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WIEN/ Volksoper: IL TROVATORE

12.10.2014 | KRITIKEN, Oper

VOLKSOPER: 12. 10. 2014 : „IL TROVATORE“

 Das war die letzte Vorstellung dieser Serie und wie ich hoffentlich nur gerüchteweise hörte, überhaupt die letzte dieser Produktion.

Auch wenn die Inszenierung – Regie nicht gerade gut ist, schade ist es immer, wenn ein populäres Werk verschwindet, besonders nach geringer Aufführungszahl (es war die 21. Vorstellung), so reich ist unser Land auch wieder nicht.

In der Titelrolle war Vincent Schirrmacher wieder sehr überzeugend, dass er den Manrico an allen anderen großen Häusern singen kann, stellte er damit erneut unter Beweis. Sein Bruder Conte di Luna wurde sehr glaubhaft von Tito You,  der einen sehr guten Abend hatte und sehr schön phrasierte, verkörpert. Eine sehr lyrische Leonora gab Kristiane Kaiser. Immer bemerkenswert, in welch blöder Haltung (Hände nach Hinten gebunden) sie die große Arie inklusive Miserere mit ungünstig platziertem Tenor singen muss. Der Sängerin gebührt für die Bewältigung dieser „Schikane“ alle Achtung. Als Azucena bemühte sich Alexandra Kloose darstellerisch und auch stimmlich sehr, aber ihre Rollen-Vorgängerin Chariklia Mavropoulou legte die Latte für so manche Kollegin zu hoch. Petar Neydenov sang den Ferrando derb und spielte ihn auch so richtig in dieser Regie. Ines war wieder Renate Pitscheider mit schöner Stimme und Christian Drescher war der als Weib verkleidete Ruiz.
Lorenz C. Aichner dirigierte mit Schwung und guten ‚Tempi, Verdi war es nicht wirklich. Schön sang wieder der Chor, besonders gut gelang der Herrenchor im fünften Bild.

Elena Habermann    

 

 

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