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INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 23. DEZEMBER 2025)

23.12.2025 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 23. DEZEMBER 2025)

Wiener Volksoper: Wiederaufnahme „Der Rosenkavalier“ am 25. Jänner 2026

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 Der Rosenkavalier
Oper von Richard Strauss
Wiederaufnahme am 25. Jänner 2026 

Der geheime Liebhaber der Feldmarschallin, der Graf Octavian, wird zum Brautwerber ausersehen. Er soll im Namen des ungehobelten Baron Ochs der Sophie Faninal die silberne Rose überreichen. Natürlich verlieben sich die jungen Leute – ein blamierter Ochs, eine resignierende Marschallin und ein verzücktes Liebespaar stehen am Ende einer der ergreifendsten Opern aller Zeiten. Am 25. Jänner 2026 kehrt Der Rosenkavalier zurück auf die Bühne der Volksoper. In der Inszenierung von Josef Ernst Köpplinger debütieren Annelie Sophie Müller als Octavian und Hedwig Ritter als Feldmarschallin. Lauren Urquhart ist erneut als Sophie zu erleben und Martin Winkler singt erstmals an unserem Haus den Ochs auf Lerchenau. Am Pult des Volksopernorchesters steht Alexander Joel.

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Foto: Barbara Palffy 

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Oper Zürich: Neuer Generalmusikdirektor: Lorenzo Viotti übernimmt ab August 2028 die musikalische Leitung

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Das Opernhaus Zürich freut sich, die Ernennung von Lorenzo Viotti zum neuen Generalmusikdirektor für die Spielzeiten 2028/29 und 2029/30 bekanntzugeben. Mit Viotti gewinnt das Haus eine der profiliertesten und charismatischsten Künstlerpersönlichkeiten seiner Generation. Die anfängliche Vertragslaufzeit ist auf zwei Jahre festgelegt und orientiert sich an der aktuellen Amtszeit des Intendanten Matthias Schulz.
Viottis Ausdrucksstärke, Vielseitigkeit und tiefes Verständnis für Oper wie Konzert machen ihn zu einer der prägendsten Dirigentenstimmen der Gegenwart. Der gebürtige Schweizer Lorenzo Viotti begeisterte in Zürich bereits als Musikalischer Leiter der Produktionen «Werther» (2018), «Die Csárdásfürstin» (2020) und «Die tote Stadt» (2025). Mit der Neuproduktion von «Die Fledermaus» ist er aktuell erneut am Pult des Orchesters der Oper Zürich zu erleben.

Viotti tritt die Nachfolge von Gianandrea Noseda an, der seit 2021 das Haus mit künstlerischer Klarheit, Leidenschaft und höchstem Anspruch prägt. Seine Handschrift, Energie und sein Engagement haben das Orchester entscheidend weiterentwickelt.
Matthias Schulz, Intendant des Opernhauses Zürich: «Mit Lorenzo Viotti kommt ein Schweizer Dirigent ans Opernhaus Zürich, der das Haus bestens kennt und international zu den prägenden Stimmen seiner Generation gehört. Seine Musikalität und Präsenz versprechen künstlerische Strahlkraft, Mut und neue Impulse für unser Programm. Gianandrea Noseda danke ich von ganzem Herzen für seine herausragende Arbeit, seine tief verwurzelte Musikalität und seine Professionalität, mit der er das Opernhaus Zürich als Generalmusikdirektor seit 2021 entscheidend geprägt hat. In seiner Amtszeit hat er das Orchester und die Ensembles auf ein neues künstlerisches Niveau geführt und international sichtbare Akzente gesetzt – etwa mit den von Publikum und Kritik gefeierten Ring-Zyklen. Wir blicken mit grossem Respekt und Dankbarkeit auf diese intensive gemeinsame Zeit und mit grosser Vorfreude auf die weitere Zusammenarbeit. Gemeinsam werden wir in den nächsten zweieinhalb Jahren wichtige Neuproduktionen, Konzerte und Tourneen realisieren – und
hoffentlich darüber hinaus».

Gianandrea Noseda, Generalmusikdirektor des Opernhauses Zürich: «Das Opernhaus Zürich und ich haben seit Beginn meiner Amtszeit im August 2021 gemeinsam sehr viel erreicht. Ich freue mich auf die verbleibende Zeit mit den wunderbaren Menschen hier – wir haben viele ambitionierte Vorhaben, darunter neue Produktionen und bedeutende Tourneen, die in den kommenden Wochen angekündigt werden. Lorenzo Viotti wünsche ich für seine Zukunft am Opernhaus alles Gute».

