leitung: Leo Hussain; Inszenierung: Claus Guth) ist auf der Website der Oper Frankfurt freigeschaltet:

https://oper-frankfurt.de/de/mediathek/oper-frankfurt-zuhause/?id_media=502
_____________________________________________________________________________________
|
Klangwelten im Schloss Esterházy – das Konzertjahr 2026
Schloss Esterházy, die historische Wirkungsstätte Joseph Haydns und Wiege der Wiener Klassik, wird auch 2026 zum Zentrum internationaler Musikbegegnungen. Die Esterhazy Stiftungen präsentieren ein Programm, das Haydns Erbe lebendig hält und zugleich den Dialog mit großen Namen unserer Zeit sucht. Glanzpunkte des Jahres: Mit über 20 Konzerten wird Schloss Esterházy 2026 einmal mehr zum klingenden Herz Europas – ein Ort, an dem Haydns Geist und die Vielfalt der Gegenwart verschmelzen.
Von Haydn bis zur Romantik – Meisterwerke bei classic.Esterhazy Mit der Konzertreihe classic .Esterhazy wird der Haydnsaal im Schloss Esterházy das ganze Jahr über zur Bühne für große musikalische Momente. Den Auftakt bildet am 17. Januar das Konzert zum Jahresbeginn mit Nicolas Altstaedt und dem Freiburger Barockorchester. Am 10. Mai folgt das festliche Muttertagskonzert mit der Pianistin Eva Gevorgyan und dem Chamber Orchestra of Europe, das als Residenzorchester eng mit dem Haydnsaal verbunden ist. Ein besonderer Höhepunkt ist das Preisträgerkonzert des Concours Géza Anda am 10. Oktober, bei dem die Gewinner Ilya Shmukler und Daumants Liepiņš auftreten. Ergänzt wird das Programm durch Rico Gulda, Generalintendant der Esterhazy Stiftungen, der nicht nur die Panel-Diskussion begleitet, sondern auch selbst am Klavier zu erleben ist. Am 7. November erklingen unter dem Titel „Große Romantik“ zwei Meisterwerke: Brahms’ Klavierkonzert Nr. 1 und Dvořáks 7. Sinfonie – interpretiert von Alexandre Kantorow und dem Chamber Orchestra of Europe unter der Leitung von Sir Antonio Pappano. Den festlichen Abschluss bildet die Pannonische Weihnachtsgala am 17. Dezember. quartetto plus – Haydns Erbe im Dialog mit der Gegenwart Mit dem Festival quartetto plus (20.–22. März) widmet sich Schloss Esterházy erneut der Königsdisziplin der Kammermusik: dem Streichquartett. Am Originalschauplatz von Joseph Haydns Wirken präsentieren internationale Spitzenensembles Werke aus verschiedenen Epochen. Zu den Gästen zählen Opus13, Gewinner der Wigmore Hall International String Quartet Competition, das Isidore String Quartet sowie ein Ensemble der europaweiten Plattform MERITA, die junge Quartette fördert und neue Konzertformate entwickelt. Ergänzt wird das Programm durch spannende Werke von Haydn, Mendelssohn und Brahms, die die Vielfalt und Tiefe dieser Gattung eindrucksvoll zeigen. Europakonzert 2026 – Die Berliner Philharmoniker in Eisenstadt Ein absolutes Highlight des Konzertjahres ist das Europakonzert der Berliner Philharmoniker am 1. Mai im prachtvollen Haydnsaal des Schlosses Esterházy. Unter der Leitung von Chefdirigent Kirill Petrenko und mit Gautier Capuçon als Solist am Violoncello erklingt ein Programm, das