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ZÜRICH/ Opernhaus: DIE GESCHICHTE VOM SOLDATEN von I. Strawinsky. Premiere

14.05.2021 | Oper international

Igor Strawinsky: Die Geschichte vom Soldaten, Opernhaus Zürich, Premiere: 13.05.2021

 Da kommen neun Künstlerinnen und Künstler auf die Bühne

«Da kommen neun Künstlerinnen und Künstler auf die Bühne und führen mit nichts als ihrem Können, ihrer Fantasie und Bühnenlicht ein Musiktheaterstück auf.»

Andreas Homoki im Programmheft zur Produktion

Die Geschichte vom Soldaten - Oper - Opernhaus Zürich
Foto: T+T Fotografie / Toni Suter + Tanja Dorendorf

Mit Igor Strawinskys gegen Ende des ersten Weltkriegs entstandenem «Ein Bühnenstück zu lesen, zu spielen und zu tanzen» «Histoire du soldat» («Geschichte vom Soldaten») startet der Musiktheaterbereich des Opernhaus Zürich in den «Öffnungs-Spielplan». Klassische grosse Oper ist 50 Zuschauer (ab 31. Mai wahrscheinlich 100) noch nicht möglich und so wird man vorerst kleinere Formate spielen. So, wie Hausherr Andreas Homoki die Geschichte des Soldaten auf die Bühne bringt, ist das Stück mit der kleinen Besetzung (neun Künstlerinnen und Künstler) ganz grosses Theater.

Die Geschichte vom Soldaten - Oper - Opernhaus Zürich
Foto: T+T Fotografie / Toni Suter + Tanja Dorendorf

Die neun Künstler sind sieben Mitglieder der Philharmonia Zürich, Martin Zysset als Teufel / Erzähler und Ruben Drole als Soldat / Erzähler. Beide Solisten haben hervorragende Sprechstimmen und die nötige Bühnenpräsenz, um die Phantasie der Zuschauer anzuregen und den Abend zum Erlebnis zu machen. Die Lichtgestaltung von Franck Evin setzt die einzelnen Mitwirkenden jeweils ins Rampenlicht und ermöglicht den Solisten auch poetisches Schattenspiel am mit schwarzem Stoff verhängten eisernen Vorhang.

Igor Strawinsky und sein Librettist Charles Ramuz sahen pessimistisch in ihre Zukunft. Am Ende des für ein Wanderbühne konzipierten und am 28. September 1918 im Théâtre Municipal in Lausanne uraufgeführten Stückes gerät der Soldat, der dem Teufel seine Geige, seine Seele verkauft und sie wieder von ihm zurückgewonnen hatte, doch noch in die Fänge des Teufels. Die Prinzessin, die Liebe hatte nicht genug Kraft. Zur geplanten Tournee ist es wegen der spanischen Grippe nicht mehr gekommen. Uns im Hier und Heute bleibt zu hoffen, dass die Pandemie bald vorüber ist und wir die Kultur wie früher geniessen können. Bis dahin erfreuen wir uns an ganz grossem kleinen Theater.

Ein bewegender Abend!

Weitere Aufführungen: 14.05.2021, 19.00; 15.05.2021, 19.00; 16.05.2021, 19.00

Programmheft zur Produktion:

 

14.05.2021, Jan Krobot/Zürich

 

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