INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 1. OKTOBER 2026)
Bayerische Staatsoper, Infos zum Saisonbeginn

Die Spielzeit hat gerade erst begonnen, und schon gibt es einiges aus dem Nationaltheater zu berichten. Insbesondere freuen wir uns über eine Reihe von Auszeichnungen und Nominierungen: Bei der diesjährigen Kritikerumfrage des Fachmagazins Opernwelt wurde Of One Blood zur „Uraufführung des Jahres“ gekürt. Claus Guth wurde unter anderem für seine Inszenierung dieses Werks zum „Regisseur des Jahres“ gewählt und Etienne Pluss für das „Beste Bühnenbild“ ausgezeichnet. Zudem ist die Bayerische Staatsoper bei den International Opera Awards 2026 in der Kategorie „World Premiere“ mit der Produktion Of One Blood nominiert.
Diese preisgekrönte Produktion sowie eine weitere Inszenierung von Claus Guth, Georg Friedrich Händels Semele, stehen in den kommenden Wochen auf dem Spielplan. Gute Nachrichten gibt es auch für alle, die das vergangene Oper für alle BMW Classics Konzert verpasst haben: Eine Aufzeichnung ist ab sofort auf Staatsoper.tv als Video-on-Demand verfügbar.
Außerdem ist im hauseigenen Label Bayerische Staatsoper Recordings zum ersten Mal eine Aufnahme auf Vinyl erschienen: Igor Strawinskys Le Sacre du printemps unter der Musikalischen Leitung von Zubin Mehta aus dem Jahr 2007.
Brett Dean „Of One Blood“

Regisseur Claus Guth und sein Team begegnen Of One Blood in ihrer Inszenierung nicht als historische Rekonstruktion, sondern als Versuch, die Geschichte der beiden im 16. Jahrhundert konkurrierenden Königinnen Mary Stuart und Elizabeth Tudor als gegenwärtiges Geschehen erfahrbar zu machen. Ausgangspunkt ist die Westminster Abbey mit den gegenüberliegenden Mausoleen der beiden, die den Rahmen für eine vielschichtige Spurensuche bilden. In einem laborartigen Setting werden historische Schlüsselmomente aus dem Leben der beiden Regentinnen lebendig gemacht.
Für die Partitur greift Brett Dean auf das gesamte Spektrum eines großen modernen Orchesters mit umfangreicher Schlagwerkbesetzung zurück und verbindet dieses mit vorproduzierten Tonaufnahmen, die teils elektronisch verfremdet werden. Eine zentrale Rolle nimmt dabei auch die Musik der Tudor-Zeit und das Solo-Cembalo ein – jenes Instrument, auf dem die beiden historischen Königinnen damals selbst musizierten.
________________________________________________________________________________________________________________
TTT Kultur- / Musiktheaterdenken: Innovativ und keiner will? „Aha“ – Musiktheater! Mess- u. Fassbares mit Quanten & KI!

„Kann’s nicht behalten, kann’s nicht vergessen. Und fass ich es ganz, so kann ich’s nicht messen!“ Hans Sachs, Meistersinger, Richard Wagner.
Paradoxien der Kunst: … sind nicht fassbare, tief berührende Eindrücke, deren Essenz weder intellektuell noch messbar erscheint, denen dennoch real tiefe intuitive Wahrheit und Schönheit innewohnt, zu bisher nicht Mess-/Fassbarem, immer noch in Polarität zu Geistigem, Freiem, Unendlichem – zu Feinstofflichem.
Feinstoffliches ist metaphysische, jenseits der fünf Sinne liegende Form der Realität (6. Sinn!), die objektiv parallel zur physischen „Konsensrealität“ existiert. Der Mensch ist mehr als reine Materie, verfügt über feinstoffliche Energien, deren Kraft sichtbare Realität formt.
Mit Quantenphysik als metaphorischer Brücke ist zu belegen, dass Geist, Gedanke, Intuition, auch Glaube feinstoffliche Materie sind, die sich in neuer Wirklichkeit mit Quanten + KI verdichten können. Es geht um theatralen Konsequenzen für Inszenierungen im Musiktheater.
Theater muss letztes lebendiges Refugium analoger Ästhetik mit einzigartigem Profil analoger dramatischer Kunst im Alleinstellungsmerkmal bleiben.Verantwortlicher Umgang mit KI und Quantenphänomenen muss darin bestehen analoges, lebendiges Bühnenerlebnis zu bewahren.
Weiterlesen unter https://onlinemerker.com/ttt-kultur-musiktheaterdenken-innovativ-und-keiner-will-aha-musiktheater-mess-u-fassbares-mit-quanten-ki/
_______________________________________________________________________________________________________
Berlin/ Kühlhaus: Internationale Projekt „Tradition und Transformation“ Konzert am 15. Oktober 2026 um 20 Uhr im Kühlhaus Berlin .

