Cirque du Soleil: Phantasy-Bilderwelt im Zirkuszelt (13.4.2023)
Copyright: Cirque du Soleil
Die Phantasy-Weltreise im überdimensionierten Zelt des Cirque du Soleil geht dieses Jahr bei dessen heurigem Österreich-Gastspiel für schaulustige Wiener nach Mexiko. Billig ist es ja gerade nicht, doch der Einstieg könnte sich schon auszahlen. „Luzia“, die 2016 gestartet Show Nr.38 dieses straff geführten kanadischen Großunternehmens will mit einer Fülle an optischen Eindrücken verführen. Aufgetrumpft wird mit bewährt-bekannter Cirque du Soleil-Finesse, perfekt gestylt wird farbenfrohe Zirkuspoesie geboten. Der kulturelle Wert? Mexikanische Musiker führen mit elegischem Gesang und schon etwas fröhlicheren Klängen in ihre eigene charakteristische Welt.
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Überfälle von Drogenbaronen gibt es hier keine, wie überraschende Überfälle können die raffinierten Szenenwechsel aber doch wirken. Und die Überfülle an verblüffenden Artistik-Wunder lässt sehr wohl staunen. Die höllischsten Saltos werden auf der Teufelswippe vorgeführt, und diese wirbeligen Reifen-Actions, dieKraftakte an Seilen in der Höhe, staunenswerte Trapez-Stunts im Wasserfall …. Ja, dieser mexikanische Himmel spendet dem fulminanten Akrobaten-Kollektiv aus der Zirkuskuppel immer wieder genügend Regenschauer.
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Wiegend fühlen sich skurrile Mexiko-Viecherln und blühende Blumenwesen wie stachelige Kakteen auf der Drehbühne wohl. Und – gibt es nicht, gibt es doch – ein Schlangenmensch windet sich hier, der ein echtes Schlangenkind zu sein scheint. Dazu gefällt es einem lässigen Clown, mit seinem Schiedsrichter-Pfeiferl das Publikum auf heitere Art zu schikanieren. Sei‘s erlaubt, dieses jubelt ihm zu. Solch ausgeklügelte Bilderwelt im Zirkuszelt ist zu bestaunen. Vor allem aber …. die unglaublichen Leistungen der Artisten.
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Meinhard Rüdenauer