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INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 18. NOVEMBER 2025)

18.11.2025 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 18. NOVEMBER 2025)

 
Programmvorstellung INTERNATIONALE BAROCKTAGE STIFT MELK 2026  [er]warten 

Internationale Barocktage Stift Melk | Melk

PFINGSTEN, 22. – 25. Mai 2026

Das Programm der Internationalen Barocktage Stift Melk 2026 wurde am 17.11.2025 im Wiener Ringturm vom künstlerischen Leiter Michael Schade und der Geschäftsführerin der Wachau Kultur Melk, Karolina Ellinger, präsentiert. Musikalisch umrahmt wurde die Programmvorstellung von Reinhard Führer am Klavier sowie André Almeida Ferreira auf der Biedermeiergitarre.

Frisch ausgezeichnet mit dem Sonderpreis >Festival< des Österreichischen Musiktheaterpreises laden die Internationalen Barocktage Stift Melk auch 2026 wieder zu Pfingsten in die prunkvollen Räumlichkeiten des Benediktinerstifts.

Der künstlerische Leiter Michael Schade stellt die Barocktage 2026 unter das Motto [er]warten und verbindet damit positive Spannung sowie erfreuliche Momente: „Manchmal ist die Ungewissheit, die das Warten bringt, wahnsinnig spannend. Man denke nur an den Adventkalender der Kinder oder an Schwangerschaften, in denen man >freudiger Erwartung< ist. Auch in der Musik hat das Warten eine große Bedeutung, sei es das Sich-Gedulden auf den Einsatz einer Stimme oder eines Instruments, eine dramatische Pause oder das gespannte Warten und Hoffen auf den wohlwollenden Applaus des Publikums.“

Liebhaberinnen und Liebhaber barocker Klänge dürfen sich von Freitag, 22. Mai, bis zum Pfingstmontag, 25. Mai, auf hochkarätigen Musikgenuss und (inter)nationale Stars freuen. Auf Kinder und Familien wartet bereits am 21. Mai ein musikalisch-artistisches Abenteuer mit dem Musikzirkus Cantillo und dem Programm >Kopfüber und Landunter<.  

ERÖFFNUNGSKONZERT >IL TRIONFO DEL TEMPO<

Den Auftakt zum musikalischen Reigen gestaltet traditionell der Concentus Musicus Wien. In der Stiftskirche interpretiert das Residenzorchester – gemeinsam mit einem erlesenen Solist:innenquartett – unter der Leitung von Stefan Gottfried das erste Oratorium Georg Friedrich Händels. >Il Trionfo del Tempo e del Disinganno< (>Der Triumph der Zeit und der Wahrheit<) thematisiert die Vergänglichkeit irdischer Werte und widmet sich Fragen, die seit dem 18. Jahrhundert nicht an Bedeutung verloren haben. 

WARTEN, SUCHEN, ERINNERN

In einer schnelllebigen und oft von Eile bestimmten Zeit kann und möchte Musik auch Hoffnung wecken. Warten bedeutet nicht Starre, sondern eine lebendige, sich ständig verändernde Auseinandersetzung mit dem Moment. Das Programm der Internationalen Barocktage Stift Melk spiegelt diese Vielfalt mit unterschiedlichen Veranstaltungsformaten wider und nimmt Besucher:innen mit auf eine Reise vom großen Orchesterkonzert zu nächtlichen Orgelklängen, von Chormusik bis zum Podiumsgespräch:

Kammersänger Michael Schade, der auch selbst wieder auf der Bühne stehen wird, versammelt internationale Größen und aufstrebende Musiker:innen zu einem außergewöhnlichen Klangerlebnis, darunter Patricia Nolz, Martin Haselböck, Serge Falck, Giovanni Antonini und viele mehr. Zusätzlich zum Residenzorchester Concentus Musicus Wien werden u.a. die Barocksolisten München, Il Giardino Armonico, das L’Orfeo Barockorchester und die Company of Music in Melk zu erleben sein.

