INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 20. JÄNNER 2026)
Bayerische Staatsoper: Umbesetzungsmeldungen
Hiermit möchten wir Sie über folgende Umbesetzungen informieren: Don Giovanni am 22.1., Madama Butterfly am 31.1, 3./6.2.2026
DON GIOVANNI
In der Vorstellung am 22. Januar 2026 übernimmt Kseniya Bakhritdinova die Partie der Donna Anna anstelle von Vera-Lotte Boecker.

Kseniya Bakhritdinova
Die ukrainische Sopranistin Kseniya Bakhritdinova studierte Gesang und Klavier an der Mykola Lysenko Lviv National Music Academy in Lwiw. Von 2013 bis 2016 war sie Ensemblemitglied des Charkiwer Nationalen Akademischen Theaters für Oper und Ballett Mykola Lyssenko, bevor sie 2016 in das Ensemble der Nationaloper in Kiew wechselte. Seit 2025 ist sie Mitglied im Ensemble des Litauischen Nationaltheaters für Oper und Ballett in Vilnius. Gastengagements führte sie an die Opera Hedeland, das Musiktheater Kaunas, die Opera på Skäret, sowie zum Ravenna Festival, zum International Music Festival in Algerien, zum Mozart Opera Festival in China, Maria Bieșu Festival in Moldawien sowie zum Contrasts Festival in Polen. Ihr Repertoire umfasst Partien wie Donna Anna (Don Giovanni), Desdemona (Otello), Tatjana (Eugen Onegin), Liù (Turandot), Cio-Cio-San (Madama Butterfly), Fiordiligi (Così fan tutte), Minnie (La fanciulla del West), Amelia (Un ballo in maschera) sowie die Titelpartien in Aida und Iolanta. In der Spielzeit 2025/26 gibt sie ihr Debüt als Donna Anna an der Bayerischen Staatsoper.
Zur Vorstellung
MADAMA BUTTERFLY
In den Vorstellungen am 31. Januar, 3. und 6. Februar 2026 übernimmt Ivo Stanchev die Partie des Onkel Bonzo anstelle von Le Bu.
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Neapel: NABUCCO in prominenter Besetzng

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Freiburger Barockorchester eröffnet Konzertjahr 2026 im Schloss Esterházy
Mit kräftigem Applaus wurde vergangenen Samstag das Konzertjahr 2026 im Schloss Esterházy in Eisenstadt eingeläutet. Gemeinsam mit dem Freiburger Barockorchester unter der Leitung von Gottfried von Goltz eröffnete Nicolas Altstaedt als Solist am Cello die diesjährige classic.Esterhazy Konzertreihe. Erfolgreiches Konzert zum Jahresbeginn Knapp zwei Wochen nach Jahreswechsel öffnete der Haydnsaal im Schloss Esterházy für das kommende Konzertjahr feierlich seine Türen. Gestartet wurde der musikalische Abend mit Joseph Haydns Sinfonie Nr. 52 in c-Moll aus dessen „Sturm und Drang“-Periode. Anschließend erklang das Konzert für Violoncello und Orchester in C-Dur von Antonín Kraft. Das Grande Finale bildete Mozarts meisterhafte „Prager Sinfonie“. „Mit viel Energie und neuer Motivation sind wir in das Konzertjahr 2026 gestartet. Einen besseren Auftakt als mit Nicolas Altstaedt und dem Freiburger Barockorchester im Haydnsaal hätte es kaum geben können. Voller Vorfreude blicken wir nun den zahlreichen inspirierenden und kunstvollen Momenten entgegen, die dieses Jahr bereithält“, so Rico Gulda, Generalintendant der Esterhazy Privatstiftung. Kommende musikalische Glanzpunkte Das nächste Highlight der diesjährigen musikalischen Darbietungen im Schloss Esterházy lässt nicht lange auf sich warten: Vom 20. bis 22. März findet in Eisenstadt bereits zum vierten Mal das Streichquartettfestival quartetto plus statt. Internationale Quartette wie Opus13 und das Isidore String Quartet präsentieren musikalische Meisterleistungen aus den unterschiedlichsten Epochen. Ebenfalls live zu erleben wird ein Quartett sein, welches aus der europaweiten Plattform zur Förderung junger Streichquartette MERITA entstanden ist, das Sonoro Quartet. Mit dem Europakonzert der Berliner