INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 23. JUNI 2026
Wiener Volksoper: Uraufführung von Ronja Räubertochter am 20. September

Ronja Räubertochter von Astrid Lindgren, Familienstück mit Musik
Uraufführung am 20. September 2026
Mit der Uraufführung von Astrid Lindgrens Ronja Räubertochter am 20. September 2026 feiert die Volksoper die erste Premiere der neuen Saison. Regisseurin Ruth Brauer-Kvam bringt den beliebten Kinderbuchklassiker als großes Musiktheatererlebnis für die ganze Familie auf die Bühne. Die von nordischer Volksmusik inspirierte Musik stammt von Kyrre Kvam und wurde von Keren Kagarlitsky orchestriert. Die musikalische Leitung übernimmt Maayan Franco. In den Hauptrollen sind Hannah Severin als Ronja und Eike Onyambu als Birk zu erleben. Ronja Räubertochter erzählt eine berührende Geschichte über Freundschaft, Mut und Versöhnung und verbindet Abenteuer, Humor und große Gefühle zu einem Theatererlebnis für Jung und Alt.
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OPUS KLASSIK 2026 : Die Preisträgerinnen und Preisträger werden bekanntgegeben!

Der OPUS KLASSIK wird 2026 in 30 Kategorien vergeben (Bild: Markus Nass)
Eine vollständige Übersicht aller Preisträger*innen finden Sie hier und auf der Webseite .
• Zu den ausgezeichneten Preisträgerinnen und Preisträgern gehören : Joyce DiDonato, Jonas Kaufmann, Alice Sara Ott , Andrè Schuen und Anna Lapwood sowie die Duisburger Philharmoniker, Quatuor Ébène und Voces8
• Désiré e Nosbusch moderiert, Anna Rakitina dirigiert bei der OPUS KLASSIK Gala am 11. Oktober im Konzerthaus Berlin
• Tickets für OPUS KLASSIK Konzert (10.10.) und Gala (11.10.) ab sofort erhältlich
Berlin, 22 . Juni 202 6 . Große Stimmen, virtuose Instrumentalist*innen und überraschende Neuentdeckungen: Die Gesellschaft zur Förderung der Klassischen Musik gemeinnützige GmbH gibt die Preisträger des OPUS KLASSIK 2026 bekannt.
Zu den Ausgezeichneten zählen u. a. der Bariton Andrè Schuen als Sänger des Jahres ,Violinist Christian Tetzlaff als Instrumentalist *in des Jahres , Anna Lucia Richter als Sängerin des Jahres und Pianist Jean Rondeau für die Solistische Einspielung Instrument des Jahres ,. Das Café del Mundo erhält eine Auszeichnung für die Tournee des Jahres , Shani Diluka für den Videoclip des Jahres sowie das vision string quartet in der Kategorie Klassik ohne Grenzen und das WDR Sinfonieorchester Köln unter der Leitung von Elena Schwarz für die Weltersteinspielung des Jahres . Der Preis für Nachwuchsförderung (Kinder – und Jugendarbeit) geht an das Freiburger Barockorchester und das Ensemble Recherche mit dem Projekt HEAR! We move .
Besondere Aufmerksamkeit gilt den neuen Kategorien für herausragende Live -Projekte, die erst zum zweiten Mal vergeben w urden: Neben Anna Lapwood in der Kategorie Live – Performance des Jahres Solist*in werden u.a. Lucas und Arthur Jussen mit Alexej Gerassimez und Emil Kuyumcuyan (Live -Performance des Jahres Ensemble /Orchester ) und die Duisburger Philharmoniker mit ihrem Projekt Marxloh Music Circus (Klassik ohne Grenzen live ) ausgezeichnet. Anastasia Kobekina mit Sasha Waltz und das Konzerthaus Dortmund erhal ten beide den OPUS KLASSIK in der Kategorie Innovatives Konzert des Jahres .
Frischen Wind bringt auch in diesem Jahr der Nachwuchs: Der OPUS KLASSIK 2026 würdigt in der Kategorie Nachwuchskünstler*in des Jahres junge Talente wie Sopranistin Shira Patchornik , Cellist Simon Tetzlaff, Bassbariton Marcel Brunner und Pianist Alexander Malofeev .
In der Sonderkategorie Musiklehrer*in des Jahres in Kooperation mit dem Deutschen Musikrat hat die Jury Florian Aschenbrenner für sein musikalisches Engagement an einer Realschule in der Region Oberpfalz mit dem OPUS KLASSIK 2026 geehrt.