OFFROAD BAROCK – VON HÄNDEL BIS JAZZ

Eine der größten Künstlerpersönlichkeiten unserer Zeit, der herausragende Bassbariton Thomas Quasthoff, trifft im Nachmittagskonzert >OffRoad Barock< auf neue musikalische Horizonte. In einem einzigartigen Jazz-Programm präsentiert er sich im Trio mit Wolfgang Meyer (Gitarre) und Shawn Grocott (Posaune). Ein Konzert voller Spielfreude, Improvisationslust und überraschender Wendungen, das klassische und moderne Klänge miteinander verbindet.

ACADEMIA MELLICENSIS

Nach dem großen Erfolg vor drei Jahren geht die Academia Mellicensis in die nächste Runde und bietet auch 2026 Nachwuchsmusiker:innen die Möglichkeit, Teil eines jungen Barockorchesters zu werden und sich intensiv mit der Welt des Originalklangs auseinanderzusetzen. Die ausgewählten Nachwuchstalente erarbeiten gemeinsam mit renommierten Expert:innnen der historischen Aufführungspraxis an einem intensiven Wochenende ein spannendes Programm, welches sie am Abschlussabend der Internationalen Barocktage Stift Melk präsentieren: Mit dem Oratorium >Il Fonte della Salute< von Johann Josef Fux steht wieder ein geistliches Werk am Programm, quasi eine Reminiszenz an das Eröffnungskonzert.

DIE INTERNATIONALEN BAROCKTAGE IM ÜBERBLICK

Festival-Zeitraum: Freitag, 22. Mai, bis Montag, 25. Mai 2026
Barocktage für Kinder: Donnerstag, 21. Mai 2026
Rahmenprogramm: 
Frühstücksmatinee „Prima Colazione“, 
Vernissage „Die Barocktage-Galerie“ und Podiumsdiskussion „Warum später und nicht jetzt?“ 
 
VERKAUFSSTART: Karten für die Internationalen Barocktage Stift Melk 2026 sind ab 26. November 2025 erhältlich .

INFORMATION & KARTEN
Wachau Kultur Melk GmbH
Jakob Prandtauer-Straße 11
3390 Melk
T +43 (0) 2752 / 540 60
E office@wachaukulturmelk.at  

Öffnungszeiten Kartenbüro: MO-FR: 09:00 bis 15:00 Uhr  

Die Internationalen Barocktage Stift Melk werden nach den Vorgaben des Österreichischen Umweltzeichens als Green Event durchgeführt.

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WIEN/ Ehrbar-Saal . Morgen, Mittwoch 19. NOVEMBER 2025

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Oper Frankfurt/ Premiere / Frankfurter Erstaufführung PUNCH AND JUDY
Oper in einem Akt von Harrison Birtwistle
Text von Stephen Pruslin
In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

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Alden Gatt. Foto: Barbara Aumüller

Musikalische Leitung: Alden Gatt
Inszenierung: Wolfgang Nägele
Bühnenbild: Thilo Ullrich
Kostüme: Marlen Duken
Licht: Joachim Klein
Dramaturgie: Deborah Einspieler

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Wolfgang Nägele. Foto: Gernot Kaspersetz

Punch: Jarrett Porter
Judy / Fortune Teller: Cecelia Hall
Choregos / Jack Ketch: Liviu Holender
Pretty Polly / Witch: Danae Kontora
Lawyer: Sven Hjörleifsson
Doctor: Alfred Reiter
Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Eine tragische Komödie oder eine komische Tragödie? Die einaktige Oper Punch and Judy von Harrison Birtwistle (1934-2022) ist beides. Musik und Handlung sind von Anfang bis Ende hochkonzentriert und verdichten auf engstem Raum existenzielle Themen: Geburt, Tod, Gewalt, Wahnsinn. Das Mordsspektakel steckt voll von typisch schwarzem britischen Humor. Die Figuren aus Punch and Judy entstammen alle dem traditionellen englischen Puppenspiel. Titelheld Punch ist ein englischer Kasperl, der seine Wurzeln im Handpuppentheater Italiens hat. Das Werk Birtwistles bricht mit Konventionen, es folgt keiner erzählenden Handlung und überzeichnet das Geschehen. Zugleich ist Birtwistles Musik hoch originell, witzig, frech und zeigt sich auch offen für Skurrilitäten und Abgründe. Die durch das Puppenspiel erzeugte theatrale Welt erscheint wirklicher als die Realität. Es ist hörbar, dass Punch and Judy das Werk eines Künstlers der britischen Avantgarde ist. Birtwistle war Teil einer neuen Generation britischer Komponisten, die sich bewusst vom tonalen Stil eines Benjamin Britten und dessen Generation distanzieren wollten.
Stattdessen orientierten sie sich an europäischen Avantgardebewegungen und suchten nach radikal neuen Formen des Musiktheaters.

