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DIE FREITAG-PRESSE (19. JUNI 2026)

19.06.2026 | Aktuelles

Für Sie in den Zeitungen gefunden: DIE FREITAG-PRESSE-PRESSE  (19. JUNI 2026)

Bayreuther Fiasko: Irritation nach Ausladung Michel Friedmans zum Wagner-Geburtstag
Sendung „Fazit“ Audio von Jörn Florian Fuchs (10 Minuten)
deutschlandfunk.de.michelfriedman

Bayreuth
Wer schreit am lautesten »Antisemitismus«?
Die Bayreuther Festspiele haben eine Veranstaltung mit Michel Friedman nicht weiter verfolgt – und der darf in der Süddeutschen Zeitung nun sein vollkommenes Unwissen über die Festspiel-Geschichte verbreiten. Es wäre ein Wunder, hätte es dieses Jahr vor den Bayreuther Festspielen nicht wieder eine Skandal-Eskalation gegeben. Was haben wir nicht schon alles erlebt: Schlingensiefs »Führerwein«, ein Runen-Tattoo, Finanz-Engpässe und Nachfolgedebatten. Dieses Jahr ist es nun wieder das Thema: »Antisemitismus«. Also gut. Was ist geschehen? Die Süddeutsche Zeitung hat herausgefunden, dass eine Veranstaltung, die weder angekündigt wurde noch im Verkauf war, nun auch nicht stattfinden wird. Und sofort schreit das Blatt, das einst Bollwerk der Kultur und des recherchierenden Journalismus war: Skandal! Die Bayreuther Festspiele von Katharina Wagner hätten Michel Friedman angefragt und wieder ausgeladen. Und dann stellt die Süddeutsche die rhetorische Frage: Ist das Antisemitismus? Drückt Bayreuth sich vor der Aufarbeitung der eigenen Geschichte?
https://backstageclassical.com/wer-schreit-am-lautesten-antisemitismus/

Wien
Was haben uns die Wiener Festwochen gelehrt? Viel Thiel, wenige Highlights
Das diskursive Muskelspiel um Peter Thiel hat dem Festival enorme Aufmerksamkeit verschafft – künstlerisch tritt es aber auf der Stelle
DerStandard.at.story.festwochen

Was lehren uns diese Wiener Festwochen? (Bezahlartikel)
Der Diskurs blieb heuer matt, nicht nur wegen der Ausladung von Peter Thiel, im Kulturprogramm glänzte manches – was könnte künftig helfen? Weniger Budget. „Götterdämmerung“: So annoncieren die Wiener Festwochen ihr (nicht wirklich wagnerianisch programmiertes) Abschluss-Happening am Sonntag auf dem Badeschiff. Ein aufgelegter, doch netter Schmäh für ein Festival, das sich heuer als „Republic Of Gods“ offenbarte.
https://www.diepresse.com/31064253/was-lehren-uns-diese-wiener-festwochen

Wien/Staatsoper:
16.6.26 „Animal Farm“, Staatsoper, „Revolutions-Reprise“
An der Staatsoper machen Tiere wieder Revolution. Alexander Raskatovs Oper „Animal Farm“, basierend auf dem gleichnamigen Roman von George Orwell, ist für vier Vorstellungen ins Repertoire zurückgekehrt. Besucht wurde die zweite Aufführung der laufenden Serie.
http://www.operinwien.at/werkverz/raskatov/aanimal3.htm

Berlin
„Zar und Zimmermann“ an der Deutschen Oper: „Das Werk besitzt großartige Figuren“ (Bezahlartikel)
Berlin. Regisseur Martin G. Berger bringt an der Deutschen Oper den selten gespielten Dreiakter von Albert Lortzing auf die Bühne. Ein Treffen.
Berliner.Morgenpost.de

München
Dirigentenlegende Zubin Mehta : Mit 90 am Pult der Münchner Philharmoniker
Drei Konzerte bei den Münchner Philharmonikern stehen an – geleitet vom Ehrendirigenten des Orchesters: Zubin Mehta. Ende April wurde sein 90. Geburtstag gefeiert. Auch beim BRSO wird Mehta demnächst auftreten – und für Oktober sind weitere Konzerte bei den Philharmonikern angekündigt. Bei solchen Konzerten geht es nicht nur um Musik, sondern auch um Erinnerungen.
BR.Klassik.de.aktuell

