INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 14. JULI 2026)
11.7.2026- „Der fliegende Holländer“ – Premiere – Passionsspielhaus Erl – Tiroler Festspiele Erl-Sommer 2026
„Mit Gewitter und Sturm aus fernem Meer“
Mit der fulminanten Premiere von Richard Wagners „Der fliegende Holländer“ im Erler Passionsspielhaus wurden die Tiroler Festspiele Erl erneut ihrem guten Ruf als Wagner-Hochburg gerecht.

Der Intendant Jonas Kaufmann mit den Ehrengästen Tomasz Konieczny und Rene Pape. Foto: privat
Star-Tenor und Intendant KS Jonas Kaufmann begrüßte hochkarätige befreundete Ehrengäste zur Premiere – die Weltstars und Wagner-Giganten KS Tomasz Konieczny (Intendant des Baltic Opera Festivals in Polen) und KS René Pape– die zur Zeit im „Fidelio“ an der Bayerischen Staatsoper (Münchner Opernfestspiele) auf der Bühne stehen.
In der Inszenierung von Josef E. Köpplinger, der auch für das Licht verantwortlich zeichnete, befand sich das Orchester in der Mitte der Bühne und die Protagonisten agierten um das Orchester herum. Für den Zuschauer erweckte dieses Regiekonzept den Eindruck als wäre die ganze Bühne der Innenraum eines Schiffes (Bühne: Rainer Sinell; Kostüme: Birte Wallbaum). Mit beeindruckenden Video-Projektionen (Video: Meike Ebert, Christian Gasteiger, Raphael Kurig) wurde die stürmische See auf die Wände des Erler Passionsspielhauses projeziert.

Buehnenfoto/Copyright: Xiomara Bender
Eine weitere Besonderheit dieser Inszenierung stellte die Präsenz von Senta ab dem Anfang der Oper dar. Sie durchlebte mimisch und körperlich die musikalischen Emotionsphasen von Anfang an intensiv mit, sodass ihre Rolle noch zentrierter wurde, als sie ohnehin schon von Wagner erdacht war.
Das exzellente Orchester der Tiroler Festspiele Erl unter der phänomenalen musikalischen Leitung von Chefdirigent Asher Fisch präsentierte einen aufwühlenden, klangintensiven, emotionsgeladenen, mächtigen Holländer von überragender Exzellenz! Das Wagner‘sche Oeuvre wurde minutiös differenziert und transparent mit feinsinnig sensitiver Attitüde exzellent erfüllt!
Ein hervorragendes Sängerensemble komplettierte den brillanten Eindruck dieser Erler Holländer-Premiere.

Buehnenfoto/Copyright: Xiomara Bender
Gábor Bretz überzeugte in der Rolle des Daland mit großer stimmlicher und darstellerischer Präsenz, klarer Diktion und Ausdruckskraft.
Nina Bezu durchlebte die Senta mit emotionaler und musikalischer Intelligenz. Ihr gut geführter, durchschlagskräftiger Sopran meisterte die Anforderungen der anspruchsvollen Rolle bravourös.
Jamez McCorkle beeindruckte in der Rolle des Erik mit glänzendem, ausdrucksstarkem Tenor. Die schwierige Tessitura dieser Partie wußte er technisch gekonnt zu meistern.
Shannon Keegan gab eine, der Rolle entsprechend, resolute und gestrenge Mary, sowohl stimmlich als auch darstellerisch.
Matthew Newlin verlieh dem Steuermann klares, tenorales Profil und Präsenz.

Buehnenfoto/Copyright: Xiomara Bender
Christopher Maltman interpretierte die Rolle des Holländer qualitätsvoll mit ausgeglichener, wohldosierter Stimme, pointierter Diktion und authentischem, intensivem Impetus.
Klangmächtig und von großer darstellerischer Lebendigkeit der Chor der Tiroler Festspiele Erl (Leitung: Olga Yanum).
Eine grandiose, mitreißende Premiere von Richard Wagners „Der fliegende Holländer“ in Erl, die zu Recht mit stehenden Ovationen bejubelt wurde!
Marisa Altmann-Althausen
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STAATSBALLETT BERLIN: ABSCHLUSS EINER ERFOLGREICHEN SAISON
5 Ehrungen und 98,3% Auslastung
Berlin, 13. Juli 2026 — Das Staatsballett Berlin beendet die aktuelle Spielzeit – die dritte in der Intendanz von Christian Spuck – mit einer Gesamtauslastung von 98,3% und konnte den hohen Zuspruch damit wie schon in den vergangenen Spielzeiten noch steigern. Zu den erfolgreichsten Abenden zählen Nurejew, Schwanensee und Next Generation, die zu allen Vorstellungen ausverkauft waren. Darüber hinaus wurden die Kompanie und einzelne Mitglieder mit verschiedensten Preisen geehrt.