Zum Inhalt: Der Puppenspieler Choregos sieht zu, wie seine Puppe Punch ein anarchisches Spiel inszeniert. Nach den Morden an seiner Familie und weiteren Figuren tötet Punch auch den Puppenspieler und den Henker. Nach einer erfolglosen Umwerbung von Pretty Polly kehrt Punch in sein Theater zurück, als hätte nichts stattgefunden. Alles ist ein Spiel.

Musikalisch wird die Frankfurter Erstaufführung geleitet von Kapellmeister Alden Gatt, der in dieser Saison auch die Wiederaufnahme von Macbeth dirigieren wird. Regisseur Wolfgang Nägele inszenierte zuletzt Falstaff am Theater Bielefeld, Il trittico am Saarländischen Staatstheater und A Midsummer Night’s Dream an der Korean National Opera Seoul. Von 2007 bis 2016 verband ihn eine enge Zusammenarbeit mit Hans Neuenfels. In der Rolle von Pretty Polly ist die griechische Koloratursopranistin Danae Kontora zu erleben. In Frankfurt stellte sie sich schon als Königin der Nacht (Die Zauberflöte) vor und im Rahmen des Oratoriums Elias unter der Leitung von Sebastian Weigle. Judy wird interpretiert von Cecilia Hall, Punch singt Bariton Jarrett Porter. Beide sind Mitglieder des Ensembles der Oper Frankfurt.

Premiere / Frankfurter Erstaufführung: Donnerstag, 11. Dezember 2025, um 19 Uhr
im Bockenheimer Depot
Weitere Vorstellungen: 14., 18., 20., 22., 28., 30. Dezember
Alle diese Vorstellungen beginnen um 19 Uhr.
Preise: € 20 bis 80 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)
Karten sind bei den üblichen Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich.

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München/ Klassik am Odeonsplatz im Juli 2026 mit Kirill Gerstein undJanine Jansen: Vorverkauf startet am 21. November 2025

 München, 17.11.2025: Am Freitag, 21. November, startet der Vorverkauf für Klassik am Odeonsplatz 2026. Münchens schönstes Klassik-Open-Air findet im kommenden Jahr bereits zum 25. Mal statt. Zum Jubiläum sind das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und die Münchner Philharmoniker erneut mit weltberühmten Solist:innen und Meisterwerken der Klassik zu erleben. Die Konzerte finden am 11. und 12. Juli 2026 statt. In den vergangenen Jahren war Klassik am Odeonsplatz stets in kürzester Zeit ausverkauft.

 Klassik am Odeonsplatz hat sich zu einem der bedeutendsten internationalen Klassik-Open-Airs mit sehr breiter medialer Präsenz in TV, Hörfunk und Online entwickelt. Auch 2026 erwartet das Publikum ein musikalisches Highlight unter freiem Himmel. Aufgrund von Renovierungsarbeiten an der Feldherrnhalle wird wie bereits 2025 eine transparente Rundbogenbühne errichtet, die für ein stimmungsvolles Ambiente sorgt. 14.000 Besucher:innen können die beiden Konzertabende live vor Ort genießen.  

 Auch 2026 bleibt Klassik am Odeonsplatz „Chefsache“: Am Samstag, den 11. Juli, eröffnet das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter seinem Chefdirigenten Sir Simon Rattle das Musikwochenende mit einem Programm, das ganz dem amerikanischen Komponisten George Gershwin gewidmet ist. Als Solist ist erstmals der Pianist Kirill Gerstein zu erleben, der das Konzert für Klavier und Orchester in F-Dur spielt. Weiter erklingen an diesem Abend die Ouvertüre zu „Let ’Em Eat Cake“, das von Robert Russell Bennett arrangierte Orchester-Medley „Porgy and Bess: Symphonic Picture“ sowie die Tondichtung „Ein Amerikaner in Paris“.

