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WIEN/ Volksoper: SALOME

25.09.2013 | KRITIKEN, Oper

WIEN/ Volksoper: 24. 9. 2013   „SALOME“

 Eine sehr geglückte Aufführung dieser Oper, nicht nur szenisch gelang wieder alles zum Besten.

 Neben den bewährten hervorragenden Leistungen von Annemarie Kremer in der Titelrolle und des immer besser werdenden Sebastian Holecek als Jochanaan., gab es zwei sehr interessante und gelungenen Rollendebüts. Robert Wörle ist ein Herodes der besten „Grauslichensten“, abstoßend und schleimig von der Gestaltung und stimmlich für diese Rolle fast ein Belcantist. Der schöne Narraboth war erstmals Mehrzad Montazeri. Er sang wunderschön und entsprach auch äußerlich komplett diesem Rollentyp. Eine bedrohlich gefährliche Herodias gab Alexandra Kloose, Martina Mikelic sang ordentlich den schlaksigen Pagen.

Sehr gut diverse Juden, Nazarener und Soldaten, diese seien pauschal gelobt, eine Verschwendung ist Yasushi Hirano als Cappadocier, mit Statierverpflichtung.

 Das Orchester spielte klangschön und sehr genau unter Alfred Eschwe, der auch sehr gefühlvoll auf die Sänger einging, sich aber bei den orchestralen Stellen wie den Schleiertanz richtig austobe. So soll es sein.

 Das nicht gerade allzu zahlreiche Publikum dankte sehr animiert.

 Elena Habermann     

 

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