Der Innovationspreis für Nachhaltigkeit , vergeben in Zusammenarbeit mit dem Orchester des Wandels, geht an Gregor A. Mayrhofe r für ihr Recycling Concerto .
„Vielen Dank für den OPUS KLASSIK 2026. Ich freue mich besonders darüber, dass dieses mir so nahestehende Projekt mit Liedern von Schubert und Schumann ausgezeichnet wird. Mein herzlicher Dank gilt allen, die das möglich gemacht haben, besonders Helmut Deutsch, der mit mir die schwere Zeit der Pandemie zu künstlerischem Glück werden ließ, und Claus Guth, mit dem ich in New York eines der relevantesten Projekte meiner Karriere verwirklichen durfte. “ – Jonas Kaufmann – „Was für eine schöne Überraschung als Sänger des Jahres ausgezeichnet zu werden!
Dieser Preis ist für mich Bestätigung und Ansporn zugleich, stets in der Musik selbst die Motivation für mein künstlerisches Schaffen zu finden.
Mein allerherzlichster Dank geht an alle Partner auf dem und rund um das „Mozart“ – Album, meinem Label, meiner Agentur und vor allem meiner Familie und meiner Partnerin.
Ohne Euch wäre all dies nicht möglich gewesen. “ – Andrè Schuen –
„Die Auszeichnung mit dem Opus Klassik 2026 ist für mich eine große Ehre. Die Aufnahme meines Albums „Renaissance“ – mit zeitlosen Meisterwerken unter anderem von Händel, Purcell, Monteverdi und Byrd – war eine tiefgreifende, prägende Reise. Die Renaissance – Gemäuer und Ruinen, die das Klavier umgeben, lassen das kostbare Erbe der frühen Humanisten spürbar werden, eine Epoche, in der die Künste gemeinsam aufblühten und die Natur eine Symbiose mit der Spiritualität einging.
In diesem visuellen und musikalischen Kosmos wollte ich einen meditativen Dialog mit dem Klavier zum Ausdruck bringen und zugleich dieses Erbe – die Wurzeln der Polyphonie und der klassischen Musik – in ein neues Licht rücken. Musik besitzt die Kraft, Welt en zu verbinden und unmittelbar zur Seele zu sprechen. Ich bin der Jury zutiefst dankbar, dass
sie diese Vision gewürdigt hat. “ – Shani Diluka –
„Ich freue mich riesig über diese Auszeichnung. Es ist ein großes Privileg, diesen Weg gehen zu dürfen, in diese unglaubliche Musik eintauchen zu können! Ich möchte mich ganz herzlich bedanken, bei allen, die mich auf meinem Weg unterstützt haben, bei meiner Duopartnerin Kiveli Doerken, und bei der Jury des Opus Klassik – es ist mir eine große Ehre!“ – Simon Tetzlaff –
„Die diesjährigen Preisträger stehen exemplarisch für die außergewöhnliche Vielfalt, Kreativität und internationale Strahlkraft der klassischen Musik. Sie zeigen eindrucksvoll wie lebendig und vielfältig das Genre ist und setzen mit höchster künstler ischer Exzellenz und außergewöhnlicher Leidenschaft neue Maßstäbe.“, sagt Dr. Clemens Trautmann, Sprecher der Geschäftsführung der Gesellschaft zur Förderung der Klassischen Musik gemeinnützige GmbH und fährt fort: „ Die Preisträger tragen die Faszination der klassischen Musik in die Gesellschaft und begeistern ein Publikum weit über die Grenzen der Klassik hinaus. Und weil diese Begeisterung bereits in unseren Schulen und Musikschulen durch die hervorragende Arbeit von Musikpädagogen wächst, ist es uns dieses Jahr ein besonderes Anliegen, den Musiklehrer des Jahres in Kooperation mit dem Deutschen Musikrat zu würdigen. „
Die Kategorien Würdigung des Lebenswerks und Bestseller des Jahres werden zu einemspäteren Zeitpunkt bekannt gegeben.
Eine elfköpfige Jury mit Experten aus Musikindustrie, Konzertwesen, Verlagswesen und Medien hatte aus einer Rekordzahl an Einreichungen von über 680 insgesamt 116 herausragende Projekte für die Shortlist nominiert. Insgesamt wurden 39 Preisträger*innen ausgewählt .