 Am Sonntag, den 12. Juli, übernehmen die Münchner Philharmoniker unter ihrem designierten Chefdirigenten Lahav Shani, der schon in den letzten zwei Jahren für Begeisterung auf dem Odeonsplatz gesorgt hat. Als Solistin kehrt die gefeierte Geigerin Janine Jansen zu Klassik am Odeonsplatz zurück – mit Max Bruchs Violinkonzert Nr. 1, einem der bedeutendsten Werke der Violinliteratur. Eingerahmt wird das Konzert von der Ouvertüre zu Richard Wagners „Der fliegende Holländer“ und Felix Mendelssohns Sinfonie Nr. 3 („Schottische“).

 Seit der Premiere im Jahr 2000 begeistert Klassik am Odeonsplatz mit klassischer Musik in einzigartiger Atmosphäre, hochkarätigen Künstler:innen und dem prachtvollen Ambiente eines der schönsten Plätze Europas. Das Open-Air hat sich zu einem Publikumsmagneten entwickelt, der jedes Jahr tausende Musikfans aus aller Welt anzieht, darunter auch zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Darüber hinaus gilt Klassik am Odeonsplatz als herausragendes Kultur-Medienereignis mit reichweitenstarken Ausstrahlungen in TV, Hörfunk und per Online-Streams.

 Die Veranstalter danken den Förderern von Klassik am Odeonsplatz, allen voran dem Hauptsponsor Mercedes-Benz München, sowie der BayernLB, American Express, Riedel Immobilien, der Bäckerei Höflinger Müller, Gahrens & Battermann und dem Medienpartner BR-KLASSIK für ihre Unterstützung.

 „Klassik am Odeonsplatz bietet eine eindrucksvolle Szenerie im Herzen Münchens. Musikliebhaberinnen und Musikliebhaber lauschen den herausragenden Künstlerinnen und Künstlern, deren Melodien eine unverwechselbare, energiegeladene Klanglandschaft schaffen. Mercedes-Benz München freut sich, auch 2026 als Partner und Hauptsponsor dabei zu sein und dieses kulturelle Highlight weiter zu unterstützen“, freut sich Johannes Fritz, Vorsitzender der Geschäftsleitung, Mercedes-Benz Niederlassungsverbund Bayern.

 Karten zum Preis von 21 bis 129 Euro gibt es ab dem 21. November 2025, 11.00 Uhr bei München Ticket, Tel.: 089 54 81 81 400, www.muenchenticket.de, sowie bei BRticket, Tel.: 0800 / 59 00 594 (gebührenfrei), www.br-ticket.de.

Mercedes-Benz München bietet unter www.muenchenticket.de zudem ein exklusives Erlebnispaket für 249 Euro an.

Weitere Informationen unter www.klassik-am-odeonsplatz.de.

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MUSIKVEREIN FÜR STEIERMARK/ GRAZ: Graz: Bariton Sir Simon Keenlyside gastierte mit Liedern im Musikverein

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Foto: Musikverein Graz

Durchwachsene Gefühlswelten

Graz: Bariton Sir Simon Keenlyside gastierte mit Liedern im Musikverein

Jüngst in Wien für die „Winterreise“ gefeiert, begann Keenlyside auch im Stefaniensaal mit seinem „geliebten Schubert“. Aber der Anfang war durchwachsen, Keenlyside offenbarte Schwächen in der Höhe, die er mit Kraft nicht auflösen konnte. Zudem schuf er mit Malcolm Martineau am Klavier eine restlose Atmosphäre, die innige Momente nur vermittelte – wie jemand, der von außen durch ein Fenster auf hell beleuchtete Gefühlswelten blickt. Doch der Abend hellte sich auf. Brahms’ „Auf dem Kirchhofe“ gelang schon mit erschütternder Wucht, bei Poulencs „Tel jour, telle nuit“ offenbarten zwar die französischen Vokale nasale Färbung, die drängende Expressivität kam dem dramatisch hochfesten Sänger aber zupass. Mit Hugo Wolfs „Storchenbotschaft“ wurde der Abend auf komischer Note versöhnlich beendet. Zur Zugabe in Mahlers „Hans und Grethe“ jodelte Keenlyside gar. Den Beweis der Vielseitigkeit hat der „Sir“ jedenfalls erbracht.