die musikalische Vielfalt Europas feiert. Das Konzert wird weltweit übertragen und setzt ein starkes Zeichen für die kulturelle Bedeutung dieses historischen Ortes – dort, wo Joseph Haydn einst die Musikgeschichte prägte. Chorfest – vier Tage voller Stimmenvielfalt Vom 18. bis 21. Juni feiert Schloss Esterházy erstmals das Chorfest – ein Festival, das die Kraft der menschlichen Stimme in den Mittelpunkt stellt. Den Auftakt bildet am 18. Juni ein Workshop für Jugendliche mit Johannes Hiemetsberger und dem Chorus sine nomine, gefolgt von einem Konzert mit Werken von Herwig Reiter. Am 19. Juni präsentiert der Chorus Juventus gemeinsam mit dem Pannonischen Jugendorchester ein Programm von Haydn bis Arvo Pärt. Der 20. Juni steht ganz im Zeichen der Vielfalt: Ensembles wie Stimmlos, Leinsemble und der Philharmonia Chor Wien gestalten ein großes Chorfest im und rund um das Schloss. Den krönenden Abschluss bildet am 20. Juni das Konzert der finnischen Vokalgruppe Rajaton, die mit ihrem unverwechselbaren, genreübergreifenden Stil begeistert. HERBSTGOLD – Festival: Zwischen Intimität und Weltbühne Vom 16. bis 26. September 2026 lädt das HERBSTGOLD – Festival zu einer musikalischen Reise ein, die große Orchestermomente und kammermusikalische Kostbarkeiten vereint. Unter der Intendanz von Julian Rachlin treten Weltstars wie Rolando Villazón, Gabriela Montero, Ian Bostridge, Pablo Ferrández und Alexander Malofeev auf. Zu den gastierenden Orchestern zählen das Chamber Orchestra of Europe, die Bamberger Symphoniker und das Jerusalem Symphony Orchestra. „Die Esterhazy Stiftungen sehen ihren Auftrag darin, kulturelle Werte nicht nur zu bewahren, sondern sie lebendig weiterzuentwickeln. Schloss Esterházy bietet dafür den idealen Rahmen: Hier begegnen sich Geschichte und Zukunft der Musik in einem inspirierenden Dialog. Mit dem Konzertjahr 2026 öffnen wir Räume für Begegnungen, die Haydns Erbe fortführen und zugleich neue Perspektiven erschließen,“ so Rico Gulda, Generalintendant der Esterhazy Privatstiftung. Weitere Infos sind online auf esterhazy.at bzw. herbstgold.at abrufbar. Tickets und Packages können im Ticketbüro pan.event unter tickets@panevent.at bzw. der Telefonnummer +43 2682 65 0 65 erworben werden. Tickets und Package-Angebote Ab sofort stehen Ticket-Packages zur Verfügung, die das bestehende Ticketangebot zu Themenschwerpunkten zusammenfassen. • Klavier-Schwerpunkt 2026 @ Schloss Esterházy 2026 Bonuskonzert für die ersten 10 Abonnenten (je 2 Karten) • HAYDN @ Schloss Esterházy 2026 Bonuskonzert für die ersten 10 Abonnenten (je 2 Tickets): 20. September 2026, 11:00 Uhr — Motus Quartett • Chamber Orchestra of Europe @ Schloss Esterházy 2026 Für Abonnenten gibt es 25% Preisreduktion auf den Ticketpreis. Die ersten 10 Abonnenten erhalten zusätzlich eine aktuelle CD aus der Kollektion des Chamber Orchestra of Europe. |
___________________________________________________________________________________
Wien/ Festliches Adventkonzert in der Kirche „Maria am Gestade“ am Samstag, 13. Dezember um 16 h.