Philharmoniker am 1. Mai im Haydnsaal gastieren Spitzenmusikerinnen und -musiker in Eisenstadt, welche das musikalische Erbe von Haydn, Strawinski, Tschaikowski und Beethoven vor Ort und im Rahmen einer TV-Übertragung auf ZDF und ARTE darbieten werden. Am 10. Mai begeistert Eva Gevorgyan am Klavier gemeinsam mit dem Chamber Orchestra of Europe beim Konzert zum Muttertag im Schloss Esterházy. Erklingen werden Haydns „Abschiedssinfonie“, Chopins Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 und Felix Mendelssohn Bartholdy „Schottische“ Sinfonie Nr. 3. Vom 18. bis 21. Juni feiert heuer das Chorfest im Schloss Esterházy Premiere. Beginnend mit einem Workshop für Jugendliche mit Johannes Hiemetzberger und dem Chorus sine nomine, einem Konzert des Chorus Juventus mit dem Pannonischen Jugendorchester und dem Abschlusskonzert am 20. Juni mit dem finnischen Vokalensemble Rajaton bietet dieses Fest eine Bandbreite musikalischer Exzellenz für erfahrene und neugierige Musikbegeisterte. Auch dieses Jahr lädt Intendant Julian Rachlin zum HERBSTGOLD – Festival nach Eisenstadt ein: Anlässlich von zehn Jahre HERBSTGOLD – Festival und fünf Jahre Intendanz Julian Rachlin gastieren von 16. bis 26. September erneut Musikerinnen und Musiker aus aller Welt im Haydnsaal. Startenor Rolando Villazón, Cellist Pablo Ferrándes, Pianistin Gabriela Montero und Julian Rachlin selbst sowie viele Künstlerinnen und Künstler mehr, verzaubern auf einer Reise zwischen Intimität und Weltbühne die musikalische Wahrnehmung der Besucher und Besucherinnen. Den musikalischen Abschluss gestaltet in diesem Jahr die Pannonische Weihnachtsgala unter der künstlerischen Leitung von Ferry Janoska. Gemeinsam mit prominenten Gästen darf hier das musikalische Jahr 2026 gefeiert und zugleich auf die vorweihnachtliche Zeit eingestimmt werden. |

Graz, am 16.01.2026
Musikverein Graz
Eine samtene Stimme klagt an
Jonas Kaufmann war nach zwölf Jahren wieder für einen Liederabend in Graz
Mehr als 40 Liederabende hat der Pianist Helmut Deutsch im Grazer Stefaniensaal begleitet, der dritte mit Jonas Kaufmann war dem 80. Geburtstag des Wiener Ausnahmekönners im vergangenen Dezember gewidmet. Im Gepäck hatte das Duo Lieder vom letzten gemeinsamen Album, das Robert Schumann gewidmet ist. Unter den Fittichen von Deutsch ist Jonas Kaufmann zu einem wunderbaren Liederinterpreten gereift, das Schumann-Doppelalbum ist gemeinsam mit dem Liszt-Album von 2021 wohl die überzeugendste Liedplatte des deutschen Tenors.
Im Konzert singt Kaufmann Schumanns „Dichterliebe“-Zyklus nicht ganz so raffiniert wie im Aufnahmestudio: Klang und Ausdruck sind nicht so variabel, Kaufmann bewegt sich live nicht auf doppeltem Boden, unmittelbarer, direkter ist seine Auseinandersetzung. Der Ernst von „Im Rhein, im heiligen Strome“ ist nicht ironisch gebrochen, der Phrase „dem bricht das Herz entzwei“ am Ende von „Ein Jüngling liebt ein Mädchen“ fehlt die Distanz, sie wird zur emotional aufwühlenden Anklage.
Von ein paar zerdrückten und kehligen Tönen, von ein paar groben Körnern in der samtigen Textur des Timbres abgesehen, ist Kaufmann sängerisch noch immer ausgezeichnet beieinander: Der Kontrast zwischen den Bronzetönen in der Mittellage und der honigsüßen, von der Kopfstimme dominierten Höhe ist reizvoll wie eh und je. Und Kaufmann kann natürlich auch opernhaft voll aussingen. Das merkt man in den dramatischen Szenen der „Tre Sonetti di Petrarca“ von Franz Liszt, mit denen das Duo den zweiten Teil begann. „Vergiftet sind meine Lieder“ ist von heldentenoralen Anwandlungen geprägt; und der schwerere, auch parfümiertere Klang von Liszts Vertonungen passt doch besser zu Kaufmanns Stimme.