Frankfurt
Oper Frankfurt: „Tancredi“, Gioachino Rossini
Diese Kritik erscheint spät. Nicht, daß wir keine Zeit gefunden hätten, unsere Eindrücke von der Premiere niederzuschreiben. Vielmehr ist in uns am Premierenwochenende eine massive Verärgerung aufgekommen, die womöglich den Blick auf Einzel- wie Gesamtleistungen trübt. Besser also noch einmal eine Nacht darüber schlafen. Oder zwei. Besser noch: drei. Es hat aber auch nach einer Woche nichts geholfen. Den Stein des Anstoßes bietet nicht die Musik, auch nicht eine einzelne darstellerische oder musikalische Leistung, sondern der von der Dramaturgie verbreitete theoretische Überbau zu dieser Inszenierung. Dazu später.
Von Michael Demel
https://deropernfreund.de/oper-frankfurt/frankfurt-tancredi-gioachino-rossini/

Bonn
Magie des Erzählens
Die Uraufführung der Kammeroper „Laterna Magica“ von Oxana Omelchuk an der Oper Bonn wird technisch und musikalisch zum besonderen Musiktheater-Erlebnis.
https://www.die-deutsche-buehne.de/kritiken/omelchuk-laterna-bonn/

Nürnberg
Joana Mallwitz über Mahlers Neunte: „Das Stück steht die ganze Zeit auf der Kippe“
Zurück in Nürnberg, mitten in Mahlers Abgrund: Joana Mallwitz kommt mit der 9. Symphonie von Gustav Mahler zur Staatsphilharmonie und spricht über Herzschläge, orchestrale Grenzerfahrung und die leise Kunst des Abschieds.
BR-Klassik.de.mahlers.neunte

Lübeck
Begeisternde Ensembleleistung: Lübecks „Tosca“ – mehr als ein perfider Kriminalfall
Eine Puccini-Oper muss sein, nicht in jeder Saison, aber in der nächsten schon. So war es in Lübeck, seit 1908 das Jugendstilhaus an der Beckergrube eröffnete, so ging es bis heute. Nachdem 2024 die „Bohème“ auf Lübecks Brettern für Furore sorgte, folgte nun, chronologisch folgerichtig, „Tosca“. Es wurde eine Inszenierung, die nicht nur gelinde überraschte.
NeueMusikzeitung/nmz.de

Wiesbaden
Erfrischendes Lernen
Am Hessischen Staatstheater Wiesbaden verlegt die Regisseurin Marie-Ève Signeyrole Mozarts „Cosi fan tutte“ in einen Hörsaal, der mit jungen Paaren aus dem Publikum gefüllt ist.
Diedeutsche.buehne.de

Essen
In der Differenz liegt die Kraft – Das Festival „Blaues Rauschen“ in acht Ruhrgebietsstädten
Das Festival Blaues Rauschen schafft es seit vielen Jahren, ein höchst anspruchsvolles und innovatives Programm zusammenzustellen und damit das halbe Ruhrgebiet zu bespielen. Das Festival lebt auch (finanziell) davon, dass es durch mehrere Städte und Orte im Ruhrgebiet wandert: Das Festival fand in acht Städten an elf Orten statt und löste damit ein, was Politiker seit Jahrzehnten nicht schaffen: Die Metropolregion Ruhr als Ganzes mit ihren verschiedenen Facetten darzustellen.
NeueMusikzeitung.de,essen