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Kleine Zeitung
Graz, am 14.11.2025

STEFANIENSAAL GRAZ

Exzellenter Gestalter
Sir Simon Keenlyside: Lieder auf höchstem Niveau.

Wortdeutlich war seine Diktion, ausgefeilt seine Phrasierungs- und Legatokultur, nuancenreich sein Ausdruck: Das waren nur einige der Vorzüge von Simon Keenlyside bei einem Liederabend des Grazer Musikvereins im Stefaniensaal. Der weltweit gefragte 66-jährige Brite zeigte dabei auch einen untrüglichen Sinn für feine Klänge und zarte Poesie. Es gelang ihm, als exzellenter Stilist und Gestalter alle Stimmungen richtig zu erspüren. Der bei Bedarf auch kraftvolle Bariton führte bis in erstaunliche Höhen. Und das bei einem reichen Programm. Der Abend begann und endete einfühlsam mit dem Liederfürsten Franz Schubert: „Stimme der Liebe“, „Das Fischermädchen“ und „Im Abendrot“, letzteres sang er als eine der drei Zugaben (zwei davon waren von Gustav Mahler). Bei den ausgewählten Liedern von Johannes Brahms wusste er besonders mit dem „Ständchen“ und der „Abenddämmerung“ zu gefallen. Besonders reizvoll waren auch der Liederzyklus „Tel jour, telle nuit“ von Francis Poulenc sowie ausgewählte Mörike-Lieder von Hugo Wolf – etwa das ausdrucksstarke „Lied vom Wind“. Kongenial begleitet wurde er dabei vom einfühlsamen, aber auch virtuosen Malcolm Martineau am Klavier. Stehende Ovationen!

Helmut Christian

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 AVISO: PROGRAMMTIPPS

Festkonzert
Mo, 24. November 2025
19.30 Uhr, Stefaniensaal

THOMAS PLATZGUMMER, Leitung
LANDESJUGENDSINFONIEORCHESTER STEIERMARK
HANS BRUNNER, Leitung
JUGENDSINFONIEORCHESTER OBERKÄRNTEN
SOPHIE BRUNNER, Oboe

Nikolaj Rimski-Korsakow, arr. Hans Brunner
Variationen über ein Thema von Glinka für Oboe und Orchester
Solistin: Sophia Brunner

Pjotr Iljitsch Tschaikowsky
Suite aus Schwanensee, op. 20a
Scène – Danses des cygnes – Valse

Johann Strauss – Sohn
Rosen aus dem Süden, op. 388

Howard Shore, arr. John Withney
Symphonic Suite from The Lord of the Rings –The Fellowship of the Rings

Otto Nicolai
Ouvertüre zu Die Lustigen Weiber von Windsor

Sergej Prokofjew
Suite aus Romeo und Julia, op. 64

Dmitri Schostakowitsch
Suite aus Hamlet, op. 116

Leonard Bernstein
Mambo aus West Side Story

Eduard Strauss
Bahn frei, Polka, op.45

Bahn Frei! – Konzert zur Eröffnung der Koralmbahn
Nach 26 Jahren wird die Koralmbahn 2025 nun eröffnet. Das ist kein Sommernachtstraum, sondern wunderbare Realität – und selbst Romeo und Julia können musikalisch zueinanderkommen. Wenn künftig Rosen aus dem Süden mit der Bahn vom Wörtersee nach Graz transportiert werden, kann nicht einmal Robin Hood die rasante Fahrt aufhalten. So laden das Landesjugendsinfonieorchester Steiermark und das Jugendsinfonieorchester Oberkärnten zu einem festlichen musikalischen Gipfeltreffen. Bahn frei!

Nicht verpassen: Kurzvortrag von Univ.-Prof. Dr. Nikolaus Reisinger (Uni Graz, Institut für Geschichte) zur Eisenbahngeschichte und ihrem Einfluss auf Johann Strauss‘ künstlerisches Schaffen!
Um 19.10 Uhr im Stefaniensaal – im Kartenpreis inkludiert.

