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WIEN/ Volksoper: TURANDOT

22.09.2015 | Oper

WIEN/ Volksoper:   „TURANDOT“ am 31.9.2015

 Immer wieder kann diese Volksopern Produktion das Publikum verzaubern. Wunderbar das tolle, technisch sehr aufwändige Bühnenbild und die wunderschönen fantasievollen Kostüme des Teams Renaud Doucet und Andre Barbe. Nicht zu vergessen die tolle Schminkarbeit der Maskenbildner. Dieses Team bitte vor den Vorhang.

Musikalisch war der Abend einer der besten, die ich in letzter Zeit in diesem Hause hörte. Vincent Schirrmacher sang nach zwei Jahren wieder den Prinzen Calaf mit schon sehr viel Strahlkraft, aber nach wie vor zarten Piani, (könnten etwas mehr sein) und die Höhen kommen natürlich und sicher. Beide Arien gelangen vom Feinsten, da wäre eine Unterbrechung (Stellen sind in der Partitur vermerkt) für den Applaus schon drinnen gewesen. Als Turandot konnte man ein kleines, sehr zierliches Persönchen erleben. Jee – Hye Han sang diese sehr heikle Partie ohne jegliche Schwierigkeit mit viel Lyrismen, die absolut dazu gehören und nicht nur hochdramatischer Donner. Stefan Cerny konnte als Calafs Vater Timur ein sehr gelungenes Rollendebüt feiern. Eine schöne warme Bassstimme mit nötiger Durchschlagskraft. Die zum Leiden und opferbereite Liu war Kristiane Kaiser, schön gesungen, alles richtig gemacht, ein wenig mehr eigene Anteilnahme fehlte dennoch. Sehr gut wieder gesungen und getanzt die drei Mandarine Ping, Pang und Pong von Daniel Ochoa, David Sitka und JunHo You. Luxus ist Yasushi Hirano als Mandarin. Jeffrey Treganza gab dem uralt Kaiser die richtige Stimme und Würde.

Das Orchester spielte hervorragend unter Guido Mancusi, der zum Teil für die Sänger etwas zu sehr „zelebrierte“ und dadurch leicht ungewollt schleppte. Präzise und exakt im Takt die Schritte und im Ton die großen Chöre, die Kinderstimmen waren besonders schön! Ein Lob auch an Ballett und Komparserie, alles klappte großartig.

Elena Habermann

 

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