Herzlichen Glückwunsch! Die Gesellschaft der Theaterfreunde Lübeck wird 40!
Die deutschen Theater und Opernhäuser stecken mitten in einer massiven Krise. Viele Spielstätten leiden unter deutlichen Budgetkürzungen durch die Kommunen, seit Jahren extrem hohen Energie- und natürlich Personalkosten sowie einem Publikum, dessen Altersstruktur nicht die der tatsächlichen Bevölkerung widerspiegelt. Ein Anlass zum Verzweifeln? Die „Gesellschaft der Theaterfreunde Lübeck e. V.“, kurz GTL, hält dagegen, und zwar, wie seit 40 Jahren, mit einem forschen „Jetzt erst recht!“
Von Dr. Andreas Ströbl
Klassik-begeistert.de

Bregenz/ Festspiele
Kostenlose Bühnenpräsentation von „La traviata“
Ein Blick hinter die Kulissen von „La Traviata“: Bei der kostenlosen Bühnenpräsentation am 4. Juli gibt es spannende Einblicke, musikalische Kostproben und die Chance auf Tickets, die Bürgermeister Michael Ritsch persönlich überreicht. „La Traviata“ heißt jene Oper, die diesen Sommer im Rahmen der Bregenzer Festspiele auf der Seebühne aufgeführt wird. Um den Bregenzer:innen das Stück, aber auch die atemberaubende Bühne näherzubringen, veranstaltet die Landeshauptstadt Bregenz in Kooperation mit den Bregenzer Festspielen eine kostenlose 20-minütige Bühnenpräsentation. Die Show bietet am 4. Juli 2026 um 14 Uhr unterhaltsame Einblicke in die technischen Raffinessen der Seebühne und musikalische Kostproben der Oper auf dem See.
bregenz.gv.at

Verona
«La Traviata» in Verona 2026: gelungener Spagat zwischen Massenspektakel und künstlerischem Anspruch (Bezahlartikel)
Gut zehntausend Besucher fasst das römische Amphitheater, rund siebentausend müssen jeden Abend kommen, damit sich die aufwendigen Opernproduktionen rechnen. Aber das älteste Open-Air-Festival der Welt liegt voll im Trend.
NeueZuercherZeitung.ch.feuilleton

Feuilleton
Jordi Savall im Interview: „Ich kannte einen Musiker, der Magen-Darm-Krankheiten mit einem Instrument geheilt hat“ (Bezahlartikel)
Jordi Savall ist der Ernst-von-Siemens-Musikpreisträger des Jahres 2026. In Indien hat er etwas über Robert Schumann gelernt, in der Türkei etwas über Mozart. Und bei seinem Pensum reichen ihm fünf Stunden Schlaf täglich.
FrankfurterAllgemeine.net

Da gibt es noch in Ost und West die unscheinbare Moderne
Wild sind die Träume für spektakuläre Bühnenneubauten wie die gescheiterte Oper in Düsseldorf. Dabei gibt es gute Pläne für die vernachlässigten Bestandsbauten.
https://taz.de/Nach-dem-Opern-Aus-in-Duesseldorf/!6187667/

Links zu englischsprachigen  Artikeln

Wien
Lorenzo Viotti and the Vienna Philharmonic find magic in Zemlinsky’s Mermaid
bachtrack.com.interview

Salzburg
After 45 Years, a Celebrated String Quartet Is Taking Its Final Bows (Subscription required)
Formed by siblings who grew up playing together, the Hagen Quartet is finishing a farewell tour with an unforced, casual goodbye.
https://www.nytimes.com/spotlight/classical-music-reviews

Paris
Opéra de Paris 2025-26 Review: Ercole Amante A Rediscovered Opera Arrives in Paris
https://operawire.com/opera-de-paris-2025-26-review-ercole-amante/

Rom
Anna Netrebko, Sonya Yoncheva, Cecilia Bartoli, Marina Rebeka, Ermonela Jaho, Xabier Anduaga, Brian Jagde, Francesco Meli & Jessica Pratt
Lead Teatro dell’Opera di Roma’s 2026-27 Season
operawire.com.netrebko.yoncheva

London
Cutting the mustard and Crowe in flight: two great singers and the English Concert in early Handel
seenandheard.international.com.cutting

Baltimore
A game of hoarse
Baltimore Symphony Orchestra’s concert Rigoletto hits some vocal turbulence
https://parterre.com/2026/06/17/a-game-of-hoarse/