Das Staatsballett Berlin beendet die Saison 2025/26 am 12. Juli 2026 nach 99 Vorstellungen auf den großen Opernbühnen und in der Tischlerei. Insgesamt kamen 135.909 Besucher*innen zu den Vorstellungen und Veranstaltungen. Nachdem die vorherige Spielzeit mit 96,4% abgeschlossen wurde, konnte die Auslastung auf 98,3% für die Vorstellungen auf den großen Opernbühnen noch gesteigert werden. Die erfolgreichsten Produktionen waren Nurejew, Schwanensee und Next Generation, die zu allen Vorstellungen ausverkauft waren. Auch die Premieren-Produktionen Fearful Symmetries und Wunderkammer erzielten Auslastungen von über 98%. Dadurch konnte die Kompanie in der ganzen Bandbreite ihres Repertoires, von klassisch bis zeitgenössisch, das Publikum überzeugen.
Das Education-Programm Tanz ist KLASSE! des Staatsballetts ermöglichte 4.551 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Teilnahme an 212 Workshops. Rund 700 weitere Kinder und Jugendliche nahmen an mehrteiligen Formaten in 14 Kooperationsschulen und -Kitas sowie an 17 Tanzkursen – darunter vier für Erwachsene – teil. Erstmals arbeitete das Programm zudem wöchentlich mit einem Kinderhospiz zusammen. Bei der generationsübergreifenden Vorstellung HELDEN an der Deutschen Oper Berlin standen die Teilnehmenden der Kurse (K)nie zu spät für Tänzer*innen ab 60 Jahren gemeinsam mit 105 Kindern aus den Kooperationsschulen auf der Bühne. Die Vorstellung erreichte eine Auslastung von 97,8%.
Und auch digital erschließt die Kompanie weitere Wege der Publikumsansprache: Das neue Projekt zum Digitalen Kulturerbe, seit der Intendanz Spuck als Online-Ausstellung Ballett in Berlin auf der Webseite zugänglich, kommt gemessen an den Online-Besucherzahlen sehr gut an, etwa mit dem Dossier: Nurejew in Berlin, das zur Premiere begleitend online geschaltet wurde und Fakten ins Internet bringt, die sonst unsichtbar bleiben würden.
Das Staatsballett Berlin wurde in der Saison 2025/26 auch durch verschiedenste Preise geehrt. Zur Beginn der Spielzeit wählte das Magazin tanz in der jährlichen Kritiker*innen-Umfrage die Kompanie zum «Glanzlicht 2025» und Artist in Residence Marcos Morau zum «Choreograph des Jahres». Ensemble-Mitglied Leroy Mokgatle erhielt den Deutschen Theaterpreis DER FAUST 2025 in der Kategorie «Darsteller:in Tanz» sowie den Daphne-Preis 2026. Intendant Christian Spuck durfte im Februar außerdem den Deutschen Tanzpreis 2026 entgegennehmen.
Intendant Christian Spuck bedankt sich für die gelungene Saison:
«Ich freue mich sehr über diese erfolgreiche Saison und den anhaltenden Erfolg auch in meiner dritten Spielzeit. Dies ist nur möglich durch die großartige Leistung aller Mitarbeitenden des Staatsballetts Berlin. Es zeigt, dass wir in der Stadt angekommen sind und es inspiriert uns für die kommende Spielzeit. Wir sind stolz, einen geschätzten Beitrag für die Kultur in Berlin gestalten zu können.»
Drei Premieren auf den großen Opernbühnen mit zwei Uraufführungen feierte die Kompanie in der Saison 25/26. Mit Wunderkammer inszenierte Artist in Residence Marcos Morau erstmals eine abendfüllende Kreation für die Kompanie. Regisseur Kirill Serebrennikov und Choreograph Yuri Possokhov erarbeiteten die Produktion Nurejew für das Staatsballett Berlin erstmals außerhalb Russlands. Im Rahmen der zweiteiligen Premiere Fearful Symmetries kreierte Christian Spuck ein Werk, das die rhythmische Intensität und Energie von John Adams‘ gleichnamiger Komposition visuell erlebbar macht und die Ambivalenzen von Macht hinterfragt. Daneben stand George Balanchines Meisterwerk Symphony in C zu Georges Bizets Sinfonie, das durch technische Präzision und künstlerische Virtuosität beeindruckte. Ergänzt wurde das Programm durch das Tanzstück für Kinder Chicxulub oder Der Floh des Teufels, den Abend Next Generation mit Choreographien aus dem Ensemble sowie das Education-Projekt HELDEN auf der Bühne der Deutschen Oper Berlin.