Information, Karten

Konzertkasse Sparkassenplatz 3, 8010 Graz
Tel. 0316 82 24 55
tickets@musikverein-graz.at
www.musikverein-graz.at

Schulkonzert
Mo, 24. November 2025
10:00 Uhr, Stefaniensaal

 THOMAS PLATZGUMMER, Leitung
LANDESJUGENDSINFONIEORCHESTER STEIERMARK
KARIN MEISSL, Musikvermittlung

Sergej Prokofjew
Suite aus Romeo und Julia, op. 64
Dmitri Schostakowitsch
Suite aus Hamlet, op. 116
Otto Nicolai
Ouvertüre zur Oper Die Lustigen Weiber von Windsor

 Schulkonzert – Shakespeare in Music
William Shakespeare veranschaulicht in seinen Dramen sämtliche Facetten des menschlichen Seins, sodass er vielen Komponisten als Inspirationsquelle diente. Über den Dänenprinzen Hamlet schrieb Dmitri Schostakowitsch für Schauspielbühne und Filmleinwand, und das bekannteste Liebespaar der Weltliteratur, Romeo und Julia, ließ Sergej Prokofjew seine wohl schönste Ballettmusik schreiben.
Empfohlen ab 14 Jahren.

Anmeldung:

Konzertkasse Sparkassenplatz 3, 8010 Graz
Tel. 0316 82 24 55
tickets@musikverein-graz.at
www.musikverein-graz.at

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REISE UND KULTUR: TRIER – DIE RÖMISCHE KAISERSTADT AN DER MOSEL

Wenn man zum ersten Mal erfährt, dass das Weströmische Reich 100 Jahre lang von Trier (!) aus regiert worden ist (von Kaiser Maxian bis Kaiser Gratian), kann man das fast nicht glauben, so unvorstellbar wäre das für uns heute. Diese geschichtliche Tatsache macht die als Augusta Treverorum gegründete Stadt an der Mosel aber zur ältesten Stadt Deutschlands – und einen Besuch in ihr kann man nur uneingeschränkt wärmstens empfehlen.

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Die Porta Nigra. Foto: Robert Quitta

An erster Stelle stehen natürlich die römischen Ruinen (die in einer für Mitteleuropa außergewöhnlichen Konzentration hier vertreten sind). Die Porta Nigra (ein ehemaliges Stadttor) ist die berühmteste all dieser Sehenswürdigkeiten – und die eindrucksvollste.

Man erlebt ja oft, dass Bauwerke „in natura“ nicht halten, was die Hochglanzfotos versprochen haben – hier ist es umgekehrt: die Porta Nigra ist eine starke, einzigartige Persönlichkeit und ihre verfallene schwarze Schönheit brennt sich tief in das Bewusstsein ein.

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Die Konstantin-Basilika. Foto: Robert Quitta

Sehr eindrucksvoll (zumindest von außen) ist auch die Konstantin-Basilika. Innen ist dieser einst über die Maßen prächtige und reichest ausgestattete Thronsaal Kaiser Konstantins nunmehr eine nüchterne, asketische, kahle evangelische Kirche. Nun ja.

Weitere römische Überreste sind: die Kaiserthermen, die Barbarathermen, das Amphitheater und der älteste Weinkeller auf deutschem Boden.

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Der Dom St. Peter. Foto: Robert Quitta

Aber Trier lebt nicht von der Römerzeit allein. Der Dom St.Peter z.B. hat zwar als Kern eine noch von Kaiser Konstantin gegründete quadratische (!) Kirche, wurde dann aber in allen Stilepochen (Spätromanik, Barock, Neogotik etc.) erweitert und sogar mit einem Kreuzgang und einer Nebenkirche (die wunderschöne Liebfrauenkirche) versehen. Gibts in Europa so auch kein zweites Mal…

Aber auch unabhängig von den beachtlichen Sehenwürdigkeiten (die den Weltkulturerbestatus mehr als verdienen) ist Trier schon als solches absolut einen Besuch wert. Durch seine geographische Lage an der Mosel (Weinanbaugebiet !) und seine Nähe zu den angrenzenden französischsprachigen Gebieten erwartet einen hier eine besonders freundliche, entspannte und lebensfrohe Atmosphäre. Auf dem Freihof, dem Platz vor dem Dom, stehen sogar Platanen, unter denen die Einwohner im Sommer – man höre und staune – Boule ((!) spielen…

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Platanen auf dem Freihof vor dem Dom. Foto: Robert Quitta

Ein Aufenthalt hier ist extrem angenehm und erholsam, und das Beste daran ist, dass sich das auch nicht so bald ändern können wird: denn durch seine nicht leichte Erreichbarkeit ist Trier bis auf weiteres auf natürliche Weise vor den Tsunamiwellen des Overtourismus geschützt.