Toronto
Brilliant but harrowing: 10 Days in a Madhouse receives Canadian premiere
bachtrack.com.de.canadian

Feature
From penalties to Pavarotti and Beckham to Bruckner: classical musicand football are closer than you might think
TheGuardian.com.music.from.penalties

Recordings
Glazunov: Complete String Quartets, Vol. 1 (Tippett Quartet)
Russia’s underrated quartet cycle gets off to a flying start.
limelightArts.com.glazunov

Ballet / Dance

Backwards bourrées: reviving Sir Frederick Ashton’s Birthday
Offering Christopher Carr, who has taught and staged much of The Royal Ballet’s repertory, tells us about the enduring delights of this fiendishly difficult ballet.
Bachtrack.com.de

Sprechtheater

Sommerspiele Melk: Hier wüten Orwells dystopische Schergen – und reale Mücken (Bezahlartikel)
„Das Ministerium der Wahrheit“ ist ein pointiertes Science-Fiction-Stück, das im Schatten des Stifts den Bogen von Metternich bis zur modernen Unternehmenswelt spannt.
DiePresse.com.sommerspiele.melk

Sommerspiele Melk: Eine Praline macht noch keine Systemzersetzung (Bezahlartikel)
Die Sommerspiele Melk starteten mit der Orwell-Adaption „Das Ministerium der Wahrheit“ in die Saison.
Kurier.at.Kultur.sommerspiele

Buch/ Literatur

Buch „Von Bayreuth nach Auschwitz“: „Wagner wird überschätzt“
Anno Mungen zeigt, wie Wagner-Kult, Houston Stewart Chamberlains Rassenwahn und NS-Propaganda ineinandergreifen – und warum diese Geschichte im Zeitalter des Populismus neu gelesen werden muss.
BR.Klassik.de.aktuell

Philosophie

Vandale! Pharisäer! Sophist! Warum sie für uns kein Schimpfwort sein sollten
Antike Philosophen, denen die Wahrheit egal war? Eine religöse Gruppe als Heuchler? Und ein germanisches Volk als Inbegriff blinder Zerstörungswut? Wir versuchen eine Ehrenrettung für die Opfer von Rufmorden.
DiePresse.com.

Medien

Österreich
Interimistische APA-Führung nach Wahl von Pig zum ORF-Chef
Maria Scholl und Klemens Ganner folgen auf Clemens Pig, der zum ORF-Generaldirektor ab 2027 bestellt wurde. APA-Chefredakteurin Maria Scholl und APA-COO Klemens Ganner übernehmen die interimistische Führung der APA-Geschäfte. Das wurde am Mittwoch bei einer Eigentümerversammlung der APA – Austria Presse Agentur beschlossen. Sie folgen auf APA-CEO Clemens Pig, der in der Vorwoche vom Stiftungsrat zum ORF-Generaldirektor ab 2027 gewählt worden ist. Der Jahresabschluss 2025 fiel für die Nachrichtenagentur positiv aus. Das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich auf 5,5 Mio. Euro.
Kurier.at.apageschaeftsfuehrung

Gericht

Österreich
Ex-Finanzminister Grasser erneut angeklagt. Es geht um Millionen
Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat gegen einen ehemaligen Finanzminister und zwei weitere Unternehmer Anklage eingebracht. Hintergrund davon sind die „Schmiergelder“ rund um die Privatisierung der BUWOG und die Einmietung der Finanzdienststellen in den Linzer „Terminal Tower“. Anzumerken ist: Die WKStA nennt in ihrer Pressemitteilung Karl-Heinz Grasser nicht namentlich.
https://www.krone.at/4182207

Sport

Fußball-WM
Revolte gegen Kapitän. Wirbel bei Schweizern! „Geht in toxische Richtung“
Bei den Schweizern brodelt es nach dem 1:1 gegen Katar offenbar gewaltig! „Es geht in eine toxische Richtung“, zitiert die Zeitung „Blick“ einen nicht genannten Spieler .. Der Grund für den Unmut im Schweizer Team ist offenbar Kapitän Granit Xhaka. Einige Spieler sollen nach den kritischen Ansagen ihres Teamkollegen verunsichert sein – und sich in der Mannschaft nicht mehr wohlfühlen. War es zu viel Kritik vom 33-jährigen Routinier?
https://www.krone.at/4182249