Samstag, 13.12. um 16 Uhr
Kirche „Maria am Gestade“ – Wien, 1. Bezirk
Festliches Adventkonzert
Martino & Kaiserliche Fanfaren.
Eintritt frei. Freiwillige Spenden.
____________________________________________________________________________
30. Januar 2026 auf 20 Hybrid CD/SACD
Die Berliner Philharmoniker und Herbert von Karajan: 1970–1979 live in Berlin

Berlin (10. Dezember 2025) Die Berliner Philharmoniker veröffentlichen den zweiten Teil ihrer Serie mit größtenteils unveröffentlichten Rundfunkmitschnitten von Live-Konzerten unter der Leitung ihres langjährigen Chefdirigenten Herbert von Karajan. Die Aufnahmen dokumentieren sämtliche noch existierende Mitschnitte von insgesamt 20 Konzerten in Berlin aus den Jahren 1970 bis 1979, der Blütezeit der Ära Karajan bei den Berliner Philharmonikern. Neben einem spannenden und aufschlussreichen Einblick in die Dramaturgie der Programmgestaltung Karajans lassen diese Aufnahmen ganz unmittelbar die gemeinsame künstlerische Entwicklung nachverfolgen. Dabei gibt es solistische Wiederbegegnungen mit den legendären Konzertmeistern Thomas Brandis, Michel Schwalbé und Leon Spierer ebenso wie mit dem Solocellisten Ottomar Borwitzky und einigen der Bläsersolisten aus den Reihen des Orchesters. Die Mitschnitte erfolgten durch den Rundfunk im Amerikanischen Sektor (RIAS) und den Sender Freies Berlin (SFB). Die Originalbänder dieser Aufnahmen wurden für diese Edition nach heutigem Standard hochaufgelöst digitalisiert und in bestmöglicher Qualität aufbereitet.
Diese Hardcover-Edition wurde erneut vom Maler und Bildhauer Thomas Scheibitz gestaltet. Sie beinhaltet neben den Aufnahmen auf 20 CD/SACD (Hybrid) ein Begleitbuch mit zahlreichen Fotos sowie tiefergehenden Essays der Karajan-Biografen Richard Osborne und Peter Uehling sowie von Tobias Möller, Redaktionsleiter der Stiftung Berliner Philharmoniker, der den »philharmonischen Blick« auf diese Zeit wirft. Nach der Veröffentlichung der Radiomitschnitte von Konzerten mit Wilhelm Furtwängler aus den Jahren 1939–1945 und Herbert von Karajan aus den Jahren 1953–1969 ist dies die dritte große historische Edition von Berliner Philharmoniker Recordings zur Dokumentation der Mediengeschichte des Orchesters. Sie ist ab dem 30. Januar 2026 auf berliner-philharmoniker- recordings.com sowie im ausgewählten Fachhandel erhältlich.
»Nach den frühen Mitschnitten folgen in dieser Edition nun Konzerte der 1970er-Jahre, in denen die Berliner Philharmoniker und ihr Chefdirigent ganz zueinander gefunden hatten und der
charakteristische Klang dieser Partnerschaft zur Perfektion gelangte«, schreiben die beiden Medienvorstände des Orchesters, Philipp Bohnen (Violine) und Olaf Maninger (Solocello), im Vorwort der Edition. »Während Karajans berühmte Studioaufnahmen zeitlosen Monolithen gleichkommen, unternehmen wir mit dieser Serie eine Reise in unsere Vergangenheit. So tauchen wir mit der vorliegenden Edition in die mittlere Phase der Karajan-Ära ein und erahnen, wie es damals gewesen ist, wie sich das Konzertleben angefühlt hat. Indem dieses Konzertleben vor unseren Ohren aufersteht, wird für uns Musiker die Verbindung zu den damaligen Kollegen und ihrem Chefdirigenten neu erfahrbar. Es ist uns eine große Freude, mit diesen Editionen auch unser Publikum in diese besondere Zeit unserer Orchestergeschichte mitzunehmen.«
Herbert von Karajan stand im April 1938 in einem gefeierten Debüt erstmals am Pult der Berliner Philharmoniker. Nach dem Tod Wilhelm Furtwänglers 1954 übernahm Karajan im folgenden Jahr eine erfolgreiche Amerika-Tournee und wurde 1956 zum Chefdirigenten auf Lebenszeit ernannt. Bis zum Ende seiner Amtszeit und seinem Tode 1989 prägte Herbert von Karajan die künstlerische ebenso wie die mediale Entwicklung der Berliner Philharmoniker wie keiner seiner Vorgänger.
_________________________________________________________________________________________
Graz/ Musikverein für Steiermark: Solistenkonzert Augustin Hadelich (am 8.12.2025)

