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WIEN/ Theater LEO/ Oper am Klavier: „LOHENGRIN“ nach Richard Wagner

14.02.2016 | Oper

Oper am Klavier im L.E.O.: „Lohengrin“ von Richard Wagner (Vorstellung: 13. 2. 2016

Lohengrin-2_(©Christa_Fuchs)
Annette Fischer als Elsa von Brabant und Stefan Fleischhacker in der Titelrolle (Foto: Christa Fuchs)

Auf recht phantasievolle Weise präsentierte das Wiener L.E.O. – Letztes erfreuliches Operntheater –  die Oper „Lohengrin“ von Richard Wagner, die wegen des großen Erfolgs in der vergangenen Saison im Februar 2016 wiederaufgenommen wurde, wobei die beiden Vorstellungen rasch ausverkauft waren . Das Theater L.E.O. wurde im Jahr 1993 anlässlich der Österreichischen Erstaufführung des Einakters „L’Invito“ („Der Gast“) von Marco Pontini als Verein gegründet und befindet sich in der Ungargasse 18 im dritten Wiener Bezirk.

In einer Doppelfunktion als Erzählerin und Ortrud war die Mezzosopranistin Elisabeth Wolfbauer im Einsatz. Sie schilderte einerseits die Handlung auf sehr humorvolle Art, wobei sie auch gekonnt als Leiterin des Publikums-Chors agierte, und gab dazu eine glühende Ortrud. Ihr Duett mit Elsa, das im wunderbaren Gleichklang der Stimmen faszinierte, zählte zu den Höhepunkten des Abends. Elsa von Brabant wurde von der deutschen Sopranistin Annette Fischer mit hoch-dramatischer Stimme gesungen und auch mimisch exzellent gespielt.

Die Titelrolle verkörperte der Tiroler Tenor Stefan Fleischhacker, der zwar stimmlich gegen die beiden Damen anzukämpfen hatte, aber in der Gralserzählung seinen Mann stellte. Der bulgarische Bass Apostol Milenkov spielte sowohl den deutschen König Heinrich wie auch  Telramund. Er überzeugte mit seiner großen Bühnenpräsenz und seiner ausdrucksstarken Stimme das Publikum, das als Chor unter der Anleitung der Erzählerin mit großer Begeisterung „mitwirkte“.

Am Klavier ersetzte die japanische Pianistin Kaori Asahara ein ganzes Orchester – und   meisterte diesen Gewaltakt auf bravouröse Art. Ansehnlich und den Rollen entsprechend waren die Kostüme der Darsteller. Das Publikum, das auch mit Szenenbeifall seine Begeisterung ausdrückte, belohnte am Schluss das Sängerensemble und die Pianistin mit lang anhaltendem Applaus und vielen Bravorufen.

Udo Pacolt

 PS: Die Preise der Eintrittskarten ins L.E.O. bewegen sich zwischen 25€ und 35€ (Schüler und Studenten bis 30 zahlen 15 €). Bei den Logenplätzen um 35€ ist ein Glas Sekt beinhaltet.

 

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