Die Spielzeit 2026/27 startet am 12. September mit Giselle von Patrice Bart in der Staatsoper Unter den Linden. Die erste Premiere der Saison, Der Nussknacker (27. November 2026, Deutsche Oper Berlin) von Christian Spuck, eine eigens für Berlin geschaffene Produktion, geht der psychologischen und literarischen Tiefe der ursprünglichen Erzählung von E.T.A. Hoffmann nach. Nach dem großen Erfolg des William Forsythe Ballettabends in der Spielzeit 2023/24 präsentiert William Forsythe II (19. März 2027, Deutsche Oper Berlin) weitere ikonische Werke des Ausnahmechoreographen. Die dritte Premiere, Marco Goeckes Der Liebhaber (5. Juni 2027, Staatsoper Unter den Linden) nach dem gleichnamigen Roman von Marguerite Duras, übersetzt die elliptische, fragmentarische Erzählweise in eine Bewegungssprache, die den Körper als Medium der Erinnerung, der Begierde und der sozialen Zwänge sichtbar macht.
Alle Vorstellungen der Saison 2026/27 sind bereits im Verkauf. Das vollständige Programm ist online unter www.staatsballett-berlin.de zu finden.
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GARDA FESTIVAL 2026: PIER LUIGI PIZZI, ELENA MOȘUC, JACOPO TADDEI UND VITTORIO BENAGLIA SIND DIE PROTAGONISTEN DER 4. AUSGABE
Garda Festival 2026 – 4th Lake Garda International Festival
Vom 24. Juli bis 1. August 2026 – „JENSEITS DER OBERFLÄCHE“
Große italienische und internationale Künstler gestalten die fünf Sonderveranstaltungen der 4. Ausgabe des Garda Festivals in Peschiera del Garda und Verona.
Das Garda Festival – Lake Garda International Festival kehrt in diesem Jahr mit seiner 4. Ausgabe zurück. Einige der eindrucksvollsten UNESCO-Welterbestätten am Gardasee und in der Stadt Verona bilden die Kulisse für ein multidisziplinäres künstlerisches Programm, das renommierte Künstlerinnen und Künstler sowie vielversprechende Nachwuchstalente von den bedeutendsten Bühnen Italiens und der internationalen Kulturszene vereint.
Das Garda Festival wurde 2023 auf Initiative des Fondo Niccolò Piccinni unter der künstlerischen Leitung von Maximilien Seren-Piccinni und mit Unterstützung bedeutender nationaler Institutionen gegründet. Innerhalb kurzer Zeit hat es sich als einer der interessantesten Kulturtermine Italiens etabliert.
„Das Garda Festival ist ein konkreter Weg, Menschen der Schönheit näherzubringen und Erlebnisse zu schaffen, die künstlerische Qualität von internationalem Format mit der Identität der Region verbinden“, erklärt Maximilien Seren-Piccinni, Präsident des Fondo Niccolò Piccinni und Künstlerischer Leiter des Festivals. „Das diesjährige Motto Jenseits der Oberfläche entspringt dem Wunsch, über den äußeren Schein hinauszublicken und den Dingen auf den Grund zu gehen, um die menschliche Seele in ihrer Tiefe zu erkunden. Das Verborgene kann mitunter Angst auslösen. Wir sind jedoch überzeugt, dass gerade dort Wahrheit und Einzigartigkeit liegen. Wenn wir uns von der Kunst leiten lassen, werden wir entdecken, dass diese Geheimnisse, sobald sie sich offenbaren, keine Bedrohung darstellen, sondern eine außergewöhnliche Entdeckung sind – eine Quelle des Staunens, die uns einander näherbringt.“
PROGRAMM
Das Programm richtet sich an ein breit gefächertes Publikum – von Fachleuten und Musikliebhabern bis hin zu allen, die sich von hochkarätigen Darbietungen an außergewöhnlich schönen historischen Orten in Peschiera del Garda und Verona begeistern lassen möchten. Auf dem Programm stehen fünf Veranstaltungen, deren Eintritt frei ist, solange Plätze verfügbar sind.