Augustin Hadelich. Copyright: Musikverein Graz
Kronen Zeitung Steiermark
10.12.2025
Er ist ein Solitär an der Geige
Standing Ovations für Augustin Hadelich im Musikverein Steiermark
Als Solist lebt es sich exponiert. Bereits im Vorjahr waren alle Augen und Ohren auf Augustin Hadelich gerichtet, als er im Musikverein Brahms‘ Violinkonzert unter Nono-plus-ultra-Interpretation angedeihen ließ. Doch konnte er da noch die Rückendeckung des Orchesters genießen. Diesmal: Wieder große Bühne und wieder große Gelingen – jedoch alleine. Das Alleinstellungsmerkmal ist die Wandlungsfähigkeit des Deutsch-Amerikaners, der ein Programm mit wechselhaftem Ausdruck so zu spielen vermag, als wäre jedes Stück genau für das andere beschrieben worden. Egal ob die barocken Fantasien Telemanns oder eine ausufernde Chaconne Bachs, Paganini vollziehende Capricen oder Perkinsons zitierinde Hommage an die musikalischen Wurzeln Amerikas, Hadelich sprang zwang zwischen den Welten, als gäb’s nur eine. Kulminationspunkt der perfekten Symbiose aus Virtuosität und Gefühl: Eugène Ysaÿes Sonate in G-Dur. Schon da hätte so mancher gerne stehend applaudiert.
RS
Kleine Zeitung
10.12.2025
MUSIKVEREIN GRAZ
Ein vorweihnachtliches Klangwunder
Geiger Augustin Hadelich spielte solo im Stefaniensaal. Eine Sternstunde.
Im Geigenspiel von Augustin Hadelich verschmilzt Ausdruck, Wärme, Tiefgang und Virtuosität zu einem Klangwunder. Der deutsch-amerikanische Musiker hat mit seinen 41 Jahren einen Reifgrad erreicht, bei dem es längst nicht mehr um Äußerlichkeiten geht, nicht einmal bei den Capricen Paganinis, die von Sprezzatura geprägt sind: Trotz der absoluten virtuosen Anforderungen schwitzt diese Musik nicht, sie lächelt.
Im ersten Teil spielte Hadelich überhaupt ein Programm, das seine geigerische Kompetenz glänzen läßt: Die 5. Sonate von Ysaÿe wird ebenso zum Höhepunkt wie zwei mehrsätzige Fantasien von Telemann, in den diversen Blues-Kompositionen von Coleridge-Taylor Perkinson (von 1979) zeigt Hadelich beeindruckende Ausdrucksvielfalt. Im zweiten Teil war ein Höhepunkt der abendländischen Kunst zu hören: Bachs 2. Partita in d-Moll kommt dem Geiger sehr entgegen. Der volle, innige Ton, die schwerelose Virtuosität ergeben eine Darstellung, die historische Stiltragen suspendiert. In der Chaconne demonstriert Hadelich, wie er diese Eleganz und Feinheit mit tiefgründender Emotionalität aufzuladen versteht. Vom aufwühlenden Beginn bis zum im Äther verloschen Schluss ein Erlebnis.
Martin Gasser
______________________________________________________________________________________
Eine außergewöhnliche Generalaudienz beim Papst
Von Andrea Matzker und Dr. Egon Schlesinger

