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Zwei prachtvolle Mezzos – Nadia Krasteva u. Joyce DiDonato

20.01.2016 | cd, CD/DVD/BUCH/Apps

 

Schlichtweg prachtvoll!

krasteva  NADIA KRASTEVA – Nur wer die Sehnsucht kennt – Lieder von Peter Illich TSCHAIKOWSKY – mit Dora Deliyska, Klavier – GRAMOLA, 1 CD – 3-sprachiges Textbuch – Aufnahme Mitte 2015 Wien

Die bulgarischen Musikerinnen Nadia Krasteva, Mezzosopran, und Dora Deliyska, Klavier, führen auf ihrer neuen Einspielung unter dem Titel Nur wer die Sehnsucht kennt (None but the Lonely Heart) mit ausgewählten Liedern durch den Schaffens- und Lebensweg Tschaikowskys. Wohl nicht zuletzt aufgrund ihrer eigenen slawischen Herkunft wissen die Künstlerinnen die starken Gefühle von Melancholie, Sehnsucht, seelischem Schmerz, aber auch Versöhnung und Glück so ergreifend umzusetzen. 

Nadia Krasteva, in Wien zuhause, in München erfreulicherweise des Öfteren zu Gast (im März Azucena), hat hier einen CD-Schatz aufgenommen. Ihre voll und warm tönende, richtig „satte“ Mezzostimme nimmt sogleich im ersten Lied gefangen. Ihre herrlich orgelnde Tiefe bei samtigem Ton lullt einen in Wohlgefühl ein. In russisches Wohlgefühl, denn natürlich sind diese Lied-Interpretationen sehr authentisch. Dass Frau Krasteva eine Spitzenvertreterin des Mezzofaches ist, stand ja außer Zweifel, aber mit dieser Lied-Aufnahme hat sie sich selbst übertroffen. Man könnte stundenlang zuhören!

Mit Dora Deliyska am Klavier hat Nadia Krasteva eine ebenbürtige Partnerin. Die Wiener, die im Yamaha Konzertsaal live dabei sein durften, dürfen sich glücklich schätzen, und alle anderen können sich an dieser CD – im wahrsten Sinne des Wortes – ergötzen.

Also: KAUFEN! 

Diese Hör-Erfahrung schürt natürlich meine Vorfreude auf die kommende Azucena im März ganz gewaltig. 

Doro Zweipfennig 

https://www.gramola.at/de/shop/produkte/lieder+und+arien/gramola/nadia+krasteva,dora+deliyska/

peter+illich+tschaikowsky/130916/#anchor_tracklist

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DI DONATO-PAPPANO  JOYCE & TONY

Joyce DiDonato, Antonio Pappano – Live at Wigmore Hall 9/14 – Erato 2 CDs

Haydn: Arianna a Naxos
Rossini: Belta crudele; La Danza
Santoliquido: I canti della Sera; L’assiolo canta; Alba di luna sul bosco; Tristezza crepuscolare; L’incontro
Curtis: Non ti scordar di me

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Foster: Beautiful Dreamer
Kern: The Siren’s Song aus „Leave it to Jane“; Go Little Boat aus „On My Dear“; Can’t help lovin‘ that man aus „Show Boat“; All the things you are aus „Very warm for may“
Bolcom: Amor aus „Cabaret Songs“
Villa-Lobos: Food for Thoughts aus „Magdalena“
Rodgers: My funny Valentine aus „Babes in Arms“
Berlin: I Love a Piano
Arlen: Somewhere over the Rainbow

https://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/joyce-tony/hnum/7683789

Joyce & Tony kl. Die haben aber Spaß, wie man auf dem Foto sieht und wie auch das lustige Cover suggeriert. Man hört es auch, dass sich das Publikum in der Wigmore Hall gut unterhalten fühlte.

CD 1 bringt eine hübsche Italienreise (s. o.), beginnend mit Haydns Kantate Arianna a Naxos und weiterführend mit italienischen Liedern, die man z. T. bevorzugt von Tenören kennt.

CD 2  – Mit dem American Songbook (s. o.) haben sich DiDonato und Pappano einen persönlichen Wunsch erfüllt. Und hier gibt die Mezzosopranistin wo angebracht, unterstützt vom Maestro am Piano, ihrem Affen richtig Zucker.

Macht Spaß, diese CD – für DiDonato-Fans sowieso unerlässlich.

Doro Zweipfennig

 

 

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