Den Auftakt bildet am 24. Juli, um 21.15 Uhr, im Teatro Estivo Caserma d’Artiglieria di Porta Verona in Peschiera del Garda der international renommierte Saxophonist Jacopo Taddei gemeinsam mit dem Pianisten Filippo Farinelli. Das Duo zählt zu den spannendsten Formationen der italienischen Musikszene und zeichnet sich durch außergewöhnliches Zusammenspiel, Virtuosität und interpretatorische Eleganz aus. Für diesen Abend widmen sich die beiden Musiker berühmten Werken der Filmgeschichte und interpretieren Kompositionen, die rhythmische Brillanz, raffinierte Jazz-Elemente und filmische Lyrik miteinander verbinden. Das Konzert ist zugleich eine exklusive Premiere: Das Publikum erhält erstmals Einblick in das neue, in Kürze erscheinende gemeinsame Album der beiden Künstler.
Zu den Höhepunkten im Bereich der klassischen Musik zählt das Konzert am Sonntag, 26. Juli 2026, um 21.15 Uhr, ebenfalls im Teatro Estivo Caserma d’Artiglieria di Porta Verona in Peschiera del Garda. Die Musici Piccinniani, das neue Ensemble des Fondo Niccolò Piccinni, präsentieren den Abend „The Mozart Wunderkammer“, der der Exzellenz der italienischen Musikkultur sowie dem 270. Geburtstag Wolfgang Amadeus Mozarts gewidmet ist. Im Mittelpunkt stehen die musikalischen Leidenschaften seiner frühen Schaffensjahre. Das Konzert lädt das Publikum in die imaginäre Wunderkammer des „Schwans von Salzburg“ ein und beleuchtet die Begegnungen und künstlerischen Inspirationen, die sein außergewöhnliches Talent geprägt haben und zeigen, wie Mozart die Musik seiner Zeit aufnahm und weiterentwickelte. Es entsteht ein frischer und lebendiger Dialog zwischen den Musici Piccinniani und dem jungen Amadeus – ganz im Zeichen der Jugend. Das Konzert wird mit Unterstützung der BCC Valpolicella Benaco realisiert.
Am 31. Juli, um 21.15 Uhr, tritt in der Kirche San Martino in Peschiera del Garda der Bratschist Vittorio Benaglia, auf, einer der vielversprechendsten italienischen Bratschisten seiner Generation. Mit seinem Programm „Viola Nocturna“ nimmt er das Publikum mit auf eine musikalische Reise durch die Dämmerung – inspiriert von den bedeutendsten Konzertsälen der Welt, von der Weill Recital Hall der Carnegie Hall in New York bis zum Wiener Saal des Mozarteums in Salzburg. Die Fachzeitschrift Rivista MUSICA bezeichnete ihn als „einen großartigen Interpreten, der der Bratsche einzigartige Klangfarben entlockt, die beinahe an die menschliche Stimme erinnern“. Benaglia erforscht die Nuancen der Dunkelheit, in der die Bratsche zur Erzählerin ihrer verborgenen Geheimnisse wird. Ein Konzert, in dem die Magie der Nacht durch den warmen, samtigen Klang des Instruments lebendig wird.
Den glanzvollen Abschluss des Festivals bildet am 1. August, um 21.15 Uhr, im Auditorium Nuovo Montemezzi des Konservatoriums Verona die Verleihung des 44. Premio Piccinni per l’eccellenza nelle arti performative. Die Auszeichnung geht an den Mailänder Regisseur Pier Luigi Pizzi, den unbestrittenen Meister der Theaterregie und des Bühnenbilds sowie eine der einflussreichsten Persönlichkeiten des Schauspiel- und Operntheaters. Als herausragende Persönlichkeit der italienischen Kultur hat Pizzi in mehr als siebzig Jahren künstlerischen Schaffens die Bühne in einen Ort vollkommener Harmonie und zeitloser Eleganz verwandelt. Ausgezeichnet mit der Légion d’honneur und dem Titel Cavaliere di Gran Croce al Merito della Repubblica Italiana, verkörpert er wie kaum ein anderer Autorität und historisches Gedächtnis des italienischen Musiktheaters.
Zu Ehren seiner außergewöhnlichen Laufbahn und seiner legendären Inszenierungen wird die rumänisch-schweizerische Sopranistin Elena Moșuc, eine der bedeutendsten Belcanto-Interpretinnen der Gegenwart, auftreten. Ihr wird der Premio Cigno del Garda 2026 powered by Cantine Vitevis für ihre herausragende internationale Karriere verliehen. An ihrer Seite stehen außerdem der junge chinesische Bariton Yu Ruoyang sowie der Pianist Fabio Maggio.