Dass er aber auch eine musikalische Silberstiftzeichnung wie Robert Schumanns „Mondnacht“ tadellos hinbekommt, zeigte er im Zugabenteil.
Martin Gasser
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Foto: Musikverein Graz
Kronen Zeitung Steiermark
Graz, am 16.01.2026
Gerade führ der Weg ans Ziel
Grazer Musikverein: Ein schnörkelloser Liederabend mit Tenor Jonas Kaufmann und Helmut Deutsch am Klavier im Stefaniensaal
Wenn man den Schnickschnack weglässt, bleibt das Wesentliche. Jonas Kaufmann, 56-jähriger Startenor, hat diese Erkenntnis wohl verinnerlicht, als er mit Robert Schumanns „Dichterliebe“ auf die Bühne des Stefaniensaals tritt. Von expressiver Tobsucht, doppeltem Boden oder böser Ironie handelt der romantische Liederzyklus bei ihm nicht. Statt jede Nuance auszuloten, schreitet der Sänger geradlinig, aber auch sublim durch die kurzen Kunststücke. Heines „Dichter“ ist bei ihm kein junger, liebeskranker Ritter, sondern ein erfahrener, stoischer Veteran, der Schrammen davongetragen hat. Mancher schwache oder gestauchte Ton ist da mitinbegriffen – Mühen des Wegs, die bei Kaufmann in die Reife des Charakters einfließen.
Wenn nach der Pause dank faszinierend jenseitiger Höhen im dritten „Petrarca-Sonett“ von Liszt eine milde Sonne aufgeht, ist von Mühe ohnehin nicht mehr zu reden. Zum einen legt Pianist Helmut Deutsch hier über das ganze Konzert große Weisheit in die Tasten. Die Liszt-Zwischenspiele des 80-Jährigen sind klangfarbliche Traumsequenzen, bei Schumann kann seine Begleitung auch einzelne Töne zu tiefschürfenden Bedeutungsträgern machen. Zum anderen nutzt Kaufmann in den längeren, kräftigeren Liszt-Stücken doch noch alle Mittel, die er zur Charaktermodellierung beherrscht: Abgründe des Lebens verbildlichen die „Drei Zigeuner“, das Übertreten von Zauber zu Schrecken die „Loreley“. Es sind große Bühnenmomente.
Felix Jureček
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Künstlernachrichten (Agentur Balmer & Dixon) Ausgewählte Nachrichten für Februar 2026 (in alphabetischer Reihenfolge):
Simon BAILEY singt sein Rollendebüt als Captain Balstrode in Brittens PETER GRIMES an der Opera North, Leeds. Garry Walker steht am Pult und Phyllida Lloyd führte Regie. Termine: 13./19./21. Februar.
Chao DENG wird am 15. und 26. Februar als Lord Cecil in Donizettis MARIA STUARDA an der Hamburger Staatsoper zu erleben sein. Die Produktion von Karin Beier steht bis im März auf dem Spielplan. Es dirigiert Stefano Montanari.
Claude EICHENBERGER singt Marcellina in Mozarts NOZZE DI FIGARO an den Bühnen Bern. Termine: 15./24./26. Februar. Musikalische Leitung: Clément Lonca, Regie: Marco Štorman. Weitere Vorstellungen bis Mai.
Cornel FREY geht mit Loriots RING AN 1 ABEND auf Tournee mit der Staatskapelle Weimar. Unter der Leitung von Heiko Mathias Förster singt er Mime und Loge. Daten: 1.2. Nürnberg; 3.2. Coesfeld; 4.2. Hamburg; 9.2. Berlin; 10.2. Frankfurt; 11.2. Stuttgart; 12.2. München Am 22. Februar ist er nochmals Mime, diesmal in einer konzertanten Version von Wagners SIEGFRIED in der Stadthalle Wuppertal. Patrick Hahn steht am Pult vor dem Sinfonieorchester Wuppertal.
Dimitry IVASHCHENKO kann am 6./8./24./26. Februar an der Komischen Oper Berlin als Pope in Schostakowitschs LADY MACBETH VON MZENSK erlebt werden. Regie: Barrie Kosky. Dirigat: James Gaffigan.