Das preisgekrönte taiwanische Ensemble 3Peoplemusic und das Berliner Sonar Quartett präsentieren unter der musikalischen Leitung von Yuän Chang sechs Uraufführungen und zwei gemeinsame Improvisationen. Dabei begegnen die traditionellen Instrumente Zheng, Ruan und Dizi/Xiao der europäischen Streichquartett-Tradition.
Den neuen Werken ging ein mehrmonatiger gemeinsamer Entwicklungsprozess voraus: Die beteiligten Komponistinnen und Komponisten setzten sich zunächst intensiv mit den Klangsprachen und Spieltechniken der traditionellen Instrumente auseinander, bevor erste Skizzen in Workshops mit den Musikern erprobt und in individuellen Coachings weiterentwickelt wurden. Der kulturelle Austausch wird damit nicht nur zum Thema der Musik, sondern ist bereits Teil ihres Entstehungsprozesses.
Die sechs neuen Werke stammen von Chao-Ming Tung, Vincent Ho, Chihchun Chi-sun Lee, Chiung-Wen Hsu, Felix Tetz und Michael A. Leitner und bringen unterschiedliche Generationen und musikalische Biografien aus Taiwan, Europa und Nordamerika zusammen.
„Tradition und Transformation“
15. Oktober 2026, 20 Uhr
Kühlhaus Berlin
3Peoplemusic & Sonar Quartett
Musikalische Leitung: Yuän Chang
Der Eintritt ist frei.
__________________________________________________________________________________________________
Wien/ „Porgy and Bess“ (Riemergasse 11, 1010)

Am Anfang war das Wort
- Wir brauchen aber die Bücher, die auf uns wirken wie ein Unglück, das uns sehr schmerzt, wie der Tod eines, den wir lieber hatten als uns, wie wenn wir in Wälder verstoßen würden, von allen Menschen weg, wie ein Selbstmord, ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns. Das glaube ich.
Franz Kafka
(Brief an Oscar Pollak, 27. Januar 1904)
- Wir brauchen KulturministerInnen, die (nicht nur) auf auf das Bundeskanzleramt wirken wie ein Unglück, die z.B. den Bundeskanzler, den Sport- & Finanzminister schmerzen, wie als wenn wir sie in Wälder verstoßen würden, von allen Pressekonferenzen weit entfernt…
KulturministerInnen, KulturstadträtInnen, KulturpolitikerInnen müssen die Axt sein für das gefrorene Meer in & um & unter & über uns. Das glaube ich.
Renald Deppe
(Flaschenpost zur Situation der in & an & für Österreich arbeitenden Kulturschaffenden = SystemErhalterInnen, Juni 2020)

_______________________________________________________________________________________________
schoepfblog – Programm der 40. Kalenderwoche vom 28.09.2026 bis zum 04.10.2026
Montag:
Apropos: Trotz anhaltenden Wohlstands und Friedens ist die Wut auf Die-da-oben der emotionale Dauerzustand des Bürgers. (Alois Schöpf)
Dienstag:
Nachruf: Der beliebte Filmkritiker Peter Angerer ist gestorben. Helmuth Schönauer hat oft mit ihm zusammengearbeitet.
Literatur: Reinhold Knoll über das zentrale Meisterwerk der Weltliteratur „1000 und eine Nacht“ und die Geschichte der Übersetzungen ins Deutsche.
Mittwoch:
Fernsehen: Susanne Weinhöppel hat immer an die Fernsehwerbung geglaubt und ihr Leben nie auf die gleiche Höhe der Perfektion gebracht.
Donnerstag:
Literarische Korrespondenz: Bemerkungen zum Leserbrief von Martina Alfreider in Sachen Kopftuchverbot an Österreichs Schulen. (Christoph Schmarl)
Literarische Korrespondenz: Hermann Arnold, ehemaliger Landesamtsdirektor, bestätigt die Analyse von Leonhard Steiger in Sachen Agrargemeinschaftsskandal.
Freitag:
Religionskritik: Der Papst wurde in Frankreich trotz Missbrauchsskandalen, Ablehnung der Abtreibung und der Freitodbegleitung ekstatisch bejubelt. (Alois Schöpf)
Samstag:
Fremde Länder: Elias Schneitter bereiste das durch die Erfolge der AfD höchst geheimnsivolle Thüringen.
Sonntag:
Politik: Fünf der deutschen Sprache mächtige Staatsoberhäupter trafen sich in Innsbruck. Worüber haben sie wohl gesprochen? Über das Gendern? (Helmuth Schönauer)
Vergnügliche Lektüre auf https://www.schoepfblog.at/
__________________________________________________________________________________________________