Der Premio Piccinni 2026 wird von Cantine Vitevis unterstützt.
Das Festival steht unter der Schirmherrschaft des Europäischen Parlaments, der Botschaft des Königreichs Belgien, der Botschaft Rumäniens in der Italienischen Republik, der Stadt Peschiera del Garda, der Stadt Verona, von Destination Verona sowie der Garda Foundation.
Francesco Maria Beniamino Lodola
Relazioni Artistiche
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Sommerspiele Eberndorf // Premiere „Die Wolscharträuber“ von Ludwig Skumautz

Foto: Markus Druml als Krapfenbäck-Simale (Fotocredit: Lex Karelly)
am Freitag, den 17. Juli 2026 feiert um 20.30 Uhr die Premiere von „Die Wolscharträuber“ von Ludwig Skumautz – im Rahmen der Jubiläumssaison „50 Jahre Sommerspiele Eberndorf“ – Premiere.
Die Sommerspiele Eberndorf zeigen exakt 50 Jahre nach der ersten Theatervorstellung im Stiftshof einmalig das legendäre Volksstück über den sagenumwobenen „Kärntner Robin Hood“ Simon Kramer (1785-1809) in Form einer szenischen Lesung.
Bitte geben Sie uns sobald als möglich Bescheid, ob wir für Sie für die Premiere Pressekarten an der Abendkassa hinterlegen dürfen.
Herzliche Grüße,
Florian Kutej
Als es dem Bauernsohn Christof gelingt, aus französischer Gefangenschaft auszubrechen und an den Hof seiner Verlobten Regina zurückkehrt, passiert eine folgenschwere Verwechslung. Denn niemand ahnt, dass gleichzeitig auch Simale vor Ort ist und nicht nur ein Auge auf die leichte Beute, die er hier machen kann, geworfen hat, sondern auf auf Agathle. Kann er dafür sorgen, dass sie zu ihrem rechtmäßigen Erbe kommt und so ganz nebenbei auch das wahre Glück findet?
Aber da war ja auch noch die Sache mit dem Messer von Simale: Zeigt die Spitze auf ihn, droht Gefahr. Wird er die drohenden Zeichen noch rechtzeitig erkennen?
Der Kärntner Ludwig Skumautz (1929-1987) absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Volksschullehrer, bevor er 1957 seine Bühnenreifeprüfung am Mozarteum Salzburg bestand (einer seiner Mitstudenten war der Schriftsteller Thomas Bernhard). Nach Engagements als Schauspieler in Deutschland, kehrte er nach Kärnten zurück, um zunächst als Lehrer, später auch als Dramaturg und Schauspieler am Stadttheater Klagenfurt zu arbeiten.
Bereits seit seiner Jugend hatte er ein großes Interesse am Thema Volksbildung und am außerberuflichen Theater. Bereits 1944 leitete er eine Laienspielgruppe. 1950 übernahm er die Landeslaienspielgruppe des Kärntner Bildungswerkes.
Er war maßgeblich an der Gründung der Südkärntner Sommerspiele Eberndorf beteiligt und eröffnete diese 1976 mit seinem Volksstück „Die Wolscharträuber“. Bis 1986 prägte er als Intendant und Regisseur die Sommerspiele entscheidend mit. In den 80er-Jahren führte er auch Regie bei den Friesacher Burghofspielen.
Das Volksstück „Die Wolscharträuber“, das er Anfang der 50er-Jahre schrieb, wurde vielfach in Kärnten aufgeführt. Weitere Stücke aus seiner Feder sind beispielsweise „Der Fall Irene Heyn – ein Frauenschicksal der Nachkriegszeit“, „Hoppla, Spione“, „Männer in der Mausefalle“, „Totentanz“ oder das Hörspiel „Zerfledderter Kolibri“.
Szenische Einrichtung: Florian Kutej
Bühne: Isabel Toccafondi
Kostüme: Trachten Strohmaier Klagenfurt
Aussattungsmitarbeit: Lena Felberbauer
Lichtdesign: Helmut Stultschnig
Ensemble: Elias Dobnik, Markus Druml, Peter Grilliz, Julia Herzog, Guido Hitzenhammer, Marion Hollauf, Simone Jäger, Florian Kutej, Ulli Lackner und Helmut Lechthaler
Die Einnahmen dieser Vorstellung werden dem Team der Österreich Tafel Völkermarkt gespendet und kommen bedürftigen Menschen aus der Region zugute.
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