Der designierte Generalmusikdirektor, Lorenzo Viotti: «Im Laufe der Jahre ist Zürich für mich zu einer zentralen künstlerischen Heimat geworden. Von Anfang an habe ich hier kontinuierliche Unterstützung und Inspiration erfahren. Die Musikerinnen und Musiker, die Ensembles sowie die Institution als Ganzes verkörpern eine einzigartige künstlerische Kultur, in der Musik und Menschlichkeit untrennbar miteinander verbunden sind. Dieses Haus als Generalmusikdirektor zu begleiten und auf die herausragende Arbeit von Gianandrea Noseda aufzubauen, ist für mich eine große Freude und ein Privileg».

Lorenzo Viotti: Ein Schweizer Künstler von internationalem Format
Geboren in Lausanne in eine franko-italienische Musikerfamilie, studierte Viotti zunächst Klavier, Gesang und Schlagzeug in Lyon, bevor er seine Dirigierausbildung in Wien und Weimar fortsetzte. Internationale Anerkennung erlangte er durch den Gewinn mehrerer bedeutender Wettbewerbe, darunter der Nestlé Young Conductors Award bei den Salzburger Festspielen, der Dirigierwettbewerb des MDR-Sinfonieorchesters und der Internationale Dirigierwettbewerb Cadaqués. 2017 wurde er bei den International Opera Awards als «Newcomer of the Year» ausgezeichnet.

In der Saison 2025/26 ist er auf bedeutenden Bühnen weltweit zu erleben, unter anderem mit den Wiener Philharmonikern, den Wiener Symphonikern, dem Orchestre National de France, dem Orchester der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom sowie der Filarmonica della Scala, mit der er die fruchtbare Zusammenarbeit fortsetzt. Zudem dirigiert er das Gulbenkian Orchester in Lissabon und das Nederlands Philharmonisch Orkest, dessen Chefdirigent er bis 2025 war. Weitere Konzerte mit dem Tokyo Symphony Orchestra in Japan, dessen muskalischer Leiter er ab der Saison 2026/27 wird, führen ihn auch wieder nach Asien.
Als passionierter Operndirigent gab Viotti sein Debüt am Palau de les Arts in Valencia mit «Faust» und kehrt für «Die Fledermaus» ans Opernhaus Zürich sowie für Puccinis «Il Trittico» an die Wiener Staatsoper zurück. Seine Zeit als Chefdirigent der Dutch National Opera (2021– 2025) war geprägt von hochgelobten Produktionen wie «Peter Grimes», der Amsterdamer Premiere von «Die Fledermaus» sowie einem dreijährigen Puccini-Zyklus in Zusammenarbeit mit Regisseur Barrie Kosky.
Zuvor leitete er Produktionen an der Mailänder Scala, der Pariser Oper, dem Opernhaus Zürich und der Semperoper Dresden. Im symphonischen Bereich arbeitete er unter anderem mit dem Cleveland Orchestra, den Münchner Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, den Berliner Philharmonikern, der Staatskapelle Berlin, dem Royal Concertgebouw Orchestra und vielen weiteren renommierten Klangkörpern.

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Gestern in Dubai

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VENEZIA: AUF DEN SPUREN VON GIACOMO CASANOVA ZU SEINEM 300.GEBURTSTAG

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Venedig im 18. Jahrhundert. Foto: Robert Quitta

Zum 300. Geburtstag von Giacomo Girolamo  Casanova, der sich selbst auch noch Chevalier de Seingalt nannte, gab es in seiner Heimatstadt Venedig unzählige Initiativen, Kongresse, Symposien, Konzerte etc. Als krönenden Abschluss der Feierlichkeiten hat die Fondazione Cini jetzt zwei große Ausstellungen organisiert: die eine im Palazzo Cini mit dem Titel Casanova a Venezia, die andere auf der wunderbaren Insel San Giorgio mit dem Titel Casanova e l‘Europa.

Die Ausstellung im Palazzo Cini widmet sich dem Umfeld Casanovas, in dem er zu einem europäischen Universalgelehrten heranreifen konnte: dem Venedig des 18.Jahrhunderts. Mit selten zu sehenden Gemälden wie z.B. von Guardi, Canaletto etc. wird uns vor Augen geführt, was für ein unfassbar lebendiger, vitaler, reicher, überschäumender Brennpunkt für Malerei, Musik, Theater, Oper, Handwerk, Handel, Glückspiel und Kurtisanen etc. Venedig damals gewesen ist, was für ein Goldenes Zeitalter diese Epoche für die Serenissima Repubblica bedeutet hat. (Wer dieses Erlebnis vertiefen will, gut daran, das Ca‘ Rezzonico zu besuchen, dessen Museum ausschließlich dem 18.Jahrhundert gewidmet ist.)

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Mit Masken im Casino. Foto: Robert Quitta

Die Ausstellung auf San Giorgio beschäftigt sich mit Casanova (der ja aus Venezia verbannt worden war) und seinem Verhältnis zu Europa: seinen Reisen, seinen Bekanntschaften, seinen Netzwerken, seinen intellektuellen Gesprächspartnern, seinen adeligen Freunden, seinem Hang zur Esoterik und Scharlatanerie, seiner Erfindung des Lotto etc…

Und das alles sehr ansprechend gestaltet von einem Bühnenbildner des Teatro La Fenice: mit einer nachgebauten venezianischen Calle, mit dem nachgebauten Dach der berüchtigten Bleikammern, einer hölzernen Kulisse des Teatro San Samuele, einem Geisterbeschwörungstisch mit Tarotkarten etc.