Marco JENTZSCH ist am 5. Februar nochmals Herodes in Strauss’ SALOME an der Lettischen Nationaloper. Die Inszenierung stammt von Alvis Hermanis und wird von Mārtiņš Ozoliņš dirigiert.
Torben JÜRGENS singt den Hans Foltz in Wagners MEISTERSINGER VON NÜRNBERG an der Staatsoper Stuttgart. Termine: 7. und 15. Februar. Cornelius Meister hat die musikalische Leitung und Elisabeth Stöppler führte Regie. Im März stehen weitere Vorstellungen auf dem Spielplan.
Johannes KAMMLER ist am 5. Februar ein letztes Mal in dieser Spielzeit an der Staatsoper Stuttgart als Don Giovanni in Mozarts gleichnamiger Oper zu erleben. Dirigat: Cornelius Meister; Inszenierung: Andrea Moses.
Michael KUPFER-RADECKY tritt als Wotan/Wanderer am Theater Kiel in Loriots RING AN EINEM ABEND auf. Termine: 5./8./27. Februar. Frank Beermann wird dirigieren. Die Aufführungen laufen bis April. Am 22. Februar ist der Künstler erstmals Wanderer in einer konzertanten Version von Wagners SIEGFRIED in der Stadthalle Wuppertal. Patrick Hahn steht am Pult vor dem Sinfonieorchester Wuppertal.
Lena KUTZNER feiert am 13. Februar am Staatstheater Meiningen die Premiere von Hindemiths CARDILLAC. Die Künstlerin singt ihr Rollendebüt als Cardillacs Tochter. Die musikalische Leitung hat Killian Farrell. Diese Produktion von Giulia Giammona steht bis im Juni auf dem Spielplan. Die Künstlerin ist ausserdem Donna Elvira in Mozarts DON GIOVANNI, ebenfalls am Staatstheater Meiningen. Regie: Hinrich Horstkotte. Dirigat: Killian Farrell. Daten: 25. und 28. Februar.
Matthias LIKA kann am 27. Februar Premiere von JC Bachs Oper ZANAIDA feiern. Er singt zum ersten Mal den Mustafa am Hans Otto Theater in Potsdam. Vorstellungen gibt es bis im März. Johanna Soller steht am Pult vor der Kammerakademie Potsdam.
Polina PASTIRCHAK ist am 21. und 26. Februar als Donna Anna in Mozarts DON GIOVANNI an der Semperoper Dresden zu erleben. In dieser Inszenierung von Andreas Kriegenburg hat Gulio Cilona die musikalische Leitung. Termine bis im März.
Margaret PLUMMER singt am 3./6./12./15./17./19./22./25./26./28. Februar den Hänsel in Humperdincks HÄNSEL und GRETEL am Sydney Opera House. Das Opera Australia Orchestra spielt unter der Leitung von Tahu Matheson. Regie führte Elijah Moshinsky.
Jordan SHANAHAN ist Kurwenal in Wagners TRISTAN UND ISOLDE am Nationale Opera und Ballet Amsterdam in einer Inszenierung von Pierre Audi und Lisenka Heijboer Castañón. Am Pult steht Tarmo Peltokoski. Termine: 8./11./14./17./20./23. Februar.
Alma Ruoqi SUN singt die Königin der Nacht in Mozarts ZAUBERFLÖTE an der Staatsoper Stuttgart. Riccardo Bisatti steht am Pult. Die Oper wurde von Barrie Kosky und Suzanne Andrade inszeniert. Aufführungen: 10./12./16./21. Februar.
Matthew TOOGOOD dirigiert am 15. und 27. Februar nochmals das Tiroler Symphonieorchester Innsbruck im Landestheater in Strauss’ FLEDERMAUS. Die Inszenierung stammt von Jasmina Hadžiahmetović.
Katrin WUNDSAM kann am 12. und 13. Februar in der Tonhalle St. Gallen erlebt werden. Sie wird Mahlers LIED VON DER ERDE unter der Leitung von Modestas Pirenas aufführen.
Lukasz ZALESKI singt am 12. und 14. Februar die Titelrolle in Gounods FAUST in einer Inszenierung von Karolina Sofulak an der Opera Poznan. Antonello Allemandi steht am Pult.
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