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WIENER STAATSOPER: L’ELISIR D’AMORE

06.12.2016 | Oper

WIENER STAATSOPER:  „L´ELISIR D´AMORE“ am 5. Dezember 2016

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Der „vorprogrammierte“ Star der Vorstellung enttäuschte etwas: Bryn Terfel als Dulcamara . Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

 

Nach der Falstaff- Premiere mit Maestri kam der Premieren-Falstaff  der vergangenen Inszenierung, Bryn Terfel, erstmals als Dulcamara zum Zug.

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Jinxu Xhiaou (Nemorino). Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Der einzige, der in dieser Serie kein Rollendebut in Wien feierte (abgesehen von den Solokompasen) war Jinxu Xiahou. Sein Nemorino macht viel Freude, seine Stimme ist derzeit für das Belcantofach ideal, darstellerisch ist er der schüchterne Landbub der tapsigen Art. Pietro Spagnoli als Belcore setzt seine etwas trockene Art geschickt ein und konnte als „Uniformschönling“ auch punkten.

Der Dulcamara des Bryn Terfel war allerdings eine Enttäuschung. So humorlos war der Quacksalber selten bis nie zu erleben, stimmlich blieb er, und das ist eigentlich das Schlimmere, fast alles schuldig. Man kann nur hoffen, dass dies eine wetterbedingte Unpässlichkeit war.

Die beiden Damen kamen aus den  USA. Heidi Stober war eine mehr als zu soubrettige Adina mit forciert schriller Höhe,  Lauren Michelle, ein neues Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper, war die  Giannetta. Sie besitzt eine ette Stimme und ist ingesamt eine sehr hübsche Frau. Genaueres kann nach dieser Rolle noch nicht gesagt werden, warten wir auf weitere Auftritte.

Bildergebnis für pavel baleff
Pavel Baleff. Copyright: Baden-Baden

Ein Pluspunkt der Vorstellung: Pavel Baleff war erstmals am Pult der Wiener Staatsoper zu erleben. Er dirigierte mit viel Schwung und Elan das Orchester, nahm viel Rücksicht auf die Sänger und sorgte für einen musikalisch ordentlichen und schönen Ablauf der Vorstellung.

Der Chor unter Martin Schebesta war wieder mit viel Spaß und guter Laune dabei.

Elena Habermann

 

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