Papst Leo XIV. begrüßt die Gläubigen. Foto: Andrea Matzker
Nach vielen Anmeldungsversuchen monatelang voraus darf man sich schließlich die Zutrittskarten zur Generalsaudienz beim Deutschen Pilgerzentrum in Rom abholen. Aber selbst dann ist noch nicht sicher, ob der Papst anwesend sein wird, denn es kann immer unvorhergesehene Ereignisse geben. Auch das Wetter spielt eine Rolle. Aber darauf nimmt man bezüglich des Publikums nicht so sehr Rücksicht, denn: „Wenn es regnet, dann regnet es!“ So lautete die lapidare Antwort im Pilgerzentrum auf die Frage hin, ob denn bei Regen die Generalsaudienz in der Aula stattfinden würde. Denkste! Also sollte man sich dementsprechend ausrüsten und Regencapes, Schirme und gegebenenfalls kleine Plastik-Wasserfläschchen mitführen, denn der Regen in Rom kann ganz schön heftig werden, und die Wartezeit auf den Papst kann sich ziehen. Vor allem darf man nicht vergessen, dass vor dem Petersdom oft ein heftiger Wind weht. All diese Vorsichtsmaßnahmen ausführlich in Betracht genommen habend, begibt man sich zum Petersplatz und muss erst mal in ellenlangen Schlangen warten, bis man durchleuchtet wird und auf dem Platz darf. Aber auch dort kann man sich noch ziemlich verlieren, denn die Wege sind lang, und man kann dann theoretisch zu spät auf seinem Platz sein. Also ist es immer noch sinnvoll, rechtzeitig zu erscheinen.

Papst Leo XIV. geht in die Knie und segnet einen kleinen Jungen. Foto: Andrea Matzker
Ende November 2025 fand die letzte Generalsaudienz von Papst Leo XIV. auf dem Petersplatz statt, bevor er am Folgetag seine erste Auslandsreise in die Türkei und in den Libanon antrat. Als die Audienz um 10:00 Uhr pünktlich begann, waren die beiden Autoren, er ein Wiener, sie eine Kölnerin, äußerst überrascht, bei der offiziellen Begrüßung zu hören, dass eine Delegation von der Wiener Staatsoper anwesend sei und ebenso der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki. Das war wirklich ein verrückter Zufall.

Rainer-Maria Kardinal Woelki begrüßt den Papst. Foto: Andrea Matzker
Die Delegation konnten wir natürlich bei diesen Massen nicht entdecken, dafür aber den Kardinal, der nach der Generalaudienz der erste Gesprächspartner des Papstes war und ausführlich mit ihm sprach. Und dies direkt vor uns. Danach verloren wir ihn leider aus den Augen, da man im Anschluss an die Generalsaudienz, fantastisch koordiniert und organisiert, seine Plätze verlassen muss. Anschließend fand noch eine heilige Messe im Petersdom statt, und so nutzte man die Möglichkeit, wenigstens dieses eine Mal noch durch die Heilige Pforte zu schreiten, was auch mit ein Grund gewesen war, im Jahr des Jubiläums nach Rom zu reisen.

Papst Leo XIV. begrüßt die Gläubigen. Foto: Andrea Matzker

Papst Leo XIV. begrüßt die Gläubigen. Foto: Andrea Matzker
Andrea Matzker/ Dr. Egon Schlesinger
____________________________________________________________________________________
Wien/ Komödie am Kai, 1010 Franz Josefs-Kai- Preisermäßigte Eintrittskarten über „Verbund“
Zum Selbstbestellen
Kennwort „Blauensteiner“ an tickets@komoedieamkai.at
Komödie am Kai, 1010 Franz Josefs-Kai
Fr 12. Dezember 2025 um 20 Uhr
Kartenpreis unverändert 19 EUR (statt 35 bis 45 EUR)
Johannes ist 66 Jahre, topfit und kerngesund. Er joggt, rudert, trinkt keinen Alkohol, ernährt sich ausgewogen und lebt glücklich im 5. Stock ohne Lift. Eines Tages kommt sein Sohn Armin zu ihm heraufgekeucht und verkündet die Katastrophe: Das Familienunternehmen ist pleite! Doch er präsentiert sofort eine „Lösung“: Er hat für seinen Vater Pflegestufe 6 beantragt. Und noch ehe der widersprechen kann, steht die Gutachterin vor der Tür… Versäumen Sie nicht diesen neuen mitreißenden Lachschlager voller Situationskomik und pointierter Dialoge.

_____________________________________________________________________________________________
Neue CD SONY CLASSICAL – (erscheint am 16, Jänner 2026)