Dazu kommen kostbare Ausstellungsstücke wie Libretti aus der hauseigenen (mehr als 20000 Exemplare umfassenden) Sammlung Rinaldi u.v.a.m.

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Die Kulissen des Teatro San Samuele (in dem Casanovas Eltern aufgetreten sind). Foto: Robert Quitta

Es steht sehr zu wünschen, dass diese beiden Ausstellungen unter anderem dazu beitragen mögen, dass doch s e h r einseitige Bild von Giacomo Girolamo Casanova Chevalier de Seingalt ein wenig zu erweitern.

Touristen sind, so hört man, einigermaßen verwundert, zu hören, dass es einen Herrn dieses Namens überhaupt gegeben hat. Sie hielten „Casanova“ für einen Gattungsbegriff für Frauenheld und Schürzenjäger. Dabei war er doch soooviel mehr: promovierter Jurist, Schriftsteller und Bibliothekar, Dichter, Philosoph und Übersetzer, Chemiker, Alchemist und Mathematiker, Historiker und Diplomat, Glücksspieler und Geheimagent, Freimaurer usw. usf.

Und er hat mit seiner auf Schloss Dux in französischer Sprache verfassten (halben) Autobiographie Histoire de Ma Vie auf 3700 Seiten ein literarisches Meisterwerk verfasst, das umfangreichste und aufschlussreichste Panorama des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens im 18.Jahrhundert, das es gibt.

Und das wiederum – Geschichte seines Lebens ! – erst vor ein paar Jahrzehnten ungekürzt, unverfälscht, ungesäubert in seiner originalen Form veröffentlicht worden ist. Ehrenrettet den Chevalier de Seingalt !

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Der Blick aus dem Casanova Hideawav. Foto: Robert Quitta

Wer bei der Übernachtung auch im Thema bleiben will, dem sei das neueröffnete Hotel Casanova Hideaway empfohlen. Es befindet sich in einem Palazzo, das einst Casanovas Gönner, Grimani, der wahrscheinlich sein leiblicher Vater gewesen ist, gehörte.

Es gibt zehn Zimmer, die aber nicht nummeriert sind, sondern die Namen von 10 seiner Geliebten tragen (für alle, angeblich an die 1000, müsste wahrscheinlich eine Kette daraus werden): Henriette, Bettina (Elisabetta Guardi), Teresa Lanti, M.M.,5. Jeanne Camus de Pontcarré (Madame d’Urfé), Manon Balletti, Anna Binetti, La Forti, Francesca Bruschini und La Charpillon.

Eine reizende Idee, die nur einen Schönheitsfehler hat: ein Zimmer nach der letzteren zu benennen. Denn La Charpillon war die einzige (bekannte) Frau, die Casanovas Verführungskünsten nicht erlegen ist. Für Paare, die in Venedig ein romantisches Wochenende verbringen wollen, möglicherweise ein schlechtes Omen…

Das Tolle an diesem Hotel ist auch, dass es in einem belebten, von Venezianern bewohnten und besuchten Viertel, liegt. Auf dem Campo S.Barnaba kann man im Caffè degli Artisti gemütlich frühstücken.

Und im Restaurant Al Vecio Marangon kann man auf kaum übertreffbare Weise mittag-und abendessen. Es ist ein kleines Lokal, mit 7 oder 8 Tischen. Unter der Obhut der sympathischen Chefin Frau Marina, einer warmherzigen Wirtin wie aus einem Goldoni-Stück, fühlt man sich quasi in einem zweiten Wohn-oder Speisezimmer. Die Atmosphäre ist warm, freundlich und willkommenheissend, das Service aufmerksam, und die,venezianischen Spezialitäten – genauso wie sie sich gehören zubereitet- ein Genuss und eine Wonne: Cichetti, Sarde in saor, Gamberi in saor, Fegato alla Veneziana, Seppie al Nero con Polenta…

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Seppie al Nero con Polenta. Foto: Robert Quitta

Man fühlt sich sooo wohl, dass ein französischer Gast, tiefenentspannt, davon offenbar verleitet wurde, seiner hübschen Freundin hier spontan (nach zehn Jahren endlich !) einen Heiratsantrag zu machen…

 

Venezia, Casanova-Ausstellungen, Casanova Hideaway, Al Vecio Marangon…definitiv eine unschlagbare Kombination!

Robert Quitta, Venexia (wie es die Venezianer nennen)

 

Beide Ausstellungen sind noch bis 2.März geöffnet.

 

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