Politik

Leichter gesagt als getan: Ukraine-Beitritt spaltet die EU
Während Präsident Selenskij auf rasche Aufnahme in die Union drängt, geraten die EU-Spitzen bei der Frage, wann und wie, sehr rasch aneinander – auch beim EU-Gipfel in Brüssel. Wenn es um Grundsätzliches geht, ist man sich in der EU meist sehr rasch einig. Einer dieser Grundsätze: Die Ukraine wird EU-Mitglied. Seit dem russischen Angriff ist das in Brüssel zum Stehsatz geworden. Über das Wann und Wie allerdings, das unmittelbar an diesen Stehsatz anknüpft, geraten die EU-Spitzen und die Regierungschef der EU-Staaten derzeit mehr denn je aneinander. Auch beim EU-Gipfel in Brüssel am Donnerstag wurden die Differenzen deutlich. Denn je mehr der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij auf den raschen Beitritt seines Landes drängt – er tat das auch bei diesem Gipfel – desto lauter äußern viele Staaten ihre Vorbehalte. „Ein Land im Krieg“ als EU-Mitglied, das ist auch für Österreichs Bundeskanzler Christian Stocker „undenkbar“.
Kurier.at.europäische.union

Front statt Asyl? Europa will Hürden für ukrainische Männer
Wehrfähige Ukrainer sollen keinen automatischen Schutz in der EU mehr bekommen. Damit will man Deserteure abschrecken – doch wie viele das überhaupt treffen würde, ist unklar.
Kurier.at.front.statt.asyl

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Unter’m Strich

Fußball-Weltmeisterschaft: Warum der Irak mit einem deutschen Trikot aufläuft
Berlin/Hollenbach. Nicht nur Adidas und Puma: Auch der deutsche Mittelständler Jako ist bei der WM als Ausrüster dabei. Vorstand Tobias Röschl erklärt den Deal.
BerlinerMorgenpost.fussball.wm

Wien
Buslenker rast durch Wien – weil er dringend muss. Fahrgäste „geschockt“
„Eine Busfahrt, die ist lustig, eine Busfahrt, die ist schön“, heißt es im allseits bekannten Busfahrerlied. So gar keinen Spaß auf ihrer Busfahrt hatte jedoch eine Wienerin am Montagabend auf ihrer Fahrt von der Raxstraße in Favoriten zum Simmeringer Enkplatz. Gegen 20.40 Uhr sei sie in den Bus der Linie 15A gestiegen, dann begann offensichtlich eine wilde Fahrt der Sonderklasse. An der Endstation Enkplatz war die Wienerin erleichtert, aussteigen zu können. Der Fahrer habe den Bus offen stehen lassen, sei hinausgehechtet. Er lief – das zeigt auch ein Video der Zeugin – quer über die Simmeringer Hauptstraße und in ein Wettlokal. „Es ist sicher nicht im Sinne der Wiener Linien, dass die Gesundheit von Fahrgästen riskiert wird, damit der Fahrer in Dienstkleidung seine Wettsucht befriedigen kann“, regt sich die Wienerin auf. Die Wiener Linien bestätigten auf „Krone“-Anfrage, über den Vorfall Bescheid zu wissen. Gewettet habe der Lenker, der bereits seit zehn Jahren für die Firma tätig sein soll, allerdings offenbar nicht. „Er verspürte ein allzu menschliches Bedürfnis und verließ daraufhin den Bus, um ein WC in einem Lokal aufzusuchen“, klärt ein Sprecher auf. Das Einkaufszentrum hatte zu jener späten Stunde schon zu, daher musste der Lenker zum Wettlokal ausweichen. Was er nicht darf: den Bus offen stehen lassen. Es werde daher disziplinäre Maßnahmen geben.
https://www.krone.at/4182944

 

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