Die Preisverleihungen finden mit dem OPUS KLASSIK Konzert am 10 . Oktober i m Fotografiska sowie am 11. Oktober im Rahmen der großen OPUS KLASSIK Gala im Konzerthaus Berlin statt. Das ZDF überträgt die Gala am selben Abend um 22:15 Uhr im Fernsehen . Wie in den vergangenen Jahren wird die Gala von Désirée Nosbusch moderiert.
Die musikalische Begleitung übernimmt das Konzerthausorchester Berlin unter der Leitung von Anna Rakitina.
Karten für die Gala sind ab 49 Euro hier erhältlich .
Karten für das Konzert können für 39 EUR hier erworben werden.
Eine vollständige Übersicht aller Preisträger*innen finden Sie hier und auf der Webseite .
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Kontrapunkt: „Weiß man, was daraus wird?“, Gerüchte um Ersan Mondtag als Ring-Regisseur in Wien
Liebe Opernfreunde und die paar, die es noch werden wollen – und sollten!
Angesichts der drohenden Besetzung des neuen Ring des Nibelungen an der Wiener Staatsoper 2028 durch einen ziemlich unbegründet gehypten, aber recht Wagner-unerfahrenen Regie-Neuling im Operngeschäft, sah ich mich regelrecht gezwungen, diesen Aufsatz zu verfassen.
Ich hoffe sehr, dass diese Veröffentlichung im OPERNFREUND und eine erste als Exkurs der meiner Kritik der weitgehend verfehlten Inszenierung der Perlenfischer von Georges Bizet an der Staatsoper im online merker erschienenen Arbeit auch den Verantwortlichen im Theaterbetrieb und in der relevanten Politik-Sparte zu denken gibt.
Unterhalb habe ich auch eine Wortmeldung des langjährigen und vollkommen verständigen ex-Staatsoperndirektors in Wien, Ioan Holender, gepostet. Sie geht in die gleiche Richtung, natürlich von einem viel Kompetenteren formuliert. Und Holender wagt gar einen möglichen Tod der Oper anzudeuten, wenn es so weiter geht… Nach immerhin 430 Jahren ihrer Entstehung in Venedig!

Auszug aus „Der Opernfreund:
Angesichts der zwar noch nicht bestätigten, aber scheinbar ernsthaft im Gespräch befindlichen Ernennung des jungen und bei Richard Wagner noch weitgehend unerfahrenen Regisseurs Ersan Mondtag zum Regisseur des neuen Wiener Ring des Nibelungen im Jahr 2028, erscheinen einige Überlegungen weiterreichender Art angebracht.
Was sich hier als allbekannte und -backende Regisseurstheater-Plattitüden zeigte, wie Polizeiuniformen und Putzkolonnen, lassen nichts Gutes erhoffen. Im Vorfeld der Neuinszenierung der Perlenfischer von Georges Bizet konnte man in der Wiener „Bühne“ ein Titel-Interview (mit Cover-Bild) und auch in anderen einschlägigen Publikationen bereits ein Hype-artiges Hochloben von Ersan Mondtag beobachten. Ähnliches war vor längerer Zeit bei der Sopranistin Ausrine Stundyte mit ebenfalls einem groß aufgemachten Titel-Interview in der Zeitschrift „Opera!“ zu erleben, dem dann sängerisch doch eine gewisse Ernüchterung folgte/folgen musste. Es ist nie gut, wenn potentielle Aspiranten auf eine große Karriere schon im Vorfeld allzu sehr hochgepriesen werden, oder um es im journalistischen Jargon zu sagen, „hochgeschrieben“. Es geht dann oft nach hinten los und schadet am Ende den Betroffenen angesichts dann enttäuschter Erwartungen mehr als es ihnen nutzt.
Manuel Brug kommentierte in der WELT „Ersan Mondtag ist jetzt in der Champions League – und erlebt ein Desaster“, womit er wohl dessen Perlenfischer-Inszenierung in Wien meinte. Die Wiener „Bühne“ bezeichnet Mondtag gar als „Regie-Rockstar“, was immer das in musiktheatralisch qualitativen Dimensionen heißen soll. Mit der Champions League wird die Wiener Staatsoper also offenbar mit der höchsten Fußball-Spielklasse assoziiert, was sie, nach – nicht nur in Wiener Opern-Kreisen – weitgehend unumstrittener Beurteilung der Regiearbeiten der letzten Jahre – zumindest im Wagner-Fach – längst nicht mehr ist.