Wie es sich für eine frankophile Stadt in einer Weingegend gehört, wird hier für das leibliche Wohl mehr als gut gesorgt.

Zu Mittag empfiehlt sich eine Pause in den im Palais des Reichsgrafen von Kesselstatt (neben dem Dom) untergebrachten Weinstuben.

Den krönenden gastronomischen Abschluss eines bereichernden Trier-Tages sollte jedoch ein Abendessen im Restaurant Zur Sim (bei der Porta Nigra) bilden: eine sympathische Brasserie wie diese gibt es maximal noch im benachbarten Luxembourg.

Intime, warme, herzliche Atmosphäre (keine Riesenhalle!), aufmerksamstes, bemühtes und zuvorkommendstes  Service und eine Speisekarte, die neben den traditionell-deftigen Pfälzer Spezialitäten auch Meeres-Delikatessen anbietet, die man selbst in Frankreich nur ganz selten bekommt wie z.B. gratinierte Austern (mit Butterbrösel und Bergkäse) oder vor allem auch die Boulots, diese wunderbaren, kalt mit selbstgemachte Mayonnaise und Baguette zu verzehrenden gar köstlichen Meeresschnecken…Ich darf gar nicht dran denken !

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Granitierte Austern. Foto: Robert Quitta

Um sein Haupt zur Ruhe zu betten und sich für den nächsten Besichtigungstag zu erholen ist eine Übernachtung im Hotel Nells Park anzuraten. In der (erweiterten) ehemaligen Villa eines Canonicus untergebracht, ist es das einzige Hotel, das ich kenne, das sich gleichzeitig in einem wunderschönen romantischen öffentlichen Park befindet.

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Der Nells Park. Foto: Robert Quitta

Wenn man in der Früh, von den zahlreichen Gänsen und Schwänen sanft geweckt, durch die großen Fenster auf den Teich und die edlen Trauerweiden blickt , ist der Tag bereits schon absolut gerettet, was immer auch da kommen möge…

Auf nach Trier (aber bitte nicht weitersagen) !

Robert Quitta, Trier

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 schoepfblog – Programm der 47. Kalenderwoche vom 17.11.2025 bis zum 23.11.2025

Montag:
Apropos: Neben vielem anderen sollte man sich nun auch vor der „Künstlichen Intelligenz“ fürchten. Ich hab mich in meinem Leben schon über genug gefürchtet. (Alois Schöpf)

Dienstag:
Literatur: „Sellemond oder Von der Schwierigkeit Touristen zu töten“:  Josef Oberhollenzer zeigt in seinen Romanen immer wieder, dass es sich lohnt, ein Individuum zu sein. (Helmuth Schönauer)
Politik: Sag mir wo die Kohlen sind… Wo sind sie geblieben? Oder: Wie in Österreich das Geld zum Fenster hinaus geschmissen wird. (Reinhard Kocznar)

Mittwoch:
Religion: Walter Plasil zieht einen Leistungsvergleich zwischen den katholischen Fürbitten und der Internetdame „Alexa“.

Donnerstag:
Politik: Unrecht bleibt Unrecht, auch wenn es schon seit Jahrzehnten besteht. Hermann Arnold über den Fall Zams und den erfolgreichen Prozess gegen die dortige Agrargemeinschaft.

Freitag:
Politik: Altlandeshauptmann Günther Platter ist eine gewinnende Persönlichkeit. Dieses Gewinnende in Politik übersetzt bedeutet: Stagnation im Dienst des sozialen Zusammenhalts. (Alois Schöpf)

Samstag:
Geistesgeschichte: Was ist eigentlich aus Edward Snowden in seinem Asyl in Russland geworden? Über die Schicksale von Aufrührern. (Elias Schneitter)

Sonntag:
Mobilität: Die deutsche Autoindustrie ist ruiniert: einmal durch die Staus auf den Straßen, zum anderen durch ihre Schummel-Software. (Helmuth Schönauer)

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